photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie unsere Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Unternehmensentwicklung

Im Juli gründete die Fronius-Sparte Solar Energy eine Tochtergesellschaft in Griechenland. Der österreichische Wechselrichterhersteller kennt den griechischen Markt bereits sehr gut und setzt deshalb auf Repowering als Erfolgsmodell.

Am vierten Juli 2016 war es soweit, die neunzehnte Tochtergesellschaft der Fronius Sparte Solar Energy wurde ins Leben gerufen. Vom Firmensitz in Thessaloniki aus, bearbeitet das hochqualifizierte, zweiköpfige Fronius-Team den griechischen Markt. In den vergangenen zehn Jahren hat man sich bereits ein gutes Bild von der Photovoltaik-Landschaft vor Ort gemacht und dabei die Bedürfnisse der Anlagenbesitzer genau analysiert. Lokaler Service und Support sowie die technische Kompetenz vor Ort sind Fronius Spezialitäten, die weltweit für Erfolg sorgen und jetzt auch in Griechenland zum Einsatz kommen.

Quelle: Fronius International GmbH

Die SolarWorld AG steigerte im 2. Quartal 2016 ihre konzernweite Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 39 Prozent auf 342 (Q2 2015: 246) MW. Im 1. Halbjahr 2016 erhöhte SolarWorld ihre Absatzmenge um 50 Prozent auf 682 (H1 2015: 456) MW. Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2016 auf 222 (Q2 2015: 171) Mio. €. Im 1. Halbjahr 2016 erzielte der Konzern einen Umsatz von 434 (H1 2015: 320) Mio. €.
 
SolarWorld konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im 2. Quartal 2016 auf 18,5 (Q2 2015: 7,0 Mio.) € steigern. Im 1. Halbjahr 2016 erhöhte sich das EBITDA auf 20,5 (H1 2015: 9,9) Mio. €.
 
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im 2. Quartal 2016 auf 6,6 (Q2 2015: -4,2) Mio. €. Im 1. Halbjahr 2016 konnte SolarWorld das EBIT auf -3,1 (H1 2015: -12,2) Mio. € verbessern.
 
Zum Stichtag 30. Juni 2016 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von 148 (31. März 2016: 183) Mio. €, nachdem er im 2. Quartal 2016 Tilgungen von Krediten und Zinszahlungen in Höhe von 27 Mio. € geleistet und 9 Mio. € in Produktionsanlagen investiert hatte.
 
Zur Jahresmitte hat der Preisdruck auf den internationalen Solarmarkt zugenommen. Aufgrund dieser Marktentwicklung wird das EBIT im Gesamtjahr 2016 in einem Korridor zwischen -10 Mio. € und +10 Mio. € liegen. Der Konzern geht weiterhin davon aus, im Gesamtjahr seine Absatzmenge um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 1.159 MW) steigern zu können. Der Umsatz soll ebenfalls um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 763 Mio. €) wachsen. Dabei strebt SolarWorld einen Konzernumsatz von bis zu einer Milliarde Euro an.

SolarWorld AG: US-Richter gibt Schadensersatzklage erstinstanzlich statt.

Im Rechtsstreit zwischen dem Siliziumlieferanten Hemlock Semiconductor Corp. und der SolarWorld Industries Sachsen GmbH, einer Tochtergesellschaft der SolarWorld AG, wurde am 26.7.2016 durch Einzelrichter in einem erstinstanzlichen Urteil der Klage Hemlocks in Höhe von 585 Mio. USD zzgl. 208 Mio. USD Zinsen stattgegeben.

Gegen dieses erstinstanzliche Urteil wird die SolarWorld Industries Sachsen GmbH Rechtsmittel beim Intermediate Court of Appeals in den USA einlegen. Die SolarWorld AG rechnet in diesem Verfahren in der zweiten Instanz mit einer Dauer von rund einem Jahr.
Die SolarWorld AG geht trotz des erstinstanzlichen Urteils von einer nicht bestehenden Durchsetzbarkeit von Ansprüchen seitens Hemlock in Deutschland aus. Gegen die zugrunde liegenden Lieferverträge bestehen nach europäischem Recht kartellrechtliche Bedenken.

