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juwi-Gruppe

Wörrstadt, 26. Februar 2010 - Die juwi-Gruppe aus Wörrstadt (Landkreis Alzey-Worms) ist auf dem Weg zum Global Player. In Europa gehört der Projektentwickler von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen bereits zu den führenden Unternehmen in diesem Sektor. Nun expandiert juwi auch in Amerika kräftig, in einem der weltweit größten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien. 2010 wird die Firmengruppe zum ersten Mal mehr Umsatz im Ausland erzielen als im Inland. Insgesamt wird der Umsatz 2010 voraussichtlich erneut kräftig auf rund 800 Millionen Euro zulegen.

Konsequenz: Nach 350 zusätzlichen Stellen in 2009 will juwi in diesem Jahr 200 bis 300 weitere Arbeitsplätze schaffen, den größten Teil davon in Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen, das bei „Deutschlands beste Arbeitgeber“ unter den Top 50 gelandet ist, wächst so stark, dass der erst 2009 vergrößerte Firmensitz erneut erweitert wird.

Darüber hinaus bringt juwi wieder Ausnahmeprojekte auf den Weg, mit denen der Umbau zu einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien vorangetrieben wird. Die juwi-Gruppe entwickelt sich besser als der Markt und wird als Premiumanbieter geschätzt. Bestätigt wird die Ausnahmestellung auch durch die vielen Preise und Auszeichnungen, die der Spezialist für erneuerbare Energien und seine Vorstände Fred Jung und Matthias Willenbacher 2009 erhalten haben: unter anderem den Clean Tech Media Award, den rheinland-pfälzischen Umweltpreis, den „Entrepreneur des Jahres“ sowie den „Greentech Manager des Jahres“.

„juwi ist ein regional verwurzelter Mittelständler und gleichzeitig ein Weltunternehmen. Diese gesunde Mischung ist einer der Gründe, warum wir so erfolgreich sind“, betont Vorstand Fred Jung. „Die Regionen in Deutschland bleiben für uns ein wichtiger Markt, der nach wie vor sehr gute Perspektiven bietet. Die Nachfrage ist jedoch nicht nur im Inland, sondern weltweit sehr groß. Rund 20 Prozent des weltweiten Energiebedarfs werden derzeit durch erneuerbare Ressourcen gedeckt; das Potenzial ist also noch enorm“, erklärt sein Vorstandskollege Matthias Willenbacher.

Breites und solides Portfolio

Hauptsäulen des Wachstums bleiben die Solar- und Windenergie, aber auch der Bioenergiebereich wächst kräftig. In den neuen Geschäftsfeldern Geothermie und Wasserkraft laufen jetzt die ersten Projekte an. „juwi ist sowohl international als auch vom Portfolio her breit und solide aufgestellt. Das zahlt sich aus“, sagt Jung. Neben Deutschland, Italien und Frankreich haben sich die USA zu einem der wichtigsten juwi-Märkte entwickelt. Das Unternehmen baut darüber hinaus seine Präsenz in Lateinamerika (zum Beispiel Costa Rica) und Osteuropa (Tschechien, Polen) weiter aus und beabsichtigt auch, in neue Märkte (z.B. Südafrika) einzusteigen.

Wachstumsmarkt USA

In den USA hat der Spezialist für erneuerbare Energien insbesondere im Solarsektor eine Reihe von Großprojekten in der Pipeline bzw. schon realisiert. So versorgt eine von der US-Tochter juwi Solar inc. errichtete Freiflächen-Photovoltaik-Anlage (2,2 Megawatt) in Hackettstown, New Jersey, Werk und Stammsitz des Süßwarenkonzerns Mars Snackfood mit sauberem Strom. Weitere Anlagen werden derzeit in Florida (15 Megawatt Leistung), Ohio (12 Megawatt) und Texas (16 Megawatt) realisiert.

Bei Freiflächen-Solaranlagen gehört das Unternehmen mittlerweile zu den führenden Anbietern in den USA – eine hervorragende Ausgangsposition. Bis 2012 könnten sich die USA zum weltweit dynamischsten Wachstumsmarkt für Photovoltaik-Anlagen entwickeln, in den voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Dollar investiert werden. So lautet eines der Ergebnisse der Studie „The United States PV Market Through 2013: Project Economics, Policy, Demand and Strategy“ der Greentech Media. Besonders deutsche Marktteilnehmer wie juwi würden davon profitieren, heißt es in der Studie.

