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Berlin, 03. April 2012, Wie das Fachmagazin PHOTON berichtet, sank am 01. April um 16 Uhr der Börsenstrompreis auf null. Wer an diesem Tag Strom benötigte und sich diesen in der Day-Ahead-Auktion beschaffte, musste keinen Cent für den Strom zahlen. Der Strompreis fiel auf genau -0,008 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Sonnen- und Windenergie machten es möglich, denn eine prognostizierte Einspeisung von Solarstrom von über 9,25 GW (Gigawatt) und einer Einspeisung von Windstrom von über 12,65 GW sorgten dafür, dass die benötigten konventionellen Leistungen die Werte unterhalb der Nachtzeit-Nachfrage drückten.

Börsenstrompreis 01. April 2012 - Quelle www.epexspot.com

Bild: Börsenstrompreis 01. April 2012 (Quelle: www.epexspot.com)

Beim Strompreisfixing wurden die Strompreise unter den Nachtpreisen ermittelt, wie das Magazin weiter berichtet. Diese lagen zwischen 2 und 4 Cent pro Kilowattstunde. Während der ersten Nachtstunden pendelte der Strompreis bei einer Nachfrage knapp unter 35 Gigawatt noch bei 3 bis 2,3 Cent. Auf diesem Niveau hielt er sich auch in den Morgen- und Vormittagsstunden trotz ansteigender Nachfrage, die bis zum Mittag auf über 50 Gigawatt anstieg.

Trotz des rapiden Anstiegs der Nachfrage reduzierte sich der Bedarf an konventioneller Leistung aufgrund eines noch schnelleren Anstiegs der Solar- und Windeinspeisung dann im weiteren Verlauf des Tages unter den Nachtwert. Als dann im Nachmittag die nachlassende Nachfrage von einem weiterhin großen Angebot an Sonnen- und Windstrom begleitet wurde, rutschten die Strompreise bis auf null ab. Als Konsequenz hieraus lagen die durchschnittlichen Strompreise zur Peak-Zeit (8 bis 20 Uhr) mit 1,893 Cent pro Kilowattstunde unter den Tagesdurchschnittspreisen von 2,410 Cent pro Kilowattstunde.

Ein Paradigmenwechsel ist eingeläutet

In der Vergangenheit waren die Strompreise zur Mittagszeit stets die höchsten des Tages, da zu dieser Zeit traditionell in Deutschland die Tageslast am höchsten ist. An der Last hat sich zunächst einmal nichts geändert. Aber an immer mehr Tagen trifft diese hohe Mittagslast auf ein noch größeres Angebot von Wind- und vor allem Solarstrom. Die Zeiten hoher Strompreise zur Mittagszeit sind damit gezählt. In Zukunft wird gelten, dass an halbwegs sonnigen Tagen Mittags Strom billiger als Nachts zu haben sein wird.

Quelle: PHOTON, Epex Spot

Kommentare   

#2 AR 2012-04-04 05:50
Wenn wir den Strom so billig produzieren können ist nur zu begrüßen. Strom kann auch verkauft werden und muss nicht unbedingt gespeichert werden. Der Abnehmer wird sich finden wenn der Strompreis stimmt. Deutschland kann zum Stromexporteur werden.
Leider machen die politiker alles kaputt.
#1 Eduard Heindl 2012-04-03 09:22
Das ist wirklich eine wichtige Entwicklung! Doch sinnvoll ist ein weiterer Ausbau der Solarenergie nur, wenn es auch Speicher für den Strom gibt, sonst wird "abgeregelt".
Eine Möglichkeit, die kostengünstig ist ist der Lageenergiespeicher.de

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