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Top-Thema

 

New York, 07. Dezember 2011, Der US-Milliardär Warren Buffet zieht in Erwägung, das noch nicht realisierte Solarprojekt von First Solar zu kaufen. Das Topaz-Solarprojekt mit 550 MW in Südkalifornien, soll das größte Photovoltaikkraftwerk der Welt werden. Mit dem Bau wurde bereits begonnen. Die Fertigstellung der Solaranlage soll Anfang 2015 sein.

First Solar

Käufer soll der Versorger MidAmerican Energy Holdings sein, ein Unternehmen, das von der Berkshire Hathaway und somit von Buffet kontrolliert wird. Angeblich will sich das Unternehmen laut Analysten, verstärkt im Bereich der Photovoltaik beteiligen.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

 

Bonn, 05. Dezember 2011, Illegale Subventionen schaden der amerikanischen Solarindustrie und verursachen eine Wettbewerbsverzerrung, so die Feststellung der US-Handelskommission am vergangenen Freitag in Washington D.C. Dabei geht es in erster Linie um chinesische Importe von Solarmodulen und Solarzellen. Das in dieser Angelegenheit federführende Unternehmen SolarWorld AG, zeigte sich über die einstimmige Entscheidung des sechsköpfigen Gremiums sehr erfreut. Diese Entscheidung soll nun den Weg für weitere Untersuchungen der Antidumpingklage gegen chinesische Solarhersteller freimachen.

SolarWorld AG

Diese war am 19. Oktober von SolarWorld Industries America Inc. mit Unterstützung von sechs US-amerikanischen Solarherstellern eingereicht worden, die sich zur Coalition for American Solar Manufacturing (CASM) zusammengeschlossen hatten. Über 150 weitere Solarunternehmen mit insgesamt mehr als 11 000 Beschäftigten sind dieser inzwischen beigetreten.

„Mit dieser Entscheidung macht die US-Handelskommission den Weg frei für eine detaillierte Offenlegung der chinesischen Handelspraktiken, die unserer Ansicht nach illegal sind und allein zur strategischen Sicherung von Marktanteilen im Westen dienen“, sagte Dr. Ing E.h. Frank Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Damit sei die Einführung von Strafzöllen und Ausgleichszahlungen auf chinesische Solarmodule und -zellen in den Vereinigten Staaten wahrscheinlicher geworden. Diese seien zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs im Sinne der Industrie und der Kunden notwendig. Die SolarWorld AG prüfe vor diesem Hintergrund auch eine Klage auf EU-Ebene, sagte Asbeck weiter.

In ihrer Petition hat CASM nicht nur die Subvention und massive finanzielle Unterstützung chinesischer Solarhersteller öffentlich gemacht, die nach den Richtlinien der Welthandelsorganisation nicht zulässig sind, sondern klagt damit auch gegen die Verletzung von Sozial- und Umweltstandards in der Produktion von Solarmodulen und -zellen in China. Nur so seien die Chinesen in der Lage, Ware langfristig zu Dumpingpreisen anzubieten. Die Kosten der Produktion konnten Hersteller in den USA seit vielen Jahren kontinuierlich senken, sehen sich aber nun durch Dumping aus China zum Teil in ihrer Existenz bedroht. SolarWorld-Chef Frank Asbeck hatte in diesem Zusammenhang von einem „Handelskrieg“ gesprochen.

Weitere Details zur Klage finden Sie unter: www.americansolarmanufacturing.org

Quelle: SolarWorld AG

Triefenstein, 28. November 2011, "Es würde keinen Sinn machen, wenn ein Hersteller  von Solarzellen seine Zellen branden würde" so oder ähnlich klang ein Kommentar -  soweit ich mich noch erinnern kann - eines Analysten beim 12. Forum Solarpraxis in  Berlin, beim Analysten- und Marktforschungs-Panel. Ob es nun keinen Sinn machen würde  oder kompletter Schwachsinn ist, schlussendlich meinte der Analyst letzteres. Nun  fragte ich mich aber, was daran so abwegig sein sollte?!

