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Insolvenzen

 

Bitterfeld-Wolfen, 23. April 2012, Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Henning Schorisch, läuft die Produktion des insolventen Photovoltaikherstellers Q.Cells SE wieder. Nur die Kontaktaufnahme von Kunden und Lieferanten durch den Insolvenzverwalter ermöglichte den schnellen Produktionsanlauf. Die Produktion laufe bisher nur mit halber Kraft im Dreischicht-Betrieb, soll aber bald wieder auf 100 Prozent hochgefahren werden.

Q-Cells SE

Weiter werden Investoren für das Unternehmen gesucht. Dafür ist das Unternehmen Deloitte mit der Suche nach einen oder mehreren Investoren bauftragt worden. Dazu sollen in den nächsten Woche Gespräche mit potenziellen Investoren stattfinden.

Quelle: Q.Cells SE

Berlin, 18. April 2012, Die Odersun AG, Entwickler und Hersteller von Dünnschichtsolarzellen und -modulen, musste Ende März Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg anmelden (Wir berichteten: Photovoltaik - Odersun AG meldet Insolvenz an). Zum vorläufigen Sachverwalter wurde Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg bestellt. Das Photovoltaik-Unternehmen gab zum damaligen Zeitpunkt bekannt, die Sanierung in Eigenregie durchführen zu wollen. Dazu musste ein Investor gefunden werden. Jedoch hat sich auf die schnelle kein Investor finden können. Das Amtsgericht eröffnete nun am gestrigen Tage das vorläufige Insolvenzverfahren und bestellte Wienberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die Gehälter der über 260 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis Ende Mai abgesichert.

Quelle: Odersun AG

 

Erlangen, 02. April 2012, Der für die Solar millennium AG bestellte Insolvenzverwalter Volker Böhm hat heute für die US-Gesellschaften und -Beteiligungen des insolventen Unternehmens eine Insolvenz nach „Chapter 11“ beantragt. Damit soll eine erfolgreiche Reorganisierung und Restrukturierung der Unternehmensschulden angestrebt werden.

Ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 des US-Bankruptcy Code bietet einen rechtlichen Rahmen für strukturierte Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen. Während der gesamten Dauer des Verfahrens können Gläubiger ihre Forderungen nur gegenüber Insolvenzgericht geltend machen. Demnach haben Gläubiger kein Zugriff auf das Vermögen der US-Gesellschaft.

Mit dem Chapter 11-Verfahren will der Insolvenzverwalter der Solar Millennium AG einen geordneten Verkaufsprozess (sogenannte beaufsichtigte Insolvenz) für die amerikanischen Solar-Projekte ermöglichen. Nach der Insolvenzanmeldung der Solarhybrid AG konnte die laufenden Finanzierung der US-Gesellschaften nicht mehr sichergestellt werden. “Durch das Chapter 11-Verfahren ist gewährleistet, dass sich weitere Interessenten über die Projekte informieren und im Zuge eines öffentlichen Bieterverfahrens Angebote abgeben können”, betonte Böhm.

Ziel sei es weiterhin, die US-Projekte im Interesse der Gläubiger bestmöglich zu verwerten. Bei einem Verkauf der US-Beteiligungen bestehen insbesondere gute Aussichten, dass eine bar hinterlegte Bürgschaft in Millionenhöhe in das Vermögen der Solar Millennium AG zurückfließt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Böhm zur Vorbereitung des Chapter 11-Verfahrens die Ablösung der bisherigen US-Geschäftsführung veranlasst und den US-amerikanischen Sanierer Ned Kleinschmidt eingesetzt.

Quelle: Solar Millennium AG

 

Bitterfeld-Wolfen, 04. April 2012, Am gestrigen Tag wurde durch den Vorstand des Solarmodulherstellers Q.Cells SE beim zuständigen Amtsgericht Dessau ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Henning Schorisch (hww wienberg wilhelm Insolvenzverwalter) bestellt.

