photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Köln, 26. Oktober 2010, In kaum einem Land ist die Nutzung von Solarenergie so etabliert wie in Deutschland. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind derzeit rund zwei Millionen Solaranlagen in Deutschland in Betrieb. Langjährige Förderprogramme und technische Weiterentwicklungen haben dazu geführt, dass insbesondere Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung heute wie selbstverständlich auf Hausdächern zu finden sind und zum Alltag für Haus- und Immobilienbesitzer gehören.

Der regelrechte Boom der vergangenen zehn Jahre hat auch dazu geführt, dass zahlreiche Handwerks- und Fachbetriebe mit dieser vergleichsweise noch jungen Technologie umgehen. Planer, Ingenieure und Architekten berücksichtigen die technischen Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung ebenfalls ganz selbstverständlich in ihrer Arbeit.

Doch die Nutzung der Technologie, die im Idealfall über Jahrzehnte Erträge bringen soll und muss, ist komplex. Die Fälle häufen sind, in denen fehlerhafte Planung und Installation sowie ungeeignetes Material zu Problemen führen. Dazu zählen beispielsweise Minderertrag durch ungünstige Anlagenauslegung oder Verschattung, Glasbruch durch Verspannungen oder Ziegelbruch infolge unsachgemäßer Installation. Dabei sind die meisten Planungs-, Einbau- und Materialfehler vermeidbar.

Mit der 1. Kölner Photovoltaik-Anwender-Konferenz, die im Februar 2011 stattfindet, hat TÜV Rheinland jetzt eine neue Veranstaltungsplattform geschaffen, die sich praxisnah speziell den Fragen und Erfahrungen von Anwendern der Solartechnik widmet. Das Programm widmet sich generellen Fragen der Qualitätssicherung bei PV-Modulen, Aspekten der Haftung bei Schäden und Ertragsminderung, dem aktuellen Thema des vorbeugenden Brandschutzes sowie in zwei Schwerpunkten dem Verbauen von PV-Anlagen und Schäden an Solaranlagen. Dabei stehen neue multifunktionale PV-Bauelemente, Anforderungen an Unterkonstruktionen und Befestigungssysteme sowie Projektierungs- und Montagefehler im Zentrum. Neben dem Vortrags- und Diskussionsprogramm haben Teilnehmer im Rahmen einer Führung die Gelegenheit, das moderne Solarprüfzentrum von TÜV Rheinland in Köln zu besichtigen.

Für die Konferenz, die sich an Vertreter von Fachbetrieben und Bauingenieure sowie Architekten ebenso richtet wie an Bauunternehmen, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft oder Versicherer konnten namhafte Referenten gewonnen werden. Dazu zählen unter anderem Professor Dr.-Ing. Volker Quaschning vom Fachgebiet Regenerative Energien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, David Wedepohl vom Bundesverband Solarwirtschaft, Professor Dr.-Ing. Albert Hoch als Leiter des Instituts für Statik der TÜV Rheinland LGA Bautechnik und der Fachanwalt Andreas Kleefisch.

Praktische Anwenderfragen haben 2010 innerhalb der Solarbranche an Bedeutung gewonnen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. TÜV Rheinland reagiert darauf nicht nur mit der neuen Konferenz. Vielmehr bietet der unabhängige Prüfdienstleister in seiner Akademie seit Anfang Oktober 2010 auch Qualifizierungsprogramme für Anwender von Solartechnik – sei es Photovoltaik oder Solarthermie. Dabei kann TÜV Rheinland aus langjähriger Erfahrung schöpfen. Bereits 1995 hat das Unternehmen mit der technischen Prüfung von Solarkomponenten begonnen. Heute lassen weltweit 80 Prozent aller Hersteller von Solarmodulen ihre Produkte in den Laboratorien von TÜV Rheinland prüfen. Die Fachleute prüfen Module und Komponenten, entwickeln neue Testmethoden, arbeiten an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Nutzung von Sonnenenergie mit und begleiten international den Aufbau von Solarkraftwerken. Prüfzentren von TÜV Rheinland befinden sich in China, Deutschland, Indien, Japan, Taiwan und den USA.

Quelle: TÜV Rheinland

You have no rights to post comments