Mir fiel sofort "Intel inside" ein. Ein Computerprozessor den eigentlich niemand zu Gesicht bekommt, da er im Innern eines Computers verbaut ist. Intel ist heute weltbekannt. Warum? Ingredientbranding heißt das Zauberwort. Im Jahr 1989 begann Intel damit, seinen neuen Chip 80-386 zu bewerben, da der 286-Chip nicht so richtig angenommen wurde. Man entschied sich für eine Plakatkampagne. Diese zeigten nichts anderes, als die in rot durchgestrichene Zahl 286 und einen Hinweis auf den brandneuen Chip 386.

Die Presse griff die Aktion auf und die Kampagne wurde auf Grund ihres lokalen  Erfolges auf weitere Städte in den USA ausgedehnt. Der Erfolg war überwältigend.  Intel hatte sozusagen über Nacht ungewollt eine Marke erschaffen. Intel gelang es im  Anschluss, etliche Computer-Hersteller für eine gemeinsame Werbekampagne zu  gewinnen. Intel beteiligte sich an den Werbekosten und die Computer-Hersteller warben  damit, einen Intel-Prozessor verbaut zu haben. Heute kennt jeder auf der Welt den  Intel-Prozessor. Der Prozessor steht für Qualität und Power und entscheidet beim Bezug eines  Computers wesentlich mit (wenn auch heute nicht mehr so stark wie damals). Der  Prozessor wertet den Computer sozusagen zusätzlich auf.

Diese Strategie ließe sich eigentlich ganz einfach auf die Solarbranche übertragen. Anzumerken ist, dass diese Strategie nur funktioniert, wenn die Komponenten zusammenpassen und nicht alleine bezogen oder verwendet werden können. Perfekt für ein Solarmodul und die dazugehörigen Zellen. Eine Zweitmarke (in diesem Fall der Zellhersteller) könnte eine Marke (den Solarmodulhersteller) entscheidend aufwerten.

Verschiedene Meinungen zu Ingredientbranding

Zu Tisch, im Anschluss des Panels, sprach ich mit verschiedenen Leuten über dieses Thema.  50% meiner Gesprächspartner fanden diese Idee sehr gut, der andere Teil meinte nur,  das würde nichts bringen oder das hätte es schon einmal im Solarthermie-Bereich  gegeben. "Das würde nichts bringen" lasse ich nicht gelten, denn es ist für mich kein Argument. „Das es so etwas schon einmal gegeben hätte“ auch nicht, denn warum sollte man etwas, das damals nicht  funktionierte, in der heutigen Zeit nicht noch einmal versuchen? Vielleicht war es einfach der falsche Zeitpunkt.

Photovoltaik ist heute viel stärker in den Köpfen der Leute verankert als vor fünf Jahren. Die Technik wird bewusster wahrgenommen. Auch das Markenbewusstsein ist stärker als vor fünf Jahren. Heute kennen die Kunden mehr als zwei Solarmodulhersteller, mehr als vor fünf Jahren.

Warum sollte also ein Solarzellenhersteller nicht einfach eine Marke schaffen und sich mit Herstellern von Solarmodulen zusammenschließen? Das wäre doch eine klare Win-Win-Situation für alle Beteiligten und in der heutigen Zeit, in der der Absatz auf Grund der Marktlage sehr schwierig ist und immer schwieriger wird, für alle ein möglicher Absatzgarant (-beschleuniger)?

Im Moment sieht es doch so aus, dass Solarmodulhersteller (nicht alle) zwar eigene Solarmodule produzieren, aber je nach Beschaffung der Zellen in den Chargen unterschiedliche Hersteller von Solarzellen verbaut werden. Eine Kontrolle darüber, welcher Zellhersteller in welchem Modul verbaut wurde hat der Kunde also nicht. Transparenter würde es werden, wenn eben ein Hersteller von Solarmodulen eine Markenkooperation mit einem Zellhersteller eingehen würde.

Motech inside?

Motech ist einer der weltweit größten Zellhersteller und kommt aus Taiwan. Solarzellen von Motech sind hochwertig und langlebig, das ist bekannt. Motech-Zellen kommen in vielen namhaften Solarmodulen zum Einsatz. Wenn Motech nun eine Marke schaffen würde, nennen wir sie "Motech inside", und etliche Solarmodulhersteller diese verbauen und gleichzeitig nach außen hin kenntlich machen würden, so würde dies für eine hohe Qualität sprechen und sich positiv auf das ganze  Solarmodul niederschlagen. Eine klare Win-Win-Situation. Jetzt werden einige Solarmodulhersteller sagen, Motech sei bereits eine Marke. Motech mag richtigerweise bei Solarmodulherstellern eine Marke sein, dem zukünftigen Solaranlagenbetreiber ist diese „Marke“ aber völlig unbekannt. Und um diesen geht es letztendlich.

Was spricht also dagegen eine Marke mit einer Zweitmarke zu stärken? Nichts. Und  was soll daran Schwachsinn sein? Nichts. Nun, Solarzellen sieht man im Gegensatz zu Prozessoren, aber warum soll man daraus nicht eine Marke machen können? Natürlich lässt sich Ingredientbranding nicht nur bei Solarmodulen einsetzen.

Welche Auswirkungen hätte es eigentlich, wenn SMA auf einmal seine Wechselrichter mit Intel-Prozessoren bestücken würde? SMA - Intel inside…

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

 

Alzenau, 02. Dezember 2011, Das Solarunternehmen SCHOTT Solar AG stellt die Produktion von Solarzellen am Standort Alzenau ein. Die aktuelle Marktsituation in der Solarbranche zwingt das Unternehmen zu diesem Schritt. Ein anhaltend starker Preisdruck und massive Überkapazitäten sind der Grund für die Einstellung der Produktion.

SCHOTT Solar AG

Schon seit September lief nur noch eine von fünf Produktionslinien. Von den 420 Mitarbeitern sind über 230 betroffen. Das Management hat in einer Betriebsversammlung mitgeteilt, dass die Zellfertigung komplett eingestellt wird. In der Betriebsversammlung wurden auch eine Auffanggesellschaft und Abfindungen für die Mitarbeiter angesprochen.

Lagerbestandsräumung

Laut dem Unternehmen werde die Produktion noch so lange laufen, bis das auf Lager liegende Material verbraucht ist. Somit dürfte die endgültige Einstellung der Produktion im Februar 2012 sein. Nur eine von den noch bestehenden Produktionslinien wird am Standort Alzenau für Forschungszwecke verbleiben, die restlichen Linien werden zurückgebaut.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Berlin, 23. November 2011, In der letzten Woche wurde auf dem Dach des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) die millionste Solarstromanlage in Betrieb genommen und an das Stromnetz angeschlossen. Dieser Erfolg liegt darin begründet, dass unzählige Bürger, Kommunen und Unternehmen mit ihren Investitionen dazu beigetragen, Solarenergie zur Stromgewinnung zu nutzen.

„Bei der Initialzündung der Photovoltaik in Deutschland, dem Start des 1000-Dächer-Programms im Herbst 1990, hatte niemand damit gerechnet, dass wir schon im Jahr 2011 die Eine-Million-Grenze erreichen“, sagte Prof. Dr. Klaus Töpfer, der damals Bundesumweltminister war und heute als Exekutivdirektor das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam leitet. „Die Photovoltaik birgt ganz erhebliches Potenzial, auf das wir angesichts des weltweit wachsenden Energiebedarfs, der Herausforderungen des Klimawandels und dem Beschluss der ,Energiewende‘ nicht verzichten können.“
 
„Die Photovoltaik hat sich mit großer Dynamik zu einer tragenden Säule der Energieversorgung entwickelt“, sagte Günther Cramer, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Die Preise für Solarstrom-Anlagen konnten durch steigende Produktionszahlen und technischen Fortschritt erheblich reduziert werden. Bereits in naher Zukunft wird die Solarstrom-Erzeugung zu einer der günstigsten Energieformen überhaupt werden.“

Für 2011 erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft einen Ausbau der Photovoltaik-Leistung um rund 5 Gigawatt. Am Ende des Jahres könnten somit insgesamt 22 Gigawatt Leistung installiert sein. Aktuell decken die Solarstromanlagen in Deutschland rund 3 Prozent des Bruttostromverbrauchs ab. Das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von Thüringen. Bis zum Jahr 2020 wird der Solarstrom-Anteil auf mindestens 10 Prozent wachsen.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft