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Berlin 13.10.2009. Die Pläne der designierten Bundesregierung über eine Kürzung der Solarstromvergütung in Deutschland scheinen konkrete Formen anzunehmen. Offenbar bewahrheiten sich die Befürchtungen weiter Teile der Industrie früher als ursprünglich angenommen.

So demonstrieren die Politiker von CDU/CSU und FDP bereits wenige Wochen nach der Bundestagswahl Einigkeit in der Causa. Schon zum 1. Januar 2010 müssten die Vergütungssätze angepasst werden, so die Koalitionsverhandler. "Das Beispiel Spanien hat im vergangenen Jahr gezeigt, dass der Photovoltaik-Markt nur durch die Änderung der Vergütungssätze um 70 Prozent einbrechen kann. Dies darf in Deutschland nicht wiederholt werden", meint hingegen die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie auf Anfrage von pressetext.

Die Wirtschaftspolitiker der künftigen Regierungsparteien begründen ihr Vorhaben, die Einspeisevergütungen von Solarstrom zu drosseln, mit den gefallenen Produktionskosten für Photovoltaik-Anlagen, die um bis zu 30 Prozent gesunken seien. Allerdings seien die Preise für Solar-Anlagen wesentlich stärker gefallen als ihre Herstellungskosten, was die Industrie belaste, warnt der Bund der Energieverbraucher. Dieser Umstand habe bereits zu ersten Insolvenzen geführt. Eine dramatische Senkung der Einspeisevergütung würde die PV-Branche "insgesamt tödlich treffen" und die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre mit einem Schlag zerstören.

Darüber hinaus waren die Steuereinnahmen des Bundes aus dem Vorjahr höher als die Mittel, die in die Solarförderung flossen, wie der Bundesverband Solarwirtschaft mitteilt. So habe Deutschland allein 2008 Steuereinnahmen in Höhe von knapp drei Mrd. Euro aus der direkten und indirekten Besteuerung deutscher Solarstromunternehmen und ihrer rund 50.000 Beschäftigten erzielt.

Die im gleichen Jahr über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährten Anschubinvestitionen beliefen sich hingegen nur auf rund zwei Mrd. Euro. CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs hatte in einem ARD-Interview gemeint, dass im Fall einer Drosselung der Vergütungssätze in jenen Gebieten der Erneuerbaren Energien auch investiert werden müsse, in denen noch Forschung nötig sei.

In einem Entwurf für den energiepolitischen Teil des Koalitionsvertrages heißt es, die Fördersätze seien "kritisch zu überprüfen". Zwar wollen die Wirtschaftspolitiker von CDU/CSU und FDP die Förderung des Öko-Stroms über das EEG in der Grundstruktur erhalten, berichtet das Handelsblatt.

Es bedürfe jedoch einer Anpassung der Anreize durch die Einspeisevergütungen. Ähnliche Forderungen äußerte mit SolarWorld-Chef Franz Asbeck zuletzt selbst einer der größten Branchenplayer, der "vorhandene Spielräume nutzen will, um den Stromverbraucher nicht über Gebühr zu belasten". Durch den Vorstoß gerieten andere Hersteller in Erklärungsnot.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

Michael Pack, CEO der systaic AG

Düsseldorf, 8. Oktober 2009. Der Photovoltaik-Spezialist systaic AG mit Hauptsitz in Düsseldorf erwirbt den Geschäftsbetrieb der Heilbronner SOLARWATT Cells GmbH. Die Produktion hat eine Kapazität von 25 Megawatt und beschäftigt 54 Mitarbeiter. Damit profitiert SYSTAIC von mehr als 50 Jahren Erfahrung bei der Herstellung von Hightech-Solarzellen und ausgeprägtem Know-how bei hocheffizienten mono- und multikristallinen Solar-Zellen. SOLARWATT Cells ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SOLARWATT AG in Dresden.

SYSTAIC sichert sich mit diesem Kauf ein beträchtliches Kostensenkungspotential in den Bereichen Automotive und Energiedachsysteme sowie Versorgungs- und Liefersicherheit für hochqualitative Solarzellen „made in Germany“. Der Kaufpreis für die Zellfertigung  – ein mittlerer einstelliger Millioneneurobetrag – amortisiert sich nach Berechnungen der systaic AG bereits in etwas mehr als einem Jahr.

Auch die Internationale Automobilausstellung 2009 in Frankfurt hat es gezeigt: Der Fahrzeugmarkt befindet sich mitten im Paradigmenwechsel hin zu alternativen, emissionsfreien Antriebstechnologien, mit denen ein hoher Anstieg des Strombedarfs einhergeht. Fotovoltaikschiebedächer und Solardach-Komplettlösungen werden nach Überzeugung des Unternehmens daher gleichzeitig zur serienmäßigen Standardausrüstung. Auch zur Nachrüstung sind sie zukünftig bestens geeignet. Um die entstehende hohe Nachfrage bedienen zu können, ist es entscheidend, die Versorgung zu sichern.

