photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

 

Berlin, 03. Februar 2012, Im Juni 2011 ist das Gesetz zum Atomausstieg in Kraft getreten. Eigentlich eine gute Nachricht, denn im Anschluss sollte die große Energiewende eingeleitet werden. Nun hat Wirtschaftszerstörer Philipp Rösler und Prinzessin auf der Erbse (Wir berichteten: Philipp Rösler - Wie die Prinzessin auf der Erbse die Solarindustrie zerstört) einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt, das zum Inhalt den Ausstieg aus der Solarenergie hat.

Energiewende zukünftig ohne Solarstrom

Der Entwurf des "Rösler-EEG" sieht vor, eine Gesamtleistung von insgesamt 33,3 GW an Solarstrom in Deutschland zuzulassen. Bedenkt man aber, dass bereits über 25 GW am Netz angeschlossen sind, verbleiben unterm Strich gerade mal 8,7 GW Solarleistung, die zukünftig noch installiert werden könnten. Am Zubau der letzten zwei Jahre gemessen, wäre diese Leistung ohne Änderung am EEG vermutlich schon Anfang nächsten Jahres erreicht. Sofern sich Rösler durchsetzt und einen 1 GW-Deckel im Gesetz verankert, verbleiben max. noch 8 Jahre, bis die Förderung eingestellt werden würde. Gar nicht auszudenken wie viele Solarunternehmen hier vom Markt verschwinden (müssten), ganz zu schweigen von den vielen Arbeitsplätzen).

Rösler, kümmere dich um dein Ressort

Der Gesetzesentwurf von Rösler baut auf einer Formel auf, der die Höhe der Einspeisevergütung auf Grund verschiedener Faktoren berechnet. Besser wäre es gewesen, wenn Wirtschaftsminister Rösler eine Formel entwickelt hätte anhand derer es möglich ist, die deutsche Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Anscheinend möchte er mit dieser Formel und der Gesetzesänderung von seiner Inkompetenz ablenken (Wir erinnern uns an das Peter-Prinzip). Eigentlich ist Dr. Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) für dieses Ressort zuständig, der anscheinend nicht mehr viel zu sagen hat. Rösler hingegen sollte sich besser um Wirtschaftsthemen, "wie eine geordnete Insolvenz Griechenlands zur Rettung des angeschlagenen Euros", kümmern. Darin kennt er sich ja bestens aus.

Dr. Philipp Rösler?

Wirtschaftsminister Philipp Rösler sollte nicht am EEG herumdoktern, sondern sich selbst einmal einem EEG (Elektroenzephalografie) unterziehen. Bei dieser Methode werden die elektrischen Gehirnströme gemessen, die bei Rösler anscheinend gerade mit Atomstrom versorgt werden. Dabei werden die natürlichen Spannungsschwankungen der Gehirnrinde abgeleitet. Dies setzt natürlich ein Gehirn sowie die passende Rinde voraus.

Download: Gesetzentwurf zum Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Kommentare   

+1 #5 Martin R 2012-02-06 12:42
RWE natürlich...
+1 #4 Markus Brosi 2012-02-06 12:22
Ich bitte um ein Voting, bei wem Herr Rösler, welcher ab der nächsten Legislaturperiode nicht mehr im Bundestag sitzen wird (aktuelle Umfragewerte der FDP liegen bei 1,8 % und das Ganze ist streng monoton fallend) danach arbeitet:

1. RWE
2. EON
+1 #3 Jens Großmann 2012-02-06 12:22
Bei wem wohl. Gerüchten zufolge bei RWE. Kein Wunder also, wenn er gegen die Solarlobby wettet. Der zukünftige Arbeitsplatz will ja gesichert sein.
+1 #2 Markus Brosi 2012-02-06 12:18
Sollen wir wetten bei wem Herr Rösler, der ab nächstem Jahr nicht mehr im Bundestag sitzen wird ( der aktuelle Umfragewert liegt bei 1,8% für die FDP), nach seiner glorreichen Politiker Karriere anfängt?

- RWE
- EON

Ich bitte um ein Voting.
+1 #1 Ursula 2012-02-06 09:48
Vielen Dank für den herrlichen Artikel, der mir den Einstieg in die Woche mit einem herzhaften Lachen erleichtert hat! Es ist an der Zeit, dass Rösler sich nicht mehr in Dinge einmischt, die nicht zu seinem Gebiet gehören.

You have no rights to post comments