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Unternehmensentwicklung

Die Restrukturierung der Schletter-Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von Photovoltaik-Montagesystemen, hat die nächste Stufe erreicht: Nur zwei Monate nach Beginn der Verhandlungen hat sich die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt. Schletter-CEO Tom Graf hat die Arbeitnehmer am Stammsitz in Kirchdorf bereits informiert. Statt der ursprünglich geplanten rund 300 Entlassungen werden es lediglich 220 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Die Produktion in Kirchdorf bleibt erhalten. Der Sozialplan hat ein Volumen in Millionenhöhe. Der Großteil der Kündigungen wird erst im nächsten Jahr wirksam.

Graf hatte bereits im Juni der Belegschaft mitgeteilt, dass aufgrund der anhaltenden Defizite außerhalb des Kerngeschäfts Solar die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland reduziert werden muss. Der Arbeitsplatzabbau seit unvermeidlich, um die Gruppe als Ganzes aus der Verlustzone zu führen und ihre Existenz langfristig zu sichern. In den Jahren 2013 bis 2015 ist die Schletter-Gruppe in Deutschland in eine schwere Ergebniskrise geraten; die Liquiditätsreserven waren aufgebraucht.

Heute Mittag informierte Graf zusammen mit dem Betriebsrat die Mitarbeiter am Stammsitz in Kirchdorf über die Details des ausgehandelten Sozialplans: Von den 220 betriebsbedingten Kündigungen werden gut 50 noch in diesem Jahr wirksam. Der Rest der Kündigungen erfolgt in den ersten Monaten des nächsten Jahres. Alle ausscheidenden Mitarbeiter erhalten eine Abfindung in Höhe eine halben Monatsgehalts pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Ergänzt wird der Sozialplan um ein Überbrückungsangebot für rentennahe Jahrgänge. Damit haben Graf und sein Kollege Renzow (CFO) ihr Ziel erreicht, den Personalabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten; die für einen Sozialplan nötigen Mittel waren Bestandteil der Einigung mit den Hausbanken.

„Ich bedauere den Arbeitsplatzabbau außerordentlich, zumal die betroffenen Arbeitnehmer damit die Konsequenzen für Fehler tragen, für die sie nicht verantwortlich sind“, sagte Graf. „Immerhin ist es uns gelungen, einen Sozialplan zu finanzieren, der diesen Arbeitnehmern den Neustart ein wenig erleichtert.“

Graf und Renzow hatten im Juni mit den Hausbanken ein umfassendes Zukunftskonzept vereinbart. Kern der Strategie ist die Fortsetzung der internationalen Wachstumsstrategie der Unternehmensgruppe. Denn während der Solar-Markt in Europa seit Jahren schwächelt, bleibt Photovoltaik international ein wichtiger Zukunftsmarkt mit ausgezeichneten Wachstumsaussichten. Hier ist die Schletter-Gruppe mit ihrem internationalen Produktions- und Vertriebsnetz hervorragend aufgestellt. Die Vereinbarung beinhaltet ein Finanzierungspaket, das die Finanzierung des Unternehmens einschließlich der anstehenden Restrukturierung auf Jahre hinaus sichert. Graf und Renzow wollen die Gruppe bis 2018 zurück in die Gewinnzone führen.

Kernpunkt der Neuaufstellung bei Schletter ist die Konzentration auf Photovoltaik sowie die Konsolidierung des Deutschlandgeschäfts. Zwar erwirtschaftet Schletter im Geschäftsbereich Solar leichte Überschüsse. Doch die Fertigungstiefe am deutschen Standort muss reduziert werden, damit die Gruppe international wettbewerbsfähiger wird und flexibler auf Marktschwankungen reagieren kann. Die hochdefizitäre Leichtmetallbau(LMB)-Sparte wird hingegen zum Jahresende geschlossen und die internen Prozesse verschlankt. Zurzeit beschäftigt die Schletter-Gruppe weltweit rund 1.300 Mitarbeiter. Der Gruppenumsatz im Jahr 2015 lag bei rund 300 Mio. Euro.

Die Gruppe ist weltweit aktiv und als einziger deutscher Anbieter von Photovoltaik-Montagesystemen auf fast allen internationalen Schlüsselmärkten vertreten. Sämtliche ausländische Gesellschaften sind profitabel. Die Gruppe ist gut in das Jahr gestartet und hat vor allem in China und Nordamerika deutlich an Umsatz zugelegt und Marktanteile gewonnen.

