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Kolitzheim, 10. Juli 2012, Der EPC-Weltmarktführer BELECTRIC aus Kolitzheim hat im vergangenen Monat einen technologischen Quantensprung in der Solarkraftwerkstechnologie vollzogen, in dem es das weltweit erste Solarkraftwerk mit 1.500 Volt Betriebsweise an das Netz angeschlossen hat. Der Solarpark wurde in den letzten Monaten entwickelt und realisiert. Die Finanzierung des Solarprojekts wurde über die Deutsche Kreditbank AG durchgeführt.

BELECTRIC

Die 1.500V Wechselrichterstation wurde von der PADCON GmbH aus Kitzingen geliefert. Die flüssiggekühlten Outdoor-Zentralwechselrichter, die von Power Conversion stammen, arbeiten mit einer maximalen DC-Eingangsspannung von 1.500V und wurden gemeinsam von Power Conversion und PADCON in das System integriert.

Die Markteinführung der 1.500V Technologie durch BELECTRIC stellt die führende Position des Unternehmens erneut unter Beweis und untermauert die Technologieführerschaft im Solarkraftwerksbereich. Der von BELECTRIC neu entwickelte Kraftwerkstyp nutzt nun erstmals in der Geschichte der Photovoltaik die komplette Spannungsbandbreite der Niederspannungsrichtlinie aus, und definiert so den neuen Standard in der Solarkraftwerkstechnik. Die Realisierung der 1.500V Technologie war insbesondere hinsichtlich der Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften sehr anspruchsvoll. Sie bietet den Kunden zeitgleich die Solarkraftwerkstechnik der neuesten Generation bei signifikanter Kostenreduktion. Der Einsatz des 1.500V Betriebsmodus in Solarkraftwerken spart im Kabelsystem, wie auch im Bereich der Leistungselektronik, erhebliche Kosten ein.

Bernhard Beck, Geschäftsführer BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH: "Die Unternehmenskompetenz, Kosten der Solarstromerzeugung durch stetige Innovation zu senken, ist die Basis der langfristig orientierten Entwicklungsstrategie unseres Unternehmens."

Das Unternehmen stellt seinen Kunden mit der Integration des 1.500V Betriebsmodus sowie integrierter dynamischer Blindleistungsregelung (Blindleistung verständlich erklärt), Lösungen für eine nachhaltige und kostengünstige Stromerzeugung zur Verfügung. Diese können problemlos in die unterschiedlichsten Stromnetze weltweit integriert werden. Freiflächen-Solarkraftwerke sind damit schon heute in der Lage wie konventionelle Großkraftwerke rund um die Uhr Blindleistung bereitzustellen, und die Spannung zu stabilisieren. Sie unterstützen den notwendigen Transport von Energie und stellen folglich einen unverzichtbaren Baustein für die Systemstabilität, in einem durch regenerative Energieträger geprägten Netz, dar. Eine massive Kostenentlastung der Verbraucher ist, unter anderem durch eine Einsparung von Netzausbaukosten, mit dem Einsatz dieser Techniken schon heute möglich. Solarstrom wird folglich zur ökonomischen Alternative gegenüber der Ersatzinvestition in fossile Energieerzeugungsarten oder verbrauchsfernen Erzeugungsstandorten Erneuerbarer Energien.

Quelle: BELECTRIC

 

Bonn, 24. Mai 2012, Wie das Handelsblatt berichtet, reagiert der Solarkonzern SolarWorld AG auf die Krise in der Solarbranche mit Stellenabbau. Bis zu 10 Prozent der Beschäftigten sollen eingespart werden. Wie CEO Asbeck auf der Hauptversammlung des Unternehmens weiter mitteilt, soll es Kostensenkungen im Bereich der Logistik und in der Produktion geben. Dem Unternehmen macht der anhaltende Preiskampf auf dem Solarmarkt zu schaffen. Kostensenkungen durch Personalabbau scheinen da die ersten Mittel zu sein. Auch Leiharbeiter werden Opfer des Stellenabbaus, wie das Handelsblatt weiter berichtet. Über 3.300 Mitarbeiter sind in Lohn und Brot bei SolarWorld.

SolarWorld AG

Noch in diesem Jahr soll das operative Ergebnis schwarze Zahlen aufweisen. Wie Asbeck weiter sagt, soll es im nächsten Jahr wieder bergauf gehen, da er das Unternehmen gut aufgestellt sieht.

Überproduktion auch in China

Asbeck erwartet hinsichtlich des Preiskampfes im Bereich der Solarmodule keine bedingungslose Fortführung der staatlichen Hilfe für chinesische Solarhersteller. Mit Preisen unterhalb der Herstellungskosten (Dumpingpreise) wollen die Chinesen die Märkte erobern, so die Aussage des SolarWorld-Chefs. Aber auch diese Hersteller haben mit einer Überproduktion und einem starken Preisdruck zu kämpfen. Seiner Einschätzung nach wird die Regierung Chinas keine weiteren Gelder, bei den anhaltenden Verlusten, in die Unternehmen stecken.

