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Bonn, 20. Oktober 2011, Die SolarWorld Industries America Inc., das amerikanische Tochterunternehmen der SolarWorld AG, hat mit Unterstützung weiterer Solarherstellern aus den USA, eine Klage bei der Regierung in Washington D.C. eingereicht. Die Klage richtet sich gegen die Hersteller von Solarprodukten aus China, deren wachsende Flut von Importen zu Dumpingpreisen die Preise des internationalen Solarmarkts zerstören.

SolarWorld AG

Damit geht erstmals eine Gruppe von Unternehmen öffentlich gegen die staatlich gestützte chinesische Solarindustrie vor, die Solarzellen und Solarmodule bereits seit einiger Zeit zu Dumpingpreisen auf den Markt bringt und sich damit systematisch Marktanteile sichern will. Diese Klage gegen unlautere Handelspraktiken ist eines der bisher größten Verfahren gegen China in den USA und einmalig im Bereich der Erneuerbaren Energien weltweit.

Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG: "Mit unseren deutschen und unseren amerikanischen Fabriken sind wir international voll wettbewerbsfähig - hier haben wir es aber mit unlauterem Wettbewerb zu tun, und dagegen müssen wir uns zur Wehr setzen."

Die Unternehmen klagen in der vier Teile umfassenden Petition beim US-Handelsministerium und bei der Internationalen Handelskommission der Vereinigten Staaten Dumping und nicht zulässige Subventionen an und wenden sich damit gegen die Zerstörung von inländischen Arbeitsplätzen. Die chinesische Regierung und ihre staatlich gelenkten Behörden hätten mit einer Vielzahl von Vergünstigungen ihre Solarindustrie in die Lage versetzt, über ihre eigene Leistungsfähigkeit hinaus Preissenkungen vorzunehmen und den Export von Ware "made in China" massiv auszubauen. Dabei ist es zudem in vielen dokumentierten Fällen zur Verletzung von Sozial-, Qualitäts- und Umweltstandards gekommen, wie sie an Produktionsstätten in den USA oder in Deutschland gelten.

Gordon Brinser, Präsident der US-Tochter SolarWorld Industries America Inc.: "China hat keine realen Kostenvorteile - auch nicht durch sehr niedrige Löhne. Bei einem Hightech-Produkt wie Solarstrommodulen und Solarzellen ist der Anteil der Arbeitskosten nur gering, bei uns etwa liegt er bei unter zehn Prozent." Vermeintliche Lohnkostenvorteile Chinas würden daher durch höhere Overhead- und Transportkosten wieder kompensiert. "Wenn chinesische Wettbewerber dennoch zu Dumpingpreisen anbieten, so liegt dies allein an der massiven Subventionierung durch chinesische Staatsbanken und die chinesische Regierung." Den Beleg hierfür treten die in der Coalition for American Solar Manufacturing vereinigten US-Unternehmen in einem mehrere hundert Seiten starken Klagepapier an.

Quelle: SolarWorld AG

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