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Politik

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler und der Europaabgeordnete Wolfgang Kreissl-Dörfler besuchten am 10. September mit Georg Sterner, dem Finanzvorstand der Solea AG, den Solarpark in Neukirchen-Teisdendorf.

Herr Sterner führte beide Abgeordnete durch das mehr als 16 Hektar umfassende Areal einer ehemaligen Bunkeranlage der Bundeswehr im Landkreis Berchtesgadener Land und stellte das zum Solea Konzern gehörende Solarkraftwerk vor. Mit Hilfe der 22.515 monokristallinen Module auf starrer und nachgeführter Aufständerung produziert der 4-MW-Park elektrische Energie für umgerechnet rund 1.100 Vier-Personen-Haushalte und vermeidet mit der umweltschonenden Energieproduktion pro Jahr mehr als 4.300 Tonnen Kohlendioxid.

Dr. Bärbel Kofler und Wolfgang Kreissl-Dörfler zeigten sich von der Anlage begeistert und lobten das ökologische Engagement und die Leistung der Solea AG für die bayerische Region. „Ein solches Projekt in unserer Region zu haben ist ein deutliches Zeichen für die Investition in erneuerbare Energien. Der Platz auf einem ehemaligen Munitionslager ist optimal gewählt und findet somit eine sinnvolle Bestimmung“ würdigte Bärbel Kofler das Projekt.

Die 1967 in Freilassing geborene Sprachwissenschaftlerin ist seit 2004 Mitglied des Deutschen Bundestages und gehört seit 2007 dem erweiterten Fraktionsvorstand der SPD-Bundestagsfraktion an. Die Politikerin fungiert als entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Landesgruppe und nimmt in verschiedenen Vereinen und Kommissionen ehrenamtliche Funktionen wahr.

Herr Wolfgang Kreissl-Dörfler, Jahrgang 1950, ist Landwirt und Sozialpädagoge und seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments. Er engagiert sich in der Kinder- und Jugendarbeit sowie der pädagogischen Betreuung von Behinderten. Beide Abgeordnete setzen sich für den weiteren Ausbau der regenerativen Energieträger ein.

Quelle: Solea AG

Das Bundesumweltministerium hat heute auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main die Förderung eines Elektroantriebs mit Reichweiten-Verlängerer für Elektroautos bekannt gegeben. Damit will die Daimler AG den Einsatz von elektrisch betriebenen Autos attraktiver machen.

Wer längere Wegstrecken zurücklegt, für den kommt der Reichweiten-Verlän­gerer in Form eines kleinen Verbrennungsmotors in Frage, der bei Bedarf zugeschaltet wird. Das Konzept kombiniert den Vorteil des lokal emissionsfreien Fahrens beim Elektroantrieb mit dem Komfort einer großen Reichweite.

Elektroautos sind umweltfreundlich, effizient und unabhängig von Erdölimporten. Als ein Hindernis für ihre Akzeptanz wird vielfach die gegenüber konventionellen Fahrzeugen geringere Reichweite angesehen. Das betrifft jedoch nur die langen Wegstrecken: In den meisten Tagen des Jahres fährt ein durchschnittlicher Nutzer deutlich weniger als 100 Kilometer. Dafür reicht ein reines Elektrofahrzeug aus.

Das Bundesumweltministerium stellt Mittel aus dem Konjunkturpaket II bereit und fördert damit die Entwicklung eines Reichweiten-Verlängerers der zweiten Generation, der besonders kompakt und effizient ist und auch im nicht-elektrischen Betrieb die klimaschädlichen CO2-Emissionen minimiert. Anders als bei üblichen Plug-in-Hybridfahrzeugen ist dabei der Elektromotor der Hauptantrieb des Fahrzeugs. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 7,85 Millionen Euro läuft bis Ende 2011.

Quelle: BMU

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den heute vorgestellten Plan von VW und Lichtblick begrüßt, in den nächsten zehn Jahren 100.000 hocheffiziente Blockheizkraftwerke zu bauen.

Gabriel: „Unflexible und gefährliche Atomkraftwerke sind von gestern. Die Zukunft liegt in der Kombination aus Erneuerbaren Energien und flexiblen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Damit kann jeder ohne großen Aufwand zu Hause Strom und Heizwärme erzeugen. Das schont das Klima und den Geldbeutel der Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Die geplanten 100.000 Blockheizkraftwerke haben zusammen eine Leistung von 2.000 Megawatt – das entspricht zwei großen Atomkraftwerken. Durch die intelligente Vernetzung der Anlagen entsteht ein virtuelles Kraftwerk, das flexibel zum Windstrom-Angebot gesteuert werden kann.