Quelle: Schletter-Gruppe

Mit einem Großprojekt baut die meteocontrol GmbH ihre Marktpräsenz im wachsenden japanischen Photovoltaik-Markt aus. Für den von Advantec Co. Ltd. geplanten Solarpark mit 18 MWp installierter Leistung liefert meteocontrol das maßgeschneiderte Monitoringsystem als Turnkey-Lösung: Projektmanagement, Monitoring-Design und Inbetriebnahme inklusive. Der Solarpark wird in Kirishima, am Nordende der Kagoshima-Bucht im Süden des Landes, errichtet.

Zehn Monitoring-Stationen mit den Datenloggern blue’Log X-6000 und 300 Generatoranschlusskästen mit Schnittstellen zu Wechselrichtern und Sensoren sorgen für höchste Qualität und Zuverlässigkeit bei Datenerfassung, Überwachung und Steuerung. meteocontrol unterstützt Advantec bereits in der Planungsphase und realisiert das Monitoringsystem passgenau entsprechend der Anforderungen und des Anlagenlayouts. Die Monitoringlösung ermöglicht Advantec die professionelle Betriebsführung auf der Remote-Monitoring-Plattform „Virtueller Leitstand“ (VCOM) von meteocontrol.

Quelle: meteocontrol

Die SMA Solar Technology AG übernimmt im Auftrag des Projektierers und Energiedienstleisters WIRCON GmbH die vollständige technische Betriebsführung des größten Solarparks in Dänemark. Seit Dezember 2015 ist der bei Lerchenborg gelegene Solarpark mit einer Leistung von rund 60 Megawatt am Netz. SMA lieferte für das Kraftwerk 1.750 Sunny Tripower 25000TL Wechselrichter.

Der Vertrag über die Betriebsführung beinhaltet unter anderem eine ununterbrochene Fernüberwachung, regelmäßige Wartungen, Reparaturen sowie die Pflege der Freiflächenanlage. „Wir freuen uns sehr, dass die WIRCON GmbH die Zusammenarbeit mit SMA verstärkt und uns mit der operativen Betriebsführung des größten Solarparks Skandinaviens beauftragt hat. Wir haben die Erfahrung und die Kompetenz, um den Anlagenbetrieb zuverlässig und lückenlos zu überwachen, eventuelle Unregelmäßigkeiten schnell zu erkennen und zu beseitigen. So stellen wir sicher, dass das Photovoltaik-Kraftwerk zu jeder Zeit einwandfrei läuft und bestmögliche Erträge erbringt“, sagt Bernd Lamskemper, Head of Service EMEA bei SMA.

Darüber hinaus plant SMA mit der WIRCON GmbH bei weiteren Projekten zusammenzuarbeiten und damit dem Projektierer und Energiedienstleister weiterhin als kompetenter Partner zur Seite zu stehen. „Die langjährige Wechselrichter-Expertise sowie die Erfahrung in der Betriebsführung großer Photovoltaik-Kraftwerke im Megawatt-Bereich hat uns dazu bewogen, die Kooperation mit der SMA Solar Technology AG zu intensivieren“, kommentiert Dr. Peter Vest, Geschäftsführer der WIRCON GmbH, den Vertragsabschluss.

Auf einer Fläche von über 80 Hektar hat die WIRCON GmbH an der Ostseeküste, westlich von Kopenhagen, 248.730 Solarmodule und 1.750 SMA String-Wechselrichter verbaut und damit den größten Solarpark Skandinaviens errichtet. Der Solarpark Lerchenborg erzeugt pro Jahr etwa 60 Millionen Kilowattstunden Strom – genügend Energie, um rund 30.000 Privathaushalte mit Solarstrom zu versorgen.

Quelle: SMA Solar Technology AG

Erstmals hat die my-PV GmbH ihre Lösung zur Warmwasserbereitung aus Sonnenstrom für die Installation in Mehrfamilienhäusern geliefert. Mit seinem System zur elektrischen Warmwasserbereitung (ELWA) durch autarke und netzgekoppelte Solaranlagen steigert das Unternehmen aus Neuzeug (Österreich) den PV-Eigenverbrauch und den solaren Deckungsgrad und erhöht die Energieeffizienz. Für die Installation in Einfamilienhäusern hat my-PV bereits einige Tausend Geräte erfolgreich an den Fachhandel und internationale Vertriebspartner geliefert.
 
Dezentrale Wärmeerzeugung verhindert Energieverluste
 
Seit Juni werden in Frauental in der Steiermark in einem Mehrfamilienhaus acht Wohneinheiten und eine Gewerbeeinheit mit Warmwasser und Heizungswärme aus Photovoltaik versorgt. Jede Einheit ist dazu mit einer eigenen AC ELWA von my-PV und einem Warmwasserspeicher ausgestattet. Die Stromversorgung übernimmt eine zentrale 30-kWp-PV-Anlage auf dem Hausdach.
 
Der von der netzgekoppelten Photovoltaikanlage erzeugte Strom wird zunächst zum Aufheizen der einzelnen Warmwasserspeicher (je 140 Liter) verwendet. Überschüssiger Strom wird durch Infrarot-Paneele zur Gebäudeheizung genutzt. Erst im dritten Schritt wird Reststrom ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Ein zentrales System des Energie-Management-Herstellers Loxone übernimmt die intelligente Steuerung. Das Projekt in Frauental erreicht einen PV-Eigenverbrauch von 78% und einen solaren Warmwasser-Deckungsgrad von 86%.
 
„Weil wir das Warmwasser dezentral in den einzelnen Einheiten aufbereiten, gelingt es uns, Energieverluste, die durch thermische Leitungen entstehen würden, gänzlich zu vermeiden“, erklärt Dr. Gerhard Rimpler, CEO der my-PV GmbH, den entscheidenden Vorteil des dezentralen Power-to-Heat-Konzeptes. Das Mehrfamilienhaus in Frauental benötigt keinerlei Rohre für die Wärmeverteilung, pro Wohnung gibt es lediglich eine Zuleitung für Kaltwasser.
 
Auch ohne Netzkopplung realisierbar
 
Ein ähnliches Projekt hat my-PV bereits im März realisiert. In Kapfenberg, ebenfalls in der Steiermark, hat das Unternehmen ein Mehrfamilienhaus mit 24 Wohneinheiten mit DC ELWAs ausgestattet. Das Gebäude wird bei diesem Projekt mit Fernwärme beheizt. Wie in Frauental ist die Warmwasseraufbereitung dezentral organisiert und somit von der Heizung entkoppelt.
 
Durch den Einsatz der DC ELWAs konnte my-PV die zentrale Gebäude-Haustechnik auf ein Minimum reduzieren. Durch das autarke System DC ELWA entfällt zusätzlich die Netzkopplung der PV-Anlage. Der PV-Eigenverbrauch beträgt 100%, Überschüsse treten kaum auf.
 
QUelle: my-PV GmbH

Die IBC SOLAR AG ist mit den ersten drei Monaten, in denen die Tesla Powerwall im Produktportfolio verfügbar ist, sehr zufrieden. Gut 200 Systeme der Tesla Powerwall wurden bislang bereits verkauft. Für die weiterhin steigende Nachfrage nach der amerikanischen Speicherlösung ist IBC SOLAR gut gerüstet.
 
Das Systemhaus aus Bad Staffelstein hat die Tesla Powerwall in Kombination mit dem Wechselrichter SMA Sunny Boy Storage seit drei Monaten im Portfolio. „Mit bislang gut 200 verkauften Systemen sind wir sehr zufrieden“, so Vertriebsleiter Jürgen Dursch. „Wie erwartet ist die Nachfrage nach der Tesla Powerwall sehr hoch – und sie wird sicherlich noch weiter steigen. Als Tesla-Großhandelspartner können wir diese verlässlich bedienen.“
 
IBC SOLAR vertreibt sämtliche Produkte im Bereich Energiespeicher als installationsfertige Komplettsysteme – so auch die Tesla Powerwall. Die vom kalifornischen Hersteller direkt an IBC SOLAR gelieferten Batterien werden zusammen mit einem passenden Wechselrichter aus deutscher Produktion angeboten. IBC SOLAR setzt dabei bislang ausschließlich auf die Kombination mit dem Sunny Boy Storage von SMA, einem AC-gekoppelten Wechselrichter für Hochvolt-Batterien. Damit kann der Heimspeicher kostengünstig sowohl an bestehende wie auch neue Photovoltaiksysteme angeschlossen werden.
 
Als Großhandelspartner von Tesla Energy vertreibt IBC SOLAR die Tesla Powerwall über das Netzwerk seiner rund 600 Fachpartner in Deutschland. Für die Installateure sind dafür unter anderem technische Schulungen verpflichtend, die IBC SOLAR zusammen mit Tesla Energy und den Wechselrichterherstellern im hauseigenen Trainingszentrum anbietet. Seit Jahresbeginn wurden bereits rund 200 Installateure geschult.
 
Quelle: IBC SOLAR