„Die systaic AG fokussiert sich bei ihren Solarsystemprodukten nicht auf Standard-Module und -Zellen, sondern ist Entwickler und Hersteller spezialisierter Integrationslösungen für Fotovoltaikprodukte in Haus und Fahrzeug“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der systaic AG, Michael Pack. „Für solche Applikationen benötigen wir Solarzellen mit sehr speziellen Qualitäten und höchster Effizienz. Fotovoltaikzellen in diesen Spezifikationen sind auf dem Markt nicht zu vernünftigen Preisen verfügbar. SOLARWATT Cells ist einer der ganz wenigen Produzenten weltweit, die genau diese für uns geeignete Zellbeschaffenheit in passenden Formaten anbieten.“

„Zudem sind wir durch den Kauf des Werkes in der Lage, mit einer eigenen Produktion voraussichtlich einen nennenswerten Millionenbetrag in Euro jährlich einzusparen. Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung unserer Profitabilität. Die Eigenproduktion dieser hochspezifischen Produkte für dynamische Wachstumsmärkte ist für die systaic AG in Hinblick auf das Marktumfeld ein technologisch und wirtschaftlich sinnvoller Schritt“, so Michael Pack abschließend.

Quelle: systaic

HWE Research - Erwartete Entwicklungen

Frankfurt, 1. Oktober 2009 – Für Anleger, die an der Entwicklung und den Chancen der Solar-Technologie partizipieren möchten, legt die WARBURG INVEST KAG MBH ab 1. Oktober 2009 den WARBURG PHOTOVOLTAIK GLOBAL 30 FONDS auf. Der Fonds ist einer der ersten Solaraktienfonds weltweit und der einzige in Deutschland.

Der WARBURG PHOTOVOLTAIK GLOBAL 30 FONDS investiert ausschließlich in die größten und liquidesten Unternehmen der Solarbranche und orientiert sich am „Photovoltaik Global 30-Index“. Dieser Index wurde von der Deutschen Börse AG am 1. Juni 2009 aufgelegt und wird börsentäglich berechnet.

Er wird regelmäßig im Fachmagazin „photovoltaik“ veröffentlicht und gilt in der Branche als Leitindex. Während der Index jedoch Unternehmen ausschließlich nach ihrer Marktkapitalisierung bewertet, werden im Fonds kleinere Solarunternehmen mit großem Wachstumspotential stärker gewichtet.

Bis zum Jahr 2020 erwarten Experten ein sehr dynamisches Wachstum der Solarbranche, denn aufgrund von Überkapazitäten ist das Preisniveau bei Photovoltaik-Anlagen stark gesunken. Dadurch dürfte das Branchenziel der Netzparität deutlich früher erreicht werden als geplant. Netzparität liegt vor, wenn Photovoltaik-Strom zum gleichen Preis wie herkömmlicher Strom aus der Steckdose angeboten werden kann. Eine Solarstromanlage zu betreiben ist dann nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch lukrativ.

Ab diesem Zeitpunkt kann davon ausgegangen werden, dass Stromerzeugung mit Hilfe einer Solaranlage auf dem eigenen Dach langfristig preisgünstiger sein wird als der Strombezug vom Energieversorger. Daher rechnen Experten mittel- bis langfristig mit einem starken Nachfrageschub bei Photovoltaik-Anlagen in Deutschland, aber auch auf globaler Ebene. Dabei wird davon ausgegangen, dass insbesondere Länder mit hoher Sonneneinstrahlung von der neuen Technologie profitieren werden.

WARBURG INVEST startet mit zwei Tranchen, der R-Tranche (bereits ab 50 Euro monatlich) und der I-Tranche, ab 1.000.000 Euro Anlagesumme.

Quelle: WARBURG INVEST

05.10.2009, Oldenburg/Prenzlau: Vorstand und Aufsichtsrat der aleo solar AG haben heute ihre gemeinsame Stellungnahme gemäß § 27 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zum geänderten freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Robert Bosch GmbH vom 25. September 2009 bekanntgegeben.

Die Robert Bosch GmbH hat nunmehr auf die aufschiebende Bedingung bezüglich der Mindestannahmeschwelle gemäß Abschnitt 12.1.2 der Angebotsunterlage verzichtet. Aufgrund der Änderung des Angebots verlängert sich die Annahmefrist um zwei Wochen und zwar bis zum 12. Oktober 2009, 24:00 Uhr.

Nach Prüfung der geänderten Angebotsunterlage bewerten Vorstand und Aufsichtsrat den Verzicht auf die aufschiebende Bedingung des Erreichens der Mindestannahmeschwelle positiv. Daher führt die Angebotsänderung im Ergebnis nicht zu einer veränderten Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat des Übernahmeangebots der Robert Bosch GmbH.

Quelle: aleo solar AG

Bei der Auswahl ihrer Solarstromanlage orientieren sich die meisten Solarinteressierten an den Modul-Wirkungsgraden der unterschiedlichen Photovoltaik-Module, um daraus den zu erwartenden Energieertrag abzuleiten. Den meisten Käufern ist allerdings nicht bekannt, dass Wirkungsgrade auf simulierten „Standard Test Conditions“ (STC), also reinen Laborwerten, basieren, die nicht den realen Umweltbedingungen, den „Most Frequent Conditions“ (MFC), entsprechen.

Inventux

Das Ergebnis: Unter realen Umweltbedingungen ist die Performance von kristallinen Modulen deutlich schwächer als bei mikromorphen Dünnschichtmodulen. Dies ergaben mehrere Studien und Messungen, unter anderem in Deutschland* und Japan**.

Auf Deutschland bezogen bedeutet das: Die „Standard Test Conditions“ (STC) gehen ganzjährig von einer direkten Sonneneinstrahlung von 1.000 W/m² aus, ohne Bewölkung, ohne Smog usw. Diese reinen Laborwerte sind in der Realität jedoch nicht gegeben. Laut DGS, der deutschen Gesellschaft für Sonnenergie e. V., beträgt der Anteil direkter Sonneneinstrahlung in Deutschland pro Jahr nur 40 Prozent, also mehr als die Hälfte der Einstrahlung ist diffuses Licht.

Wie vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) ermittelt wurde, lag die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in Deutschland zwischen 400 – 800 W/m², also deutlich niedriger als die angenommenen 1.000 W/m² bei den simulierten „STC“-Laborwerten. Kristalline Solarmodule liefern unter diesen Bedingungen eine reduzierte Leistung gegenüber mikromorphen Dünnschichtmodulen, die über ein erheblich besseres Schwachlichtverhalten verfügen.

Bei den „Standard Test Conditions“ (STC) wird von einer Modultemperatur von 25 °C bei 1.000 W/m² direkter Einstrahlung ausgegangen. Da die Modultemperatur bei allen Modulen stets wesentlich höher liegt als die Umgebungstemperatur, müsste in diesem Fall die Umgebungstemperatur bei ungefähr (Minus!) -13 °C liegen – somit außerhalb der in Deutschland ermittelten Durchschnittstemperatur.

Die Klimaerwärmung führt aber auch in Deutschland zu eher steigenden Temperaturen. Laut Deutscher Wetterdienst lag sogar im Januar 2008 die Durchschnittstemperatur mit 3,6 °C im „Plus“ und damit weit entfernt von den benötigten -13 °C, um die angenommene „STC“-Modultemperatur zu erreichen.

Bei steigender Umgebungstemperatur steigt die Modultemperatur – gleichzeitig sinkt die Energieproduktion jedes Moduls. „Messungen am Photovoltaik-Institut Berlin zeigen, dass kristalline Module bei steigenden Temperaturen signifikant an Leistungsfähigkeit verlieren, während mikromorphe Dünnschichtmodule wie die Inventux Module den Großteil ihrer Leistungsfähigkeit behalten“, so Roland Sillmann, Vorstand Technik der Inventux Technologies AG. „Im Sommer steigt die Temperatur von Solarmodulen oft auf über 60 °C. Kristalline Module können hier schnell 20 Prozent weniger Energie liefern, während sich bei Dünnschichtmodulen die Ertragsstärke nur geringfügig verändert.“

Technikvorstand Roland Sillmann

Diese großen Differenzen in den Werten von „Standard Test Conditions“ (STC) und „Most Frequent Conditions“ (MFC) führen letztendlich auch zu sehr unterschiedlichen Resultaten beim Thema „Ertrag“.

Das Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) zeigt in einer Studie, dass in Deutschland mit einer mikromorphen Dünnschicht-Photovoltaik-Anlage eine rund 7-10 Prozent höhere Energieausbeute pro Jahr gegenüber konventionellen kristallinen Modulen zu erzielen ist.

Oliver Rothe, Finanzvorstand der Inventux Technologies AG, errechnet entsprechend höhere Renditen: „Bei einer Anlage von 10 kWp und einem Durchschnittspreis von rund 3.300 Euro pro kWp inklusive Installation können unsere mikromorphen Dünnschichtmodule rund 6,5 mehr Rendite pro Jahr gegenüber herkömmlichen kristallinen Modulen erzielen.***“

Finanzvorstand Oliver Rothe

Mehr zum Thema „Standard Test Conditions“ (STC) im Vergleich zu „Most Frequent Conditions“ (MFC) finden Sie unter www.inventux.de/de/stc

* Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), Module MHI

** Studie: Difference in the outdoor performance of bulk and thin-film silicon-based photovoltaic modules, T. Minnemoto, S. Fukushige, H. Takakura, Ritsumeikan University, Kusatsu, Japan

*** Eigenkapitaleinsatz 20 %, Kreditlaufzeit 18 Jahre - davon 1 Jahr tilgungsfrei, Zinsatz 5 %, Einstrahlung 918 kWh/kWp

Quelle: Inventux