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Kommt die Solare Baupflicht?

Immer mehr Bundesländer und Kommunen setzen auf die solare Baupflicht. Mit der sogenannten Solar- oder Photovoltaikpflicht werden Eigentümer von Neu- und Bestandsbauten per Gesetz zum Einbau von solarthermischen oder Photovoltaik-Anlagen verpflichtet. Sie gilt für alle Neubauten sowie für den Bestand im Falle einer grundlegenden Dachsanierung.

Die erste Stadt in Deutschland, die 2006 die Solaranlagenpflicht für Neubauten einführte, war die Stadt Waiblingen in Baden-Württemberg.

Als erster deutscher Stadtstaat hat Hamburg die Pflicht zur Installation von Solaranlagen gesetzlich vorgeschrieben. Sie gilt für Neubaudächer ab dem Jahr 2023. Für Bestandsgebäude, bei denen das Dach erneuert wird, greift die Pflicht ab dem Jahr 2025.

Im Juni letzten Jahres hatte die Bremer Bürgerschaft beschlossen, dass in Bremen und in Bremerhaven bis 2030 auf allen Neubaudächern und bei großen Dachsanierungen Solaranlagen verpflichtend zu installieren sind.

Auch in Bayern soll ab 2022 die solare Baupflicht gelten. Ab 2021 für gewerbliche Neubauten und ab 2022 auch für private Neubauten.

Jetzt soll die Bundeshauptstadt Berlin folgen. Für das Inkrafttreten des Solargesetzes fehlt nur noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses. Die Solarpflicht könnte ab dem 01.01.2023 in Kraft treten. Erklärtes Ziel ist es, dass bis spätestens 2050 ein Viertel des Berliner Strombedarfs aus Solarenergie gedeckt werden soll.

In Schleswig-Holstein liegt ein Entwurf zur Änderung des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes vor, der den Ausbau von Photovoltaikanlagen forcieren soll. Gepalnt ist, dass das neue Gesetz noch vor der Landtagswahl 2022 wirksam wird.

Im Einzelfall gibt es aber auch Ausnahmen, die Hauseigentümer oder Bauherren von der Solarpflicht entbinden. Wenn zum Beispiel die Dachfläche nach Norden ausgerichtet ist oder das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Es muss auch keine Solaranlage gebaut werden, wenn die Anlage ein Sicherheitsproblem darstellt oder die Errichtung technisch nicht wirtschaftlich oder nicht möglich ist, weil zum Beispiel der Dachstuhl das Gewicht einer Photovoltaikanlage nicht trägt. Auch ein Haus, dessen Dachfläche bereits von einer Solarthermie-Anlage belegt ist, kann von der Solarpflicht befreit werden. Die Abweichungen müssen aber von einem Solar-Experten nachgewiesen und bestätigt werden.

Auch andere Bundesländer liebäugeln mit dem der Solarpflicht, denn die Zeit drängt, zumal die EU die Klimaschutzziele verschärft hat. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 55% reduziert werden. Der notwendige Zubau von Photovoltaikanlagen wird in der Zeit von 2021 bis 2030 gemäß einer Studie vom Fraunhofer-Institut auf 10,5 bis 14,8 Gigawatt pro Jahr geschätzt. Das ist deutlich mehr, als in Deutschland derzeit gebaut wird. Im Jahr 2020 waren es „nur“ 5 Gigawatt.

Vor dem Hintergrund der globalen Erderwärmung wäre es wünschenswert, die klimaneutrale Solarstromentwicklung so schnell wie möglich weiter voran zu bringen.

Um den Anreiz für den Bau von Photovoltaikanlagen zu unterstützen, fördert das Umweltministerium von Baden-Württemberg „Netzdienliche Batteriespeicher“ in Verbindung mit einer neu installierten Solaranlage in diesem und im kommenden Jahr 2022 mit insgesamt zehn Millionen Euro. Förderanträge können ab dem 01. April 2021 bei der Landeskreditbank gestellt werden.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Heimspeicher bis zu 30 kWp und für Gewerbespeicher mit mehr als 30 kWp-Leistung. Das Speichersystem muss in Verbindung mit der Photovoltaikanlage in Baden-Württemberg errichtet und mindestens 5 Jahre zweckgebunden betrieben werden. Die Zuwendung beantragen können natürliche Personen und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie landwirtschaftliche Betriebe.

Wie gestaltet sich die Förderung?

Stationär betriebene Batteriespeicher bis 30 kWp werden mit 200 Euro je Kilowattstunde gefördert. Des Weiteren werden Speicher mit mehr als 30 kWp mit 300 Euro je Kilowattstunde gefördert. Die Förderung wird jedoch auf 30 % der Nettoinvestitionskosten des einzelnen Speichers begrenzt.

Auch netzdienliche Ladestationen für Elektromobile werden unterstützt

Für die Installation einer netzdienlichen Ladestation für Elektrofahrzeuge wird ein einmaliger Bonus in Höhe von 500 Euro gewährt. Außerdem werden Solaranlagen über 100 kWp installierter Leistung mit einem einmaligen Beitrag von 2.500 Euro unterstützt. Die Boni werden über die maximale Förderhöhe hinaus gewährt.

Weitere Informationen zu den Förderbedingungen, technischen Anforderungen und der Antragstellung finden Sie auf: https://bit.ly/3062vGE und www.l-bank.de/pv-speicher

Leistungsstarke Photovoltaikversicherungen inklusive Batteriespeicher-Absicherung können Sie auf www.rosa-photovoltaik.de bereits ab 58 Euro einfach und bequem online beantragen.

Im September kam es in der Ortschaft Grub am Forst im Landkreis Coburg am frühen Abend zu einem Wohnhausbrand. Dabei wurde zwei Personen verletzt.

Gegen 17:30 Uhr des 04. September 2020 meldete eine Zeugin der Freiwilligen Feuerwehr einen Brand in einem Technikraum im Keller eines Einfamilienhauses. Den Einsatzkräften der schnell eintreffenden Feuerwehr aus Grub am Forst und den umliegenden Ortschaften gelang es schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Alles sieht nach einem Routineeinsatz aus.

Doch während der Löscharbeiten kam es zu einer unerwarteten und gefürchteten Rauchgasdurchzündung mit anschließender Explosion. Durch die Verbrennung hat sich ein Gasgemisch gebildet, das explodiert ist. Die Druckwelle der Explosion war so heftig, dass eine Kellertür und auch noch ein Dachfenster aus der Verankerung gerissen wurden.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr blieben glücklicherweise unverletzt, weil sie sich zum Zeitpunkt der Explosion in einem anderen Raum befunden haben. Zwei Hausbewohner, die versucht hatten, das Feuer zu löschen, mussten mit leichten Rauchgasvergiftungen im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz.

Die Brandermittler der Kriminalpolizei gehen davon aus, dass ein technischer Defekt an der Speicherbatterie der Photovoltaikanlage für den Brand verantwortlich gewesen ist. Der Brandschaden liegt im hohen fünfstelligen Bereich.

Das Beispiel aus Grub am Forst zeigt, wie wichtig eine Photovoltaikanlagen-Versicherung ist. Solarspeicher sind in den Deckungskonzepten von rosa-photovoltaik.de mitversichert. Bestmöglichen Versicherungsschutz für Ihre Photovoltaikanlage erhalten Sie bereits ab 75 Euro netto im Jahr. Nähere Informationen und Tarifrechner finden Sie auf:

www.rosa-photovoltaik.de

Im Juni dieses Jahres wurde in der Bremer Bürgerschaft beschlossen, dass die Installation von Solaranlagen auf Neubauten und auf Bestandsgebäuden, sofern das Dach umfassend saniert wird, Pflicht wird. Einzige Ausnahme: Die PV-Anlage kann bedingt durch eine zu starke Verschattung der Dachfläche nicht wirtschaftlich betrieben werden.

Mit dieser Maßnahme soll die nachhaltige und saubere Energieproduktion in der Region gefördert und Ressourcen geschont werden. Niedrige Anschaffungskosten sorgen zudem für eine schnellere Amortisationszeit.

https://www.zdf.de/nachrichten/video/panorama-bremen-solar-city-100.html

Wo finden Sie unabhängige und qualifizierte Beratungsstellen?

Wer sich als Privathausbesitzer bisher noch nicht über die Anschaffung, Förderung und den Betrieb einer Solaranlage informiert hat, hat sicherlich viele drängende Fragen: Privatperson und Unternehmen können sich in Bremen an die nachfolgenden Servicestellen wenden und individuell beraten lassen:

  1. Solar im Land Bremen. Info: www.solar-in-bremen.de
  2. Die Verbraucherzentrale Bremen. Info: https://bit.ly/2VQw4JX
  3. Verbraucherzentrale Energieberatung. Info: https://bit.ly/3lQ6sHW
  4. Beratung für Unternehmen über energievisite:solar. Info: https://bit.ly/3lRP1GM
  5. Kostenlose Solarchecks für Unternehmen durch den BUND Landesverband Bremen vor Ort. Info: https://bit.ly/2IlBRUK

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz der Solaranlage aus?

Als Spezialmakler für Photovoltaik-Versicherungen finden Sie auf rosa-photovoltaik.de in der Rubrik „Wissen & Service“ Fragen und Antworten zum Thema Photovoltaikversicherungen für privat und Gewerbebetriebe.

Wer darüber hinaus spezielle Fragen hat, kann uns gerne anrufen. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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Chinas größter Solarpark geht ans Netz
China ist der weltweit größte Verursacher energiebedingter CO2-Emissionen. Höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Staatspräsident Xi Jinping kündigte in einer virtuellen Rede vor den Vereinten Nationen an, dass die Volksrepublik bis zum Jahr 2060 klimaneutral sein werde. Bis dahin soll die Energieversorgung von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdöl auf umweltfreundliche Energiequellen umgestellt werden.
 
Die aktuelle Nachricht geht bereits in die Richtung. In der ostchinesischen Provinz Qinghai ist jetzt Chinas größtes Solarkraftwerk ans Netz gegangen.
 
Im November 2019 wurde mit dem Bau eines 2,2 Gigawatt großen Solarparks begonnen. Das Kraftwerk wurde inklusive eines 202,8 MW großen Energiespeichers nach nur elfmonatiger Bauzeit fertiggestellt. Die Gesamtinvestition betrug 1,9 Milliarden Euro.
 
Um den erzeugten Strom auch in dichter besiedelte Provinzen des Lands zu transportieren, wurden Stromtrassen von über 1500 Kilometern Länge sowie zwei Umrichterstationen gebaut. Für das knapp 500 Kilometer lange Trassenteilstück zwischen den Provinzen Quinhai und Gansu haben 500 Arbeiter circa 800 Eisentürme errichtet.
 
Der gewonnene Strom wird für circa 4 Cent pro Kilowattstunde in das lokale Netz eingespeist. Der neue Solarpark in Qinhai löst den bisher größten Solarpark Chinas in der Provinz Ningxia mit 1,547 Gigawatt ab.