Quelle: Handelsblatt

 

Berlin, 24. April 2012, Wie das Handelsblatt aktuell berichtet (Mittwochsausgabe), soll die EEG-Umlage im nächsten Jahr um bis zu 33 Prozent steigen. Das Handelsblatt beruft sich auf das Umfeld der Übertragungsnetzbetreiber. Aktuell liegt die Umlage bei 3,59 Cent je Kilowattstunde. Wie das Handelsblatt weiter mitteilt, müsse man sich auf eine Spanne zwischen 4,8 und 5,2 Cent/kWh einstellen. Sofern die Umlage nur auf 4,8 Cent/kWh steigen würde, wäre die ein Anstieg um 33 Prozent.

Die Übertragungsnetzbetreiber bestätigten die Zahlen gegenüber dem Handelsblatt nicht, da die Festlegung der Umlage erst im Oktober dieses Jahres ansteht. Laut dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz jedoch bestehe „erheblicher Druck“ die Umlage zu erhöhen, so das Handelsblatt weiter.

Als Gründe für die Erhöhung der EEG-Umlage werden die hohe Einspeisung von Windenergie, der hohe Photovoltaikzubau sowie das Marktprämienmodell genannt. Sofern die Umlage weiter ansteigt, wird dies die Bundesregierung weiter in Bedrängnis bringen. Das Handelsblatt verweist hier auf die Aussage der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im letzten Jahr noch sagte, das die EEG-Umlage 3,6 Cent/kWh nicht überschreiten würde. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Bundesumweltminister Röttgen erneut am noch nicht in Kraft getretenen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) erneut herumdoktert und die EEG-Novelle novelliert.

Quelle: Handelsblatt

Berlin, 11. Mai 212, Eine Mehrheit hat im Bundesrat die EEG-Novelle abgelehnt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Dies bestätigt Hans-Josef Fell (Bündnis 90/Die Grünen). Die Solarbranche kann nun auf Nachbesserungen im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) hoffen. Wie bekannt wurde, wird nun die Länderkammer das Gesetz überarbeiten. Details über den Verlauf der Verhandlung im Bundesrat sowie über einen Kompromiss des Verfahrens sind bisweilen nicht bekannt. Bis jedoch ein Kompromiss gefunden wird, können Monate ins Land ziehen. Die Entscheidung mag auf den ersten Blick positiv für die Solarbranche sein, jedoch bleibt die Zukunft in den nächsten Wochen weiter ungewiss. Solarunternehmen sei in der Zeit bis zu einem endgültigen Beschluss geraten, mit den "neuen" Verütungssätzen zu kalkulieren.

Im Ausschuss selber werden Vertreter aus Bundestag und Bundesrat über einen Kompromiss hinsichtlich des Gesetzes beraten. Der Kompromiss wird im Anschluss im Parlament und in der Länderkammer abgestimmt. Für Bundesumweltminister Norbert Röttgen ist das eine große Niederlage, stehen doch am 13. Mai die Wahlen in NRW an. Dort kandidiert Röttgen als CDU-Spitzenkandidat für das Amt zum Ministerpräsidenten.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

Berlin, 29. März 2012, Der Deutsche Bundestag hat heute wichtige Grundlagen für einen nachhaltigen Ausbau der Photovoltaik in Deutschland gelegt. Die beschlossene Anpassung der Vergütung für Solarstrom hat zum Ziel, den Ausbau der Photovoltaik auf einen ökologisch und ökonomisch vernünftigen Ausbaupfad von rd. 2.500 bis 3.500 Megawatt pro Jahr zu führen und zugleich die Marktintegration der Erneuerbaren Energien voranzubringen.

Dabei lassen wir uns von folgenden Grundsätzen leiten:

  • Die verminderten Vergütungssätze orientieren Sich an den enormen Preissenkungen bei den Anlagen.
  • Das EEG ist ein Instrument zur Markteinführung. Mit der Novelle setzen wir deshalb Anreize für Eigenverbrauch und Marktintegration.
  • Bei sinkenden Anlagenpreisen und damit sinkenden Kosten für die Stromerzeugung unterhalb der Strompreise eröffnet sich für Photovoltaik Schritt für Schritt eine marktgetriebene Perspektive außerhalb der staatlichen Förderung.
  • Dort liegt die Zukunft für eine wettbewerbsfähige deutsche Solarindustrie.

Bundesumweltminister Röttgen: "Wir wollen die Energiewende erfolgreich umsetzen. Das erfordert Rahmenbedingungen, mit denen wir die Zubaumenge der Photovoltaik im Sinne von Netzstabilität und Kostenbegrenzung sinnvoll steuern und gleichzeitig die erfolgreiche deutsche PV-Industrie in Deutschland und auf dem Weltmarkt weiter erhalten."

Wesentliche Neuregelungen:

Die Vergütung wird zum 1. April 2012 abgesenkt und damit an die massiv gesunkenen Anlagenpreise angepasst. Die Vergütung verringert sich

  • für kleine Dachanlagen von jetzt 24,43 auf 19,50 ct/kWh (bis 10 kW);
  • für größere Dachanlagen von derzeit 21,98 auf 16,50 ct/kWh und für Freiflächenanlagen von derzeit 17,94 auf 13,50 ct/kWh.

Damit ziehen wir die nach dem geltenden EEG zum 1. Juli 2012 vorgesehene Absenkung von 15% vor und senken darüber hinaus die Vergütung um rd. 1 - 3 ct/kWh zusätzlich maßvoll ab. Dies ist notwendig, um die bestehende Überförderung abzubauen. Seit Ende 2010 bis Anfang 2012 sind die Kosten für die PV-Systeme um mehr 30% gefallen.

Zugleich wird dem Vertrauensschutz umfassend Rechnung getragen:

  • Große Dachanlagen erhalten die Vergütung nach altem Recht, wenn vor dem 24. Februar 2012 ein Netzanschlussbegehren gestellt wurde und die Inbetriebnahme bis 30. Juni 2012 erfolgt.
  • Anlagen auf Freiflächen erhalten die Vergütung nach altem Recht, wenn ein Planungsverfahren vor dem 1. März 2012 begonnen wurde (z.B. Aufstellungsbeschluss bei B-Plan-Verfahren) und die Inbetriebnahme bis 30. Juni 2012 erfolgt.
  • Anlagen auf Konversionsflächen erhalten die Vergütung nach altem Recht, wenn sie bis zum 30. September 2012 in Betrieb genommen werden.
  • Das Inkrafttreten für kleine Dachanlagen zum 1. April ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglich ins Auge gefassten Termin 9. März.

Der bisherige atmende Deckel wird weiterentwickelt.

Die Degression der Einspeisevergütung wird von jährlichen auf monatliche Schritte umgestellt. Damit sollen Vorzieheffekte vermieden und der Ausbau verstetigt werden. Die Basisdegression beträgt 1% pro Monat und damit (abgezinst) 11,4% im Jahr. Die Höhe dieser Basisdegression entspricht derzeit dem technologischen Fortschritt und der erzielbaren Kostensenkung in der PV-Technologie. Die monatliche Degression erhöht sich, wenn der Zielkorridor überschritten wird und beträgt maximal 2,8% im Monat bzw. 29% im Jahr, wenn mehr als 7.500 Megawatt im Jahr installiert werden. Im Gegensatz zum bisherigen "atmenden Deckel", der selbst bei stagnierendem Ausbau eine Verringerung der Vergütungssätze vorsah, wird beim neuen „atmenden Deckel“ bei deutlicher Unterschreitung des Zielkorridors die Degression ausgesetzt bzw. die Vergütungssätze sogar erhöht.

Ein neues Marktintegrationsmodell wird eingeführt

Das EEG ist ein Markteinführungsinstrument und muss so gestaltet werden, dass die Technologien bei weiterer Kostensenkung aus der Förderung entlassen werden können. Bereits ab 2017 könnten erste Solaranlagen auch ohne Förderung auskommen. Dieser Übergang kann durch die Stärkung der Eigenverantwortung der Anlagenbetreiber erleichtert und beschleunigt werden. Zu diesem Zweck wird en Marktintegrationsmodell eingeführt. Kleinen Dachanlagen erhalten nur noch 80% des Stroms über das EEG vergütet, mittelgroße Anlagen 90%. Die restlichen 20 bzw. 10% der erzeugten Solarstrommenge können entweder selbst verbraucht und direkt vermarktet werden.

Für einen durchschnittlichen Haushalt ist ein Eigenverbrauchsanteil von 20% realistisch und lohnt sich bereits jetzt. Der Anlagenbetreiber spart die Kosten für den Haushaltsstrompreis in Höhe von 23 ct/kWh, das ist attraktiver als die EEG-Vergütung in Höhe von 19,5 ct/kWh.

Große Anlagen mit einer Leistung von mehr als 1 MW erhalten weiterhin 100% der eingespeisten Strommenge vergütet. Freiflächenanlagen bis 10 MW werden ebenfalls zu 100% vergütet. Das Marktintegrationsmodell wird damit auf Anlagen beschränkt, für ein Eigenverbrauch oder eine Direktvermarktung sinnvoll möglich sind.

Die Speicherförderung wird intensiviert

Die Bundesregierung wird ihre Aktivitäten im Bereich der Erforschung von Speichertechnologien intensiveren und Vorschläge für Programme zur Speicherförderung erarbeiten. Damit werden technische Innovationen im Bereich der dezentralen Erzeugung und von Smart Grids gestärkt.

Mit den beschlossenen Maßnahmen wird die Kosteneffizienz des EEG gestärkt und ein ökologisch und ökonomisch vernünftiger Ausbaupfad bis 2020 in Höhe von 52 Gigawatt installierter PV-Leistung realistisch. Das bedeutet für die Solarenergie im Jahre 2020 einen Anteil von rd. 8% am deutschen Strommix.

Quelle: BMU