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Berlin, 23. November 2011, In der letzten Woche wurde auf dem Dach des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) die millionste Solarstromanlage in Betrieb genommen und an das Stromnetz angeschlossen. Dieser Erfolg liegt darin begründet, dass unzählige Bürger, Kommunen und Unternehmen mit ihren Investitionen dazu beigetragen, Solarenergie zur Stromgewinnung zu nutzen.

„Bei der Initialzündung der Photovoltaik in Deutschland, dem Start des 1000-Dächer-Programms im Herbst 1990, hatte niemand damit gerechnet, dass wir schon im Jahr 2011 die Eine-Million-Grenze erreichen“, sagte Prof. Dr. Klaus Töpfer, der damals Bundesumweltminister war und heute als Exekutivdirektor das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam leitet. „Die Photovoltaik birgt ganz erhebliches Potenzial, auf das wir angesichts des weltweit wachsenden Energiebedarfs, der Herausforderungen des Klimawandels und dem Beschluss der ,Energiewende‘ nicht verzichten können.“
 
„Die Photovoltaik hat sich mit großer Dynamik zu einer tragenden Säule der Energieversorgung entwickelt“, sagte Günther Cramer, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Die Preise für Solarstrom-Anlagen konnten durch steigende Produktionszahlen und technischen Fortschritt erheblich reduziert werden. Bereits in naher Zukunft wird die Solarstrom-Erzeugung zu einer der günstigsten Energieformen überhaupt werden.“

Für 2011 erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft einen Ausbau der Photovoltaik-Leistung um rund 5 Gigawatt. Am Ende des Jahres könnten somit insgesamt 22 Gigawatt Leistung installiert sein. Aktuell decken die Solarstromanlagen in Deutschland rund 3 Prozent des Bruttostromverbrauchs ab. Das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von Thüringen. Bis zum Jahr 2020 wird der Solarstrom-Anteil auf mindestens 10 Prozent wachsen.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Schwäbisch Hall, 15. November 2011, Der international tätige Anbieter für Photovoltaik-Lösungen Würth Solar und der weltweit führende Hightech-Maschinenbauer Manz AG haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der die Manz AG die in Schwäbisch Hall angesiedelte „CISfab“ von Würth Solar übernehmen wird. Zuvor wird die bestehende Solarmodul-Produktion umgewidmet und so aus der Serienproduktion von Solarmodulen eine Innovationslinie für CIGS-Produktions- und Prozesstechnologien gemacht. Damit setzt Würth Solar konsequent die im letzten Jahr begonnene Veränderung der Unternehmensstrategie um und fokussiert sich ausschließlich auf den Vertrieb von Photovoltaik-Komponenten und Photovoltaik-Anlagen sowie schlüsselfertigen Solarkraftwerken.

 Würth Solar

„Wir setzen alle Kraft in den Vertrieb und wollen in Deutschland wie auch international unsere führende Stellung kräftig ausbauen. Für das nächste Jahr planen wir trotz des anspruchsvollen Markts einen Umsatzsprung auf über 350 Millionen Euro“, sagt Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar. Im laufenden Jahr 2011 wird der Jahresumsatz voraussichtlich bei über 270 Mio. Euro liegen, davon im Geschäftsbereich „Trade“ bei rund 165 Mio. Euro und im Geschäftsbereich „Solarkraftwerke“ bei rund 110 Mio. Euro. Herausragende Projekte waren unter anderem die Planung und der Bau mehrerer Solarkraftwerke in Deutschland und im europäischen Ausland, so etwa die Solarkraftwerke im griechischen Farsala mit einer Nennleistung von 5 MW und im französischen Les Mees mit einer Nennleistung von 10 MW.

