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Köln, 06. Juni 2012, Das Prüfinstitut TÜV Rheinland bietet eine neutrale Prüfung von Photovoltaik-Großanlagen an. Dadurch, dass sich weltweit ein Trend zur Errichtung großer Solarkraftwerke abzeichnet, möchte das Institut mit seinem Angebot die Ausfallrisiken bei Photovoltaik-Großanlagen gezielt minimieren.

Der derzeitige Umbruch in der Solarindustrie wird diese Entwicklung hin zu Großkraftwerken nach Ansicht der Experten weiter verstärkt. So werden Investoren durch das internationale Team des TÜV Rheinlands unterstützt und bei der Auswahl von Solarkomponenten und geeigneten PV-Modulen beraten. Dies beinhaltet auch alle Stufen der Planung und Umsetzung von PV-Großprojekten. Die Leistungsspanne erstreckt sich ab 500 kW bis über 100 MW. Der Service steht in den Ländern Deutschland, Italien, Indien sowie zahlreichen weiteren asiatischen und europäischen Ländern zur Verfügung. Jüngst haben die TÜV-Experten den Zuschlag für die umfassende Begleitung von zwei Kraftwerksbauten in der Ukraine erhalten.
 
Wichtige Entscheidungen in der Planungsphase von Großanlagen unterstützt TÜV Rheinland mit Ertragsgutachten, Verschattungsanalysen und umfassender Standortevaluierung. Hinzu kommen anschließend Eignungsprüfung der Komponenten, Leistungskontrollen der Module, die Beurteilung des Anlagenkonzepts, Ausschreibungsunterstützung, sicherheitstechnische Anlagenabnahme, Kontrolle der technischen Spezifikation und Baubegleitung. Wesentlich im Betrieb sind ein Anlagenmonitoring mit Ertragskontrolle und regelmäßige Überprüfungen des technischen Anlagenzustands vor Ort.

Wilhelm Vaaßen, Geschäftsfeldleiter Solare Energien bei TÜV Rheinland: „Einerseits sinken die Kosten für Photovoltaik-Module und damit die Systemkosten. Andererseits geht der Trend zu größeren Anlagen, weil sich Investoren dadurch noch niedrigere Kosten je Kilowatt versprechen – zu Recht. Diese reizvolle Marktentwicklung darf nicht dazu führen, dass Projektplaner und Investoren mögliche Risiken ausblenden. Sonst werden im Ergebnis Renditeerwartungen dramatisch verfehlt.“

Nach den Erfahrungen der Fachleute von TÜV Rheinland zählen zu den größten Ausfallrisiken im Betrieb Planungsfehler, Installationsmängel und wetterbedingte Schäden beispielsweise durch Sturm oder hohe Schneelasten. Eine weitere Ursache für Ertragsminderungen im Betrieb ist die Abweichung der realen Leistung von der Nennleistung.

Wilhelm Vaaßen: „Ertragsrisiken lassen sich bereits im Vorfeld bei der Planung sowie durch regelmäßiges Monitoring und periodische Inspektionen erheblich minimieren.“

Dazu zähle auch das Thema Leistung. Eine Leistungsmessung von Modulen, die für die geplante Anlage in Betracht kommen, vorab im Labor ist sinnvoll, um Herstellerangaben unabhängig zu überprüfen, sofern die Produkte nicht das neutrale Prüfzeichen „Power Controlled“ besitzen.

TÜV Rheinland begleitet Multi-Megawatt-Projekte weltweit

Zu den weltweit betreuten Großanlagen von TÜV Rheinland gehören allein 15 Kraftwerke in Indien mit bis zu 50 MW Leistung, rund zehn Großanlagen mit einer Gesamtleistung von 118 MW der Wattner AG in Deutschland und beispielsweise das Kraftwerk von SunPower im italienischen Montalto die Castro mit einer Leistung von 84 MW. Bei dieser Anlage haben die Experten unter anderem die Ertragsprognose erstellt sowie die technische Sicherheitsprüfung einschließlich Wärmebildanalyse vorgenommen. In Bulgarien begleitet ein Team von TÜV Rheinland als technische Berater derzeit den Bau einer Anlage mit 64 MW Leistung. Weitere Großprojekte wurden bereits unter anderem in Spanien, Frankreich, Italien, Portugal sowie Südkorea umgesetzt.

Neutrale Zertifizierung von Kraftwerken

Größtmögliche Sicherheit bietet die umfassende Zertifizierung von PV-Großanlagen nach einem umfassenden Kriterienkatalog von TÜV Rheinland. Das Zertifikat zielt darauf ab, Investoren oder Anlagenbetreibern Transparenz und Sicherheit für qualitativ hochwertige Photovoltaikanlagen auf dem Stand der Technik und damit für einen rentablen, sicheren und langlebigen Betrieb zu geben. Kategorien der Prüfungen sind Sicherheit, Normenkonformität, Funktionalität und Leistung.

Geprüft werden von TÜV Rheinland unter anderem

  • die Qualität der Ertragsprognose,
  • die Plausibilität des Anlagenkonzepts, 
  • die Analyse der Eignung der Anlagenkomponenten hinsichtlich Qualität, Sicherheit, Langlebigkeit und Leistung der Anlage sowie 
  • die Qualität der Installation selbst.

Am Ende stehen die Abnahme der Solaranlage und die Ertragssicherung im Betrieb mit wiederkehrenden Prüfungen durch TÜV Rheinland. Hierdurch lässt sich die Bankability von Projekten – das heißt, die Finanzierungswürdigkeit bei Banken und Investoren – erhöhen.

Quelle: TÜV Rheinland

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