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N’dollor/Wörrstadt, 14. Juni 2010 - Die juwi-Gruppe bringt Energie in den Senegal – und hat in dem westafrikanischen Land ein weiteres Projekt zur Elektrifizierung des ländlichen Raumes umgesetzt: Ein Gesundheitszentrum, das vor allem als Entbindungsstation für die Region dient und bislang ohne jede Stromversorgung war, ist mit einer von juwi entwickelten Photovoltaik-Anlage ausgestattet worden und versorgt sich nun mit sauberem und sicheremSolarstrom. Die PV-Anlage für das Gesundheitszentrum im Dorf N’dollor ist bereits das dritte juwi-Projekt im Senegal.

Die Photovoltaik-Anlage im Dorf N’dollor (Senegal) liefert für das Gesundheitszentrum sauberen und sicheren Solarstrom

„Die Einwohner in N’dollor haben aus Dankbarkeit ein großes Fest gefeiert und waren überglücklich; einige hatten sogar Tränen in den Augen“, berichtet Gerhard Dodenhoff, Vorsitzender der Kinderhilfe Senegal Hammah e.V. Die Photovoltaik-Anlage verfügt mit vier Kilowattpeak über eine ausreichend große Leistung, um die Hauptverbraucher der Gesundheitsstation mit Strom zu versorgen. Bislang hatten das Dorf und damit auch die Krankenstation keinen Zugang zu Strom.

Die Solaranlage gibt Ärzten und Hebammen die Energie für die langersehnte Beleuchtung, so dass nun auch ohne Probleme nachts Babys ans „Licht der Welt“ gebracht werden können. Darüber hinaus bringen Kühlschränke, in denen Medikamente und Impfspritzen lagern, einen ganz neuen Standard in die Station.

juwi hat die Realisierung der Anlage, deren Größe in enger Abstimmung mit der Kinderhilfe Senegal festgelegt wurde, von Anfang an betreut. Die Solarmodule und Wechselrichter wurden von den Zulieferern REC und SMA gespendet. Das Inselsystem wurde bei juwi zusammengestellt und getestet und verließ schließlich den Hamburger Hafen in einem Container der Kinderhilfe Senegal Hammah e.V. Im Senegal wurde das Solarsystem von einem lokalen Partner (INENSUS West Africa S.A.R.L.) aufgebaut und in Betrieb genommen. „REC ist stolz, gemeinsam mit juwi daran zu arbeiten, Solarenergie dort verfügbar zu machen, wo sie am meisten gebraucht wird. Unser Ziel ist es, kluge Energielösungen für eine saubere Energieversorgung heute und in Zukunft zu verbreiten”, so Gonzalo De La Viña, Country Manager, Germany, REC.

Die Photovoltaik-Anlage für das Krankenhaus ist bereits das dritte Projekt, das juwi im Senegal umsetzt. Aktuell laufen, in Kooperation mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die Vorbereitungen für die Installation von Solar-Inselsystemen für 50 Dörfer in den Provinzen Casamence und Fatik. juwi organisiert die Lieferung der Komponenten, unterstützt die GTZ bei der Konzeption des Projektes und organisiert gemeinsam mit den Zulieferfirmen die Schulung der einheimischen Installateure, die die Anlagen vor Ort aufbauen.

Nach ähnlichem Muster hat juwi gemeinsam mit der INENSUS GmbH und dessen senegalesischer Tochterfirma ein Elektrifizierungsprojekt nach dem Geschäftsmodell der „Mikroenergiewirtschaft“ im Dorf Sine Moussa Abdou in der Region Thiès umgesetzt. Hier hat juwi wesentliche Systemkomponenten geliefert und Unterstützung bei der Systemintegration geleistet. Das installierte Hybridsystem besteht aus einer 5-Kilowattpeak-Photovoltaik-Anlage und einer 5 Kilowatt-Windkraftanlage. Die Mikroenergiewirtschaft ist ein Management-Tool zur Senkung der Risiken, das private Investitionen in ländliche Elektrifizierung ermöglichen soll.

„Die meisten Dörfer im Senegal haben keinen Zugang zum allgemeinen Stromnetz. Solarbasierte Inselsysteme, die unabhängig vom Netz Energie liefern, eröffnen den Menschen im ländlichen Raum erstmals die Möglichkeit, sich sicher und bedarfsgerecht mit Strom zu versorgen“, sagt Fabian Jochem, der bei juwi den Bereich „Netzferne Energieversorgung“ (Off Grid) leitet. „SMA unterstützt bereits seit Jahren gezielt die Aufbauarbeit in Krisenregionen und Entwicklungsländern mit modernster Inselstromtechnologie. Eine zuverlässige Stromversorgung ist die Basis einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung der betreffenden Regionen“, ergänzt Volker Wachenfeld, Bereichsleiter Off-Grid-Systeme bei der SMA Solar Technology AG.

Jochem schätzt das Potenzial für Off-Grid-Systeme mit Blick auf den rapide steigenden Energiebedarf in Schwellenländern als enorm ein. „Öl- und Gaspreise werden weiter drastisch steigen, während Solarstrom immer billiger wird. Die Nachfrage nach dezentralen und autonomen Inselsystemen wird daher kräftig wachsen“, so Jochem.

Quelle: juwi-Gruppe

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