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Politik

Der grüne Vordenker und Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell hat zum Abschluss seiner Wahlkampftour quer durch Bayern mit seinem Solarmobil im Kolitzheimer Photovoltaik Zentrum Station gemacht. Der anerkannte Energieexperte strich dabei heraus, wie wichtig es sei, die Umstellung auf erneuerbare Energien mit Nachdruck voranzutreiben. Auch und vor allem, weil in diesem Bereich noch sehr viele Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Kolitzheim ist ein Musterbeispiel. Im dortigen Photovoltaik Zentrum ist die Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Inzwischen arbeiten mehr als 350 Menschen aus der Region für die Firmen Beck Energy, Blitzstrom und S&F Umwelttechnik. „Sie sind der lebende Beweis, dass wir mit unserer grünen Einschätzung richtig liegen“, erklärte Hans-Josef Fell am Dienstag bei einem Besuch im Photovoltaik Zentrum.

Dort wird seit 2002 konsequent auf die Karte Solarkraft gesetzt. Wie Bernhard Beck, Geschäftsführer von Beck Energy, dem energiepolitischen Sprecher der Grünen erläuterte, seien alle drei Unternehmen Pioniere auf dem Gebiet der Sonnenenergie. Die Blitzstrom GmbH tritt dabei vor allem als Großhändler auf, der seine Waren an das installierende Handwerk und an Systemintegratoren liefert.

Beck Energy kümmert sich um die Realisierung von Freiflächen-Solarkraftwerken. In den letzten Jahren wurden international mehr als 50 Solarkraftwerke errichtet. Das Hauptaugenmerk der S&F Umwelttechnik GmbH liegt auf der schlüsselfertigen Installation von Photovoltaik-Dachanlagen für private, gewerbliche und kommunale Kunden.

„Wir wollen in den nächsten Jahren weiter daran arbeiten, möglichst viele Haushalte mit Strom direkt aus der Sonne zu versorgen“, machte Bernhard Beck klar. Dabei gehe es auch darum, die erneuerbare Energie möglichst günstig werden zu lassen, damit sie für die breite Masse eine echte Alternative zum Strom aus herkömmlichen Quellen darstellt.

Der Geschäftsführer von Beck Energy ist fest überzeugt davon, dass die Solarenergie eine der großen Zukunftsbranchen ist - auch in Sachen Arbeitsplätze.  „Wir bieten unseren Mitarbeitern schon jetzt sichere Jobs und sind gerade erst am Anfang des Ausbaus der regenerativen Energien“, erklärte er.

Vom Weg, den man in Kolitzheim geht, könne die ganze Gesellschaft profitieren. Die Wertschöpfung bleibt – im Gegensatz zu importierten Energiequellen – wie Gas und Öl – weitgehend im Land. Das führt langfristig zu sinkenden Arbeitslosenzahlen und mehr Wohlstand. „Wenn auf die Sonne gesetzt wird, kann man energiepolitisch viel unabhängiger agieren“, machte Bernhard Beck klar.

Bei konsequenter Umsetzung durch die Politik hält Hans-Josef Fell in den nächsten Jahren 400.000 neue Jobs in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz für möglich. Die Mehr-als-Verdopplung der aktuell 300.000 Stellen in der Branche sei keine Utopie, sondern die logische Folge einer immer höheren Wertigkeit von erneuerbaren Energien.

Allerdings dürfe die Politik nicht die Hände in den Schoß legen, sondern müsse weiterhin Anreize sowohl für die Verbraucher als auch für die Unternehmen schaffen. Die „Große Koalition“ habe sich dabei in den letzten Jahren nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Die hervorragende Position in den Zukunftsmärkten, so der Bundestagsabgeordnete, sei leichtfertig aufs Spiel gesetzt worden. Zum Beispiel durch die Besteuerung für heimische reine Biokraftstoffe.

„Dadurch wurde der deutsche Markt für Biokraftstoffe aktiv zerstört, der Import von Öl gesteigert und zahlreiche mittelständische Unternehmen in den Konkurs getrieben“, ärgert sich Hans-Josef Fell. Einen großen Wurf, wie ein funktionierendes Gesetz für Wärme oder Mobilität mit Erneuerbaren Energien, hätten CDU, CSU und SPD bis heute nicht zustande gebracht.

Dabei schlummern gerade im Bereich Mobilität noch enorme Möglichkeiten. „Erdöl und Erdgas sind endlich, gehen zur Neige und werden zwingend immer teurer“, machte der Abgeordnete klar. Für die Zukunft müsse man verstärkt auf Solarenergie in Verbindung mit Elektroautos setzen. Ein Bereich, der in Deutschland lange verschlafen wurde. „Wir hinken der Entwicklung in Fernost hinterher“, berichtete der Abgeordnete.

