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Köln, 08. Februar 2010 - TÜV Rheinland hat innerhalb der ersten sechs Monate seit Inbetriebnahme auf dem weltweit größten Light-Soaking-Teststand im neuen Solarprüfzentrum Köln bereits 200 Dünnschichtmodule einer Lichtalterung unterzogen. Erforderlich ist die Lichtalterung im Rahmen der Bauartzertifizierung für terrestrische Dünnschicht-Photovoltaik-Module nach IEC 61646, um die Nennleistung von Modulen vergleichbar zu machen. Denn Dünnschichtmodule sind in ihren elektrischen Eigenschaften nicht stabil.

Der Light-Soaking-Teststand in Köln – einer von mehreren bei TÜV Rheinland weltweit – hat eine Kapazität, um monatlich 30 Dünnschichtmodule den erforderlichen Lichtalterungstests zu unterziehen. Möglich macht dies die einzigartige Größe des neuen Teststandes: Die Lichtalterungsanlage besteht aus drei Tischen mit insgesamt 25 Quadratmetern Größe. Die durchschnittliche Belegung beträgt zwölf Module. „Die Investition in den Ausbau der Prüfkapazitäten weltweit hat sich gelohnt, denn die Nachfrage in der Industrie ist ungebrochen groß“, so Wilhelm Vaaßen, Leiter des Solarprüfzentrums in Köln.

Bei den Light-Soaking-Tests werden die Dünnschichtmodule auf eine Temperatur zwischen 40 und 60° Celsius gekühlt. Im Lauf eines Zyklus werden die Temperaturen auf einem stabilen Wert von +/- 2°C gehalten. Alle Module werden bei der Prüfung über elektronische Lasten in ihrem maximalen Leistungspunkt gehalten. Während eines Zyklus werden durch die elektronischen Lasten alle 30 Minuten die Strom-Spannungskennlinie durchfahren und gespeichert. Zusätzlich wird für die Auswertung und Korrektur der Daten nach IEC 60891 alle zwei Minuten die Temperatur pro Modul mit zwei Infrarotsensoren aufgezeichnet sowie die Einstrahlung pro Tisch durch ein Pyranometer. Die Lichtalterung der Module erfolgt über 22 x 4kW HMI Lampen mit einer durchschnittlichen Bestrahlungsstärke von 1000 W/m². Durchschnittlich benötigen die in Köln geprüften Dünnschicht-Module vier Testzyklen, um in ihrer Leistung stabil zu werden.

Gemäß IEC 60904-9 ist der Light-Soaking-Teststand in Köln als Klasse BBA Simulator einzustufen mit einer Bestrahlungshomogenität und spektralen Verteilung der Klasse B (+/- 5%) sowie einer zeitlichen Instabilität der Klasse A (+/- 1%).

Rund 80 Prozent aller Hersteller von Solarmodulen lassen weltweit ihre Produkte bei TÜV Rheinland testen, um internationale Marktzulassungen zu erhalten. TÜV Rheinland unterhält fünf Labore zur Prüfung von Solarmodulen und -systemen, in denen 150 Experten arbeiten.

Quelle: TÜV Rheinland

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