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Triefenstein, 06. Juni 2013, Österreich ist eine Reise wert. Nicht nur in Sachen Urlaub und Erholung, sondern auch im Bereich Photovoltaik und Energiewende. Wie bereits angekündigt haben wir uns auf den Weg nach Österreich gemacht, um dort mit über fünfzehn verschiedenen Solarunternehmen über den dortigen Solarmarkt zu sprechen (Wir berichteten: Photovoltaik in Österreich - Große Österreich-Tour geplant). Unsere Tour ging vom Vorarlberg, über Tirol bis nach Wien. Eine zweite und eventuell sogar eine dritte Tour ist geplant und soll die übrigen Bundesländer abdecken. Da unsere Österreichtour von verschiedenen Unternehmen aus Deutschland gesponsert wurde, haben wir nach jedem Gespräch entsprechende Unterlagen der Sponsoren übergeben.

Die Tour begann im Vorarlberg: Was viele vielleicht nicht wissen und auch für uns völlig neu war, ist, dass es 2003 im Vorarlberg einen kleinen Photovoltaik-Boom gab. In diesem Jahr wurde insgesamt 8 MW an PV-Leistung installiert. Demnach war das Bundesland Vorarlberg auch der offizielle Vorreiter des heutigen Ökostromgesetzes, dem österreichischen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Vielleicht ist das Bundesland auch der Initiator der Energiewende!?

Das Bundesland Vorarlberg war gefühlt eigentlich der Fleck von den drei besuchten Bundesländern in Österreich, wo anscheindend wirklich in Sachen Photovoltaik und Energiewende etwas bewegt wird. Relativ viele Dächer sind mit Solaranlagen bestückt und erzeugen sauberen Solarstrom. Auch Solarthermie ist auf vielen Dächern anzutreffen. Solarparks konnten wir auf unserer Tour lediglich auf der Fahrt nach Wien von der Autobahn aus sichten. Die typische Anlagengröße in Österreich ist im Bereich 5 kWp zu finden. Der Grund: PV-Anlagen größer 5 kWp profitieren von der Einspeisung je Kilowattstunde für 13 Jahre. Alle Solarstromanlagen darunter erhalten lediglich einen einmaligen Förderzuschuss je installiertem Kilowattpeak.  

Der Kunde steht im Mittelpunkt

Im kleinen Ort Frastanz besuchten wir das Unternehmen Netzer Elektrotechnik, welches sich vielmehr als Projektentwickler und nicht als ein klassisches Solarteur-Unternehmen sieht. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 800 kWp projektiert, in diesem Jahr immerhin schon 500 kWp. Die ausführenden Tätigkeiten übernehmen Subunternehmen mit dem entsprechenden Know how und der fachlichen Ausbildung. Der Geschäftsführer Alexander Netzer setzt seit Unternehmensgründung im Jahr 2009 viel Wert auf Qualität. Kunden die bei Netzer möglichst günstig eine Anlage erwerben möchten und bei denen die Anlagenkomponenten keinen hohen Stellenwert einnehmen, bedient Netzer erst gar nicht. Nicht aus Arroganz, sondern wegen des hohen Qualitätsbewusstseins das er zielstrebig verfolgt. Schließlich baut sein Unternehmen auf erfolgreiche Mund-zu-Mund-Propaganda auf. Unzufriedene Kunden möchte sich Netzer nicht leisten. Auf Werbung in diversen Medien kann Netzer auf Grund erfolgreicher Mund-zu-Mund- Propaganda vollständig verzichten. Den Mehrwert, den er seinen Kunden bietet, sieht er eindeutig im Know how-Vorsprung, in der angebotenen Qualität und darin, dass Kunden von ihm eine schlüsselfertige Solaranlage zu einem Festpreis erhalten.

Der Kunde steht für Geschäftsführer Alexander Netzer im Mittelpunkt. Netzer bietet seinen Kunden hauptsächlich europäische Solarhersteller an. Im Portfolio hat das Unternehmen den deutschen Solarmodul-Hersteller Solarwatt, die Montagesystemhersteller Schletter und SST Solar (Österreich) sowie die Wechselrichterhersteller SMA, Siemens und Refu. Die Komponenten werden vorwiegend über das Unternehmen ATB-Becker aus Tirol bezogen, der in Österreich als einer der Solarpioniere gilt. Zum Thema Schutzzölle auf Solarmodule hat Netzer eine eigene Meinung. Aus seiner Sicht wäre die Einführung von Schutzzöllen, wenn auch nur zeitlich begrenzt, eine Art Marktbereinigung.

Innovationen made in Österreich

Das Unternehmen ITC Solar GmbH aus Satteins ist auf die Planung, Projektierung und Realisierung von Photovoltaik-Stromkraftwerken spezialisiert. ITC Solar ist nicht nur in Österreich, sondern auch europaweit und insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv. Geschäftsführer Andreas Lechthaler gewährte uns exklusiven Einblick in zahlreiche Innovationen seines Unternehmens. So durften wir die Pläne und Modelle eines speziellen Hybrid-Solarmoduls begutachten, welches Strom und gleichzeitig überschüssige Wärme ableitet. In den Gegenden der Vereinigten Emiraten nämlich führt jedes Grad zuviel zu Ertragsverlusten. Hier muss die Wärme vom Solarmodul kontinuierlich abgeleitet werden. Zahlreiche Patente besitzt das Unternehmen bereits. Lechthaler setzt beim Bau von Solaranlagen nicht nur auf Qualität, sondern auch auf die Optik und Beweglichtkeit. So werden Solaranlage als optisch geschlossene Systeme beim Kunden verbaut. Jedoch bleibt die Solaranlage durch eine flexible Lagerung sehr beweglich. Dies ist wichtig, da das Metall des Montagesystems arbeitet und ständig in Bewegung ist.

Solaranlage von ITC Solar GmbH

Bild: Optisch geschlossene Solaranlage von ITC Solar

Wir haben einen Ruf zu verlieren

Bereits seit dem Jahr 1998 ist das Unternehmen energia solar auf dem Markt. Das Unternehmen bietet neben Photovoltaikanlagen auch Solarthermie-Anlagen an. Genau genommen hat das Unternehmen seinen Ursprung aus dem bereits seit 114 Jahren bestehenden Dachdecker-Unternehmen. Seit 1898 nämlich ist der Name „Lins“ ein Begriff, wenn es in Vorarlberg um das Dach oder die Fassade geht. Annähernd 200 Solarstromanlagen hat das Unternehmen schon installiert. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf 5 kWp-Solaranlagen, die in Zusammenarbeit mit Subunternehmen realisiert werden. Geschäftsführer und Dachdeckermeister Matthias Lins beschäftigt rund 20 Mitarbeiter und ist der Auffassung, dass es für jeden Bereich auch entsprechende Fachkräfte geben muss. So kümmert sich energia solar um die Planung, Projektierung und Antragsstellung, die Ausführung jedoch obliegt den geschulten Fachkräften, mit denen schon eine jahrelange Kooperation besteht.

energie solar aus Österreich

Bild: Das Unternehmen energie solar aus Österreich

Auch für Lins kommen ausschließlich europäische Solarhersteller zum Einsatz. Schließlich hat das Unternehmen einen Ruf zu bewahren, den man sich durch den Einsatz von Billigprodukten nicht ruinieren möchte. Für den Kunden darf die Solaranlage dann auch schon mal ein wenig mehr Kosten. Schließlich bedient das Unternehmen qualitätsorientierte Kunden, denen man auch noch nach Feierabend begegnen möchte. Lins bevorzugt Hersteller wie Solarwatt, Kostal und SMA. Bei SMA lobt Lins den hervorragenden After-Sales-Service, der seinesgleichen sucht. Bezogen wird die Ware über den Distributor MHH Solartechnik aus Deutschland, jetzt BayWa r.e. Solarsysteme.

Da das Unternehmen Lins in der Region einen guten Ruf besitzt, läuft auch hier die Werbung erfolgreich über Mund-zu-Mund-Propaganda. Der Bekanntheitsgrad bringt laut Geschäftsführer Lins die meisten Kunden. Aber auch Anzeigen in Regionalzeitungen werden in regelmäßigen Abständen geschalten. Seinen Mehrwert sieht Lins in der Qualität, in der fachgerechten Verarbeitung und Installation sowie auf Sonderlösungen, gerade was den Fokus auf das Dach angeht.

Solarprodukte aus China sind absatzstark

SIBLIK ELEKTRIK mit Sitz in Wien ist ein traditioneller Elektrofachhandel und wurde im Jahr 1938 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 120 Mitarbeiter und ist auch Händler von Solarkomponenten. Wie uns Produktmanager und Leiter der Abteilung Erneuerbare Energie Andreas Pecha mitteilt, beliefert das Unternehmen zahlreiche B2B-Kunden aus ganz Österreich. Typischerweise werden Solaranlagen zwischen 3 und 5 kWp geliefert. Im letzten Jahr konnte Siblik seine Position als einer der größten Photovoltaik-Händler  Österreichs behaupten. Hauptsächlich, so Pecha, sind bei den Kunden Produkte aus Asien gefragt. Demnach besteht das Produktportfolio aus den Solarmodulherstellern Panasonic, LG Solar, UpSolar und Trina Solar. Bei Wechselrichtern setzt SIBLIK auf SMA, Kostal und Fronius. Beim Montagesystem ist der Elektro-Fachhandel von Schletter überzeugt. Als Fachhandel mit Tradition wird ganz klassisch über diverse Fachzeitschriften geworben. Das steigert den Bekanntheitsgrad und festigt in den Augen der Kunden die Marke SIBLIK. Den eigenen Mehrwert sieht das Unternehmen in der kompetenten Planungsunterstützung seiner Kunden und beim Verkauf von Komplettanlagen.

Wir haben noch weitere Solarfirmen besucht und interessante Gespräche geführt. Unter anderem wurden ATB-Becker, DOMA Solartechnik, stromaufwärts Photovoltaik und viele weitere besucht. Österreich hat eigentlich alles, was zum Bau einer Solaranlage benötigt wird. Es gibt neben Solarmodulhersteller, Wechselrichterhersteller und Montagesystemhersteller auch Solarteure und die entsprechenden Fachhändler. Die Preise von schlüsselfertigen Solarsystemen liegen, je nach Anlagengröße und Aufwand, zwischen 1.800 und 2.500 Euro netto. Das liegt unter anderem daran, da in Österreich ein etwas höheres Lohnniveau und kein geregelter Markt wie beispielsweise in Deutschland besteht.

Bürokratie wird groß geschrieben

Fakt ist: In Österreich ist die Antragsstellung, bei Solaranlagen mit einer Leistung größer 5 kWp, ein zeitfressender Papiertiger. So beklagen alle Solarteure das Fördersystem, welches regelmäßig zu Jahresbeginn Gelder zur Verfügung stellt. D.h. im Klartext, dass der Fördertopf zu Beginn eines Jahres wieder aufgefüllt wird und die Förderungen nach dem First-In First-Out Prinzip vergeben werden. So müssen zwangsläufig alle Solarteure, welche die Antragsstellung für ihre Kunden übernehmen, die Silvesternacht vor dem Computer verbringen und pünktlich zum Jahreswechsel die Anträge versenden. Schon nach wenigen Stunden ist der Fördertopf leer und zahlreiche Bauherren landen auf einer Warteliste.

Das Fördersystem gleicht einem Lotteriespiel. Viele Bauherren wissen daher schon vorher, dass die Möglichkeit besteht, nicht in den Genuss einer Förderung zu kommen. Etwa 50% der Bauwilligen leben ganz gut ohne Förderung und die Übrigen warten bis nächstes Jahr, bis der Topf wieder gefüllt wird. Der Bau einer Anlage ist deshalb für viele kein Finanzprodukt, sondern vielmehr das Streben nach Autarkie. Das loslösen von Energieversorgern sozusagen, auch wenn der Eigenverbrauch nur um die 30% beträgt. Immerhin, der Österreicher denkt nicht in Rendite. Die häufigste Frage die Solarteure daher von ihren Kunden gestellt bekommen ist, "rechnet sich die Investition und wann?". Die Frage geht ganz klar in Richtung Amortisationszeit.

Der typische Kunde in Österreich

Der typische Kunde in Österreich sieht wie folgt aus: Der Kunde ist ein Privathaushalt und installiert eine Solarstromanlage größer 5 kWp. Dabei setzt er hauptsächlich auf Qualität und europäische Solarkomponenten. Hoch im Kurs stehen Glas-Glas-Solarmodule, gerade wegen den höheren Schneelasten. Die Wechselrichter müssen wegen den Anforderungen dreiphasig sein, wodurch Kostal noch vor wenigen Jahren einer der gefragtesten Wechselrichterhersteller war. Unverständnis herrscht bei den Kunden in Sachen Fördersystem. Über 50% der Kunden finanzieren die PV-Anlage über einen Kredit, die andere Hälfte finanziert die Anlage mit dem ersparten Geld. Bei einer Kreditaufnahme wird in einigen Fällen die Anlage durch die Bank mit einem Eigentumsvorbehalt versehen. Ansonsten handelt es sich um einen einfachen Kredit mit den üblichen Sicherheiten. Die Anlage amortisiert sich ohne Förderung erst nach 12 bis 15 Jahren. Das nehmen dennoch viele in Kauf, denn die Österreicher nehmen die Energiewende überaus ernst.

Solarverband Photovoltaic Austria

Sofern man sich schon in Wien auffhält, ist natürlich ein Besuch beim Photovoltaikverband "Photovoltaic Austria" Pflicht. Wir haben mit dem Verbandspräsidenten und Buchautor Dr. Hans Kronberger über den Photovoltaikmarkt in Österreich gesprochen. "Der Solarmarkt in Österreich läuft seiner Meinung nach hervorragend. Bis zum Jahresende werden wir voraussichtlich 260 MW an Photovoltaikleistung installiert haben", so Präsident Kronberger. Wir haben die Problematik mit den Förderanträgen im Bereich "Solaranlagen größer 5 kWp" angesprochen. "Höchstwahrscheinlich wird im nächsten Jahr die Antragsstellung entsprechend geändert und vereinfacht. Im Moment ist der Ablauf beim Einreichen der Anträge für alle Beteiligten einfach nur ärgerlich."

Last but not least, haben wir unseren Kooperationspartner Dachgold in Wien besucht. Geschäftsführerin Cornelia Daniel hatte in Kooperation mit unserem Unternehmen die Studie "Ermittlung der Preise von Solarstromanlagen in Österreich 2012" durchgeführt. Erstaunlicherweise ist diese Studie bei vielen Unternehmen in Österreich bekannt. Nicht zuletzt deshalb, da beim diesjährigen Photovoltaikkongress in Wien auch Auszüge aus der Photovoltaikstudie einem breiten Publikum präsentiert wurden. Laut Cornelia Daniel hat Österreich eine Menge Potential, welches durch das derzeitige Fördersystem nicht voll ausgeschöpft werden kann. Ihr Unternehmen Dachgold hat sich darauf spezialisiert, die Wirtschaftlichkeit von gewerblichen Photovoltaikanlagen und Solarthermieheizwerken zu ermitteln. Daniel berät Kunden ausführlich in den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie. Zudem ist sie verantwortlich für das Blog Ecoquent-Positions, welches ein Projekt der Ritter-Gruppe ist.