Von dort werden schon bald günstige Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb auf den Markt kommen, die bei immer höheren Benzinpreisen bei den Kunden schnell zur Alternative werden. „Ich fürchte um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie“, erklärte Hans-Josef Fell und lag damit auf einer Wellenlänge mit Bernhard Beck.

Auch der Geschäftsführer von Beck Energy macht sich Gedanken in Richtung Elektroautos. Allein mit der am Standort Kolitzheim installierten Solarleistung von 2.361 kWp wird so viel Strom produziert, dass damit 1038 Fahrzeuge betrieben werden können – und das mit einer jährlichen Kilometerleistung von 20.000 Kilometer pro Fahrzeug!

Aktuell führte Bernhard Beck aber erst einmal vor, dass die Idee eines mit Strom betriebenen Fahrzeugs keinesfalls eine neue ist. Bereits im letzten Jahrhundert wurden die ersten Elektroautos gebaut. Dass sie immer noch funktionstüchtig sind, durfte Hans-Josef Fell bei einer ganz besonderen Spritztour erleben.

Der Bundestagsabgeordnete, seit Jahren überzeugter Fahrer eines Elektroleichtmobils, durfte am Dienstag in Kolitzheim eines der ältesten Elektroautos der Welt (Baujahr 1933) über das Firmengelände lenken. Gewissermaßen ein Zusammentreffen von Vergangenheit und Gegenwart und ein Wink für die Zukunft, in der Autos, die mit Strom fahren Standard werden könnten.

Quelle: Photovoltaik-Zentrum Kolitzheim

CDU und FDP wollen der Linken-Partei weiß machen, dass ohne eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland die Lichter ausgehen. Das ist sowohl verantwortungslos als auch falsch. Das wurde durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Deshalb wird die Bundestagswahl auch zu einer Abstimmung über die Zukunft der Kernenergie in Deutschland.

Angesichts der ungeklärten Endlagerfrage über eine Verlängerung von Laufzeiten zu reden, heißt die Augen vor den Risiken zu verschließen. Mit dem atomaren Müll hinterlassen wir den nachfolgenden Generationen eine gefährliche Hypothek.

Bürgerschaftliches Engagement gegen diese verantwortungslose Politik ist daher dringender denn je. Deshalb begrüße DIE Linke die Aktionen des Anti-Atom-Trecks ebenso wie die Demonstration am 5. September in Berlin, an der sich DIE LINKE selbstverständlich beteiligen wird. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Atom- und Kohlekraftwerke blockieren den Weg dahin.

Quelle: Die Linke

Das Bundesumweltministerium trägt Eulen nach Athen: Das Gutachten zu einer deutschen Netz AG ist völlig überflüssig. Wer wollte, konnte bereits seit über 18 Monaten erkennen, dass eine Zusammenführung der vier Übertragungsnetze in einer Netzgesellschaft große technische, organisatorische und finanzielle Vorteile birgt. Die FDP hat daher bereits im Februar 2008 einen entsprechenden Antrag eingebracht, den die schwarz-rote Koalition abgelehnt hat.

Nun ist nicht nur wichtige Zeit für den dringend erforderlichen Netzausbau verloren, sondern auch Geld verschenkt worden, weil sich die Bundesregierung in eine passive Zuschauerrolle zurückzog. Inzwischen stehen die großen Energieversorger in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf ihrer Netze.

Die Bundesregierung versäumt die Chance, die vier Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber in einer deutschen Netz AG zu verschmelzen und so die Kosten für Regelenergiebeschaffung um bis zu einer Milliarde Euro jährlich zu senken. Eine Beteiligung des Staates ist dabei völlig überflüssig, wenn die Netzgesellschaft als unabhängiger Netzbetreiber organisiert wird, der keinen direkten Einfluss der vier großen Energieversorger zulässt.

Die FDP hat dazu detaillierte Vorschläge gemacht. Der Ruf nach einer Beteiligung des Bundes von 25,1 Prozent zeigt nur, wie sehr die schwarz-rote Koalition bereits einem gefährlichen Staatsinterventionismus anhängt, der am Ende nur den Bürgern neue Kosten aufbürdet. Viel wichtiger als dieses Gutachten ist die Frage, wo eigentlich bei dem Thema Netze die Stimme von Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg (CSU) zu vernehmen ist.

