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Bitterfeld-Wolfen, 04. Mai 2011, Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, trennt sich der Solarzellenhersteller Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen wegen der rückläufigen Nachfrage nach Solarzellen vom Großteil seiner Leiharbeiter. Dies betrifft insbesondere die Leiharbeiter in der Produktion. "Wir haben 80 der 90 Leiharbeiter abgegeben", sagte Q-Cells-Sprecherin Ina von Spies gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. "Wir bedauern dies, die Anpassung ist jedoch nötig."

Wie das Unternehmen weiterhin mitteilt, arbeitet teilweise nur noch eine der zwei Produktionslinien. Auf die 2.300  Q-Cells-Mitarbeiter habe die derzeitige Situation keine Auswirkungen. Auch ist keine Kurzarbeit geplant.

Die bald erscheinende Gehaltsstudie 2010/2011 gibt Aufschluss über die aktuelle Gehaltssituation in der Solarbranche. Beleuchtet werden u.a. die Gehälter von Leih- und Zeitarbeiter. Weitere Informationen zur neuen Gehaltsstudie finden Sie unter: http://www.photovoltaikstudie.de/shop/marktstudien/studie-1008-gehaltsstudie.php

Hohenstein-Ernstthal, 11. April 2011, Die Meyer Burger Technology AG [Ticker: MBTN] (bzw. deren Tochtergesellschaften) hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Roth & Rau AG zum Preis von EUR 22 je Aktie in bar angekündigt. Von den Gründern und Hauptaktionären Herrn Dr. Dietmar Roth (Vorstandsvorsitzender), Frau Prof. Dr. Silvia Roth und Herrn Dr. Bernd Rau hat Meyer Burger am 10. April 2010 insgesamt 11,3 % des Aktienkapitals der Roth & Rau AG [Ticker: R8R] erworben. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von ca. 41 % gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate. Der Vorstand und Aufsichtsrat von Roth & Rau unterstützen das Angebot von Meyer Burger.

Darüber hinaus hat die Roth & Rau AG heute mit der Meyer Burger Technology AG einen Vertrag über einen Unternehmenszusammenschluss (Business Combination Agreement) abgeschlossen. Die Meyer Burger Gruppe ist eine weltweit führende Anbieterin von innovativen Systemen und Produktionsanlagen für die Photovoltaik in der Solarindustrie, und für die Semiconductor- und Optik-Industrie (LED), mit über 1.200 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz 2010 von CHF 826 Millionen. Innerhalb der Photovoltaik (Solarindustrie) verfügt die Gruppe bereits über die wichtigsten Technologieprozesse entlang der gesamten Herstellungskette von hochwertigen Solarsystemen mit Schwerpunkt im Bereich Solarwafering und Solarmodule.

Durch das geplante Zusammenführen der beiden Unternehmen entsteht ein umfassender Systemanbieter, der alle wesentlichen Technologieschritte in der Wertschöpfungskette der Photovoltaik vom Solarsilizium bis zur fertigen Solaranlage, namentlich in den Bereichen Wafering, Solarzellen und Solarmodule abdeckt. Roth & Rau schließt dabei die Lücke zwischen Wafering und Solarmodule und bildet künftig den Kern des neuen Technologie- und Kompetenzbereichs „Zelle“ in der Meyer Burger Gruppe. Dabei wird Roth & Rau als „Unternehmen der Meyer Burger Gruppe“ als eigenes Technologie-Kompetenzzentrum und operative deutsche Gesellschaft am Hauptstandort Hohenstein-Ernstthal weitergeführt.

Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Roth & Rau AG: „Wir sind der Überzeugung, dass Meyer Burger der ideale strategische Partner für eine nachhaltige dynamische Entwicklung unseres Unternehmens ist. Von der neuen gemeinsamen Gruppe profitieren die Aktionäre, unsere Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden und die gesamte Solarindustrie.“

Peter Pauli, Chief Executive Officer der Meyer Burger Technology AG, kommentiert: „Mit der Roth & Rau Gruppe verstärken wir unsere Industrielösungen für die Photovoltaik. Durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, das Zusammenführen der Distributionsnetzwerke und durch das erweiterte Angebot an voll integrierten Systemlösungen, tragen wir dazu bei, dass die Kosten über die Herstellungskette in der Photovoltaik weiter gesenkt werden. Damit vollziehen wir einen weiteren Schritt, um die Kosten von Solarstrom nachhaltig zu senken und das Industrieziel der Grid-Parität so rasch wie möglich zu erreichen.“

Das Übernahmeangebot steht unter üblichen Vollzugsbedingungen, insbesondere der Freigabe durch die relevanten Kartellbehörden. Die Angebotsunterlage wird innerhalb der kommenden vier Wochen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgelegt und nach Freigabe veröffentlicht werden. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2011 abgeschlossen werden.

Quelle: Roth & Rau AG

Freiburg, 31. März 2011, In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel haben am 30. März mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften ein beschleunigtes Ausstiegsszenario aus der Atomenergie gefordert. Die deutschen Laufzeitverlängerungen müssten dauerhaft zurückgenommen werden.

In dem Schreiben drücken die Unterzeichner ihre Betroffenheit über die Opfer der Katastrophe in Fukushima aus und betonen, dass heute erneuerbare Energien im Zusammenwirken mit Effizienztechnologien genügend Energie bereitstellen könnten, um bis 2020 oder früher alle Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten. Dafür seien ein Ausbau der Netze, Stromspeichertechnologien und eine verstärkte Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung KWK nötig. Detaillierte Szenarien zur Energiewende aus dem Jahr 2010 zeigen, dass ein Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien bis 2050 rund 750 Milliarden Euro günstiger ist als ein Festhalten am bisherigen Weg.

Die Unterzeichner beschreiben ihre Sorge über den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken und bieten ihre Hilfe bei der Erforschung und raschen Realisierung von erneuerbaren Energientechnologien an. Sie begrüßen das von der Bundesregierung verfügte Moratorium und weisen auch auf die wirtschaftlichen Chancen für den Exportweltmeister Deutschland und die Vorbildfunktion hin, die das deutsche Verhalten auf der globalen Bühne haben könnte. Das Schreiben ist in Kopie auch an Minister Dr. Norbert Röttgen (Bundesumweltministerium), Ministerin Prof. Dr. Annette Schavan (Bundesforschungsministerium) und an Minister Rainer Brüderle (Bundeswirtschaftsministerium) gesendet worden.

Download: Liste der Unterzeichner

Der offene Brief in voller Länge:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

wir sind in tiefer Sorge. Die diesen offenen Brief unterzeichnenden Wissenschaftler sind über die Vorgänge in Japan seit dem 11.3.11 erschrocken und möchten an erster Stelle ihr Bedauern über das Schicksal der Bevölkerung dort ausdrücken. Zur Naturkatastrophe tritt möglicherweise eine menschengemachte Kernenergiekatastrophe in Fukushima hinzu, welche die Bevölkerung zusätzlich kurz-, mittel- und langfristig schwer schädigt. Wir hoffen, mit der Bevölkerung Japans und mit den Wissenschaftlern und Technikern in Fukushima, dass es dort nicht zu einem Super GAU kommen wird.

Wir befürchten, dass die Wissenschaft zu lange in der Auseinandersetzung um die Kernkraft in Deutschland geschwiegen hat, in der Hoffnung, dass bis zum Ausstieg aus der Kernenergie nichts passieren wird. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir unsere Stimme erheben und klar zum Ausdruck bringen, dass es keine sicheren Kernkraftwerke geben kann, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft, und zwar aus physikalischen und technischen Gründen.