Im Wind-Sektor hat juwi mit dem Flat-Water-Windpark (60 Megawatt) in Nebraska das erste Großprojekt auf den Weg gebracht, denen noch weitere Windparks ähnlicher Größenordnung folgen sollen – unter anderem in Kansas, Iowa, Ohio, Indiana, Minnesota und Michigan. Insgesamt plant juwi in den kommenden Jahren in den USA Wind- und Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von über 1.000 Megawatt ans Netz zu bringen.

Bioenergie boomt

Im Biosegment wird juwi in diesem Jahr in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Prolignis Energie Consulting GmbH Holzheizkraftwerke errichten, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Auf der Projektliste der juwi Bio GmbH stehen darüber hinaus mehrere Biogasanlagen und Nahwärmenetze sowie neue Holzpelletswerke, mit denen die Pelletsproduktion auf rund 150.000 Tonnen pro Jahr massiv gesteigert werden soll. Ein Projekthighlight ist die weltweit erste Produktionsstätte, in der Terra Preta („Schwarze Erde“) im industriellen Maßstab hergestellt werden kann.

Realisiert wird das Terra-Preta-Werk von der Palaterra GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der juwi-Gruppe und des Boden- und Pflanzenexperten Joachim Böttcher, in der Morbacher Energielandschaft im Hunsrück. Experten sind der Überzeugung, dass das extrem humusreiche Bodensubstrat einen Beitrag sowohl zur Lösung des Welternährungsproblems als auch zum Klimaschutz leisten kann.

Neue Geschäftsfelder laufen an

In den neuen Geschäftsfelder Geothermie und Wasserkraft hat juwi die ersten Projekte gestartet, denen noch weitere folgen sollen. So will das Unternehmen südlich von Hanau am Main in diesem Jahr sein erstes Laufwasserkraftwerk mit einer Leistung von knapp zwei Megawatt auf den Weg bringen und Anfang 2011 dann mit dem Bau beginnen. Darüber hinaus hat juwi im Rhein-Main- Gebiet ein so genanntes Erlaubnisfeld für Untersuchungen zur Nutzung der Tiefengeothermie zugesprochen bekommen, in dem die ersten seismischen Tests nun starten.

Jobmotor juwi

Der Projektentwickler aus Rheinhessen hat sich zu einem regelrechten Jobmotor entwickelt. Während Arbeitsmarkt-Experten erwarten, dass die Weltwirtschaftskrise den deutschen Stellenmarkt 2010 mit großer Wucht treffen wird und deshalb einen deutlichen Stellenabbau prognostizieren, baut juwi seinen Personalbestand weiter aus – um 600 Mitarbeiter in zwei Jahren. Allein 2009 hat juwi 350 neue Stellen geschaffen und damit die Beschäftigtenzahl weltweit auf rund 750 nahezu verdoppelt. In diesem Jahr kommen noch einmal 200 bis 300 neue Mitarbeiter dazu, der weitaus größte Teil davon in Deutschland. juwi wird aller Voraussicht nach Ende 2010/Anfang 2011 weltweit die Marke von 1.000 Beschäftigten knacken.

Firmensitz wird erneut erweitert

Auf Grund des starken Wachstums wird der erst 2009 vergrößerte Firmensitz in Wörrstadt (Landkreis Alzey-Worms) in diesem Jahr abermals erweitert. Bereits Mitte des Jahres sollen die beiden neuen Gebäudemodule feierlich eröffnet werden. Mit der Erweiterung schafft juwi am Unternehmenssitz in Wörrstadt Raum für insgesamt mehr als 700 Beschäftigte. Die beiden zusätzlichen Gebäudeteile werden erneut vom renommierten Fertighausspezialisten Griffner in ökologischer Holzbauweise errichtet und sollen in punkto Energieeffizienz wieder Maßstäbe setzen. Der Firmensitz von juwi ist ein Energieplushaus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht, und gilt als das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt.

Einer der besten und begehrtesten Arbeitgeber

juwi gehört zu Deutschlands besten Arbeitgebern. Im renommierten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute“ ist das Unternehmen aus Rheinhessen in der Kategorie bis 500 (in Deutschland) Beschäftigte unter den Top 50 gelandet. Dementsprechend hat sich der Projektentwickler zu einem der begehrtesten Arbeitgeber im Energiesektor entwickelt: 2009 gingen rund 12.000 Bewerbungen ein. „juwi hat einen exzellenten Ruf. Wir bieten den Menschen mehr als eine sichere Stelle. Sie fühlen sich wohl, sind hoch motiviert und erkennen Sinn und Werte in ihrer Arbeit“, so Willenbacher.

