photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie unsere Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Marktentwicklung

Ein Gastartikel von Anke Johannes, Geschäftsführerin der Conergy Deutschland GmbH
 
Sonnige Aussichten mag der Solarbranche für 2015 derzeit niemand bescheinigen und das, obwohl die Lage gar nicht so trübe ist. Ursächlich für die schlechte Laune innerhalb der Branche und die noch schlechteren Prognosen sind die einbrechenden Gewinne aufgrund der sinkenden Zubauzahlen. Das ist zwar ärgerlich, doch war dieser Trend nach den Subventionen der vergangenen Jahre zu erwarten. Als düster mag also nur derjenige die Situation empfinden, der noch mit den alten Maßstäben misst. Diese haben ausgedient und sollten schleunigst neuen Modellen weichen. Einige Vielversprechende sind bereits vorhanden und je mehr die Branche die neuen Herausforderungen annimmt und ihnen mit Mut und Kreativität begegnet, desto besser werden die Prognosen. Denn: den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft und Solar lohnt sich nach wie vor.  
 
Der Branche bietet dieser gefühlte Stillstand die Möglichkeit, ihr Business auf die neuen Marktbedingungen zuzuschneiden. Viele der großen Energieunternehmen haben dies bereits mit teilweise drastischen Maßnahmen in die Wege geleitet, wie etwa der Zerteilung einer bestehenden Konzernstruktur im Falle von E.ON. Photovoltaik ist sinnvoll und besonders beim Eigenverbrauch noch immer einträglich, deshalb stehen – allen Unkenrufen zum Trotz – die Zeichen auf „Los“.
 
In Deutschland erwarten wir, dass der Photovoltaikmarkt in Zukunft maßgeblich von neuen, kreativen Angeboten und verbesserten Technologien angetrieben wird. Es ist bereits zu erkennen, dass Stadtwerke und Energieversorger ihr Angebot an PV-Lösungen deutlich ausbauen werden. Technikseitig werden vor allem leistungsfähige und bezahlbare Speicher zum Wachstum beitragen.
 
Trendfaktor: Kleinsysteme
 
Im Segment der kleineren Systeme bis zehn Kilowatt Leistung, die keine Abgabe auf den Verbrauch von selbst produzierten Solarstrom zahlen müssen, ist eine deutliche Steigerung zu erwarten. Diese Auffassung teilt auch das Institut für Energie in Leipzig (IE Institut). 96 Prozent aller Betreiber von PV-Anlagen dieser Größenordnung werden 2015 ihren Strom selbst verbrauchen. Unter Berücksichtigung der steigenden Nutzung von Speichern beziffern die Forscher die durchschnittliche Eigenverbrauchsquote mit 32,5 Prozent. Aber auch größere Anlagen von über 10 Kilowatt sind lohnend. So berichtet das Institut, dass hier die Hälfte der Betreiber ihren Strom selbst verbrauchen – trotz der EEG-Umlage(1). Beide Segmente bieten noch viel Potenzial.
 
Neue Technologien: Speicher werden attraktiver
 
Ein weiterer wichtiger Treiber für den Solarmarkt sind Speicher. Der deutsche Markt wird hier eine führende Rolle übernehmen. Laut dem Bonner Markt- und Meinungsforscher EuPD Research gilt Deutschland momentan als einer der weltweit am stärksten wachsenden Märkte für private Stromspeicher. Zurückzuführen sei dieser Trend auf ein solides „privates PV-Aufdachanlagensegment, sinkende Solarstrom-Einspeisevergütungen und zuletzt gestiegene Haushaltsstrompreise.”
 