Mit dieser Konzentration auf den Vertrieb einher geht die Fokussierung der Produktion in Schwäbisch Hall ausschließlich auf die Weiterentwicklung der CIGS-Technologie sowie der Produktionsprozesse, die dann an die Manz AG übergeben werden soll. „Das ist eine sehr gute Antwort auf die Entwicklungen im weltweiten Photovoltaik-Markt. Aus der Produktionsstätte wird eine einzigartige Innovationslinie, deren Ziel es ist, mit dem Verkauf der hier entwickelten Technologie sowie dem damit verbundenen Produktions- und Prozess-Know-how erfolgreich zu sein“, erläutert Bernd Sprecher, ebenfalls Geschäftsführer der Würth Solar. Die bestehende CISfab wird unter der Manz AG in eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für CIGS-Technologie umgewidmet.

Dadurch wird die vor mehr als einem Jahr geschlossene Zusammenarbeit mit der Manz AG zum Vertrieb und Verkauf von schlüsselfertigen Produktionsstätten für CIGS-Solarmodule entscheidend forciert.

Konkret wird Würth Solar den Produktionsausstoß in Schwäbisch Hall ab sofort von derzeit 30 MW Leistung auf maximal 6 MW reduzieren. Kernaufgabe ist dann die kontinuierliche Weiterentwicklung der CIGS-Technologie sowie aller Prozesse und Abläufe in der Produktion der Module.

Durch die Konzentration auf eine Innovationslinie soll die Entwicklungsleistung künftig deutlich schneller umgesetzt und vertrieben werden. Auch können die gesetzten technologischen Meilensteine noch schneller erreicht werden. Die dabei  in der Innovationslinie produzierten Module sollen weiterhin über die Würth Solar vertrieben werden.

Direkt nach dem Veränderungsprozess soll die Übernahme der entstehenden Innovationslinie durch die Manz AG erfolgen. Geplant ist der Vertragsabschluss Anfang 2012. „Der Verkauf des Know-how aus unserer Produktion liegt schon heute zu 100 Prozent in der Hand der Manz AG. Die entstehende Innovationslinie wird sich allein auf dieses Geschäftsfeld konzentrieren. Insofern ist es eine hervorragende Chance, dass die neu gestaltete Innovationsfabrik zu Manz übergeht, als fester Bestandteil des Geschäftsmodells. So sind durchgängige und einheitliche Prozesse gesichert“, sagt Sprecher.

Mit dem Schritt verbunden ist eine veränderte Zahl der Mitarbeiter in der Produktion. Die beabsichtigte Innovationslinie wird zukünftig von 118 Mitarbeitern am Standort betrieben, bis dato arbeiten insgesamt 150 unbefristet beschäftigte Mitarbeiter in der Produktion in Schwäbisch Hall. „Jedem der insgesamt 32 betroffenen Mitarbeiter bieten wir kurzfristig andere Aufgaben innerhalb der Würth-Gruppe an, bevorzugt in der Region“, sagt Jörg Murawski, Mitglied der Führungskonferenz der Würth-Gruppe.

Geschäftsführer Karl-Heinz Groß ergänzt: „Nach Übergang der Innovationslinie an die Manz AG konzentrieren wir uns mit unseren dann 250 Mitarbeitern bei Würth Solar, SolarMarkt und Creotecc ausschließlich auf den Vertrieb. Sowohl in Deutschland als auch an unseren Auslandsstandorten in den USA, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und der Schweiz sind wir gut aufgestellt, um das geplante Wachstum zu erreichen. Dabei sind und bleiben wir der Experte für CIGS-Solarsysteme und werden unter anderem auch weiterhin CIGS-Module aus der Innovationslinie in Schwäbisch Hall vertreiben.“

Quelle: Würth Solar

London/Bochum, 22. Juli 2011, Der britische Ölkonzern BP stellt den Vertrieb von Solarmodulen zum Jahresende komplett ein. Davon ist auch der deutsche Markt betroffen. "Die Gründe dafür liegen ganz klar auf der Hand. Der Bereich ist kaum wirtschaftlich und schwer defizitär", so Detlef Brandenburg, Pressesprecher des Ölmultis, gegenüber pressetext. In Zukunft wird sich BP Solar weltweit ausschließlich auf Aktivitäten in der Projektentwicklung konzentrieren.

Der Vertrieb von Solarmodulen hat bislang den Großteil der Umsätze der Solarsparte ausgemacht. "Vor allem mit den zahlreichen asiatischen Anbietern können die meisten Solarunternehmen nicht mithalten", sagt Brandenburg. Positiver gestimmt ist der Konzern im Bereich Projektentwicklung. "Hier sehen wir sehr wohl Wachstumspotential und strukturieren daher in diesem Bereich um", so Brandenburg.

Die drei eigenen Solarmodulfabriken hatte BP in den vergangenen zwei Jahren bereits geschlossen und durch Gemeinschaftsunternehmen in Indien und China ersetzt. Der Konzern habe so bereits mehr als 600 Stellen gestrichen, berichtet die FTD. In Deutschland sind insgesamt 20 Mitarbeiter betroffen. "Wir bieten ihnen Jobs in anderen Bereichen an", so der Sprecher.

Imagepolitur

Der Ölmulti ist seit April 2010 aufgrund des Unglücks im Golf von Mexiko öfters negativ in den Schlagzeilen gewesen. Der Handel mit Solarmodulen gehört zu den jüngsten Geschäftszweigen und sollte Medienberichten zufolge für eine entsprechende Imagepolitur sorgen. Derzeit kämpft BP mit einem Ölleck in Alaska. Eine wegen Reparaturarbeiten vom Netz genommene Pipeline sei geplatzt, teilte der britische Konzern mit.

Redakteur: Dieter N. Unrath

Quelle: pressetext

Bonn, 10. November 2011, Das US-Handelsministerium hat offiziell damit begonnen, die Handelspraktiken chinesischer Unternehmen auf dem Solarzellen- und Solarstrommodul-Markt der Vereinigten Staaten zu untersuchen. Wie das Ministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, sind damit sowohl die Prüfung von Dumpingtatbeständen als auch nicht wettbewerbskonformer Subventionen und die entsprechend anzusetzenden Gegenmaßnahmen verbunden.

SolarWorld-AG

SolarWorld Industries America Inc., die US-Tochter der SolarWorld AG, hatte unterstützt von weiteren US-Solarunternehmen die Aufnahme eines solchen Verfahrens beantragt. Wie das Ministerium feststellte, repräsentieren die beteiligten Unternehmen die für das Verfahren notwendige Mehrheit der amerikanischen Produktion von Solarzellen auf Basis von kristallinem Silizium in den USA.

„Wir begrüßen den Beginn der Untersuchung in den USA. Es geht um die Wiederherstellung fairen Wettbewerbs. Dabei begrüßen wir jede Kostensenkung, die Solarstrom billiger macht und auf Forschung und Innovationen beruht. Wir wehren uns aber gegen Dumpingpreise, die erkauft werden durch chinesische Milliardenkredite, Materialsubventionen und die massive Missachtung von Umwelt- und Sozialstandards", sagte Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „China verfolgt mit massivem Druck eine industriepolitische Strategie zulasten der USA und auch Europas. Den unfairen Praktiken muss nicht nur im Interesse der weltweiten Solarindustrie, sondern im Interesse der gesamten Wachstumsbranche der Umwelttechnologien Einhalt geboten werden.“

Eine Entscheidung zu dem Verfahren kündigt das US-Handelsministerium für das Jahr 2012 an.

