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Hamburg, 11. Juni 2010 - „Was für ein Glück für unser Dorf!“. Alex Ahwireng, dem jungen Gemeindevorsteher von Oboadaka, steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Oboadaka liegt eine knappe Stunde von der ghanaischen Hauptstadt Accra entfernt und ist nicht an das Stromnetz angeschlossen. Trotzdem werden die ca. 6.900 Menschen aus Oboadaka und den umliegenden Dörfern viele Spiele der Fußball-WM in Südafrika verfolgen können. Zusammen. Draußen. Bei einem Public-Viewing, das durch Solarstrom ermöglicht und von der Hamburger Stiftung World Future Council in Kooperation mit Energiebau Sunergy Ghana Ltd. organisiert wird.

WFC-Gründer Jakob von Uexküll: „Wir wollen den Menschen zeigen, dass Solarstrom zuverlässig ist – und ganz einfach dezentral installiert werden kann. Und wir wollen afrikanische Politiker motivieren, die Nutzung erneuerbarer Energien stärker zu fördern. Die erste Fußball-WM, die auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wird, bietet dafür eine hervorragende Gelegenheit“.

Bis heute sind 80 Prozent der Afrikaner für ihre Energieversorgung von Holz oder Holzkohle abhängig. Ein ernstes Entwicklungshindernis – und eine große Chance. Gelingt es, die Weichen so zu stellen, dass ein Großteil der notwendigen Entwicklung Afrikas auf der Basis erneuerbarer Energien wie Sonne, Wind und Biomasse geschieht, kann eine große Gefahr für das Weltklima gebannt werden. Deshalb bringt der World Future Council medienwirksam Solarstrom nach Oboadaka – und deshalb unterstützt er die African Renewable Energy Alliance (AREA), in der sich politische Entscheidungsträger sowie Vertreter von Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus zahlreichen afrikanischen Ländern zusammengeschlossen haben. Vom 21. bis 23. Juni treffen sich AREA-Mitglieder unter dem Motto „Power Kick for Africa“ in der ghanaischen Hauptstadt, um über politische Förderinstrumente, Finanzierungsmöglichkeiten und Technologien zu beraten.

Zum Abschluss des Workshops werden sie am 23. Juni nach Oboadaka fahren – und dort gemeinsam mit den Dorfbewohnern das WM-Gruppenspiel der ghanaischen gegen die deutsche Nationalmannschaft auf der Leinwand sehen. Jakob von Uexküll: „Beim Public Viewing werden alle hautnah erleben, welche Möglichkeiten sich durch die Nutzung erneuerbarer Energien ergeben – und wie dankbar die Menschen dafür sind, nicht länger vom Weltgeschehen abgeschnitten zu sein.“

Für Oboadaka endet das Glück nicht mit dem Endspiel der Fußball-WM am 11. Juli, denn die Solaranlage wird von Energiebau Sunergy Ghana Ltd. dauerhaft gestiftet und bleibt im Dorf. Mit dem erzeugten Strom wird dann das kleine Krankenhaus versorgt, dessen Ärzte und Schwestern ihre Arbeit bislang ohne Elektrizität verrichten.

Quelle: World Future Council

Kommentare   

#1 Anika 2010-06-11 18:50
Clevere Idee. Fußball und Solarenergie. Wenn die Zuschauer begeistert sind, kann man so vielleicht indirekt Druck auf die Politiker ausüben.

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