Q-Cells SE

Die Insolvenz wurde durch das Photovoltaik-Unternehmen bereits einige Tage vorher angekündigt (Wir berichteten: Q.Cells SE - Solarmodulhersteller Q.Cells stellt Insolvenzantrag). Zunächst sind die Stellen von über 1.300 Beschäftigten am Standort Deutschland in Bitterfeld-Wolfen betroffen. Weltweit beschäftigt das Solarunternehmen insgesamt 2.200 Mitarbeiter, darunter auch Mitarbeiter beim Dünnschicht-Hersteller Solibro aus Deutschland. Das Unternehmen besitzt u.a. ein Werk in Malaysia. Für die Beschäftigten des Unternehmens ist die Lage ungewiss. Jedoch wären die Gehälter über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert.

Die Insolvenz war notwendig geworden, weil das Management von Q.Cells SE nach intensiver Prüfung von alternativen Konzepten zur Umsetzung der Finanzrestrukturierung zu der Einschätzung gelangt war, dass die Fortführungsprognose für das Unternehmen nicht mit hinreichender rechtlicher Sicherheit wiederhergestellt werden kann. Diese war nach der letztinstanzlichen Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 27. März 2012 im Fall Pfleiderer nicht mehr gegeben.
 
Die Q.Cells SE hatte in den letzten Monaten eine grundlegende Einigung mit den wesentlichen Anleihegläubigern der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen erzielt. Außerdem hatten die zuständigen malaysischen und deutschen Behörden die Lösung unterstützt. Damit war das Unternehmen auf gutem Wege, die weitgehende Entschuldung und den mittelfristigen Geschäftsplan erfolgreich umzusetzen und damit mittelfristig wieder in die Gewinnzone zurückzukehren.
 
Dr. Nedim Cen, Vorstandsvorsitzender der Q.Cells SE: "Es ist leider die brutale Realität, dass die geplante Finanzrestrukturierung trotz eines schlüssigen und mit allen Beteiligten verhandelten Restrukturierungskonzepts nun an Berufsklägern und einer offensichtlich falschen Entscheidung des Gerichts scheitert. Jetzt heißt es für uns, den Insolvenzverwalter nach besten Kräften bei der Erarbeitung eines neuen Konzeptes zu unterstützen, um das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu sichern."
 
Der vorläufige Insolvenzverwalter Schorisch wird sich nun einen Überblick über die Lage des Unternehmens verschaffen und im Rahmen des sogenannten vorläufigen Insolvenzverfahrens weitere Verfahrensschritte prüfen. Schorisch wird auch die Möglichkeiten nach dem neuen Insolvenzrecht prüfen.

Quelle: Q.Cells SE

 

Bitterfeld-Wolfen, 02. April 2012, Wie der Solarmodulhersteller und einstiger Stern am Photovoltaikhimmel Q-Cells SE aktuell bekannt gibt, wird das Unternehmen am 03. April 2012 Insolvenz beim Amtsgericht Dessau stellen. Schon längere Zeit zeichnete sich dieser Schritt ab und verwundert deshalb nicht.

Q-Cells SE

Vor dem Hintergrund der letztinstanzlichen Entscheidung des OLG Frankfurt a. M. vom 27. März 2012 im Fall Pfleiderer war das Unternehmen zu der Überzeugung gelangt, dass damit keine Fortführungsprognose mehr gegeben ist (Wir berichteten: Q-Cells SE prüft nach OLG Entscheidung Alternativen zur Umsetzung des Restrukturierungskonzepts).

Nach intensiver Prüfung von alternativen Konzepten zur Umsetzung der Finanzrestrukturierung ist das Management zu der Einschätzung gelangt, dass die Fortführungsprognose für das Unternehmen nicht mit hinreichender rechtlicher Sicherheit wiederhergestellt werden kann. Daher ist die Stellung eines Insolvenzantrags rechtlich geboten.

Die Unternehmensleitung wird gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter daran arbeiten, den Fortbestand des Unternehmens in der Insolvenz sicherzustellen.

Quelle: Q-Cells SE