Hemlock müsste zur Vollstreckung eines etwaigen endgültigen US-Urteils in Deutschland ein Anerkennungsverfahren nach § 722 Abs. (1) ZPO vor deutschen Gerichten initiieren. Ein solches Verfahren setzt jedoch zunächst eine rechtskräftige – d.h. letztinstanzliche – Entscheidung aus den USA voraus. Im Rahmen eines solchen Verfahrens würde ferner die Einhaltung wesentlicher Grundsätze des deutschen Rechts bei der Urteilsfindung überprüft werden. Nach gefestigter Auffassung in der Rechtsprechung gilt das EU-Kartellrecht als wesentlicher Grundsatz der deutschen Rechtsordnung. Darüber hinaus hat sich der amerikanische Einzelrichter mit der Anwendbarkeit des EU-Kartellrechts ausdrücklich nicht beschäftigt und explizit darauf hingewiesen, dass dieser Aspekt im weiteren Prozessverlauf vor anderen Gerichten zu überprüfen sein wird. Daher ist die SolarWorld AG davon überzeugt, dass ein solches Anerkennungs- und Vollstreckungsverfahren in Deutschland nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann. Die Risikoeinschätzung der SolarWorld AG hat sich somit nicht geändert.

Quelle: SolarWorld AG

Durch konsequente Präsenz im türkischen Solarmarkt hat sich die KACO new energy GmbH einen hervorragenden Ruf unter den Akteuren des solaren Aufbruchs erarbeitet. Beim Gedankenaustausch mit Vertretern einer türkischen Wirtschaftsdelegation in Neckarsulm hat der Wechselrichterspezialist sich nun auf eine vertiefte Zusammenarbeit im Rahmen der „Energiewende am Bosporus“ verständigen können.

Das Land hat üppig Sonne und großen Bedarf an Energie – die besten Voraussetzungen für eine Stromversorgung durch Photovoltaik. So hatte die KACO new energy GmbH schon 2009 eine Niederlassung in der Türkei gegründet und sich auf den ersten Messen präsentiert. Zwar dauerte es noch etwas, bis schließlich 2014 der „Knoten aufging“, doch nun trägt die konsequente Marktarbeit reichlich Früchte: Für die bislang installierten knapp 500 MW hat allein KACO new energy 123 MW Wechselrichterleistung geliefert und sich damit als Marktführer etabliert. Aus dem für 2016 erwarteten 600 MW Marktvolumen darf sich der Neckarsulmer Hersteller nochmals Aufträge über 150 MW erhoffen.

Beim Besuch einer Delegation am 20. Juni im Haupthaus des PV-Pioniers, hochrangig besetzt mit Vertretern aus Politik und Energiewirtschaft, konnten die guten Beziehungen nun vertieft werden. Auf Initiative des PV-Verbands GÜNDER (International Solar Energy Society Turkey Section) waren Repräsentanten des Ministeriums für erneuerbare Energien, der Regulierungsbehörde sowie aus Wissenschaft und Medien nach Deutschland gekommen, um sich über die deutsche Energiewende und wichtige Unternehmen der Solarbranche zu informieren. Beim Aufenthalt im Stammhaus der KACO new energy zeigten sich die Besucher nicht zuletzt von der hochmodernen und effizienten Fertigung beeindruckt. Hier entstehen unter anderem die Top-Seller auf dem türkischen Markt, der Powador 60.0 TL3 und der neue blueplanet 50.0 TL3 INT.

Wesentlichen Verdienst am Erfolg hat Nedret Ünlü, Country Manager für die Türkei bei KACO new energy, der nicht nur die Sprache des Landes, sondern vor allem die Sprache des Kunden perfekt beherrscht. „Kundennähe und Kundenzufriedenheit sind für mich der Schlüssel zum Erfolg. Neben unseren Produkten überzeugen wir daher besonders mit exzellentem After Sales Service“, so Ünlü. Eines seiner nächsten Projekte wird eine 1-MW-Anlage auf den Dächern der Universität Istanbul sein. Dieser prominente Standort wird helfen, der Bevölkerung die Idee der Photovoltaik nahezubringen.

Die türkische Regierung plant, bis 2023 rund 5 GW solarelektrische Leistung im Land aufzubauen – ein Ziel, das bei der derzeitigen Dynamik sogar noch übertroffen werden könnte. Hier eröffnen sich große Chancen für die starken Zentralwechselrichter der KACO new energy, den blueplanet 1000 TL3 und blueplanet 2200 TL3 für große Solarparks. Der Aufschwung im Solarmarkt Türkei hat gerade erst begonnen.

Quelle: KACO new energy

Die Schletter-Gruppe (Hersteller von Photovoltaik-Montagesystemen) hat mit ihren Hausbanken ein umfassendes Zukunftskonzept vereinbart. Damit ist der Weg frei für die Fortsetzung der internationalen Wachstumsstrategie der Unternehmensgruppe.

Die Vereinbarung beinhaltet ein Finanzierungspaket, das die Finanzierung des Unternehmens einschließlich der anstehenden Restrukturierung auf Jahre hinaus sichert. „Die Einigung mit den Banken ist ein klarer Vertrauensbeweis für das Konzept der strategischen Neuaufstellung der Gruppe, das wir in den letzten Monaten entwickelt haben“, betonte Tom Graf, der im Dezember 2015 als CEO und CRO die Geschäftsführung der Schletter-Gruppe übernommen hatte. „Zugleich bekräftigen die Banken damit ihr Vertrauen in die Zukunftsaussichten der Schletter-Gruppe, in ihre Innovationskraft und in die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter. Damit haben wir, unsere Kunden und unsere Lieferanten eine verlässliche Perspektive für die Zukunft.“

Geführt wird die Unternehmensgruppe von Tom Graf als CEO und Oliver Renzow als neuem kaufmännischen Geschäftsführer (CFO). Beide verfügen über langjährige Führungserfahrung bei mittelständischen Industrieunternehmen in schwierigen Marktsituationen.

Kernpunkt der Neuaufstellung bei Schletter ist die Konzentration auf das Kerngeschäft Photovoltaik-Montagesysteme inklusive Auslegung von Solaranlagen, Konzeption und Montage sowie die Konsolidierung des Deutschlandgeschäfts. Wie viele andere deutsche Solar-Unternehmen ist auch Schletter Deutschland vom starken Einbruch des heimischen Solarmarkts seit 2012 betroffen. So sank der Umsatz auf dem Heimatmarkt in den vergangenen Jahren um gut zwei Drittel. Als Reaktion darauf hatte die alte Geschäftsführung mit der neuen Leichtmetallbau(LMB)-Sparte versucht, ein zweites Standbein aufzubauen, wodurch die Verluste aber nur noch stiegen.

„Trotz der anhaltenden Schwäche der Solarbranche in Deutschland bleibt Photovoltaik international ein wichtiger Zukunftsmarkt mit ausgezeichneten Wachstumsaussichten“, ergänzte Graf. „Für diese Entwicklung ist die Schletter-Gruppe mit ihrem internationalen Produktions- und Vertriebsnetz hervorragend aufgestellt, um davon nachhaltig zu profitieren.“

Schletter-Gruppe startet Restrukturierung

Die Restrukturierung der Schletter-Gruppe hat begonnen. Schletter-CEO Tom Graf informierte die Belegschaft am Stammsitz in Kirchdorf über die erforderlichen Maßnahmen: Aufgrund der anhaltenden Defizite außerhalb des Kerngeschäfts Solar muss die Belegschaft in Deutschland um rund die Hälfte reduziert werden. Die Produktion in Kirchdorf bleibt jedoch erhalten.

„Ich bedauere den bevorstehenden Arbeitsplatzabbau außerordentlich“, sagte Graf. „Er ist jedoch unvermeidlich, um die Gruppe als Ganzes aus der Verlustzone zu führen und ihre Existenz langfristig zu sichern.“ In den Jahren 2013 bis 2015 hat die Schletter-Gruppe bei einem Umsatz von knapp 300 Mio. Euro in Deutschland zweistellige Millionenverluste angehäuft. Die Liquiditätsreserven waren aufgebraucht.

