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Frankfurt/Tokio, 14. März 2011, Die unfassbaren Ereignisse in Japan haben ihre Spuren an den Börsen hinterlassen. Den Kurseinbrüchen in Tokio - einem der weltweit wichtigsten Finanzmärkte - folgte eine Welle von Verlusten an den globalen Handelsplätzen, die auch Deutschland erreicht hat. Ausschließlich die Erneuerbare-Energien-Aktien weisen deutliche Kursgewinne aus. Die Titel von Solar- und Windenergie-Firmen sind angesichts der Angst vor einer atomaren Katastrophe gefragt wie nie zuvor.

Im TecDax zeichnet das Japan-Desaster ein deutliches Bild. Bis Redaktionsschluss dieser Meldung sind die hier vertretenen Erneuerbare-Energien-Unternehmen geschlossen im Plus. Sie haussieren mit Zugewinnen zwischen drei und mehr als 30 Prozent, während beinahe alle anderen Titel verlieren. Unter Druck stehen insbesondere die im Dax beheimateten AKW-Betreiber RWE und E.ON mit Verlusten von jeweils knapp vier Prozent. Sie belastet der mögliche Stopp der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken.

Steilvorlage für Atom-Gegner

"Die schlimmste Nachricht für die Konzerne wäre, wenn die Atomsteuer bleibt und gleichzeitig ein Atomkraft-Ausstieg beschlossen wird", sagt Merck-Finck-Analyst Theo Kitz  im Gespräch mit pressetext. Dass zumindest einzelne Werke geschlossen werden, ist jedoch durchaus denkbar, meint der Experte. "Bundeskanzlerin Angela Merkel muss jetzt an die kommenden Wahlen denken und handeln, wenn sie wiedergewählt werden will", betont Kitz. Die Vorfälle in Japan liefern den Atom-Gegnern für die bevorstehenden Wahlkämpfe eine Steilvorlage.

Ähnlich steil schießen aktuell auch die Kurse der Erneuerbare-Energien-Firmen im TecDax nach oben. Conergy führt die Liste mit einem Plus von über 31 Prozent an. Dahinter folgen Werte von Windenergieunternehmen sowie Solarfirmen wie Q-Cells oder Solarworld bei jeweils etwa plus 15 Prozent. "Man muss sich im Klaren sein, dass Solarenergie kein Ersatz für die Atomkraft sein kann", meint Kitz gegenüber pressetext. Obwohl im Energiesektor derzeit verschiedene Zukunftsszenarien denkbar sind, setzen die Anleger seit der Katastrophe aber wieder stärker auf alternative Titel.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

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