Das Fazit unserer Österreichtour, die wir in einigen Monaten fortführen möchten: Die Stimmung in Österreich ist gut, auch wenn die Bürokratie den Marktteilnehmern und investitionswilligen Bauherren ab und an die Laune verdirbt. Durch die richtige Einstellung der Bevölkerung zur Energiewende befindet sich Österreich im Bereich Photovoltaik ganz klar auf dem Vormarsch.

Wenn Sie ebenfalls Interesse daran haben, dass wir Sie in Österreich in Ihrem Unternehmen besuchen, dann schreiben Sie uns einfach eine Email (info[at]photovoltaik-guide.de). Wir freuen uns!

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler


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Kommentare   

#3 Johann Daxböck 2013-10-13 11:24
Da die KLIEN-Förderung 2013 auf 300€/kWh gekürzt wurde ist damit selbst unter optimalen Bedingungen die Amortisation einer PV-Anlage erst nach 20 Jahren gegeben. (Geringere Amortisationszeiten berücksichtigen nicht die Inflation bzw. einen Wechselrichtertausch.)
Anlagen mit OeMAG-Förderung 2013 amortisieren sind auch nicht innerhalb des Förderzeitraums von 13 Jahren. (Wenn man die USt. zahlen muss, und die Inflation berücksichtigt.) Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 30% habe ich für eine 5kWp-Anlage eine Amortisationszeit von 17 Jahren berechnet.
Quelle: PV-Rechner auf www.pvaustria.at

Aufgrund der schlechten Fördersituation in Österreich wird sich 2013 die neu installierte Leistung im Vergleich zum Rekordjahr 2012 vermutlich halbieren.
Quellen: www2.pv2013.at/aktuell.html, www.oem-ag.at/de/oekostromneu/installierteleistung
#2 photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler 2013-10-04 11:27
Sehr geehrter Herr Berganski,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Auf Ihre Frage möchte ich wie folgt Stellung beziehen:

Während unseres Besuches in Österreich konnten wir mit zahlreichen Unternehmen sprechen. Auch im Anschluss hatten wir eine Vielzahl von Telefonaten mit unterschiedlichen Unternehmen geführt. Alle Solarunternehmen nannten eine Spanne, was die 50% der Bauwilligen ohne Förderung angeht, die zwischen 40 und 60% lag. Die Zahlen stammen demnach von Unternehmen aus Österreich.

Dass Sie mit der Gesamtsituation nicht zufrieden sind, kann ich nicht nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist Österreich auf einem guten Weg. Vielleicht kommt es auch darauf an, mit welchem Land Sie Österreich vergleichen. Im Vergleich mit Deutschland wäre ich genauso unzufrieden wie Sie es momentan sind. Würde ich Österreich mit der Schweiz vergleichen, wäre die Beurteilung der Gesamtsituation eine andere.

Mit sonnigen Grüßen
Michael Ziegler
#1 Frank Berganski 2013-10-04 06:44
Sehr geehrter Herr Ziegler,

heute ist der 4.10.2013 und laut Information Förderbudget der KPC sind bis jetzt 7740 Förderzusagen für PV-Anlagen mit einer Größe von 5 kWp erteilt worden.
Dies entspricht einer installierten Leistung von 38,7 MW. Wenn man jetzt noch unsere satten 8 Mio. € Erstförderung zzgl. weiterer 18 Mio. € Netzparitätsförderung der OeMAG hinzu zieht kommt man vielleicht auf eine Gesamtleistung von 60-65 MW die im Jahr 2013 errichtet werden.
Ich frage mich auch woher sie die 50% Anlagenbetreiber nehmen, die ohne Förderung eine Anlage errichten?
Wir haben einen Strompreis von 0,16 € bis 0,19 € da brauchen wir sicher nicht von Renditen sprechen, da fallen uns Amortisationsrechnungen schon schwer.
Wir haben 2012 700 kWp und bis jetzt in 2013 bereits 600 kWp PV-Anlagen errichtet und sind mit unserer Leistung sehr zufrieden, dennoch kann ich mit der Gesamtsituation in Österreich nicht zufrieden sein.

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