Immer mehr Endverbraucher setzen bereits Stromspeicher ein, um noch mehr des selbst erzeugten Stroms verbrauchen zu können. Ein Preisrutsch von nahezu 25 Prozent macht die bislang recht teuren Produkte nun endlich attraktiver. Nach Schätzungen von BSW-Solar(2) decken bereits über 15.000 Haushalte hierzulande einen Teil ihres Strombedarfs mit Hilfe von Speichern. Die Anzahl der Förderzusagen für Speicher-Zuschüsse bei der staatlichen Förderbank KfW stieg im dritten Quartal 2014 um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
 
Eine besondere Rolle in der Entwicklung von Speichertechnologien nimmt die Automobilbranche ein. Für sie sind Speicher ein wesentlicher Faktor bei der Weiterentwicklung der E-Mobilität und entsprechend hoch sind das Engagement und die Mittel, die in die Forschung investiert werden. Auch die Solarbranche wird hiervon profitieren. Wir merken, dass die Nachfrage nach Speicherlösungen in den letzten Monaten deutlich gestiegen ist. Derzeit entwickeln wir für unsere Kunden weitere neue Komplettlösungen bestehend aus effizienter Speichereinheit und leistungsstarken Wechselrichtern, die in Kürze verfügbar sein werden.
 
Neue Lösungen: Innovation und Kreativität als Treiber des Photovoltaik-Markts
 
Ein besonders wichtiger Wachstumsmotor sind die Energieversorger. Große Marktteilnehmer wie RWE entwickeln bereits die ersten Modelle für unterschiedliche Kundenbedürfnisse, ebenso wie Stadtwerke. Verfügbar sind Pacht- und Kaufmodelle, die dann an einen günstigen Stromvertrag gekoppelt werden.
 
Durch ihren direkten Zugang zum Kunden können die Energieversorger enormen Einfluss auf den Markt nehmen. Starten sie eine attraktive Produktoffensive, werden viele Solar-Unternehmen in ihrem Wind mitsegeln und das Marktwachstum auf diese Weise ankurbeln. Die große Angebotswelle wird noch einige Zeit dauern. Die Mehrheit der Stadtwerke muss diese Modelle erst entwickeln, ihr Personal entsprechend schulen und dann in den Vertrieb geben.
 
Wir sehen auch spannende und innovative Angebote von jungen Unternehmen, die Dachflächen auf Privathäusern mieten und ihr Angebot dann mit einem Stromanbieter koppeln, der ausschließlich grünen Strom liefert. Alles in allem sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, und wir erwarten viel Bewegung in diesem Bereich.
 
Auch bei Conergy sind wir im Aufdach-Segment stark aufgestellt. Besonders innerhalb unserer Kooperationen mit Energieversorgern und Stadtwerken konnten wir in den letzten Monaten eine deutliche Steigerung des Auftragsvolumens verzeichnen.
 
Weitere Erfolgsfaktoren: Zeit, Geld und der gute Draht zum Endverbraucher
 
Für eine erfolgreiche Vermarktung benötigen Anbieter einen Zugang zu den Verbrauchern. Sie müssen eine Endkundenmarke haben oder entwickeln – das kostet Zeit und Geld. Stadtwerke haben diese Marke bereits und genießen das Vertrauen ihrer Kunden. Sie haben außerdem den Vorteil, dass neue Angebote mit einem bestehenden Stromvertrag kombiniert werden können. Neue Unternehmen, die Dienstleistungen rund um Solarenergie und -anlagen anbieten, werden viel Marketing-Power benötigen, um Fuß zu fassen.
 
In den kommenden 24 Monaten rechnen wir damit, dass weitere kreative und auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtete Angebote dem Solarmarkt zu einem stabilen und nachhaltigen Wachstum verhelfen.
 
Quellen:

(1) Photovoltaikforum-Magazin: Marktforscher erwarten 2015 neuen Tiefpunkt für Solarmarkt
 
(2) http://www.solarwirtschaft.de/presse-mediathek/pressemeldungen/pressemeldungen-im-detail/news/rekordjahr-fuer-solarstrom-und-speicher.html

Vor ein paar Jahren noch galt eine Solaranlage als ein grüner Renditebringer, aber mittlerweile können Subventionskürzungen und zusätzliche Regelungen eine solche Anlage zu einem Kostenfaktor machen.

