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Aachen, 31. März 2011, Die Photovoltaikindustrie hat die Solarzellenproduktion 2010 um 118 Prozent auf 27,2 Gigawatt (GW) gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Dies geht aus der jährlichen Erhebung des Photovoltaikmagazins »PHOTON International« hervor. Für dieses Jahr planen die Zellhersteller eine Produktion von rund 50 GW. Damit ließe sich soviel Strom wie in etwa sechs Atomreaktoren erzeugen. »Photovoltaik ist heute eine realistische Lösung. Sie kann Strom zu den gleichen Kosten erzeugen wie Offshore-Windkraftanlagen«, sagt Michael Schmela, Chefredakteur von PHOTON International.

Die jährliche Erhebung der Solarzellenproduktion, die in der Märzausgabe von PHOTON International veröffentlicht ist, zeigt, dass die Photovoltaikindustrie 2010 die Zellproduktion auf weltweit 27,2 Gigawatt (GW) gesteigert hat. Dies entspricht der gesamten Produktion der letzten vier Jahre. Dieses unglaublich große Volumen bedeutet ein Wachstum von 118 Prozent gegenüber 2009 (12,5 GW) und ist somit die höchste Wachstumsrate, die PHOTON International seit 1999 verzeichnet hat.

Die weiteren Pläne sind ähnlich ehrgeizig: Die 199 von PHOTON befragten Unternehmen peilten für Ende 2010 eine Produktionskapazität von 37 GW an. Sie wollen dieses einstige Ziel nun mit einer Steigerung um 80 Prozent auf rund 67 GW zum Jahresende 2011 sprengen, und gleichzeitig die Produktionsmenge um 90 Prozent auf 51,4 Gigawatt erhöhen. »Die Solarindustrie ist bereit, sich der Verantwortung zu stellen, die gefährliche Atomkraft schon heute zu ersetzen«, sagt Michael Schmela, Chefredakteur von PHOTON International. »Die Solarenergie hat bewiesen, dass sie rasant wachsen kann, schnell noch größer werden wird und schon jetzt viel günstiger ist, als viele Menschen glauben.«

Zum besseren Verständnis: Die 27,2 GW aus der Zellproduktion letzten Jahres entsprechen etwa der durchschnittlichen Leistung von 27 Atomreaktoren. Die Solarenergie, die während eines Jahres von diesen Zellen generiert werden könnte, liegt bei etwa 27 Terawattstunden (TWh) oder 27 Milliarden Kilowattstunden (kWh), wenn sie heute in führenden Solarmärkten installiert würden. »Sogar in einem Land mit so geringer Sonneneinstrahlung wie Deutschland, dem führenden Photovoltaikmarkt, reicht dies aus, um den Strom von etwa drei Atomkraftwerken zu produzieren«, sagt Schmela. »Wenn die Produktionspläne für 2011 realisiert werden, könnte man den Stromertrag von etwa sechs Kernkraftwerken in Deutschland ersetzen oder an Sommertagen die Spitzenlastnachfrage in Italien decken.

»Alles, was nötig ist, um den Anteil der Solarenergie am weltweiten Energiemix rasch zu steigern, sind solide und nachhaltig ausgestaltete Förderprogramme«, erklärt Schmela. Schon heute können große Photovoltaikkraftwerke Strom für etwa 15 Cent pro kWh in Deutschland erzeugen - dem Level der Einspeisevergütung von Offshore-Windkraftanlagen. In Süditalien werden eigentlich nur Vergütungen von etwa 12 Cent pro kWh für Großanlagen benötigt statt der 33 Cent, die momentan gezahlt werden. »Das Bild der teuren Solarenergie ist überholt«, sagt Schmela. Wenn die Regierungen ihre Strategien zur Energieversorgung vor dem Hintergrund der atomaren Katastrophe in Fukushima überdenken, müssen sie über Gas und Wind hinausschauen und dafür sorgen, dass Solarenergie in das Szenario alternativer Energieversorgung integriert wird«, fügt er hinzu.

Einen Ausblick auf den globalen Photovoltaikmarkt gibt es auf PHOTON's 6th PV Investors Conference, die Auswirkungen und Herausforderungen der Netzintegration von Photovoltaik ist Thema von PHOTON's 6th Solar Electric Utility Conference. Diese Veranstaltungen finden im Rahmen von PHOTON's Solar Terawatt-hours Conference Series Europe 2011 vom 12. bis 14. April in Berlin statt. Den Hintergrundbericht zu der Erhebung der Zellproduktion 2010 finden Sie hier:

www.photon-international.com/download/photon_cell_production_2010.pdf

Quelle: PHOTON

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