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Mainz, 29. März 2011, Die Fördermittel für neue Solarstromanlagen sollen gedeckelt werden, fordert der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) im ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO am gestrigen Montag, 28. März 2011, 19.45 Uhr. "Wir dürfen höchstens noch ein Gigawatt in der Solarenergie pro Jahr zubauen, weil der Verbraucher sonst zu stark belastet wird", so Sander. Damit hat sich erstmals ein Politiker in Regierungsverantwortung für eine Deckelung bei den Kosten der Solarförderung ausgesprochen.

Auch der Umweltbeirat, der das Bundesumweltministerium wissenschaftlich berät, hat sich für eine Deckelung auf ein Gigawatt pro Jahr ausgesprochen: "Wenn sehr früh sehr viel in die teuerste Technologie gesteckt wird, dann bedeutet dies einen sehr teuren Ausbau der regenerativen Energien. Das ist weder für die Photovoltaik, noch für den Standort Deutschland, noch für den Verbraucher gut", stellt Beiratsmitglied Professor Olav Hohmeyer fest.

Noch im Jahre 2008 hatte das Bundesumweltministerium für 2010 einen Zubau von rund einem halben Gigawatt vorausgesagt. Da es aber bislang keine Mengendeckelung gibt, wurde mehr als das Zehnfache an Solaranlagen zugebaut und gefördert. Allein im vergangenen Jahr wurden etwa sieben Gigawatt zugebaut, was zusätzliche Kosten von mehr als 20 Milliarden Euro verursacht hat. Diese Mehrkosten zahlt der Stromkunde, denn sie werden auf den Strompreis aufgeschlagen. Der Zubau von sieben Gigawatt macht dabei nur etwa ein Prozent der deutschen Stromerzeugung aus. Photovoltaik ist die teuerste Art der Ökostrom-Erzeugung.

Quelle: ZDF

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