Quelle: FDP

„Die Schalter in den Köpfen müssen umgelegt werden“, so Hans Josef Fell am 19. August 2009 in Erfurt. Die Ikone des Erneuerbaren Gesetzes nahm letzte Woche im Rahmen seiner Kampagne „100% Erneuerbare Energie!“ gemeinsam mit Eckard Tröger, Vorstand "Energie in Bürgerhand" Genossenschaft i.G., Michael Lengersdorff von der juwi Holding AG und Roberto Kobelt, Energiepolitischer Sprecher der Thüringer Bündnisgrünen, an einer Diskussionsrunde der Grünen in Erfurt teil.

„Die Politik müsse jetzt umdenken, wenn Deutschland die Führungsposition in punkto Energietechnik auf dem Weltmarkt behalten wolle,“ forderte Fell. Weiterhin zeigte der grüne Energiefachmann auf, dass bei Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen das Ziel einer 100%igen Energieversorgung aus Bio-, Solar-, Erd-, Wasser und Windenergie keine Utopie ist.

Der prognostiziert Wert der prozentualen Nutzung Erneuebarer Energien für 2015 wurden schon heute bei weitem übertroffen. „Die Berechnung sollte eben nicht den konservativen Energieriesen überlassen werden“, meint Fell. Er hob anerkennend hervor, dass Thüringen als einziges CDU-regiertes Bundesland dem Erneuerbaren Energie Gesetz im Bundesrat zugestimmt hatte. Daher hat Thüringen eine sehr gute Energiebilanz. Das Bundesland setzt momentan vor allem auf einen Mix aus Solar- und Bioenergie.

Es muss jedoch gezielt auf einen Mix aller Erneuerbaren gesetzt und zusätzlich die Verhinderungspolitik für Windenergie aufgebrochen werden, betont Michael Lengersdorff, Leiter der juwi-Kampagne „100%ig Erneuerbar“ während der Diskussionsrunde nachdrücklich. Nur so kann der Klimawandel und die von Klimaexperten für 2050 vorhergesagte Verdopplung der Hitzetage im Sommer sowie Überschwemmungen und Dauerregen im Winter gestoppt werden.

Für Interviewanfragen zur deutschlandweiten Kampagne „100% Erneuerbare Energie!“ steht Ihnen Hans-Josef Fell gerne zur Verfügung.

Quelle: MdB Hans-Josef Fell

Die Zusammenführung der vier Übertragungsnetze in eine bundesweite Netzgesellschaft ist volkswirtschaftlich und aus Gründen des Klimaschutzes zu befürworten. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das das Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hat. Die Gutachter belegen, dass die Gründung einer deutschen Netzgesellschaft das Ziel erreichen kann, eine effiziente, bundesweit einheitliche Netzstruktur zu schaffen.

„Für die Integration von Strom aus erneuerbaren Energien und aus effizienten, neuen Kraftwerken brauchen wir eine moderne und starke Infrastruktur. Es bestehen Zweifel, ob die Unternehmen genug in die Modernisierung und den Ausbau der Netze investieren. Der Staat muss sich mit 25, 1 Prozent beteiligen, damit er die Entscheidung über notwendige Investitionen in die Netze beeinflussen kann“, erklärte dazu der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig.

Das deutsche Stromübertragungsnetz gehört den vier großen Stromerzeugungsunternehmen. Jedes Unternehmen betreibt sein eigenes Netzgeschäft, allerdings wollen einige Netzbetreiber ihr Netz verkaufen. Durch die Zusammenführung der Übertragungsnetze in eine bundesweite Netzgesellschaft können überflüssige Kosten in erheblicher Höhe, die beim getrennten Netzbetrieb anfallen, vermieden werden.

Die Gutachter sprechen sich für die Gründung einer deutschen Netzgesellschaft als Aktiengesellschaft mit einer Beteiligung des Bundes von 25, 1 Prozent aus. Zusammen mit einer entsprechend ausgestalteten Satzung könne der Einfluss des Staates auf wesentliche Maßnahmen gewährleistet werden. Die Gutachter identifizieren Hemmnisse im Energiewirtschaftsrecht, die Investitionen in den Netzausbau und in eine Netzgesellschaft entgegenstehen und schlagen Änderungen vor. Machnig: „Der Staat muss zukünftig als Miteigentümer dafür sorgen, dass bedarfsgerechte und moderne Stromnetze aufgebaut werden. Denn eine leistungsfähige Energieinfrastruktur ist die Lebensader des Wirtschaftsstandorts Deutschland.“

Download: Gutachten über die freiwillige Übertragung der Energieübertragungsnetze, die Errichtung einer bundesweiten Netzgesellschaft und die regulatorischen Rahmenbedingungen

Quelle: BMU