VW will die Kraftwerke im Motorenwerk Salzgitter fertigen lassen. Durch die Kooperation mit Lichtblick werden dort Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. „Hier zeigt sich einmal mehr, wie durch Investitionen in den Klimaschutz neue Arbeitsplätze entstehen“, so Gabriel.

Quelle: BMU

Anlässlich der Initiative von LichtBlick in Zusammenarbeit mit VW im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung erklärt der Koordinator in Energiefragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer MdB:

Die unionsgeführte Bundesregierung hat die Rahmenbedingungen in den Bereichen der Kraft-Wärme-Kopplung und der intelligenten Zähler („Smart Metering“) neu ausgestaltet. Es ist ausgesprochen begrüßenswert, dass diese jetzt in konkreten Projekten Anwendung finden. Dies zeigt, dass die Bemühungen der Bundesregierung erste Früchte tragen.

Mit der Ankündigung von LichtBlick und VW besteht die Chance für einen flächendeckenden Einstieg in intelligente Netze („Smart Grids“), wodurch eine verbesserte System- und Netztintegration von erneuerbaren Energien ermöglicht wird. Das stärkt den Wettbewerb im Energiemarkt enorm, wovon der Stromverbraucher profitiert. Die dezentrale Erzeugung erhöht zudem die Versorgungssicherheit und der notwendige aber teurere und schwierige Netzausbau kann in Teilen vermieden werden.

Durch die Entwicklung und den Bau sogenannter ZuhauseKraftwerke (Blockheizkraftwerke für Gebäude) wird die regenerative Erzeugung flexibel und damit optimal ergänzt. LichtBlick und VW wollen in den nächsten Jahren 100.000 ZuhauseKraftwerke installieren und so zwei Großkraftwerke ersetzen.

Quelle: CDU/CSU

Sechs ehrenamtliche Aktivisten beginnen heute in Konstanz ihre dreimonatige Wanderung nach Kopenhagen zur UN-Klimakonferenz. Die 2.000 Kilometer lange Route führt auch durch die Schweiz und Österreich. Mitte November wollen die Umweltschützer einen Zwischenstopp in Berlin einlegen, um dort Abgeordnete aller Fraktionen zu treffen. Die Aktivisten fordern mit ihrer Aktion Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich persönlich für den Klima- und Urwaldschutz einzusetzen und zum UN-Gipfel nach Kopenhagen zu reisen.

"Wir wollen mit unserem Lauf die Menschen wachrütteln", sagt Achim Gresser, Sprecher der Aktivisten. "Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen wird über die Zukunft unserer Erde entschieden und trotzdem kommen die politischen Verhandlungen nicht vom Fleck. Kanzlerin Merkel muss endlich Geld für den Klimaschutz bereitstellen und damit den Verhandlungen neuen Schwung verleihen."

Die Route der Aktivisten verläuft unter anderem entlang von Nationalparks und anderen ökologisch wertvollen Waldgebieten in Deutschland. Darunter sind der Nationalpark Kellerwald-Edersee, Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und der Steigerwald. Die Bevölkerung ist eingeladen mit zu wandern oder sich im Internet an Protestaktionen zu beteiligen.

Auf ihrem Weg nach Kopenhagen wollen die Aktivisten Buergermeister und Abgeordnete zu mehr Klimaschutzengagement aufrufen. Jedem Politiker soll dabei als Symbol für den Klimagipfel ein individuell bemaltes Modell der Kopenhagener "Kleinen Meerjungfrau" überreicht werden. In den vergangenen Monaten haben sich bundesweit knapp 2.000 Menschen an der Gestaltung dieser Statuen beteiligt. Zum Start der Tour übergeben die Aktivisten 4.000 Briefe an Konstanzer Abgeordnete, in denen Buerger die Bundesregierung zu mehr Klimaschutz auffordern.

Damit der Klimagipfel in Kopenhagen ein Erfolg werden kann, müssen die reichen Industrienationen die Entwicklungsländer beim Schutz des Klimas unterstützen. Greenpeace fordert von den Industrieländern, jährlich 110 Milliarden Euro für den Urwald- und Klimaschutz bereitzustellen. Für Deutschland bedeutet dies einen Anteil von sieben Milliarden Euro. Zudem müssen die Industrienationen ihren CO2-Ausstoss um mindestens 40 Prozent bis 2020 verringern.

Quelle: Greenpeace