Eine Familie bezieht eine neu erbautes Haus am Stadtrand. Dann war eigentlich klar, dass auf das Dach des Hauses eine Solaranlage gebaut wird. Denn durch das Satteldach und die richtige Ausrichtung des Hauses wurde bereits beim Bau darauf geachtet, dass eine Solaranlage mit Hilfe der Sonneneinstrahlung möglichst viel Energie erzeugt. Die aktuellsten Informationen zum Thema Sonnenenergie finden Sie übrigens verständlich erklärt auf dieser Seite.

Aber inzwischen gibt es immer mehr Leute, die daran zweifeln, ob sich eine Fotovoltaikanlage noch lohnt. Denn die Vergütung für den eingespeisten Strom wird auf der einen Seite immer niedriger und zusätzlich denkt die aktuelle Regierung darüber nach eine sogenannte „Sonnensteuer“ einzuführen, was für weitere Zusatzkosten beim Thema Sonnenenergie sorgen würde.

Die Verdienstmöglichkeiten mit Solarstrom sinken

Gerade in den Anfängen galten Solaranlagen als lohnende Geldanlage mit denen man durchaus bis zu gut zehn Prozent Rendite erwirtschaften konnte. Allerdings ist dies unter anderem durch den sinkenden Strompreis, den ein Besitzer einer Solaranlage erhält, schon länger nicht mehr der Fall. Im Rahmen der neuen EEG-Umlage sollten ursprünglich auch die privaten Besitzer einer Anlage an der Umlage beteiligt werden. Aber dieses Thema ist mittlerweile vom Tisch, denn bereits bestehende Anlagen von Privatleuten betrifft diese Regelung generell nicht und bei neuen Anlagen gibt es eine Bagatellgrenze, was bedeutet, dass wer eine private Solaranlage auf sein Dach baut und weniger als 10 Kilowatt erzeugt, die anfallende EEG-Umlage nicht zahlen muss. Daher wird sicher in Zukunft darauf geachtet, dass eine Anlage diese Leistungsgrenze nicht überschreitet.

Wichtige Regelungen im neuen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

•    Der Zubau von Windanlagen auf dem Land wird auf jährlich 2500 Megawatt begrenzt. Wird diese Zahl überschritten, dann sinkt die Einspeisevergütung schneller als geplant. Werden bestehende Anlagen verbessert und verstärkt, dann zählt die Einschränkung nicht.
•    Ab dem Jahr 2017 gibt es für neue Anlagen keine festgeschriebene und garantierte Einspeisevergütung mehr. Informationen der vier Übertragungsnetzbetreiber gibt es auf dieser Seite.
•    Die energieintensiven Unternehmen bleiben weiterhin von der EEG-Umlage befreit. Durch die Beihilferegelungen auf europäischer Ebene sind zukünftig 65 Branchen befreit. Aber auch für andere Unternehmen besteht die Möglichkeit nachzuweisen, dass sie zu den energieintensiven Betrieben gehören.
•    Bisherige Eigenerzeuger bleiben von der EEG-Umlage weiter verschont.

Eine Solaranlage spart Energiekosten

Trotz der zahlreichen Veränderungen durch die EEG-Umlage lohnt sich eine Solaranlage für Privatleute aber auch in Zukunft meinen die meisten Experten, denn vor allen Dingen, wenn man den erzeugten Strom größtenteils selbst verbraucht eignet sich eine Solaranlage auf jeden Fall, um Energiekosten zu sparen. Dabei sollte allerdings jeder selbst genau prüfen, ob so viel Strom selbst verbraucht wird, dass sich eine Solaranlage auch in der Zukunft weiter lohnt. Denn eines ist klar, durch die immer weiter sinkende Vergütung für Solarstrom deckt man bei einem Verkauf des Stroms in absehbarer Zeit nur noch die eigenen Erzeugungskosten und kann somit keine zusätzlichen Erträge erzielen. Mit energiesparenden Häusern lässt sich aber weiterhin der Energieverbrauch weiter senken und dadurch besteht reichlich Einsparpotenzial bei den Kosten für Energie. Wie man auch sehr gut aufbereitet in dem Blog von easycredit nachlesen kann

Werblicher Artikel / Sponsored Post

Die Solarbranche erschließt sich dank ihres hervorragenden technischen Know-hows neue Märkte – vor allem in den Regionen südlich der Sahara finden die Unternehmen vielversprechende Wachstumschancen 

Reden Unternehmen, Branchenverbände oder Wirtschaftsexperten von attraktiven Märkten mit Zukunftspotenzial, fallen meist die Ländernamen China, Indien und Brasilien. Tummelt man sich dagegen auf Fachkonferenzen der Solarbranche, gewinnt man den Eindruck, dass der Sektor sein Augenmerk neben den drei Treibern der globalen Wirtschaft auch auf eine Region richtet, die bisher eher in deren Schlagschatten lag: Die Länder südlich der Sahara.

Beste Voraussetzungen

„Erneuerbare Energien wie Solarenergie bieten sämtlichen afrikanischen Ländern tolle Chancen“, erklärt Franz-Josef Feilmeier, Geschäftsführer des Energiespeicherspezialisten FENECON, dessen Firma eine Niederlassung im Senegal unterhält. Sie könnten dank Off-Grid-Technologien die Versorgung der Bevölkerung mit Strom auch in abgelegenen Gebieten sichern, weiteres Wirtschaftswachstum fördern und ihre Emissionsbilanz deutlich verbessern. Dass Handlungsbedarf besteht, haben die Nationen längst erkannt: So stieg beispielsweise das Finanzvolumen Südafrikas für nachhaltige Energieprojekte in den vergangenen Jahren von 20 Millionen auf aktuell fünf Milliarden Dollar jährlich.

Die klimatischen Bedingungen Ghanas, des Senegals oder Südafrikas bieten für den zielstrebigen Einstieg beziehungsweise Ausbau von Solarenergie eine ideale Basis: Mit durchschnittlich 2.500 Stunden Sonne pro Jahr zählt der Subsahara-Raum zu den Regionen mit den besten Einstrahlungswerten weltweit. In solch sonnenreichen Gebieten lassen sich bis zu 2.700 Kilowattstunden pro Quadratmeter jährlich erwarten. Zum Vergleich: In Deutschland betragen die durchschnittlichen Einstrahlungswerte lediglich zwischen 900 und 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber der Nutzung von Solarenergie müssen die jeweiligen Staaten nicht fürchten: Im Gegenteil – in Subsahara-Afrika nutzen die Menschen schon seit Jahrhunderten die Sonne für ihre Bedürfnisse. Privathaushalte nutzen mittlerweile Solarenergie unter anderem zur Beleuchtung, zum Kochen sowie für Wasserboiler. Auf kommunaler Ebene ist es üblich, die Sonnenergie zur Kühlung von Impfstoffen, für Wasserpumpen, Kläranlagen und die Elektrifizierung des ländlichen Raums zu nutzen. Inzwischen kann fast jedes Land in Subsahara-Afrika auch industrielle Großprojekte vorweisen: Ob für Telekommunikation, Wasserheizsysteme oder im Transportwesen – die natürliche Ressource Sonne wollen die Staaten soweit wie möglich zu ihrem Vorteil ausschöpfen.

Know-how ist stark gefragt

Der wachsende Bedarf des südlichen Afrikas nach Solarenergie-Anlagen spiegelt sich auch in der steigenden Exportquote der deutschen Photovoltaikindustrie wieder: Laut dem BSW soll sie von 65 Prozent im Jahr 2013 auf 80 Prozent im Jahr 2020 steigen. „Die Zukunft der Solarbranche liegt im Projektentwicklungsgeschäft“, betont Jens Hauser vom Competence Centre Sustainable Energy der deutschen Außenhandelskammer in Südafrika. „Unternehmen mit umfangreicher internationaler Erfahrung und dem richtigen Know-how sind dabei klar im Vorteil.“

Das Potenzial, das insbesondere der Markt jenseits der Äquatorlinie bietet, will beispielsweise das Unternehmen Talesun Solar nützen: Der international operierende Hersteller von Solarmodulen engagiert sich seit kurzem in Südafrika, der größten Wirtschaftsnation auf dem afrikanischen Kontinent. „Veraltete Kraftwerke, fragile Netze, stark steigender Strombedarf - Solarenergie ist ein sauberer, kostengünstiger und effizienter Ausweg, um Versorgungsengpässe zu umgehen“, erklärt Gregor Albrecht, Geschäftsführer der Talesun Solar Germany GmbH.

Die energieintensiven Industrien wie Stahl und Bergbau, die unzureichenden Stromerzeugungskapazitäten sowie die wachsende Bevölkerung Südafrikas sorgten immer wieder für Energieausfälle im ganzen Land. Das schadet der Volkswirtschaft, mahnte erst jüngst die südafrikanische Zentralbank. Demnach ist nach Streiks die Stromknappheit der zweitgrößte Faktor für Produktionsausfälle. „Mit Hilfe einer dezentralen Stromversorgung durch Dachanlagen oder große Solarparks kann Südafrika seine Stromzufuhr sichern und so seinen wirtschaftlichen Aufschwung vorantreiben“, erörtert Hauser.

Hilfestellung für deutsche Unternehmen

Mögliche Expansionspläne von Solarunternehmen in den Subsahara-Raum fördert die Bundesregierung in Berlin gezielt: Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien unterstützen die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie beziehungsweise für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung deutsche Unternehmen der erneuerbaren Energiebranche beim Markteintritt in Ghana, Kenia, Mosambik und Tansania. Ob bei der Informationsvermittlung, der Projekt- und Marktentwicklung oder Politikberatung – das so genannte Projektentwicklungsprogramm (PEP) Subsahara Afrika erbringt unterschiedlichste Leistungen, um Solarunternehmen den Markteinstieg in den Subsahara-Raum zu erleichtern.

Über eine Laufzeit von 2012 bis einschließlich 2014 wollen die Initiatoren die Rahmenbedingungen für die Unternehmen verbessern sowie eine transparente Marktsituation und klare Vertragsrechte schaffen. Ein weiterer wesentlicher Punkt von PEP: Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, die in Kooperation mit Ausbildungsinstitutionen vor Ort beispielsweise für die Installation und die Wartung von Photovoltaikanlagen ausgebildet werden.

Das Ziel des Projekts, so betonte es der frühere Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), „ist die Erschließung neuer Absatzmärkte für deutsche Unternehmen“. Gleichzeitig solle das Programm den ausgewählten Ländern aber auch Technologiekooperationen und Wissenstransfer für die Zukunft bieten. Ein vielversprechendes Modell mit Erfolgsaussichten: Brachte doch das Projektentwicklungsprogramm Ostafrika (2009-2012) nachweisliche positive Marktrends für erneuerbare Energien in den damaligen Märkten Äthiopiens, Kenias, Ruandas, Tansanias und Ugandas – und den engagierten Unternehmen jede Menge Leuchtturmprojekte und Wachstumspotenzial.

Autor: Stephan L. Wild / NetPress GmbH & Co. KG

Bereits seit 2012 erfasst die DAA die Anfrageintensität nach Photovoltaik-Anlagen im kleinen und mittleren Leistungsbereich. Der SolarContact-Index gibt Einblicke in das aktuelle Online-Interesse an PV-Anlagen und lässt Rückschlüsse auf den kurzfristig zu erwartenden Auftragsbestand zu. Nach mehr als zwei Jahren lassen sich im Rückblick spannende Erkenntnisse zur Entwicklung des PV-Interesses festhalten. Insbesondere die Politik übt dabei einen deutlichen Einfluss aus.

Rückblick 2012: Vermittlungsausschuss beflügelt PV-Nachfrage

Im Rückblick auf das Jahr 2012 wird deutlich, wie sehr die Nachfrage nach Solarstromanlagen von den politischen Querelen um die Einspeisevergütung geprägt ist: Während die dem damaligen EEG entsprechende Kürzung der Einspeisevergütung zum 01. Januar trotzdem zu einem leicht steigenden PV-Interesse im Januar und Februar führte, setzte erst mit der Bekanntgabe der neuen Förderkürzungen am 23. Februar und den aufkommenden Protesten gegen die Pläne der Regierung im März Unsicherheit bei PV-Interessenten ein, woraufhin sich im April 2012 die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen angesichts der in Kraft getretenen Kürzungen zum 01. April noch weiter abkühlte. Um rund ein Drittel ging die Nachfrage gegenüber dem Monatsmittel 2012 im April zurück.

Erst im Mai fassten Interessenten nach über zwei Monaten der Unsicherheit wieder etwas Vertrauen in den PV-Markt. Positive Signale kamen zu dieser Zeit vom Bundesrat, der am 11. Mai die EEG-Novelle 2012 stoppte und den Vermittlungsausschuss anrief. Sieben Wochen später, am 27. Juni 2012, einigte sich der Vermittlungsausschuss auf einen Kompromiss bei der Solarförderung. Mit einem gesicherten gesetzlichen Rahmen herrschte nun wieder Investitionssicherheit und die Nachfrage zog bis August weiter kräftig an und erreichte in diesem Monat mit 133 Indexpunkten den Jahreshöchststand beim SolarContact-Index.
 
SC-Index 2012

Rückblick 2013: Bundestagswahl lässt PV-Interessenten kalt

2013 begann hingegen relativ stabil. Ein leichter Anstieg der Online-Nachfrage im Frühjahr ist vermutlich typisch saisonal zu begründen, da sich erfahrungsgemäß zu dieser Zeit viele mit dem Thema "Haus" beschäftigen. Das Abrutschen der Nachfrage in den Folgemonaten sowie der Anstieg gen Herbst kann im Vergleich zum deutlich volatileren Vorjahr durchaus als "normaler" Nachfrageverlauf gewertet werden.

Überraschend ist in diesem Zusammenhang, dass auch die Bundestagswahl am 22. September wenig Einfluss auf die PV-Nachfrage insbesondere im dritten Quartal sowohl in positiver als auch negativer Richtung ausübte. Ein negativer Trendverlauf wäre denkbar gewesen, da der als wahrscheinlich geltende Wahlsieg von CDU/ CSU mit Förderkürzungen einhergehen würde. Ebendies hätte allerdings auch zu Vorzieheffekten führen können. Ein überproportionaler Ausschlag sowohl "nach oben" oder "nach unten" war kurz vor als auch kurz nach der Wahl jedoch nicht auszumachen. Dies änderte sich jedoch nach Bekanntwerden der EEG-Änderungen.
 
SC-Index 2013

Trendverlauf 2014: Konstante Nachfrage auf niedrigem Niveau

Im Januar bis März ist der SolarContact-Index wieder überdurchschnittlich angestiegen ist. Erst als konkrete Maßnahmen wie die jetzt beschlossene EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch von Solarstrom im Raum stand, ist auch der Branchenindex bis heute stetig abgesunken. Dies ist vermutlich sowohl auf die erneute Belastung der Rentabilität als auch auf die bis heute unklaren Modalitäten zur Umsetzung der Eigenverbrauchsumlage in der Praxis zurückzuführen.

So überrascht es nicht, dass der tatsächliche Zubau bereits seit dem November 2013 einbrach und bezogen auf die Anzahl der installierten Anlagen bis heute auf einem Niveau von rund 6000 neuen PV-Anlagen pro Monat verharrt. Hieraus lässt sich folgern, dass ein Großteil der im ersten Quartal angeforderten Angebote nicht zum Auftrag führten, da sich offensichtlich nach einer Erstberatung bzw. Erstellung eines Angebots durch einen PV-Betrieb viele Privatinteressenten gegen eine Investition in eine PV-Anlage entschieden haben.

Der politische Einfluss auf die PV-Nachfrage wird aber auch im Jahr 2014 deutlich. Denn während der SolarContact-Index im zweiten und dritten Quartal relativ konstant verlief, stieg abrupt die installierte Leistung an Neuanlagen im Juli an. Dieser Vorzieheffekt lässt sich auf die nun auch gesetzliche Einführung des EEG zum 01. August zurückführen.
 
SC-Index 2014

Hintergrund zum SolarContact-Index

Der SolarContact-Index ist ein Stimmungsbarometer für die Investitionsfreudigkeit in kleine und mittelgroße Photovoltaikanlagen. Damit liefert der SolarContact-Index als erster Konsumklimaindex für den deutschen Solarstrommarkt der gesamten Photovoltaik-Branche und insbesondere Solarteuren, Installationsbetrieben und Großhändlern wichtige Anhaltspunkte, wie sich die Auftragslage in den kommenden ein bis drei Monaten entwickeln wird.

Erhoben wird der SolarContact-Index von der Deutschen Auftragsagentur GmbH (DAA) aus Hamburg. Die DAA ist einer der größten deutschen Internet-Anfragedienstleister für regenerative Energietechnik. Deutschlandweit vermittelt das Unternehmen jeden Monat mehrere tausend Projektanfragen von privaten und gewerblichen Interessenten an Solarteure und das SHK-Handwerk.

Triefenstein, 10. Juni 2014 – Die Preise von schlüsselfertigen Photovoltaikanlagen sind in der Schweiz um moderate 12,71% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Eine Solaranlage kostete im Jahr 2013 durchschnittlich 2‘572,60 CHF/kWp netto. Noch im Vorjahr lag die durchschnittliche Senkung der Anlagenpreise bei 40,87% (2‘947,18 CHF/kWp netto).

Photovoltaikstudie

Das ist das zentrale Ergebnis einer Photovoltaikstudie des Unternehmens PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler, die bereits zum vierten Mal in Folge die Preise von schlüsselfertigen Solarstromanlagen in der Schweiz ermittelt. Die Ergebnisse dieser Studie basieren auf den Daten einer Onlinebefragung über das Umfragepanel Photovoltaikumfrage®, an der über 553 Betreiber von Photovoltaikanlagen sowie 118 Solarteure aus der Schweiz über einen Zeitraum von mehreren Monaten teilgenommen haben. Die Onlinebefragung wurde erneut in Kooperation mit dem Schweizer Nachrichtenportal ee-news.ch durchgeführt.

Je größer die Solaranlage, je günstiger das Gesamtpaket

Die Preissenkungen variieren nach der Anlagengröße sehr stark. Sie folgen aber nach steigender Anlagengröße, einem fallenden Trend. Die größte Preissenkung ist bei den Solaranlagen mit einer Größe zwischen 251 und 500 kWp mit 31,73% auszumachen. Die geringste Preissenkung ist bei Solaranlagen zwischen 31 und 50 kWp festzustellen (7,19%). Eine Solaranlage mit einer Größe zwischen 251 und 500 kW ist in der Schweiz schon für etwa 1‘680 kWp/CHF netto erhältlich.

Solarmodule aus Fernost auf dem Vormarsch

Die Nachfrage in der Schweiz nach deutschen Solarmodulen sinkt. So installierten im Jahr 2012 noch über 49,25% deutsche Solarmodule, im Jahr 2013 sank die Nachfrage auf 41,77%. Hingegen stieg die Nachfrage nach Solarmodulen aus der Schweiz von 10,70% auf 11,93%. Solarmodule aus Fernost finden auch in der Schweiz ihren Platz. Die Nachfrage stieg auf über 36,89% (Vorjahr: 30,10%).

Die Studie richtet sich an Hersteller, Händler, Solarteure/Installateure, Solarverbände sowie an Solaranlagenbetreiber und Solarinteressierte. Die Studie umfasst 23 Seiten und ist im Onlineshop von Photovoltaikstudie® erhältlich: http://www.photovoltaikstudie.de/schweiz

Quelle: PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler