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Abu Dhabi, 09. März 2010 -  Das Prestige-Projekt Masdar-City in dem Arabischen Emirat Abu Dhabi muss nach Recherchen von Europressedienst einen herben Rückschlag hinnehmen. Zwei wichtige Personen, der Chef von Masdar Energie, Ziad Tassabehji, und der Chef der Masdar Immobilienentwicklung, Khaled Awad, sind von ihren Posten zurückgetreten. Damit muss das Projekt künftig auf zwei führende Köpfe in der Projektplanung verzichten.

Ein Unternehmenssprecher von Masdar stellte dazu klar, die Entschlüsse hätten schon länger festgestanden: „Die Stabübergabe von Awad und Tassabehji zu ihren Nachfolgern wurde schrittweise vollzogen und wurde über einen Zeitraum von fünf Monaten koordiniert. In schnell wachsenden Unternehmen ist es normal, dass die Belegschaft wechselt. Die Leute kommen und gehen; wir kommen sehr gut mit dem Wechsel klar.“

Nichtsdestotrotz ordnete Sultan Ahmed Al Jaber, Geschäftsführer des Masdar-Projekts, eine umfassende Prüfung der ursprünglichen Pläne Masdars an, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen soll. Dabei soll es vor allem um die finanzielle Machbarkeit des Projekts gehen. Das Unternehmen versicherte jedoch, dass Masdar fortgesetzt werde: „Alle Projekte – und erst recht visionäre wie Masdar – erfordern eine ständige Überprüfung.“ Zudem sei mit weiteren Veränderungen des Projektes sowie des Zeitplanes zu rechnen. „Wir wollen damit sicherstellen, dass Masdar die wirksamsten Energielösungen für die Zukunft liefert.“

Das wegweisende Öko-Projekt Masdar soll die erste Stadt weltweit sein, die ihre Energie vollständig aus erneuerbaren Quellen bezieht und zeitgleich weder Kohlendioxid ausstößt, noch Abfall produziert. Nach Abschluss der Arbeiten sollen dort 50.000 Menschen leben und 90.000 Menschen arbeiten. Der Aufbau der Stadt kostet 22 Milliarden Dollar. Neben rund 1.500 Firmen soll in der Ökostadt Masdar auch die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) angesiedelt werden. Ursprünglich sollte Masdar City bereits 2015 bezugsfertig sein. Zuletzt hatte sich der Termin der Fertigstellung allerdings bis nach 2020 verschoben.

Quelle: EuPD Europressedienst

Nürnberg, 26. Februar 2010 - In regelmäßigen Abständen untersucht die VEND consulting GmbH aktuelle Trends und Entwicklungen innerhalb der Photovoltaikindustrie. In der aktuellen Studie, die Anfang dieses Jahres erschienen ist, wurden insgesamt 113 Unternehmen aus den Bereichen Herstellung, Handel und Dienstleistung der Photovoltaikbranche befragt. Dabei wurde deutlich, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise auch an der sonst mit zweistelligen Wachstumsraten verwöhnten Solarindustrie nicht spurlos vorbeigegangen ist. Doch wie äußert sich das in Strategien und Zahlen?

Die generell eingebrochene Investitionsbereitschaft hatte auch in dieser Branche Anfang 2009 deutlich geringere Absatzzahlen zur Folge. Zwar haben sich diese Ende des Jahres in Deutschland wieder stabilisiert, die dadurch aufgebauten Überkapazitäten verursachten dennoch einen massiven Druck auf die Preise und drückten somit die Gewinnmargen deutlich nach unten. Um Überkapazitäten abzubauen, suchen Hersteller und Händler deshalb den Weg über verstärkte Vertriebsaktivitäten. Auf Händlerseite geben ca. 68 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie mit einer Intensivierung ihrer Vertriebsbemühungen auf die aktuelle wirtschaftliche Situation zu reagieren versuchen, auf Herstellerseite sind dies in etwa 60 Prozent.