Schon die Unfälle von Windscale 1957, Lucen 1969, Three Mile Island 1979 und von Tschernobyl 1986 sowie der "Beinahe GAU" von Forsmark in 2006 zeigen, dass das Restrisiko in der Vergangenheit etwa alle 10 Jahre Wirklichkeit wurde. Die aktuellen Entwicklungen in Japan, einem der führenden Hochtechnologieländer, drohen diese tragische Reihe nun fortzusetzen. Unbeherrschbare Zustände komplexer Technologien sind nicht deshalb unvermeidbar, weil die Wissenschaft und Technik noch nicht so weit sind, sondern dies ist eine prinzipielle, naturwissenschaftliche Problematik.

Die physikalische Chaostheorie sagt, dass kleinste Änderungen in komplexen Systemen sehr große Auswirkung haben können. Mit anderen Worten: Wir können aus naturwissenschaftlichen Gründen niemals wissen, wie sicher unsere Kernkraftwerke wirklich sind, denn wir sind nicht in der Lage, ihre Sicherheit zu berechnen. Die Unvorhersagbarkeit von komplexen technischen Systemen ist unabhängig von der zur Verfügung stehenden Menge der Betriebsinformationen, weil das Gesamtsystem grundsätzlich nicht durch die Analyse seiner einzelnen Komponenten voll verstanden werden kann. Daher können wir prinzipiell nicht wissen, warum und wann technische Systeme versagen. Wir stoßen hier an eine fundamentale Schranke menschlicher Fähigkeiten. Im Fall von Kernkraftwerken mit Gefahren für Millionen von Menschen ist dies nicht länger zu tolerieren.

Risiken derartiger katastrophaler Unfälle müssen nicht in Kauf genommen werden! Wir können heute mit Wasser, Wind, Sonne, Bioenergie und Geothermie ausreichend Strom bereit stellen, um bereits bis 2020 oder auch früher die Leistung der Kernkraftwerke in Deutschland und dann auch in Europa zu ersetzen. Die energetischen und technischen Potenziale der Effizienztechnologien und der erneuerbaren Energien sind größer als alle anderen fossilen oder nuklearen Energiepotenziale, sie sind umweltfreundlich, wirtschaftlich und sozial akzeptabel. Bei weiterem Ausbau der erneuerbaren Energien wird in kurzer Zeit die durch Kernkraftwerke eingespeiste Strommenge von 140 TWh/a vollständig zu ersetzen sein. Dieses bedingt natürlich den Ausbau der Infrastruktur wie Stromnetze und Speichermöglichkeiten um zum Beispiel den Austausch mit Wasserkraft in der Schweiz und Norwegen zu ermöglichen.

Wir brauchen die Kernkraft nicht als Brückentechnologie zur Einführung der erneuerbaren Energien. Der bereits in den letzten Jahren beobachtete rasche Zubau der Erneuerbaren wird durch die geringe Flexibilität der Kernkraftwerke eher behindert. Geeignete Brückentechnologien hingegen sind gasgefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zusammen mit Speichern und dem Netzausbau. Erdgas kann dabei sukzessive durch biogene Gase und Wasserstoff aus effektiver, großvolumiger Elektrolyse bzw. durch Methan aus der Methanisierung von Wasserstoff ersetzt werden. Damit könnte unsere Abhängigkeit von Gasimporten deutlich verringert werden. Die Entwicklung dieser Technologien sollte zusammen mit Energieeffizienzmaßnahmen hohe Priorität haben.

Lange Laufzeiten von Kernkraftwerken werden auch ökonomisch zunehmend fragwürdig. Denn der zunehmende Betrieb in Unterlast führt zu einem immer weniger rentablen Betrieb. Zu beachten ist weiterhin, dass die Atomenergie die teuerste Energieerzeugung ist, wenn alle Erzeugungsmethoden den gleichen üblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterworfen werden. Dazu zählt auch die Versicherung der Anlagen. Dies ist heute nicht der Fall; kein Haus, kein Auto, keine Fabrik ist gegen Kernkraftunfälle versichert. Diese Ausfallbürgschaft der öffentlichen Hand bzw. der Gesellschaft, die sich seit langem mehrheitlich gegen die nukleare Stromerzeugung ausspricht, sollte von der Politik umgehend zurück genommen werden. Nur die versteckten Subventionen machen Strom aus Kernenergie so „billig“.

