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London/Bochum, 22. Juli 2011, Der britische Ölkonzern BP stellt den Vertrieb von Solarmodulen zum Jahresende komplett ein. Davon ist auch der deutsche Markt betroffen. "Die Gründe dafür liegen ganz klar auf der Hand. Der Bereich ist kaum wirtschaftlich und schwer defizitär", so Detlef Brandenburg, Pressesprecher des Ölmultis, gegenüber pressetext. In Zukunft wird sich BP Solar weltweit ausschließlich auf Aktivitäten in der Projektentwicklung konzentrieren.

Der Vertrieb von Solarmodulen hat bislang den Großteil der Umsätze der Solarsparte ausgemacht. "Vor allem mit den zahlreichen asiatischen Anbietern können die meisten Solarunternehmen nicht mithalten", sagt Brandenburg. Positiver gestimmt ist der Konzern im Bereich Projektentwicklung. "Hier sehen wir sehr wohl Wachstumspotential und strukturieren daher in diesem Bereich um", so Brandenburg.

Die drei eigenen Solarmodulfabriken hatte BP in den vergangenen zwei Jahren bereits geschlossen und durch Gemeinschaftsunternehmen in Indien und China ersetzt. Der Konzern habe so bereits mehr als 600 Stellen gestrichen, berichtet die FTD. In Deutschland sind insgesamt 20 Mitarbeiter betroffen. "Wir bieten ihnen Jobs in anderen Bereichen an", so der Sprecher.

Imagepolitur

Der Ölmulti ist seit April 2010 aufgrund des Unglücks im Golf von Mexiko öfters negativ in den Schlagzeilen gewesen. Der Handel mit Solarmodulen gehört zu den jüngsten Geschäftszweigen und sollte Medienberichten zufolge für eine entsprechende Imagepolitur sorgen. Derzeit kämpft BP mit einem Ölleck in Alaska. Eine wegen Reparaturarbeiten vom Netz genommene Pipeline sei geplatzt, teilte der britische Konzern mit.

Redakteur: Dieter N. Unrath

Quelle: pressetext

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