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Berlin, 26. Januar 2010 - Anlässlich der Diskussion über die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Michael Fuchs MdB:

Wer heute den Ausbau erneuerbarer Energien will, muss bis zur Entwicklung geeigneter Speichertechnologie die Kernkraft als Brücke nehmen. In Deutschland sind erneuerbare Energien überwiegend Windkraft und in geringem Umfang Sonnen- und Wasserkraft. Nennenswertes Ausbaupotential sehen Experten derzeit nur in Off-Shore-Windparks. Problem am Ausbau ist aber, dass der Einspeisevorrang der Windkraft vom Kraftwerkspark eine hohe Reaktionsflexibilität verlangt, welche nur Gas- und Kernkraftwerke, nicht jedoch Kohlekraftwerke leisten können. Bei Windkraftspitzen stößt die Kapazität des Leitungsnetzes bereits jetzt an seine Grenzen. Energieversorger sind dann gezwungen, für Abnahme von Windstrom sogar noch etwas zu zahlen, damit das Netz nicht überlastet wird.

Der weitere Ausbau von Windkraft steigert die Ansprüche der Flexibilität an den Kraftwerkspark noch weiter. Die CO2- schonendste Lösung ist der Einsatz von Kernenergie, die flexibel auf Windkraftschwankungen reagieren kann. Mittlerweile sehen Vertreter von Greenpeace für Länder ohne nennenswerte Wasserkraft, wie die USA, Saudi-Arabien und Deutschland Kernkraft als effektivstes Mittel, fossile Energiequellen zu ersetzen. Für Großbritannien wird sogar der Ausbau von Kernkraft befürwortet.

Hinzu kommt, dass die notwendigen Investitionen in den weiteren Ausbau und die Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen und Speichertechnologie Milliarden kosten werden. Die entsprechenden Investitionen sind mit der Laufzeitverlängerung leichter finanzierbar. Im Übrigen könnten die Stromverbraucher um Milliarden entlastet werden, wenn die Kernenergie weiter nutzbar bliebe. Gerade in der Krise ist eine Stützung der Kaufkraft wichtig.

Quelle: CDU/CSU

Kommentare   

#1 X 2010-01-27 15:15
Hat jemand Hintergrundinformationen zu der Reaktionsflexibilität der Kernkraftwerke ?
M.E. laufen die AKW doch immer durch (wenn Sie mal keine Störung haben oder gewartet werden).

Auch die Aussagen von Greenpeace in anderen Ländern (und somit auch anderen Gegebenheiten) heranzuziehen, halte ich für äußerst fragwürdig.

Aber vielleicht gibt es ja eine Antwort der Umweltverbände zu dem Pressetext...

Gruß x

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