Dabei profitiert die Gruppe zum einen von den zahlreichen Einrichtungen, die die Work- Life-Balance der Mitarbeiter verbessern, wie etwa einer Kindertagesstätte, einem Andachts- und Entspannungsraum, einem Fußball- und Beachvolleyball-Platz sowie einem Fitness-Raum. Identifikation und Motivation bewirkt auch das große Unternehmensziel, die Stromversorgung weltweit zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien bereitzustellen. „Wer bei juwi arbeitet, will nicht nur Geld verdienen, er will auch etwas bewegen. Unsere Mitarbeiter setzen sich mit aller Kraft dafür ein, dass 100 Prozent erneuerbare Energien so schnell wie möglich erreicht werden“, so Jung.

Ausgewählte Leuchtturmprojekte für 100 Prozent erneuerbare Energien

1. juwi unterstützt einen einzigartigen Kino-Dokumentarfilm: „DIE 4. REVOLUTION – EnergyAutonomy“ beschreibt anhand seiner Protagonisten - prominenter Umweltaktivisten, Nobelpreisträger, innovativer Unternehmer und Politiker -, dass der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre möglich ist. Er verdeutlicht, welche Chancen die Energierevolution für eine nachhaltige ökonomische Entwicklung und soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet. Der bundesweite Kinostart ist am 18. März (weitere Infos unter: http://www.energyautonomy.org/). Der von den juwi-Gründern Willenbacher und Jung initiierte Verein „100% erneuerbar“ präsentiert den Film am 21. März in einem großen Event im Mainzer Fußballstadion, bei dem auch die Pop-Gruppe „2raumwohnung“ auftritt. 10 Prozent des Ticketpreises fließen in die Errichtung einer Solaranlage in Haiti, die ein Waisenhaus mit Strom versorgt. Mit dem Event startet zudem eine Spendenaktion für Haiti.

2. Im Senegal werden 50 Dörfer mit Solarstromanlagen ausgestattet, die nicht an das allgemeine Stromnetz angeschlossen sind. „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass mit dezentralen erneuerbaren Energien die Menschen, die von der allgemeinen Stromversorgung bislang abgeschnitten waren, sich selbst kostengünstig, schnell, bedarfsgerecht und sicher mit sauberer Elektrizität versorgen können“, erläutert Willenbacher.

3. In Schneebergerhof im Donnersbergkreis (Rheinland-Pfalz) errichtet juwi die weltweit leistungsstärkste und größte Windenergie-Anlage im Binnenland: Die Sechs-Megawatt- Anlage der Firma Enercon hat eine Höhe von 200 Metern und einen Rotordurchmesser von 126 Metern. Die E 126 produziert im Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden, was den Bedarf von mehr als 5.000 Haushalten deckt (3-Personen-Standardhaushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh). „Das Projekt soll zeigen, zu was die Windenergie heutzutage schon in der Lage ist, wenn leistungsstarke Anlagen an guten Standorten errichtet werden: Ein einziges Windrad produziert sauberen Strom für eine ganze Kleinstadt“, erklärt Jung.

4. Nach einer Freiflächen-Photovoltaikanlage und fünf Windrädern errichtet juwi nahe des Wörrstädter Firmensitzes nun auch eine Biogasanlage und realisiert somit vor Ort ein regionales Kombikraftwerk. „Eine umfassende, unabhängige, günstige und bedarfsgerechte Versorgung mit erneuerbaren Energien ist nur in der Kombination der Energieträger möglich“, so Willenbacher.

Wind- und Solarenergie stehen kostenlos und unendlich zur Verfügung und bilden die Grundpfeiler des Kombikraftwerks. „Aber auch die Bioenergie spielt auf Grund ihrer hohen Flexibilität eine wichtige Rolle; kann sie doch die schwankende Produktion von Wind- und Solarstrom ausgleichen“, ergänzt Jung. Errichtet wird in Wörrstadt darüber hinaus eine Terra-Preta-Produktion, in der in einem ausgeklügelten Stoffkreislauf unter anderem die Gärreste aus der Biogasanlage zu wertvollem Humussubstrat verarbeitet werden.

Quelle: juwi-Gruppe

Washington DC, 18. Februar 2010 - Dicke, graue Smogwolken über weiten Teilen Asiens haben auch ihre positive Seite. Sie reflektieren das Sonnenlicht ins All zurück. Forscher um Dave Shindell vom vom NASA Goddard Institute for Space Studies haben nun errechnet, wie und wo die Luftverschmutzung von Kohlekraftwerken den Treibhauseffekt verlangsamen kann. Zum Jubel besteht allerdings kein Anlass, denn ausgerechnet gesundheitsschädliche Aerosole tragen dazu bei.