Die Vereinbarung beinhaltet ein Finanzierungspaket, das die Finanzierung des Unternehmens einschließlich der anstehenden Restrukturierung auf Jahre hinaus sichert. Graf und Renzow wollen die Gruppe bis 2018 zurück in die Gewinnzone führen.

Kernpunkt der Neuaufstellung bei Schletter ist die Konzentration auf Photovoltaik sowie die Konsolidierung des Deutschlandgeschäfts. Zwar erwirtschaftet Schletter im Geschäftsbereich Solar leichte Überschüsse. Dennoch gibt es hier Überkapazitäten, die reduziert werden müssen, damit die Gruppe international wettbewerbsfähiger wird. Die hochdefizitäre Leichtmetallbau(LMB)-Sparte wird hingegen zum Jahresende geschlossen, außerdem werden die internen Prozesse verschlankt und die Wertschöpfungstiefe reduziert. Insgesamt müssen voraussichtlich bis Anfang nächsten Jahres rund 300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zurzeit beschäftigt die Schletter-Gruppe weltweit rund 1.300 Mitarbeiter.

Graf und Renzow haben bereits Verhandlungen mit dem Schletter-Betriebsrat aufgenommen, um die Modalitäten des Arbeitsplatzabbaus zu verhandeln. Graf und Renzow wollen den Abbau so sozialverträglich wie möglich gestalten; die für einen Sozialplan nötigen Mittel waren Bestandteil der Einigung mit den Hausbanken.

Die Gruppe ist weltweit aktiv und als einziger deutscher Anbieter von Photovoltaik-Montagesystemen auf fast allen internationalen Schlüsselmärkten vertreten. Sämtliche ausländische Gesellschaften sind profitabel. Die Gruppe ist gut in das Jahr gestartet und hat vor allem in China und Nordamerika deutlich an Umsatz zugelegt und Marktanteile gewonnen.

Quelle: Schletter

Im Frühjahr 2015 formierte sich pvXchange, die bereits 2004 gegründete Online-Handelsplattform für PV-Module und Komponenten, neu. Im Zuge dessen schloss das von Martin Schachinger geführte Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit ADLER Solar, einem führenden Full-Service-Dienstleister der Solarbranche, am Firmensitz Bremen. Von der Kooperation profitieren Kunden in mehrfacher Hinsicht: die Kernkompetenzen beider Partner ergänzen sich inhaltlich perfekt, es werden fachliche Synergien genutzt und dank des gemeinsamen Standorts sind die Abstimmungswege kurz.

pvXchange hat sich längst branchenweit als internationaler Marktplatz für Photovoltaik-Komponenten im B2B-Bereich etabliert. Neu hingegen ist, dass komplette Lagerbestände und relevante Einzelposten aufgekauft und dann im Testcenter von ADLER Solar überprüft sowie bei Bedarf instand gesetzt werden. Neben dem Verkauf von preiswerten, neuen Produkten ist die Bereitstellung von Ersatzmodulen und -wechselrichtern für Bestandsanlagen ein Alleinstellungs-merkmal von pvXchange - wenn zum Beispiel das Originalprodukt aufgrund der starken Konsolidierung am PV-Markt nicht mehr verfügbar ist. Außerdem werden auf Nachfrage spezielle Marken bzw. Typen oder geeignete Alternativprodukte gezielt akquiriert.

„Mit der Expertise aus über zehn Jahren Markterfahrung und einem aktuellen Lagerbestand von über 10.000 Altmodulen – sowohl Neu- als auch Gebrauchtware zahlreicher Hersteller – ist pvXchange zur ersten Anlaufs veröffentlichter Modulpreisindex aktiv von Online-Portalen, ausgewählten Fachzeitschriften sowie Banken und Wirtschaftsjournalisten genutzt,“ fasst Geschäftsführer Martin Schachinger das erste Geschäftsjahr zusammen.

Quelle: pvXchange