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Hans-Ulrich, ein Anlagenbesitzer aus Augsburg, ärgert sich, dass fünf seiner dreißig Photovoltaikmodule auf dem Dach auf Grund von mangelhaften Modulrahmen einen Glasbruch erlitten haben. Dabei lief die Anlage seit vielen Jahren reibungslos. Zuerst dachte er an einen Versicherungsschaden, doch der Schadensachverständige hat dem Anlagenbesitzer nachgewiesen, dass es an einer mangelhaften Verarbeitung der Rahmen lag. Die Versicherung lehnte die Regulierung des Schadens ab. Hans-Ulrich hat keine andere Wahl und nimmt selbst Kontakt mit seinem Händler auf. Doch dieser hat keine guten Nachrichten für ihn. Sein Fachhändler, der vor Jahren die PV-Module verkauft hat, kann die benötigten Ersatzmodule aus dem Jahr 2005 nicht mehr besorgen! Hans-Ulrich muss erfahren, dass es den Hersteller zwar noch gibt, dieser aber mittlerweile Produkte mit neuerer Technologie produziert und die alten Modultypen nicht mehr liefern kann. Grundsätzlich gibt es jetzt zwei Möglichkeiten mit dem entstandenen Schaden umzugehen.

  • Hans-Ulrich tauscht alle 30 Module gegen neue Module aus und verkauft die alten über einen PV Zweitmarkt.
  • Hans-Ulrich sucht 5 neue oder gebrauchte Module seines Modultyps oder eines vergleichbaren Moduls auf einem PV Zweitmarkt und baut diese in seine Anlage ein.

So wie Hans-Ulrich kann es vielen Solaranlagenbetreibern in ein paar Jahren ergehen!

2012 ein Rekordjahr für Solarstromanlagen in Deutschland. Allein mit Solarenergie konnte man im vergangenen Jahr acht Millionen Haushalte versorgen. Der Zuwachs zum Vorjahr beträgt damit 45 Prozent. Über 1,3 Millionen Solarstromanlagen gibt es aktuell auf deutschen Dächern und Freiflächen. Mehr als 60.000 Produkte von über 1.000 Herstellern wurden darin verbaut.

Für PV-Anlagen nach aktuellem Stand werden immer längere Laufzeiten prognostiziert. Einige Modulhersteller geben inzwischen Laufzeiten von knapp 30 Jahren an. Doch was passiert, wenn plötzlich etwas kaputt geht? Wenn ein Modul nicht mehr funktioniert oder ein Wechselrichter ausfällt? Sofern es sich nicht um versicherungstechnische Schäden handelt, führen Besitzer von Photovoltaikanlagen unzählige Telefonate und schreiben E-Mails an Hersteller & Händler auf der Suche nach dem passenden Ersatzteil. Manch ein Kunde erfährt dabei, dass sein Hersteller, in den er anfangs großes Vertrauen setzte, bereits vom Markt verschwunden ist oder der Hersteller die alten Modultypen auf Grund des schnellen Technologeifortschritts nicht mehr liefern kann. Notwendige Ersatzteile für ältere PV Anlagen sind somit immer schwerer zu bekommen.

Was in großen Solarparks und bei großen Aufdachanlagen mit aufgeständerten Systemen noch relativ einfach zu regeln ist, stellt sich bei kleinen Dachanlagen mit dachparallelen Systemen meist als großes Problem heraus. Diese meist nur aus wenigen Modulstrings bestehen Anlagen sind nicht so einfach wieder in Stand zu setzen. Geht hier nur ein einzelnes Modul kaputt, welches am Markt nicht mehr zu bekommen ist, müssen alle Module eines Strings getauscht werden. Vor allem bei älteren PV-Anlagen ist das ein großes Problem. Aber auch defekte Wechselrichter können zu einer echten Herausforderung werden. Ist das alte Modell defekt und am Markt nicht mehr aufzutreiben, kann es vorkommen, dass für die Installation des neuen Inverters die Verkabelung der Anlage aufwendig angepasst werden muss. Was am Ende eine teure Angelegenheit werden kann.