Die Studie hat verschiedene Szenarien zwischen 2000 und 2080 analysiert und ist von einer Zunahme von Kraftwerken zwischen fünf und zehn Prozent jährlich ausgegangen. Ins Kalkül gezogen wurden auch verschiedene Abgaskontrollen von Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxiden (NOX). SO2 spielt aufgrund seiner Eigenschaften zur Bildung von Schwefelaerosolen eine große Rolle beim Kühleffekt. Dieser Effekt entfällt allerdings dann, wenn die Kraftwerke mit modernen Filtern ausgestattet sind, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Atmospheric Chemistry and Physics.

Primitives und untaugliches Geo-Engineering

In einem Szenario der Studie beschreiben die Autoren die Zeit zwischen 2040 und 2060. Spätestens dann werden Filter die Stickoxide und das SO2 soweit beseitigen, dass die CO2-Emissionen die Aerosolmenge überschreitet. Der Effekt ist allerdings nicht weltweit der gleiche. In der nördlichen Hemisphäre sorgt das SO2 für eine Kühlung. In der Arktis und der südlichen Hemisphäre hingegen gibt es eine geringere Aerosol-Belastung und dadurch eine steigende Erwärmung.

Die Studie zeige deutlich das fundamentale Ungleichgewicht und die Ungerechtigkeit des anthropogenen Klimawandels. "Erfreuen wir uns jetzt und lassen wir andere dafür bezahlen", so Meinrat Andreae, Aerosol-Experte am Max Planck-Institut für Chemie in Mainz, der nicht an der Studie teilgenommen hat. "Die dreckigen Kohlekraftwerke könnten hier als sehr primitive Art des Geo-Engineering gesehen werden."

CO2 bleibt zu lange in der Atmosphäre

"Eine andere Tatsache ist, dass Aerosole relativ kurzlebig sind und nur für wenige Tage oder Wochen in der Atmosphäre bleiben, während Treibhausgase hunderte Jahre dort verweilen", meint Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof im pressetext-Interview. Seit Jahrzehnten gebe es die Diskussion um Aerosole als Klimawandelbremse. Das sei ein gefährliches Spiel, so der Experte.

Erst im Vorjahr hat Shindell untersucht, wie sensitiv verschiedene regionale Klimate auf Veränderungen von CO2, Ozon und Aerosole reagieren. Besonders betroffen sind Regionen in mittleren und hohen geographischen Breiten. Im Modell sind die Wissenschaftler zum Schluss gekommen, dass die Aerosole für 45 Prozent oder mehr für die Erwärmung der Arktis in den vergangenen drei Dekaden verantwortlich sind.

Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Quelle: pressetext

Hamburg, 24 Januar 2010 – Die Hamburger Conergy AG und der US-amerikanische Waferhersteller MEMC Inc. haben ihren Rechtsstreit außergerichtlich beigelegt und sich auf eine erneute Anpassung des ursprünglich $ 8 Mrd. schweren Wafer-Liefervertrags geeinigt. Die von MEMC künftig zu beziehende Menge wird an den Bedarf der Conergy Solarfabrik in Frankfurt (Oder) angepasst. Die Waferpreise orientieren sich am jeweiligen Marktpreis.

„Für Conergy ist dies ein Befreiungsschlag“, so Conergy CEO Dieter Ammer. „Mit der jetzt ausgehandelten Einigung haben wir es geschafft, unser Unternehmen von einer wesentlichen Bürde zu befreien. Damit stärken wir unsere Wettbewerbsposition und machen unser operatives Geschäft noch flexibler – und genau das macht uns attraktiver. MEMC hat sich als kundenorientiertes Unternehmen gezeigt und wir freuen uns, die strategische Partnerschaft mit Ihnen fortzuführen.“

Den Durchbruch bei den Verhandlungen begrüßt auch Ken Hannah, MEMC President of Solar Materials: „Auch wir freuen uns über die erzielte Einigung, mit der wir unsere gemeinsamen Geschäftsbeziehungen fortsetzen werden. In Zukunft werden wir Conergy wieder mit substantiellen Mengen hochqualitativer Wafer beliefern. Darüber hinaus haben wir beschlossen, künftig beim Bau von Großprojekten umfangreich zusammenzuarbeiten. Auch dies wird für beide Unternehmen zusätzliches Wachstum bedeuten, unter anderem auch hier durch die Verwendung von MEMC Wafern.“

MEMC wird in Zukunft rund die Hälfte des Conergy Bedarfs – insbesondere von Frankfurt (Oder) – stellen. Die übrige Versorgung wird Conergy mit Lieferungen Dritter abdecken. Darüber hinaus erlaubt die Einigung Conergy, Ingots von anderen Lieferanten zu beziehen. So kann das Unternehmen auch seine Wafersägerei in Frankfurt (Oder) weiter auszulasten und damit die Wertschöpfung vertiefen.

Damit sind für Conergy drohende, signifikante Kosten- und Wettbewerbsnachteile beseitigt, Einkauf und Rohstoffzufuhr im Vergleich zum Altvertrag ausreichend flexibel und effizient ausgestaltet und eine gesicherte Rohstoffzufuhr gewährleistet. 2010 kann Conergy so seine Modulfabrik weiter hochfahren und seine Premium Module vom Typ Conergy PowerPlus noch kostengünstiger produzieren.

„Mit der Einigung haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer Reorganisation erreicht“, so Dieter Ammer. „Ende 2007 hatten wir die drohende Liquiditätskrise des Unternehmens abgewendet, Anfang 2008 mit dem Abschluss einer Brückenfinanzierung die Neuaufstellung überhaupt erst ermöglicht und mit der Ende 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung die finanzielle Situation der Conergy stark verbessert. Inzwischen stehen wir effizienter, schlanker und wettbewerbsfähiger da.“

„Bei all diesen Schritten haben uns unsere Banken tatkräftig unterstützt – dafür sind wir Ihnen dankbar. Ihr Vertrauen in uns seit Ende 2007 haben wir nicht enttäuscht. Ich gehe davon aus, dass uns die Banken auch weiterhin positiv begleiten werden.“

Quelle: Conergy

Thalheim, 10. Februar 2010 - Die Unternehmen Q-Cells SE, Evergreen Inc. und REC ASA einigten sich mit einem bereits seit längerem interessierten Investor in einer Absichtserklärung über die Eckpunkte zum Verkauf  des integrierten Solarmodulherstellers Sovello AG. Auf dieser Basis werden derzeit intensive Verhandlungen geführt.

Im Rahmen des geplanten Eigentümerwechsels soll auch die bestehende Langfristfinanzierung von Sovello, über die seit geraumer Zeit mit den finanzierenden Banken verhandelt wird, neu strukturiert werden. Bislang wurde die Finanzierung vorwiegend durch ein Bankenkonsortium getragen, deren Kredite zwischenzeitlich erheblich zurückgeführt werden konnten.

Sovello genießt dank der hohen Qualität ihrer „Made in Germany“ Produkte eine ausgezeichnete Position im Photovoltaik-Markt. Die aus diesem Grund vollen Auftragsbücher sowie die  erfolgreiche Inbetriebnahme der dritten Produktionslinie bilden die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Transaktion noch im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden kann.

Quelle: Sovello AG

SolarWorld AG/Bonn

Bonn, 05. Januar 2010 - Noch vor 10 Jahren lag der Umsatz des Bonner Photovoltaik-Unternehmens SolarWorld gerade mal bei 5,4 Millionen Euro (1999). Für das Jahr 2009 wurde nun eine vorläufige Umsatzprognose von 1.010 Mio. Euro vorgelegt. Der Konzernumsatz lag im Vorjahr noch bei 900,3 Mio. Euro. Somit steigert der Solarkonzern zehn Jahre nach seinem Börsengang mit der Umsatzmilliarde den Jahresumsatz um mehr als das 185fache. Das dürfte nicht nur die Anleger freuen.

SolarWorld profitierte im vergangenen Jahr nicht nur von der weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertiger Marken- und Qualitätstechnologie in der solaren Stromerzeugung, sondern auch vom stetig steigenden Bekanntheitsgrad (Ergebnis einer Studie: Bekanntheitsgrad verschiedener Solarmodulhersteller – Quelle: http://www.photovoltaikstudie.de/).

Eine Prognose für das Jahr 2010 wird der Vorstand noch nicht vorlegen. Dazu soll die internationale Preisentwicklung und die nationale Förderpolitik abgewartet werden. Dabei wird SolarWorld die Investitionen in ihre weltweiten Hightech-Standorte forcieren und so die stetig steigende Nachfrage nach solaren Energieerzeugungstechnologien mit massiven Mengensteigerungen bedienen.

Die vollständigen Umsatz- und Ergebniszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr werden planmäßig am 25. März 2010 veröffentlicht.

Quelle: SolarWorld AG