Demgegenüber können wir bei einem Umstieg auf die Erneuerbaren bis 2050 einen kumulierten volkswirtschaftlichen Vorteil von 750 Mrd. € erwarten, wie im "Energieszenario 2050" von sieben Mitgliedern des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) im Detail beschrieben wurde.

Ein weiteres Thema ist die Förderung der Kernfusion, die in den letzten Jahrzehnten aus Mitteln für Energieforschung unterstützt wurde. Wir haben ernste Zweifel, ob überhaupt und wann die wissenschaftlichen Durchbrüche erreicht werden, die noch erforderlich sind, um nach 2050 wirklich Strom mit dieser Technologie zu gewinnen. Auf der einen Seite steht das völlig ungelöste Problem der Wandmaterialien, die den Bedingungen des Millionen Grad heißen Plasmas jahrzehntelang widerstehen müssen. Auf der anderen Seite steht das ökonomische Argument: Selbst wenn es gelingt, nach 2050 einen Fusionsreaktor kommerziell zu betreiben, wird dieser Strom bedeutend teurer sein als künftiger Strom aus erneuerbaren Energien.

„Wir gehen den Weg in das Zeitalter der regenerativen Energie“ heißt es in der Präambel des Koalitionsvertrages von CDU, CSU und FDP. Auf diesem Weg sind wir bisher aufgrund eines breiten gesellschaftlichen Konsenses und dem effektiven Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gut voran gekommen. Im Jahr 2010 haben erneuerbare Energien bereits 17% unseres Strombedarfs gedeckt und in der gesamten Branche arbeiten 366.000 Menschen. Deutschland ist Exportweltmeister und in weiten Bereichen technologisch führend. Dafür kamen und kommen die maßgeblichen Impulse aus der Wissenschaft. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erarbeitung des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung erwarten wir deshalb auch eine Neuausrichtung der Forschung: Die Mittel für die Nuklearforschung sollten vollständig für die Erforschung der erneuerbaren Energien und für Energieeffizienztechnologien umgewidmet werden. Auch die zusätzlich notwendige deutliche Aufstockung aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ ist möglich, in dem wegfallende Einnahmen aus der Kernbrennstoffsteuer durch höhere Erlöse aus der Versteigerung von Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen kompensiert werden. Gegebenenfalls ist dafür eine Anpassung der Emissionsmengen erforderlich.

Das von der Bundesregierung bereits ausgesprochene Moratorium der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Im Angesicht der Ereignisse in Japan sollten die deutschen Laufzeitverlängerungen dauerhaft zurück genommen und durch ein beschleunigtes Ausstiegsszenario ersetzt werden, mit einem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.

Bitte bedenken Sie, Frau Bundeskanzlerin, auch die Vorbildwirkung und die enormen Chancen, die das weitere deutsche Vorgehen in Europa sowie weltweit haben wird. Unsere in den letzten Jahren erreichte Spitzenstellung im Bereich der erneuerbaren Energietechnologien wird weltweit gesehen und bewundert. Die genannte Neuausrichtung der Energie- und Energieforschungspolitik in diese Richtung wird ebenso beachtet werden und die Handlungen globaler Akteure zu einer nachhaltigen Energieversorgung beeinflussen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Eicke R. Weber

Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme

Quelle: Solar Consulting GmbH / Prof. Dr. Eicke R. Weber

Baar, 11. April 2011, Die Meyer Burger Technology AG [Ticker: MBTN] (bzw. deren Tochtergesellschaften) hat am 10. April 2011 mittels Aktienkauf- und Tauschverträgen einen Anteil von insgesamt 7.4% des Aktienkapitals der Roth & Rau AG [Ticker: R8R] sofort und 3.9% unter der aufschiebenden Bedingung der Kartellfreigabe von den Gründern und Hauptaktionären Herrn Dr. Dietmar Roth (Vorstandsvorsitzender), Frau Prof. Dr. Silvia Roth und Herrn Dr. Bernd Rau erworben. Im Rahmen des Vollzugs hat Meyer Burger 840‘802 neue Namenaktien aus ihrem genehmigten Kapital ausgegeben. Der erste Handelstag dieser Aktien an der SIX Swiss Exchange wird voraussichtlich der 13. April 2011 sein.

Meyer Burger wird überdies ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche sich im Publikum befindenden und auf den Inhaber lautende Stückaktien der Roth & Rau AG zum Preis von EUR 22 je Aktie in bar unterbreiten. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 41.5% gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate.

Der Vorstand und Aufsichtsrat von Roth & Rau unterstützen das Angebot von Meyer Burger.

Die Meyer Burger Gruppe ist eine weltweit führende Anbieterin von innovativen Systemen und Produktionsanlagen für die Photovoltaik in der Solarindustrie, und für die Semiconductor- und Optik-Industrie (LED), mit über 1‘200 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz 2010 von CHF 826 Millionen. Innerhalb der Photovoltaik (Solarindustrie) verfügt die Gruppe bereits über die wichtigsten Technologieprozesse entlang der gesamten Herstellungskette von hochwertigen Solarsystemen mit Schwerpunkt im Bereich Solarwafering und Solarmodule.

Die Roth & Rau Gruppe gehört zu den führenden Anbietern von Produktionsanlagen und Fertigungstechnologien für die Herstellung von Solarzellen und ist schwerpunktmässig auf dem Gebiet der Antireflexbeschichtung von kristallinen Silizium-Solarzellen tätig. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstätten in Hohenstein-Ernstthal und Eindhoven und beschäftigte per Jahresende 2010 über 1‘200 Mitarbeitende. Roth & Rau erwirtschaftete in 2010 einen Jahresumsatz von EUR 285 Millionen.

Durch das geplante Zusammenführen der beiden Unternehmen verstärkt die Meyer Burger Gruppe ihr Angebot im Solarzellen-Bereich und vereint wesentliche Technologieschritte in der Wertschöpfungskette der Photovoltaik vom Solarsilizium bis zur fertigen Solaranlage, namentlich in den Bereichen Wafering, Solarzellen und Solarmodule.

Peter Pauli, Chief Executive Officer der Meyer Burger Technology AG, kommentiert: „Mit der Roth & Rau Gruppe verstärken wir unsere Industrielösungen für die Photovoltaik. Durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, das Zusammenführen der Distributionsnetzwerke und durch das erweiterte Angebot an voll integrierten Systemlösungen, tragen wir dazu bei, dass die Kosten über die Herstellungskette in der Photovoltaik weiter gesenkt werden. Damit vollziehen wir einen weiteren Schritt, um die Kosten von Solarstrom nachhaltig zu senken und das Industrieziel der Grid-Parität so rasch wie möglich zu erreichen.“

Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG: „Wir sind der Überzeugung, dass Meyer Burger der ideale strategische Partner für eine nachhaltige dynamische Entwicklung unseres Unternehmens ist. Von der neuen gemeinsamen Gruppe profitieren die Aktionäre, unsere Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden und die gesamte Solarindustrie.“

Meyer Burger finanziert das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot aus bestehenden flüssigen Mitteln und durch Aufnahme eines syndizierten Bankkredits.

Das Angebot steht unter den üblichen Vollzugsbedingungen, insbesondere der Kartellfreigabe verschiedener Kartellbehörden. Die Angebotsunterlage wird innerhalb der kommenden vier Wochen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgelegt und nach Gestattung durch die BaFin veröffentlicht werden. Die Transaktion soll gegen das dritte Quartal 2011 abgeschlossen werden.

