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Insolvenzen

 

Bovenden, 15. Mai 2012, Das Solarunternehmen Pairan musste am vor wenigen Tagen einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Göttingen beantragen. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, hat das Photovoltaikunternehmen bereits am 04.05.2012 einen Insolvenzantrag gestellt. Die Gehälter und Löhne der über 150 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert.

Am 18.04.2012 zog sich der Geschäftsführer Hans-Martin Rüter aus der Geschäftsführung zurück. Aktuell vertritt das Unternehmen Brigitte de Paepe-Van Graas als Geschäftsführerin.

Quelle: Financial Times Deutschland

 

Thalheim, 15. Mai 2012,  Die Geschäftsführung des insolventen Solarmodulherstellers Sovello GmbH stellte auf einer Belegschaftsversammlung den Beschäftigten die Rahmenbedingungen eines grobes Sanierungskonzepts vor.

Sovello GmbH

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Sovello GmbH, Dr. Reiner Beutel, bedauerte sehr die unbedachte Berichterstattung im vergangenen Wochenende (Wir berichteten: Steht der Solarmodulhersteller Sovello kurz vor dem Aus?). Dies hätte  die Belegschaft sowie Kunden und Lieferanten sehr verunsichert. Aus diversen rechtlichen Gründen habe die Geschäftsleitung erst nach einer Entscheidung des Gerichts kommunizieren können.

Weiter produzieren, plausibilisieren, Investor gewinnen

Dr. Reiner Beutel: „Die Führung des Unternehmens liegt weiterhin in den Händen der Geschäftsleitung. In enger Abstimmung mit dem vorläufigen Sachwalter sind in den kommenden Wochen sämtliche Bemühungen darauf gerichtet, ein Sanierungskonzept zu plausibilisieren und einen passenden Investor für Sovello zu gewinnen. Die Löhne und Gehälter sind durch das vorfinanzierte Insolvenzgeld bis Ende Juli 2012 gesichert und wir produzieren entsprechend der derzeitigen Nachfrage weiter. Unser Ziel ist es, bis Anfang August sämtliche Sach- und auch Personalkosten auf den Prüfstand zu stellen und die konkreten Maßnahmen bereits mit einem interessierten Investor abstimmen zu können.“

In den vergangenen Jahren und Monaten hätten sich die Märkte rasant verändert

„Selbst flexible und innovative Unternehmen konnten ihre Strukturen in diesem Tempo nicht entsprechend angleichen“, erklärte Beutel. „Mit dem gestrigen Antrag haben wir neue Optionen gewonnen, unsere Strukturen auch in diesem herausforderndem Marktumfeld wettbewerbsfähig anpassen zu können.“

Nachhaltig wettbewerbsfähige Zukunft im Interesse der Gläubiger

Der vorläufige Sachwalter der Sovello GmbH, Bernd Depping, versicherte der Belegschaft, er werde sich mit seinem Team so gründlich wie nötig und so zügig wie möglich in die Gegenwart des Unternehmens einarbeiten und prüfen, „ob und wie die Zukunft von Sovello nachhaltig wettbewerbsfähig gestaltet werden kann.“ Er erinnerte die Mitarbeiter daran, dass diese ebenfalls Gläubiger des Unternehmens seien und er „auch in ihrem Interesse“ tätig werde.

Quelle: Sovello GmbH

 

Berlin, 10. Mai 2012, Der Hersteller für Dünnschichtsolarmodule Soltecture GmbH musste am gestrigen Tag Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg beantragen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Hartwig Alber bestellt.

Die Insolvenz musste wegen der derzeit schwierigen Lage auf dem Photovoltaikmarkt eingereicht werden. Nur so konnte das Unternehmen einer drohenden Zahlungsunfähigkeit entgehen. Auch Soltecture beklagt den drastischen Preisverfall bei Solarmodulen, dem kaum ein Unternehmen ohne finanzielle Basis gewachsen ist.

Noch präsentieren zahlreiche Solarunternehmen gute Zahlen für das erste Quartal, 2012 die ausschließlich durch Vorzieheffekte verursacht wurden. Im zweiten Quartal dürften weitere Insolvenzen zu beklagen sein.

Quelle: Soltecture GmbH

Bitterfeld-Wolfen, 14. Mai 2012, Der Solarmodulhersteller Sovello GmbH musste auf Grund einer drohenden Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht Dessau stellen (Wir berichteten: Steht der Solarmodulhersteller Sovello kurz vor dem Aus?). Zum vorläufigen Sachverwalter wurde Rechtsanwalt Bernd Depping von dnp Depping in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss bestellt. Das Solarunternehmen strebt eine Insolvenz in Eigenregie an. Noch im vergangenen Jahr erwirtschaftete Sovello mit über 1.250 Beschäftigten einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro. Laut dem vorläufigen Sachverwalter sind Innovationen und die Marktposition eine gute Grundlage für Sanierung des Solarmodulherstellers.

Sovello GmbH

Dr. Reiner Beutel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Sovello GmbH: „Wir haben alternative Szenarien auf ihre Tragfähigkeit hin geprüft, um die Zahlungsfähigkeit unseres Unternehmens wiederherzustellen. Auch wenn unsere Verschuldung gering ist: Wir schätzen die Lage so ein, dass das Unternehmen in dem schwierigen Marktumfeld, das von Förderkürzung, Überkapazitäten und Preisverfall geprägt ist, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung nachhaltig saniert werden kann.“

Die Geschäftsführung wird bei dem Sanierungsprozess von einem Team der international tätigen Wirtschaftskanzlei TaylorWessing unter Leitung von Dr. Matthias Kampshoff beraten. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung betonte, man werde konstruktiv mit dem vorläufigen Sachwalter zusammenarbeiten, um alle Optionen einer Sanierung zu wahren.

„Je reibungsloser die Geschäfte kurzfristig fortgeführt werden können, desto mehr Chancen haben wir mittel- und langfristig, das Unternehmen zu sanieren“, erläuterte der vorläufige Sachwalter Depping. „Dazu gehört auch, dass wir das Insolvenzgeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis einschließlich Juli 2012 zügig vorfinanzieren und unverzüglich Verbindung mit Lieferanten und Kunden aufnehmen. Nach erstem Augenschein gibt es wegen der technologisch sehr innovativen Produkte und der Marktposition der Sovello GmbH gute Gründe, die Gesellschaft in einem herausfordernden Marktumfeld sanieren zu können“.

Quelle: Sovello GmbH

 

Niederurnen, 26. April 2012, Nicht nur in Deutschland machen Insolvenzen von Solarunternehmen die Runde, sondern auch in der Schweiz. Am vergangenen Montag erwischte es das Schweizer Photovoltaik-Unternehmen Solar Industries AG aus dem Kanton Niederurnen. Das Unternehmen musste Konkurs anmelden. Einer der Gründe könnten die Überkapazitäten auf dem weltweiten Solarmarkt sein.

Inwieweit die Tochtergesellschaft Solarcell von der Insolvenz betroffen ist, weiß niemand. Solarcell wollte in der Schweiz eine Solarfabrik mit zwei Produktionslinien für Solarzellen errichten. Geplante Investitionshöhe: 70 Mio. Euro.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler