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Unternehmensentwicklung

München, 31. Juli 2012, Der Solarmodulhersteller Zhongli Talesun setzt sein Wachstum am asiatischen Markt fort. Das Unternehmen schließt einen Fertigungsvertrag über 26 MW mit der japanischen Nice Holdings, Inc. Darüber hinaus begann Talesun mit der Lieferung erster Solarmodule in den indonesischen Markt. Der Solarhersteller erwartet dort zudem weitere Großaufträge.

Talesun
 
Mit dem Abschluss über die Lieferung von 26 MW an die japanische Nice Corporation gelingt Zhongli-Talesun der erfolgreiche Eintritt in den japanischen Markt. Dabei ordert die Nice Corporation polykristalline Module der Baureihe TP660P und monokristalline Module der Baureihe TP572M. Beide vollautomatisiert gefertigte Modultypen zeichnen sich durch hohe mechanischen Belastbarkeit sowie eine positive Leistungstoleranz von 0 bis +3 Prozent aus.
 
Koichiro Hirata, Präsident der Nice Corporation: „Uns gefällt insbesondere Talesuns pragmatische Herangehensweise sowie der ausgeprägte Kundenservice. Deswegen glauben wir, dass Talesuns Erfolgschancen am japanischen Markt sehr gut sind.“ Nice investierte insbesondere nach den Ereignissen in Fukushima in erneuerbare Energiequellen und treibt die Nutzung von Photovoltaiksystemen im Land der aufgehenden Sonne voran.
 
Frank Qi, Vice-President Sales und Marketing bei Zhongli Talesun: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Nice Corporation. Nice wird uns nicht nur beim Markteintritt unterstützen, sondern auch helfen, unsere Marke am schnell wachsenden japanischen Photovoltaikmarkt bekannt zu machen und auszubauen.“
 
Bedeutung von Süd-Ost-Asien nimmt zu
 
Neben Japan ist Talesun auch in Indonesien aktiv. Der Anbieter von Photovoltaikmodulen begann im Juli 2012 mit ersten Lieferungen an die Kompusindo Sembada Infotech PT. Die starke Sonneneinstrahlung über Südostasien bietet perfekte Bedingungen, um Photovoltaikanlagen effizient zu betreiben. Talesun ist in der gesamten süd-ost-asiatischen Region präsent und deckt die Märkte in Thailand, Malaysia und Singapur gleichermaßen ab. Auf den zahlreichen, von der Stromversorgung des Festlands abgeschnittenen, Inseln in der Umgebung lassen sich speziell Off-Grid-Systeme gut nutzen. Nicht zuletzt deswegen geht Talesun davon aus, noch im August 2012 den Abschluss eines weiteren Megawatt-Vertrags in Indonesien bekannt geben zu können.

Quelle: Talesun

 

Freudenstadt, 31. Juli 2012, Der Maschinenbauer Robert Bürkle GmbH blickt positiv auf das erste Halbjahr 2012 zurück und liegt im Plan. Für das Geschäftsjahr 2012 plant Bürkle einen Umsatz von 94. Mio. Euro. Wie die Geschäftsleitung mitteilt, sind die Auftragsbücher für das dritte und vierte Quartal gut gefüllt und etwa 88 Prozent des geplanten Umsatzes seien schon heute im Haus. Der Geschäftsführende Gesellschafter Hans-Joachim Bender freut sich dennoch über kurzfristige Aufträge, denn das mittelständische Unternehmen kann flexibel auf Anfragen reagieren.

Hauptumsätze nicht in der Photovoltaik

Aktuell verteilen sich die Umsätze des Unternehmen mit 65 Prozent auf die Business Unit Oberfläche, zu der die Holzwerkstoff-, Glas-, Automobil- und graphische Industrie zählen und 19 Prozent auf die Sparte Leiterplatte und Plastikkarten. Auch Bürkle spürt die globale Flaute beim Absatz im Photovoltaikmarkt. Bürkle plant bis zum Jahresende auch im Bereich Photovoltaik den Umsatz auf 14 Prozent steigern zu können. Mit drei Prozent steuert die Karlsruher Tochter Fiber Engineering ebenso einen Anteil zum Gesamtumsatz bei. Die Ingenieurgesellschaft entwickelt Maschinen, auf denen Automobilhersteller ökologische Dämmplatten produzieren.

Bürkle gleicht die Zurückhaltung im Solargeschäft mit Aufträgen vor allem aus den Business Units Oberfläche sowie Leiterplatte und Plastikkarten aus (Wir berichteten: Maschinenbauer setzen trotz schlechter Auftragslage auf Photovoltaik). So konnte der Anlagenhersteller in der ersten Jahreshälfte den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte verbuchen. Ikea-Lieferant und Zerlegtmöbelhersteller Maja mit Standorten im fränkischen Kasendorf und im sächsischen Wittichenau investiert insgesamt rund 50 Mio. Euro, um seine Produktion zu erweitern. Bürkle liefert hier Anlagen, die Leichtbauplatten herstellen und diese Werkstücke mit Finishfolie, Lack oder im indirekten Tiefdruck beschichten. Parallel dazu sichert ein Großauftrag aus den USA einen stabilen Umsatz im Geschäftsfeld Leiterplatte und Plastikkarten. Für die Unternehmensgruppe Rogers liefert Bürkle eine Anlage, auf der jährlich bis zu 720.000 m² Basismaterial für die Leiterplattenindustrie produziert werden können. Geliefert wird die Anlage im ersten Quartal 2013.

 

Gesamtentwicklung ist zufriedenstellend

In Summe ist man im Unternehmen mit der Gesamtentwicklung zufrieden. Durch Standbeine in verschiedenen Märkten sei Bürkle krisenfest. Um das auch in Zukunft zu bleiben, investiert das Unternehmen in die Diversifikation. Neustes Projekt seien Maschinen, auf denen Verbundwerkstoffplatten aus Glas- und Kohlefasern hergestellt werden. Abnehmer sieht Bender in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Künftig können Bürkle-Pressen Motorhauben, Kotflügel oder Autotüren herstellen. Ebenso sei es denkbar, dass Innenraumverkleidungen von Flugzeugen auf Maschinen aus Freudenstadt produziert werden. Hintergrund ist ein wachsender Markt an Leichtbauteilen, die beim Energie sparen helfen. Die Zukunft sieht Bürkle in der Entwicklung von Anlagen, die Produkte zur Energieerzeugung, -einsparung und -speicherung herstellen.

Quelle: Robert Bürkle GmbH

 

Kahl am Main, 30. Juli 2012, Der Maschinenbauer SINGULUS TECHNOLOGIES erhält für das Segment Solar einen Auftrag über 7. Mio Euro. Wie das Unternehmen mitteilt, hat ein langjähriger Kooperationspartner, die Photovolatic Technology Intellectual Property (Pty) Limited (PTIP), mehrere Anlagen für die Vakuum-Beschichtung, Selenisierung sowie Nasschemie bestellt. Der Kooperationspartner möchte die neuen Anlagen für die Entwicklung noch leistungsfähigere CIGS-Dünnschichtsolarmodule einsetzen und so seine Aktivitäten in der Entwicklung weiter ausbauen.

PTIP ist eine Ausgründung der Universität von Johannesburg und arbeitet erfolgreich in dem neu aufgebauten F & E Center in Techno Park bei Stellenbosch in Südafrika, mit Forschungsanlagen an der Entwicklung von CIGS Dünnschichtzellen. SINGULUS kooperiert bereits seit mehreren Jahren mit den Wissenschaftlern der Universität von Johannesburg und hat im Rahmen der Zusammenarbeit bereits im Jahr 2011 Baugruppen geliefert. Die von PTIP entwickelte und patentierte Technologie wird inzwischen weltweit von verschiedenen Firmen genutzt und wurde zusammen mit interessanten Ergebnissen bereits im April dieses Jahres im Rahmen der Eröffnung des "Deutsch-Südafrikanischen Jahr der Wissenschaft" in Kapstadt vorgestellt.

PTIP plant die Forschungseinrichtung in Stellenbosch weiter auszubauen und eine Entwicklungs- und Laborlinie für CIGS Module in der Marktgröße von 1200 x 600 mm in Betrieb zu nehmen. Die Entwicklungsarbeiten stehen im besonderen Fokus der südafrikanischen Regierung. Die Industrial Development Corporation (IDC) hat erst kürzlich den weiteren Ausbau bei PTIP finanziell gefördert und einen großen Teil der Anteile von PTIP übernommen. Weitere finanzielle Unterstützung hat PTIP von der „Technology Innovation Agentur“(TIA), einer Initiative des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie, erhalten.

Prof. Vivian Alberts, CEO von PTIP: „Die Förderung durch das IDC und TIA bestätigt die Zielsetzung der südafrikanischen Regierung, alternative und erneuerbare Energien, wie die Photovoltaik, zu fördern die lokal entwickelt werden. PTIP ist mit dieser Unterstützung nun in der Lage, in bewährte und ausgereifte Prozessanlagen zu investieren. Mit den Anlagen unseres Partners SINGULUS können wir den von uns entwickelten Prozess industriell und effizient umsetzen. Zielsetzung ist, dass wir möglichst bald in Südafrika eine Produktionslinie für CIGS Dünnschichtmodule aufbauen. Die Europäische Investment Bank hat bereits bekannt gegeben, dass sie dieses Projekt mit 40 Mio. Euro unterstützen wird“.

Dr. Stefan Rinck, Vorsitzender des Vorstands der SINGULUS TECHNOLOGIES AG: „Es ist ein tolles Projekt und wir freuen uns, dass wir mit der Vakuum-Beschichtung, der Selenisierung sowie zwei Arbeitsschritten in der Nasschemie gleich vier entscheidende Prozessschritte in einer CIGS Linie liefern. Das Vertrauen von PTIP beruht  auf den ersten exzellenten F + E Ergebnissen, die mit unseren Anlagen erzielt werden konnten. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch auf die weiteren Ausbauschritte übertragen lässt“.

Quelle: SINGULUS TECHNOLOGIES

 

Tucson, 31. Juli 2012, Der Montagesystemhersteller für Photovoltaikanlagen Schletter, verlagert den Hauptsitz seines US-amerikanischen Unternehmens Schletter Inc. an die Ostküste. Das Unternehmen begründet dies mit einer hohen Einsparung an Transportkosten und mit einer schnelleren Reaktionsfähigkeit.

Schletter GmbH

Das Unternehmen hat ein Investitionspaket von über 25 Mio. Euro für den Kauf von Anlagegütern, hocheffizienten und energiesparenden Produktionssystemen und einem Standort mit einer Fläche von über 9000 qm bereitgestellt. Darüber hinaus plant der Montagesystemhersteller, im Laufe der nächsten 5 Jahre über 300 neue Mitarbeiter einzustellen. Schletter wird künftig in Arizona, Ontario und dem neuen Hauptsitz an der Ostküste produzieren. Die neue Firmenzentrale an der Ostküste wird die vierte Schletter-Niederlassung in Nordamerika sein.

Mit der Verlagerung wird Schletter über drei komplette Produktionsstätten in Nord-Amerika verfügen, zwei in den Vereinigen Staaten und eine in Windsor, Ontario. Schletter wird seine endgültige Entscheidung bezüglich des neuen Standorts innerhalb der nächsten 4 Wochen bekanntgeben.

Viele Faktoren berücksichtigt

“Bei der Entwicklung dieses Plans wurden viele Faktoren berücksichtigt” erklärt Martin Hausner, der Geschäftsführer der Schletter Inc. “Verbesserte Reaktionszeiten, niedrigere Kosten sowohl bei den Montagesystemen als auch beim Transport, außerdem die Möglichkeit, mehr Komponenten zu lagern, um die Umschlagszeit weiter zu verkürzen – all diese Aspekte flossen in die langfristige Planung ein. Kunden westlich des Mississippi werden weiterhin den gewohnten Service von der Schletter-Niederlassung in Tucson erhalten, während Kunden östlich des Mississippi in Zukunft von der neuen Produktionsstätte der neuen Hauptniederlassung bedient werden - natürlich ohne längere Lieferzeiten. Dieser Umzug ist ein weiterer Schritt im Rahmen unserer Mission, die Kosten zum Nutzen unserer Kunden zu senken“, sagt Martin Hausner und fügt abschließend hinzu: „Wir müssen unseren Beitrag zur Schaffung einer sauberen Umwelt leisten, die Umweltverschmutzung reduzieren und gleichzeitig die Senkung der BOS-Kosten im Auge behalten, um Solarenergie zu einer wettbewerbsfähigen Alternative zu machen.“

Quelle: Schletter Inc.

 

Zwenkau, 29. Juli 2012, Nachdem über 100 neue Arbeitsplätze geschaffen und 60 Mio. Euro investiert wurden, startete am  27. Juli 2012 das Photovoltaikunternehmen Solarion AG seine Produktion in der neu errichteten integrierten Zell- und Modulfabrik. Das Unternehmen produziert im neuen Werk flexible Dünnschichtsolarzellen und Photovoltaikmodule. Der symbolische Produktionsstart fand in Anwesenheit des sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok statt.

Solarion - Produktionsstart von flexiblen Solarmodulen

 

Bild: Die Solarion AG startete ihre Produktion am neuen Standort in Zwenkau bei Leipzig. Vorstandsvorsitzender Dr. Karsten Otte und Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, nahmen das erste flexible Dünnschichtsolarmodul vom Band. (Foto: Westend-PR)

Auf einem drei Hektar großen Grundstück im neuen Gewerbegebiet Zwenkau-Süd bei Leipzig entstand in den letzten 14 Monaten Solarions erste Produktionsstätte zur Massenfertigung von flexiblen Dünnschichtsolarzellen und -modulen.

Rund 60 Millionen Euro investierte das Leipziger Unternehmen in das Werk und schaffte dabei 100 neue Arbeitsplätze. Das Projekt wird durch Investitionsförderungen von über 20 Millionen Euro unterstützt, woran die Sächsische Aufbaubank beteiligt ist. Insgesamt werden 150 Mitarbeiter in der Anlage mit einer Produktionsfläche von 12.000 Quadratmetern tätig sein. Die jährliche Produktionsmenge ist auf 20 Megawatt ausgelegt.

Dr. Karsten Otte, Vorstandsvorsitzender der Solarion AG: „Der Start der Massenproduktion ist ein wichtiger Meilenstein nicht nur für un-sere Geschäftsentwicklung, sondern auch für all unsere Mitarbeiter, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben. Mit unseren neuartigen Photovoltaikprodukten, verbunden mit der von uns entwickelten Technologie, werden wir uns einen bedeutenden Marktanteil erschließen.“

Solarion produziert in dem Werk hocheffiziente und zugleich kostengünstige Dünnschichtsolarmodule unter Verwendung von Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS). Diese Technologie verfügt über das höchste Wirkungsgradpotenzial im Photovoltaik-Dünnschichtbereich. Dank des preiswerten und patentierten Fertigungsprozesses strebt Solarion eine Führungsposition auf dem Solarmarkt an.

Quelle: Solarion AG