Einsparpotenzial wird dagegen sowohl von Herstellern als auch von Händlern in erster Linie in der Optimierung des Einkaufs gesehen. Verbesserungspotenzial wird hier vor allem bei den Zahlungsbedingungen (z.B. in der Verlängerung des Zahlungsziels) und in der Durchsetzung niedrigerer Preise identifiziert. Hierbei steigen Hersteller im Moment vermehrt von langfristigen auf kurz- bis mittelfristige Verträge mit ihren Lieferanten um. Diese Verträge wurden aufgrund der Siliziumknappheit zu hohen Preisen abgeschlossen, um sich die Rohstoffe für die zukünftige Produktion zu sichern. Da allerdings seit einigen Monaten ausreichend Silizium vorhanden ist und dieses in der modernen Produktion in geringeren Mengen benötigt wird, sind auch die Preise dafür entsprechend gefallen.

Dennoch sind viele Hersteller noch an ihre vertraglichen Abnahmepflichten zu hohen Preisen gebunden, woraus sich nun ein hohes Optimierungspotenzial ergibt. Neben der Einkaufsoptimierung stehen auch Aktivitäten zur internen Effizienzsteigerungen ganz oben auf der Agenda, um bei Prozessen im Unternehmen entsprechend Kosten zu sparen. Gerade Hersteller versuchen diese freigewordenen Ressourcen verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die eigene Wettbewerbsposition nachhaltig zu verbessern und gestärkt aus der Krise zu gehen. Für Händler spielt die Forschung und Entwicklung naturgemäß keine Rolle.

Überraschend ist, dass, obwohl die Entwicklung am Markt auf einen intensiven Preiskampf hindeutet, nur 30 Prozent der befragten Unternehmen mit Preissenkungen auf die Krise reagieren. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass vor allem Hersteller zögern, die Preise zu reduzieren. Die Händler dagegen reagieren deutlich öfter mit Preissenkungen, was darauf hindeutet, dass diese künftig geringere Margen als bisher erwirtschaften werden. Vor allem die Entwicklung der Preise scheint spannend zu bleiben.

Experten erwarten für die Zukunft, dass auch die Hersteller mehr als bisher gezwungen sind, dem Preisdruck nachzugeben, wovon vor allem die Endkunden profitieren. Dies würde aller Voraussicht nach die Zeitspanne reduzieren, welche die Branche benötigt, um die Netzparität zu erreichen. „Es wird eine große Herausforderung für die Solarunternehmen, den in den Boomjahren angesetzten Speck loszuwerden und gleichzeitig weiter innovativ zu sein. Nur wenn man es schafft, immer wieder innovative Produkte auf den Markt zu bringen, kann das Überleben gesichert werden“, so Dr. Alexander Brem, Geschäftsführer von VEND consulting.

Quelle: VEND Consulting

juwi-Gruppe

Wörrstadt, 26. Februar 2010 - Die juwi-Gruppe aus Wörrstadt (Landkreis Alzey-Worms) ist auf dem Weg zum Global Player. In Europa gehört der Projektentwickler von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen bereits zu den führenden Unternehmen in diesem Sektor. Nun expandiert juwi auch in Amerika kräftig, in einem der weltweit größten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien. 2010 wird die Firmengruppe zum ersten Mal mehr Umsatz im Ausland erzielen als im Inland. Insgesamt wird der Umsatz 2010 voraussichtlich erneut kräftig auf rund 800 Millionen Euro zulegen.

Konsequenz: Nach 350 zusätzlichen Stellen in 2009 will juwi in diesem Jahr 200 bis 300 weitere Arbeitsplätze schaffen, den größten Teil davon in Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen, das bei „Deutschlands beste Arbeitgeber“ unter den Top 50 gelandet ist, wächst so stark, dass der erst 2009 vergrößerte Firmensitz erneut erweitert wird.

Darüber hinaus bringt juwi wieder Ausnahmeprojekte auf den Weg, mit denen der Umbau zu einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien vorangetrieben wird. Die juwi-Gruppe entwickelt sich besser als der Markt und wird als Premiumanbieter geschätzt. Bestätigt wird die Ausnahmestellung auch durch die vielen Preise und Auszeichnungen, die der Spezialist für erneuerbare Energien und seine Vorstände Fred Jung und Matthias Willenbacher 2009 erhalten haben: unter anderem den Clean Tech Media Award, den rheinland-pfälzischen Umweltpreis, den „Entrepreneur des Jahres“ sowie den „Greentech Manager des Jahres“.

„juwi ist ein regional verwurzelter Mittelständler und gleichzeitig ein Weltunternehmen. Diese gesunde Mischung ist einer der Gründe, warum wir so erfolgreich sind“, betont Vorstand Fred Jung. „Die Regionen in Deutschland bleiben für uns ein wichtiger Markt, der nach wie vor sehr gute Perspektiven bietet. Die Nachfrage ist jedoch nicht nur im Inland, sondern weltweit sehr groß. Rund 20 Prozent des weltweiten Energiebedarfs werden derzeit durch erneuerbare Ressourcen gedeckt; das Potenzial ist also noch enorm“, erklärt sein Vorstandskollege Matthias Willenbacher.

Breites und solides Portfolio

Hauptsäulen des Wachstums bleiben die Solar- und Windenergie, aber auch der Bioenergiebereich wächst kräftig. In den neuen Geschäftsfeldern Geothermie und Wasserkraft laufen jetzt die ersten Projekte an. „juwi ist sowohl international als auch vom Portfolio her breit und solide aufgestellt. Das zahlt sich aus“, sagt Jung. Neben Deutschland, Italien und Frankreich haben sich die USA zu einem der wichtigsten juwi-Märkte entwickelt. Das Unternehmen baut darüber hinaus seine Präsenz in Lateinamerika (zum Beispiel Costa Rica) und Osteuropa (Tschechien, Polen) weiter aus und beabsichtigt auch, in neue Märkte (z.B. Südafrika) einzusteigen.

Wachstumsmarkt USA

In den USA hat der Spezialist für erneuerbare Energien insbesondere im Solarsektor eine Reihe von Großprojekten in der Pipeline bzw. schon realisiert. So versorgt eine von der US-Tochter juwi Solar inc. errichtete Freiflächen-Photovoltaik-Anlage (2,2 Megawatt) in Hackettstown, New Jersey, Werk und Stammsitz des Süßwarenkonzerns Mars Snackfood mit sauberem Strom. Weitere Anlagen werden derzeit in Florida (15 Megawatt Leistung), Ohio (12 Megawatt) und Texas (16 Megawatt) realisiert.

Bei Freiflächen-Solaranlagen gehört das Unternehmen mittlerweile zu den führenden Anbietern in den USA – eine hervorragende Ausgangsposition. Bis 2012 könnten sich die USA zum weltweit dynamischsten Wachstumsmarkt für Photovoltaik-Anlagen entwickeln, in den voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Dollar investiert werden. So lautet eines der Ergebnisse der Studie „The United States PV Market Through 2013: Project Economics, Policy, Demand and Strategy“ der Greentech Media. Besonders deutsche Marktteilnehmer wie juwi würden davon profitieren, heißt es in der Studie.

Im Wind-Sektor hat juwi mit dem Flat-Water-Windpark (60 Megawatt) in Nebraska das erste Großprojekt auf den Weg gebracht, denen noch weitere Windparks ähnlicher Größenordnung folgen sollen – unter anderem in Kansas, Iowa, Ohio, Indiana, Minnesota und Michigan. Insgesamt plant juwi in den kommenden Jahren in den USA Wind- und Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von über 1.000 Megawatt ans Netz zu bringen.

Bioenergie boomt

Im Biosegment wird juwi in diesem Jahr in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Prolignis Energie Consulting GmbH Holzheizkraftwerke errichten, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Auf der Projektliste der juwi Bio GmbH stehen darüber hinaus mehrere Biogasanlagen und Nahwärmenetze sowie neue Holzpelletswerke, mit denen die Pelletsproduktion auf rund 150.000 Tonnen pro Jahr massiv gesteigert werden soll. Ein Projekthighlight ist die weltweit erste Produktionsstätte, in der Terra Preta („Schwarze Erde“) im industriellen Maßstab hergestellt werden kann.

Realisiert wird das Terra-Preta-Werk von der Palaterra GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der juwi-Gruppe und des Boden- und Pflanzenexperten Joachim Böttcher, in der Morbacher Energielandschaft im Hunsrück. Experten sind der Überzeugung, dass das extrem humusreiche Bodensubstrat einen Beitrag sowohl zur Lösung des Welternährungsproblems als auch zum Klimaschutz leisten kann.

