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Washington DC, 18. Februar 2010 - Dicke, graue Smogwolken über weiten Teilen Asiens haben auch ihre positive Seite. Sie reflektieren das Sonnenlicht ins All zurück. Forscher um Dave Shindell vom vom NASA Goddard Institute for Space Studies haben nun errechnet, wie und wo die Luftverschmutzung von Kohlekraftwerken den Treibhauseffekt verlangsamen kann. Zum Jubel besteht allerdings kein Anlass, denn ausgerechnet gesundheitsschädliche Aerosole tragen dazu bei.

Die Studie hat verschiedene Szenarien zwischen 2000 und 2080 analysiert und ist von einer Zunahme von Kraftwerken zwischen fünf und zehn Prozent jährlich ausgegangen. Ins Kalkül gezogen wurden auch verschiedene Abgaskontrollen von Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxiden (NOX). SO2 spielt aufgrund seiner Eigenschaften zur Bildung von Schwefelaerosolen eine große Rolle beim Kühleffekt. Dieser Effekt entfällt allerdings dann, wenn die Kraftwerke mit modernen Filtern ausgestattet sind, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Atmospheric Chemistry and Physics.

Primitives und untaugliches Geo-Engineering

In einem Szenario der Studie beschreiben die Autoren die Zeit zwischen 2040 und 2060. Spätestens dann werden Filter die Stickoxide und das SO2 soweit beseitigen, dass die CO2-Emissionen die Aerosolmenge überschreitet. Der Effekt ist allerdings nicht weltweit der gleiche. In der nördlichen Hemisphäre sorgt das SO2 für eine Kühlung. In der Arktis und der südlichen Hemisphäre hingegen gibt es eine geringere Aerosol-Belastung und dadurch eine steigende Erwärmung.

Die Studie zeige deutlich das fundamentale Ungleichgewicht und die Ungerechtigkeit des anthropogenen Klimawandels. "Erfreuen wir uns jetzt und lassen wir andere dafür bezahlen", so Meinrat Andreae, Aerosol-Experte am Max Planck-Institut für Chemie in Mainz, der nicht an der Studie teilgenommen hat. "Die dreckigen Kohlekraftwerke könnten hier als sehr primitive Art des Geo-Engineering gesehen werden."

CO2 bleibt zu lange in der Atmosphäre

"Eine andere Tatsache ist, dass Aerosole relativ kurzlebig sind und nur für wenige Tage oder Wochen in der Atmosphäre bleiben, während Treibhausgase hunderte Jahre dort verweilen", meint Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof im pressetext-Interview. Seit Jahrzehnten gebe es die Diskussion um Aerosole als Klimawandelbremse. Das sei ein gefährliches Spiel, so der Experte.

Erst im Vorjahr hat Shindell untersucht, wie sensitiv verschiedene regionale Klimate auf Veränderungen von CO2, Ozon und Aerosole reagieren. Besonders betroffen sind Regionen in mittleren und hohen geographischen Breiten. Im Modell sind die Wissenschaftler zum Schluss gekommen, dass die Aerosole für 45 Prozent oder mehr für die Erwärmung der Arktis in den vergangenen drei Dekaden verantwortlich sind.

Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Quelle: pressetext

Thalheim, 10. Februar 2010 - Die Unternehmen Q-Cells SE, Evergreen Inc. und REC ASA einigten sich mit einem bereits seit längerem interessierten Investor in einer Absichtserklärung über die Eckpunkte zum Verkauf  des integrierten Solarmodulherstellers Sovello AG. Auf dieser Basis werden derzeit intensive Verhandlungen geführt.

Im Rahmen des geplanten Eigentümerwechsels soll auch die bestehende Langfristfinanzierung von Sovello, über die seit geraumer Zeit mit den finanzierenden Banken verhandelt wird, neu strukturiert werden. Bislang wurde die Finanzierung vorwiegend durch ein Bankenkonsortium getragen, deren Kredite zwischenzeitlich erheblich zurückgeführt werden konnten.

Sovello genießt dank der hohen Qualität ihrer „Made in Germany“ Produkte eine ausgezeichnete Position im Photovoltaik-Markt. Die aus diesem Grund vollen Auftragsbücher sowie die  erfolgreiche Inbetriebnahme der dritten Produktionslinie bilden die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Transaktion noch im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden kann.

Quelle: Sovello AG

SolarWorld AG/Bonn

Bonn, 05. Januar 2010 - Noch vor 10 Jahren lag der Umsatz des Bonner Photovoltaik-Unternehmens SolarWorld gerade mal bei 5,4 Millionen Euro (1999). Für das Jahr 2009 wurde nun eine vorläufige Umsatzprognose von 1.010 Mio. Euro vorgelegt. Der Konzernumsatz lag im Vorjahr noch bei 900,3 Mio. Euro. Somit steigert der Solarkonzern zehn Jahre nach seinem Börsengang mit der Umsatzmilliarde den Jahresumsatz um mehr als das 185fache. Das dürfte nicht nur die Anleger freuen.

SolarWorld profitierte im vergangenen Jahr nicht nur von der weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertiger Marken- und Qualitätstechnologie in der solaren Stromerzeugung, sondern auch vom stetig steigenden Bekanntheitsgrad (Ergebnis einer Studie: Bekanntheitsgrad verschiedener Solarmodulhersteller – Quelle: http://www.photovoltaikstudie.de/).

Eine Prognose für das Jahr 2010 wird der Vorstand noch nicht vorlegen. Dazu soll die internationale Preisentwicklung und die nationale Förderpolitik abgewartet werden. Dabei wird SolarWorld die Investitionen in ihre weltweiten Hightech-Standorte forcieren und so die stetig steigende Nachfrage nach solaren Energieerzeugungstechnologien mit massiven Mengensteigerungen bedienen.

Die vollständigen Umsatz- und Ergebniszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr werden planmäßig am 25. März 2010 veröffentlicht.

Quelle: SolarWorld AG

Hamburg, 24 Januar 2010 – Die Hamburger Conergy AG und der US-amerikanische Waferhersteller MEMC Inc. haben ihren Rechtsstreit außergerichtlich beigelegt und sich auf eine erneute Anpassung des ursprünglich $ 8 Mrd. schweren Wafer-Liefervertrags geeinigt. Die von MEMC künftig zu beziehende Menge wird an den Bedarf der Conergy Solarfabrik in Frankfurt (Oder) angepasst. Die Waferpreise orientieren sich am jeweiligen Marktpreis.

„Für Conergy ist dies ein Befreiungsschlag“, so Conergy CEO Dieter Ammer. „Mit der jetzt ausgehandelten Einigung haben wir es geschafft, unser Unternehmen von einer wesentlichen Bürde zu befreien. Damit stärken wir unsere Wettbewerbsposition und machen unser operatives Geschäft noch flexibler – und genau das macht uns attraktiver. MEMC hat sich als kundenorientiertes Unternehmen gezeigt und wir freuen uns, die strategische Partnerschaft mit Ihnen fortzuführen.“

Den Durchbruch bei den Verhandlungen begrüßt auch Ken Hannah, MEMC President of Solar Materials: „Auch wir freuen uns über die erzielte Einigung, mit der wir unsere gemeinsamen Geschäftsbeziehungen fortsetzen werden. In Zukunft werden wir Conergy wieder mit substantiellen Mengen hochqualitativer Wafer beliefern. Darüber hinaus haben wir beschlossen, künftig beim Bau von Großprojekten umfangreich zusammenzuarbeiten. Auch dies wird für beide Unternehmen zusätzliches Wachstum bedeuten, unter anderem auch hier durch die Verwendung von MEMC Wafern.“

MEMC wird in Zukunft rund die Hälfte des Conergy Bedarfs – insbesondere von Frankfurt (Oder) – stellen. Die übrige Versorgung wird Conergy mit Lieferungen Dritter abdecken. Darüber hinaus erlaubt die Einigung Conergy, Ingots von anderen Lieferanten zu beziehen. So kann das Unternehmen auch seine Wafersägerei in Frankfurt (Oder) weiter auszulasten und damit die Wertschöpfung vertiefen.

Damit sind für Conergy drohende, signifikante Kosten- und Wettbewerbsnachteile beseitigt, Einkauf und Rohstoffzufuhr im Vergleich zum Altvertrag ausreichend flexibel und effizient ausgestaltet und eine gesicherte Rohstoffzufuhr gewährleistet. 2010 kann Conergy so seine Modulfabrik weiter hochfahren und seine Premium Module vom Typ Conergy PowerPlus noch kostengünstiger produzieren.

„Mit der Einigung haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer Reorganisation erreicht“, so Dieter Ammer. „Ende 2007 hatten wir die drohende Liquiditätskrise des Unternehmens abgewendet, Anfang 2008 mit dem Abschluss einer Brückenfinanzierung die Neuaufstellung überhaupt erst ermöglicht und mit der Ende 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung die finanzielle Situation der Conergy stark verbessert. Inzwischen stehen wir effizienter, schlanker und wettbewerbsfähiger da.“

„Bei all diesen Schritten haben uns unsere Banken tatkräftig unterstützt – dafür sind wir Ihnen dankbar. Ihr Vertrauen in uns seit Ende 2007 haben wir nicht enttäuscht. Ich gehe davon aus, dass uns die Banken auch weiterhin positiv begleiten werden.“

Quelle: Conergy

Nürnberg, 11. November 2009 - Die geplante Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom geht völlig am Willen der Wähler vorbei. Über zwei Drittel aller Deutschen lehnen die Pläne der Bundesregierung ab, den Solarstrom künftig weniger zu fördern. Das hat eine Umfrage von Immowelt.de ergeben, eines der führenden Immobilienportale.

Die Deutschen halten große Stücke auf Solarstrom – und wollen mehr davon. In einer Umfrage von Immowelt.de sprechen sich 69 Prozent gegen die Pläne von Schwarz-Gelb aus, die Einspeisevergütung für Solarstrom von derzeit 43 Cent pro Kilowattstunde erheblich zu senken. Über 51 Prozent der Befragten fordern sogar mehr Solarstrom. Die geplante Minderung der Solarstromvergütung um 30 Prozent halten sie für völlig falsch.

Im vergangenen Jahr waren eine halbe Million Photovoltaikanlagen auf deutschen Dächern installiert. Knapp ein Fünftel der Befragten hält den Solarstrom dennoch längst nicht für etabliert genug, dass man auf staatliche Förderungen verzichten könne. Die geplanten Kürzungen der Einspeisevergütung sehen sie kritisch und fordern im Gegenzug finanzielle Schützenhilfe für die Solarbranche.

Die Immowelt-Umfrage zeigt allerdings auch, dass die Förderung des Sonnenstroms nicht von allen befürwortet wird. Schwarz-Gelb wird es jedenfalls freuen zu hören, dass 31 Prozent voll und ganz hinter ihren Plänen stehen, die Fördersätze zu reduzieren. Die Gründe für diese Zustimmung sind indes verschieden: Während 18,5 Prozent der insgesamt 1.052 Befragten die Sätze grundsätzlich für völlig überhöht halten, finden 12,5 Prozent die derzeitigen Förderungen deshalb zu hoch, weil diese den Strom verteuerten.

Die Ergebnisse der Umfrage im Detail:

Die neue Bundesregierung will die Einspeisevergütung für Solarstrom von derzeit 43 Cent pro Kilowattstunde drastisch senken. Wie denken Sie darüber?

Absolut richtig - die Fördersätze sind völlig überhöht – 18,5%

Finde ich gut, denn die Förderung hat den Strom noch teurer gemacht – 12,5%

Sehe ich kritisch, die Solarbranche braucht noch Unterstützung – 17,6%

Finde ich völlig falsch, wir brauchen noch viel mehr Solarstrom – 51,4%

Quelle: Immowelt AG

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