Neben den Betreibern der Photovoltaikanlagen haben auch zunehmend Versicherungsunternehmen mit diesem Problem zu kämpfen. Nach Angaben von Versicherungsmakler Gerd Rosanowske von rosa Photovoltaik®, der sich auf Zahlen des GDV bezieht, liegt die Schadenquote bei Solarstromanlagen für das Jahr 2011 bei rund 59% und hat sich somit im Vergleich zum Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Für das Jahr 2011 bedeutet dies konkret, dass knapp 60% der Beitragseinnahmen für die Regulierung von Schäden verwendet wurden. Die Suche nach neuen und alten Ersatzteilen gestaltet sich zunehmend schwerer, was unnötige Ertragsausfälle und steigende Reparaturkosten nach sich zieht. Branchenkenner wissen zu berichten, dass eine dermaßen hohe Schadenquote grenzwertig ist und die Versicherungsunternehmen reagieren müssen.

Um teure und aufwendige Reparaturen zu minimieren und somit den Betrieb einer PV-Anlage und deren Versicherung wirtschaftlicher zu gestalten, könnte ein Schwarzes Brett für PV-Gesuche ein Teil der Lösung sein. Ein solches Schwarzes Brett, auf dem Gesuche für PV- Module und Wechselrichtern eingestellt werden können, bietet beispielsweise der Onlinemarktplatz SecondSol.

Suchende können auf dem Portal kostenfrei Suchanzeigen nach den benötigten Produkten aufgeben. Wurde die Suchanzeige hochgeladen, wird das Inserat per Email an einen umfangreichen Verteiler von Händlern und Installateuren verschickt. Diese können die Produktsuche mit Ihrem Lagerbestand abgleichen und dem Suchenden direkt über die Internetplattform das benötigte Produkt anbieten.

Moderne Kommunikationstechniken wie Email und Internet spielen auch beim erfolgreichen Betrieb von Photovoltaikanlagen eine große Rolle. Nicht nur Fehlermeldungen der PV-Anlagen können dem Anlagenbesitzer oder Installateur per Email direkt auf sein Mobiltelefon oder Computer geschickt werden, sondern auch die Suche nach den benötigten Ersatzteilen wird über dieses Medium deutlich vereinfacht. Produktgesuche aus Hamburg können so Händlern und Installateuren in Dresden, Kassel, Dortmund und Füssen mit nur einem Mausklick zugänglich gemacht werden.
 
„So treffen Suchende und Anbieter auf einander, die sich über klassische Vertriebswege eventuell nie gefunden hätten. Das hilft nicht nur die Reparatur von PV-Anlagen kostengünstiger und effektiver zu gestalten, sondern auch Versicherungen können so langfristig attraktive Konditionen für PV-Anlagen anbieten.“ freut sich Frank Fiedler, Geschäftsführer vom PV Zweitmarkt SecondSol.    

Ein starkes Netzwerk ist jedoch auch immer auf eine starke Gemeinschaft angewiesen. Nur wenn sich Fachhändler, Solarteure, Elektriker, Dachdecker und SHK-Betriebe, die im Bereich Photovoltaik aktiv sind, sich bei einem „schwarzen Brett“ engagieren, können dringend benötigte PV-Module und Wechselrichter im Bedarfsfall den Suchenden schnell angeboten werden.

Fazit: Auf deutschen Dächern wurde in den letzten Jahren eine Vielzahl an Photovoltaikmodulen von vielen unterschiedlichen Herstellern verbaut, die es zum Teil nicht mehr gibt oder die teilweise ältere Produkte nicht mehr liefern können. Besitzer von Anlagen und Versicherungen müssen im Schadensfall PV-Anlagen mit hohem Aufwand und hohen Kosten instand setzen. Ein Schwarzes Brett im Internet kann hier Abhilfe schaffen und die Suche nach benötigten Ersatzteilen deutlich effektiver gestalten.

Kommentare   

-3 #2 kunz Dieter 2013-07-21 22:21
Hallo,
so muss auch mal ein solarschmarotzer was zahlen.
-5 #1 James Payne 2013-03-11 14:42
Geht auch über Solar Radar.

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