Neue Geschäftsfelder laufen an

In den neuen Geschäftsfelder Geothermie und Wasserkraft hat juwi die ersten Projekte gestartet, denen noch weitere folgen sollen. So will das Unternehmen südlich von Hanau am Main in diesem Jahr sein erstes Laufwasserkraftwerk mit einer Leistung von knapp zwei Megawatt auf den Weg bringen und Anfang 2011 dann mit dem Bau beginnen. Darüber hinaus hat juwi im Rhein-Main- Gebiet ein so genanntes Erlaubnisfeld für Untersuchungen zur Nutzung der Tiefengeothermie zugesprochen bekommen, in dem die ersten seismischen Tests nun starten.

Jobmotor juwi

Der Projektentwickler aus Rheinhessen hat sich zu einem regelrechten Jobmotor entwickelt. Während Arbeitsmarkt-Experten erwarten, dass die Weltwirtschaftskrise den deutschen Stellenmarkt 2010 mit großer Wucht treffen wird und deshalb einen deutlichen Stellenabbau prognostizieren, baut juwi seinen Personalbestand weiter aus – um 600 Mitarbeiter in zwei Jahren. Allein 2009 hat juwi 350 neue Stellen geschaffen und damit die Beschäftigtenzahl weltweit auf rund 750 nahezu verdoppelt. In diesem Jahr kommen noch einmal 200 bis 300 neue Mitarbeiter dazu, der weitaus größte Teil davon in Deutschland. juwi wird aller Voraussicht nach Ende 2010/Anfang 2011 weltweit die Marke von 1.000 Beschäftigten knacken.

Firmensitz wird erneut erweitert

Auf Grund des starken Wachstums wird der erst 2009 vergrößerte Firmensitz in Wörrstadt (Landkreis Alzey-Worms) in diesem Jahr abermals erweitert. Bereits Mitte des Jahres sollen die beiden neuen Gebäudemodule feierlich eröffnet werden. Mit der Erweiterung schafft juwi am Unternehmenssitz in Wörrstadt Raum für insgesamt mehr als 700 Beschäftigte. Die beiden zusätzlichen Gebäudeteile werden erneut vom renommierten Fertighausspezialisten Griffner in ökologischer Holzbauweise errichtet und sollen in punkto Energieeffizienz wieder Maßstäbe setzen. Der Firmensitz von juwi ist ein Energieplushaus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht, und gilt als das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt.

Einer der besten und begehrtesten Arbeitgeber

juwi gehört zu Deutschlands besten Arbeitgebern. Im renommierten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute“ ist das Unternehmen aus Rheinhessen in der Kategorie bis 500 (in Deutschland) Beschäftigte unter den Top 50 gelandet. Dementsprechend hat sich der Projektentwickler zu einem der begehrtesten Arbeitgeber im Energiesektor entwickelt: 2009 gingen rund 12.000 Bewerbungen ein. „juwi hat einen exzellenten Ruf. Wir bieten den Menschen mehr als eine sichere Stelle. Sie fühlen sich wohl, sind hoch motiviert und erkennen Sinn und Werte in ihrer Arbeit“, so Willenbacher.

Dabei profitiert die Gruppe zum einen von den zahlreichen Einrichtungen, die die Work- Life-Balance der Mitarbeiter verbessern, wie etwa einer Kindertagesstätte, einem Andachts- und Entspannungsraum, einem Fußball- und Beachvolleyball-Platz sowie einem Fitness-Raum. Identifikation und Motivation bewirkt auch das große Unternehmensziel, die Stromversorgung weltweit zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien bereitzustellen. „Wer bei juwi arbeitet, will nicht nur Geld verdienen, er will auch etwas bewegen. Unsere Mitarbeiter setzen sich mit aller Kraft dafür ein, dass 100 Prozent erneuerbare Energien so schnell wie möglich erreicht werden“, so Jung.

Ausgewählte Leuchtturmprojekte für 100 Prozent erneuerbare Energien

1. juwi unterstützt einen einzigartigen Kino-Dokumentarfilm: „DIE 4. REVOLUTION – EnergyAutonomy“ beschreibt anhand seiner Protagonisten - prominenter Umweltaktivisten, Nobelpreisträger, innovativer Unternehmer und Politiker -, dass der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre möglich ist. Er verdeutlicht, welche Chancen die Energierevolution für eine nachhaltige ökonomische Entwicklung und soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet. Der bundesweite Kinostart ist am 18. März (weitere Infos unter: http://www.energyautonomy.org/). Der von den juwi-Gründern Willenbacher und Jung initiierte Verein „100% erneuerbar“ präsentiert den Film am 21. März in einem großen Event im Mainzer Fußballstadion, bei dem auch die Pop-Gruppe „2raumwohnung“ auftritt. 10 Prozent des Ticketpreises fließen in die Errichtung einer Solaranlage in Haiti, die ein Waisenhaus mit Strom versorgt. Mit dem Event startet zudem eine Spendenaktion für Haiti.

2. Im Senegal werden 50 Dörfer mit Solarstromanlagen ausgestattet, die nicht an das allgemeine Stromnetz angeschlossen sind. „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass mit dezentralen erneuerbaren Energien die Menschen, die von der allgemeinen Stromversorgung bislang abgeschnitten waren, sich selbst kostengünstig, schnell, bedarfsgerecht und sicher mit sauberer Elektrizität versorgen können“, erläutert Willenbacher.

3. In Schneebergerhof im Donnersbergkreis (Rheinland-Pfalz) errichtet juwi die weltweit leistungsstärkste und größte Windenergie-Anlage im Binnenland: Die Sechs-Megawatt- Anlage der Firma Enercon hat eine Höhe von 200 Metern und einen Rotordurchmesser von 126 Metern. Die E 126 produziert im Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden, was den Bedarf von mehr als 5.000 Haushalten deckt (3-Personen-Standardhaushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh). „Das Projekt soll zeigen, zu was die Windenergie heutzutage schon in der Lage ist, wenn leistungsstarke Anlagen an guten Standorten errichtet werden: Ein einziges Windrad produziert sauberen Strom für eine ganze Kleinstadt“, erklärt Jung.

4. Nach einer Freiflächen-Photovoltaikanlage und fünf Windrädern errichtet juwi nahe des Wörrstädter Firmensitzes nun auch eine Biogasanlage und realisiert somit vor Ort ein regionales Kombikraftwerk. „Eine umfassende, unabhängige, günstige und bedarfsgerechte Versorgung mit erneuerbaren Energien ist nur in der Kombination der Energieträger möglich“, so Willenbacher.

Wind- und Solarenergie stehen kostenlos und unendlich zur Verfügung und bilden die Grundpfeiler des Kombikraftwerks. „Aber auch die Bioenergie spielt auf Grund ihrer hohen Flexibilität eine wichtige Rolle; kann sie doch die schwankende Produktion von Wind- und Solarstrom ausgleichen“, ergänzt Jung. Errichtet wird in Wörrstadt darüber hinaus eine Terra-Preta-Produktion, in der in einem ausgeklügelten Stoffkreislauf unter anderem die Gärreste aus der Biogasanlage zu wertvollem Humussubstrat verarbeitet werden.

Quelle: juwi-Gruppe

München, 26. Februar 2010 - Knapp 80 Anleger zeichnen innerhalb nur einer Woche Kommanditanteile für 1 Million Euro. Vollständige Platzierung des geschlossenen Erneuerbaren-Energien-Fonds mit einem Investitionsvolumen von knapp vier Millionen Euro. Viele weitere Projekte von Green City Energy werden gerade umgesetzt und stehen Anlegern im Frühjahr zur Beteiligung offen.

Der Münchener Energiedienstleister Green City Energy GmbH hat in der Rekordzeit von sieben Tagen alle 400 Anteile des "Solarparks Ingolstadt" platziert. Insgesamt beteiligten sich 78 Anleger mit 1 Million Euro Kommanditeinlage an dem geschlossenen Erneuerbaren-Energien-Fonds mit einem Investitionsvolumen von 4 Millionen Euro. Auf einer Fläche von 11.600 Quadratmetern wurden Ende 2009 hochmoderne Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der AUDI AG installiert und zum "Solarpark Ingolstadt" mit einer Gesamtleistung von 1,12 MW gebündelt. Der Fonds "Solarpark Ingolstadt" steht in der Tradition der über 170 realisierten Projekten von Green City Energy und bietet privaten Investoren zu einer prognostizierte Rendite von etwa 6 Prozent die Möglichkeit, in ökologische Sachwerte und dezentrale Energiestrukturen zu investieren.

"Über das überwältigende Interesse an dem Solarpark Ingolstadt freuen uns sehr. Die hohe Quote an Stammanlegern beweist einmal mehr, dass große Vertrauen unserer Anleger in unsere soliden und nachhaltigen Finanzprodukte", erläutert Thomas Prudlo Geschäftsführer von Green City Energy. Für Investoren, die dieses Mal nicht zum Zuge kamen, gibt schon bald eine Reihe neuer Chancen. "Derzeit planen wir mit dem "Solarpark Deutschland 2010" und dem "Solarpark Garching I" weitere Solarfonds. Diese bündeln Dächer aus der gesamten Bundesrepublik bzw. im Raum Garching und werden voraussichtlich im zweiten Quartal diesen Jahres aufgelegt werden", bestätigt Prudlo. Interessenten werden gebeten sich frühzeitig ihre Anteile unverbindlich vorzureservieren.

Quelle: Green City Energy GmbH

Washington DC, 18. Februar 2010 - Dicke, graue Smogwolken über weiten Teilen Asiens haben auch ihre positive Seite. Sie reflektieren das Sonnenlicht ins All zurück. Forscher um Dave Shindell vom vom NASA Goddard Institute for Space Studies haben nun errechnet, wie und wo die Luftverschmutzung von Kohlekraftwerken den Treibhauseffekt verlangsamen kann. Zum Jubel besteht allerdings kein Anlass, denn ausgerechnet gesundheitsschädliche Aerosole tragen dazu bei.

Die Studie hat verschiedene Szenarien zwischen 2000 und 2080 analysiert und ist von einer Zunahme von Kraftwerken zwischen fünf und zehn Prozent jährlich ausgegangen. Ins Kalkül gezogen wurden auch verschiedene Abgaskontrollen von Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxiden (NOX). SO2 spielt aufgrund seiner Eigenschaften zur Bildung von Schwefelaerosolen eine große Rolle beim Kühleffekt. Dieser Effekt entfällt allerdings dann, wenn die Kraftwerke mit modernen Filtern ausgestattet sind, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Atmospheric Chemistry and Physics.

Primitives und untaugliches Geo-Engineering

In einem Szenario der Studie beschreiben die Autoren die Zeit zwischen 2040 und 2060. Spätestens dann werden Filter die Stickoxide und das SO2 soweit beseitigen, dass die CO2-Emissionen die Aerosolmenge überschreitet. Der Effekt ist allerdings nicht weltweit der gleiche. In der nördlichen Hemisphäre sorgt das SO2 für eine Kühlung. In der Arktis und der südlichen Hemisphäre hingegen gibt es eine geringere Aerosol-Belastung und dadurch eine steigende Erwärmung.

Die Studie zeige deutlich das fundamentale Ungleichgewicht und die Ungerechtigkeit des anthropogenen Klimawandels. "Erfreuen wir uns jetzt und lassen wir andere dafür bezahlen", so Meinrat Andreae, Aerosol-Experte am Max Planck-Institut für Chemie in Mainz, der nicht an der Studie teilgenommen hat. "Die dreckigen Kohlekraftwerke könnten hier als sehr primitive Art des Geo-Engineering gesehen werden."

CO2 bleibt zu lange in der Atmosphäre

"Eine andere Tatsache ist, dass Aerosole relativ kurzlebig sind und nur für wenige Tage oder Wochen in der Atmosphäre bleiben, während Treibhausgase hunderte Jahre dort verweilen", meint Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof im pressetext-Interview. Seit Jahrzehnten gebe es die Diskussion um Aerosole als Klimawandelbremse. Das sei ein gefährliches Spiel, so der Experte.

Erst im Vorjahr hat Shindell untersucht, wie sensitiv verschiedene regionale Klimate auf Veränderungen von CO2, Ozon und Aerosole reagieren. Besonders betroffen sind Regionen in mittleren und hohen geographischen Breiten. Im Modell sind die Wissenschaftler zum Schluss gekommen, dass die Aerosole für 45 Prozent oder mehr für die Erwärmung der Arktis in den vergangenen drei Dekaden verantwortlich sind.

Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Quelle: pressetext