Meyer Burger Technology AG wird von meyerlustenberger, Beiten Burkhardt und Lazard beraten.

Zuwahl in den Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat der Meyer Burger Technology AG wird der Generalversammlung vom 21. April 2011 beantragen, Dr. Dietmar Roth als neues Mitglied des Verwaltungsrats der Gesellschaft zu wählen.

Quelle: Meyer Burger Technology AG

Wörrstadt, 04. November 2010, Die juwi-Gruppe, die im kommenden Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, startet in eine neue Ära. Am 2. November hat der 1.000ste Mitarbeiter seine Stelle bei juwi angetreten, am heutigen Donnerstag ist er in einer kleinen Feierstunde am Firmensitz in Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) von den juwi-Gründern und Vorständen Fred Jung und Matthias Willenbacher offiziell begrüßt worden. „juwi bleibt der Jobmotor der Region. Allein in den vergangenen beiden Jahren haben wir mehr als 600 neue Arbeitsplätze geschaffen und werden auch in Zukunft viele neue Mitarbeiter einstellen – sowohl im In- als auch im Ausland“, betonen Jung und Willenbacher.

Hakan Kurnaz (Mitte) ist der 1.000ste Mitarbeiter der juwi-Gruppe. Als Willkommenspräsent haben ihm die  juwi-Vorstände Jochen Magerfleisch, Matthias Willenbacher und Fred Jung sowie der Leiter der Personalabteilung, Michael Buss (von links), ein signiertes Solar-Modul überreicht. Foto: juwi

juwis 1.000ster Mitarbeiter heißt Hakan Kurnaz, kommt aus Bad Kreuznach und ist 29 Jahre alt. „Nach zehn Jahren als Netzwerktechniker hatte ich bei meinem alten Arbeitgeber auf Grund von Stellenkürzungen meinen Arbeitsplatz verloren. Aber zu Hause sitzen ist nichts für mich. Ich wollte so schnell wie möglich wieder arbeiten. Deshalb bin ich sehr glücklich, bei juwi eine neue Stelle gefunden zu haben“, sagt Kurnaz, der bei der juwi Solar GmbH beschäftigt ist. Dort arbeitet er als Elektromonteur im Geschäftsbereich „Privat – Gewerbe – Landwirtschaft“, der kleine und mittlere

Photovoltaik-Anlagen realisiert. „Auch dieses Segment wird juwi mit seinem großen Know how verstärkt bedienen. Es macht etwa 75 Prozent des Photovoltaik-Marktes in Deutschland aus und bietet nach wie vor großes Potenzial. Das wollen wir heben – und suchen dazu neue Mitarbeiter“, betont juwi-Solar-Geschäftsführer Lars Falck.

Für juwi-Vorstand Jung hat die Ära der erneuerbaren Energien gerade erst begonnen. „Arbeitsplätze in diesem Sektor haben eine enorme Perspektive und sind krisensicher. Allein in Deutschland beschäftigt die Branche bereits mehr als 340.000 Menschen. Investitionen in erneuerbare Energien sind auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt hervorragend angelegtes Geld“, so Jung.

Und Willenbacher ergänzt: „Bis Ende Oktober 2010 sind bei juwi bereits rund 14.000 Bewerbungen eingegangen, davon allein knapp 2000 im Oktober. Zurzeit stellen wir im Schnitt pro Tag einen neuen Mitarbeiter ein. Es spricht alles dafür, dass wir 2011 in ähnlicher Größenordnung wachsen werden.“ juwi beschäftigt neben den 1.000 fest angestellten Mitarbeitern zusätzlich mehr als 100 Aushilfen, Praktikanten und Diplomanden, die ihren Arbeitsplatz am Firmensitz in Wörrstadt haben. Dadurch summiert sich die Beschäftigtenzahl am Unternehmenssitz mittlerweile auf ca. 700. juwi gehört damit zu den größten Arbeitgebern der Region.

Quelle: juwi-Gruppe