Quelle: SolarWorld AG

München, 20. Juli 2011, Canadian Solar, eines der weltweit größten Solarunternehmen, ist ab sofort offizieller Sponsor der Baseball-Mannschaft New York Yankees. Die Mannschaft ist das erfolgreichste Team der US-Baseball-Liga. Durchschnittlich besuchen über drei Millionen Zuschauer pro Saison das weltberühmte Yankee-Stadion. Neben der großen Reichweite bei den Fans waren die weitreichenden Umweltschutzmaßnahmen und das starke Wachstum der Solarindustrie einer der Gründe für das Engagement: Die Solarindustrie wuchs in den USA im Jahr 2010 um 101 Prozent, die Zahl der Arbeitsplätze stieg um 93.000.

Stadium der New York Yankees

„Wir sind stolz, von nun an offizieller Sponsor der New York Yankees zu sein. Das Team und der Verein bilden dank ihrer Erfolge und ihrer Professionalität die weltweit populärste Sportmarke mit einer unglaublichen Fan-Gemeinde“, sagt Dr. Shawn Qu, CEO von Canadian Solar. „Auch wir sehen unsere Stärken in unseren Erfolgen und der Professionalität bei der Entwicklung immer leistungsfähigerer Solarmodule. Dieses Engagement passt und hilft uns bei der Steigerung unserer Bekanntheit. Wir erhalten mit unserer Unterstützung für die Yankees eine große Reichweite, mit der wir ein Stück amerikanischer Kultur mit unserer Botschaft für Erneuerbare Energien verbinden.“

Insbesondere das Umweltbewusstsein der New York Yankees beim Thema Nachhaltigkeit ist ein Punkt, der positiv bei der Auswahl des Sponsorships berücksichtigt wurde. Seit der Eröffnung des neu erbauten Yankee-Stadiums im Jahr 2009 legen die Verantwortlichen großen Wert auf Umweltschutz und Schonung von Ressourcen. So hat das „Yankees Sustainability Facility Program“ dazu beigetragen, den Energieverbrauch zu senken und den Gemeinschaftssinn stärker zu betonen. Im Zuge des Programms wird die gesamte Ausrüstung auf Effizienz und Energieeinsparung untersucht: Auf diese Weise konnte im Verlauf der Saison 2010 über Recycling, Abfall-Management und Kompostieren die Müllmenge um etwa 35 Prozent verringert werden. Sogar 34.000 Liter altes Frittierfett, das letztes Jahr im Stadion angefallen war, wurde zu über 25.000 Litern Bio-Diesel umgewandelt.

„Wir freuen uns sehr über unsere neue Partnerschaft mit Canadian Solar. Wir nehmen Umweltschutz ernst und hoffen, dass wir mit unserem neuen Sponsor noch mehr Aufmerksamkeit gegenüber Umweltfragen im Stadion erzielen können“, erklärt Michael J. Tusiani, Yankees Senior Vice President of Corporate Sales & Sponsorships.

Weltweite Sponsoring-Aktivitäten

Das Engagement bei der in Kurzform meist nur „Yankees“ genannten Mannschaft ist nicht das erste von Canadian Solar in den Vereinigten Staaten: Seit September 2010 ist der Modulhersteller Partner der San Francisco Giants, die ebenfalls in der Major League Baseball spielen – allerdings in der Western Division statt in der Eastern Division. Ähnlich wie die Yankees verfügen auch die „Giants“ über Maßnahmenpakete zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Darüber hinaus ist Canadian Solar auch in Europa als Sport-Sponsor aktiv: Das Unternehmen ist Sponsor-Partner der italienischen Basketball-Mannschaft Virtus Pallacanestro aus Bologna. In Deutschland unterstützt das Solarunternehmen den EHC München seit dessen Aufstieg in die erste Eishockey-Bundesliga. Erst im Mai 2011 wurde die Partnerschaft um ein weiteres Jahr verlängert. Zwischen Canadian Solar und dem deutschen Eishockey-Sport herrscht bereits seit 2009 eine enge Verbindung: Damals sponserte das kanadische Solarunternehmen unter anderem den italienischen Nationaltorwart Thomas „Tschomby“ Tragust, der damals für den ESV Kaufbeuren auflief.

Quelle: Canadian Solar