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Insolvenzen

Berlin, 30. Mai 2012, Bei dem insolventen Photovoltaikunternehmen Inventux Technologies AG wurden gestern 67 Mitarbeiter freigestellt. Zuvor hatte es die Arbeitsagentur abgelehnt, das Insolvenzgeld für jene Mitarbeiter vorzufinanzieren, die vor der Insolvenzanmeldung bereits in Kurzarbeit waren. Diese Mitarbeiter waren vor allem in der Produktion tätig, die Inventux bereits deutlich reduziert hatte. Die Arbeitsagentur wird das Insolvenzgeld lediglich für 121 Mitarbeiter vorfinanzieren. Sieben Mitarbeiter im Ausland haben ebenfalls keinen Anspruch auf Insolvenzgeld, sechs Mitarbeiter sind außerhalb der Lohnfortzahlung, da sie seit längerer Zeit krankgeschrieben sind oder sich im Erziehungsurlaub befinden und für 12 Mitarbeiter wird zum Ende des Monats ein Aufhebungsvertrag vereinbart. Das Unternehmen, das siliziumbasierte Dünnschichtsolarmodule herstellt, hatte Ende vorletzter Woche Insolvenz beantragt.

INVENTUX

"Die schlechte Nachricht ist, dass wir nach den Verhandlungen mit der Arbeitsagentur leider 67 Inventux-Mitarbeiter freistellen mussten. Die gute Nachricht ist, dass wir für 121 Mitarbeiter bei der Arbeitsagentur die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes zunächst bis Ende Mai und voraussichtlich bis Ende Juli sichern konnten. Ab Juni können wir den Betrieb mit insgesamt 201 Mitarbeitern fortführen. Wir haben auch schon diverse Investoren angeschrieben, werden mit allen Interessenten verhandeln und haben auch bereits erste Gespräche geführt. Wir werben nachdrücklich darum, dieses hervorragende Technologieunternehmen zu erhalten und vor allem in Berlin zu halten. Die Hauptstadt braucht Technologieführer wie Inventux, die siliziumbasierte Dünnschichtmodule mit höchstem Wirkungsgrad herstellen und als Systemanbieter gut aufgestellt sind", so der vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Rolf Rattunde von der Berliner Kanzlei Leonhardt.

Mit der Freistellung können die 67 Mitarbeiter sofort Leistungen der Arbeitsagentur wie Arbeitslosengeld als Vorschuss auf das Insolvenzgeld beantragen. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens spätestens am 1. August würden die Leistungen dann mit dem Insolvenzgeld verrechnet.

Quelle: Inventux Technologies AG

 

Bitterfeld-Wolfen, 29. Mai 2012, Das insolvente Solarunternehmen Sovello GmbH diskutierte mit Kunden über die zukünftige Strategie des Unternehmens. Sovello versucht in Eigenregie, unter Federführung des vorläufigen Sachwalter Bernd Depping, noch immer, mit eigenen Kräften aus der Insolvenz herauszukommen. Die Klausurtagung mit den Sovello-Kunden wurde von Andreas Ehrler, Geschäftsführer für Vertrieb & Marketing, eher positiv emotional empfunden. Wie er mitteilt, sin Kunden und Sovello noch enger zusammen gerückt.

Sovello GmbH

Andreas Ehrler: "Die Unsicherheit über die politischen Absichten zur Rolle unserer Branche bei der Energiewende war in jedem Gespräch spürbar. Umso positiver wurde aufgenommen, dass wir die ohnehin geplante Klausurtagung mit den Themen zur künftigen Ausrichtung von Sovello bei reduziertem Rahmenprogramm durchgeführt haben.“

Deutschen Markt intensiver durchdringen und internationaler aufstellen

Der Geschäftsführer und sein Team waren sich einig, dass sich das Unternehmen internationaler aufstellen muss, um am Markt überhaupt bestehen zu können. In die Diskussion wurden auch die Kunden eingebunden. „Im Markt ist bekannt, dass wir unser Auslandsgeschäft weiter ausbauen wollen, um uns vom deutschen Markt unabhängiger zu machen. Wir tun das eine, ohne das andere zu lassen: Den deutschen Markt wollen wir im Zuge unseres Partnerprogramms noch intensiver als bislang durchdringen. Wir wollen die Fach-Großhändler noch stärker als in der Vergangenheit in unser Vertriebssystem integrieren und den Installateuren vor Ort den Service und die Beratung anbieten, die asiatische Wettbewerber nicht leisten“, so Ehrler weiter.

Produktentwicklung und Kunden profitieren von Partner-Konzept

Ein eingespieltes, professionelles Partner-Konzept leiste auch wesentliche Beiträge zur Entwicklung weiterer Produkte: Das L-Modul in mehreren Leistungsklassen gehe bereits auf einen intensivierten Dialog mit den Kunden zurück, die sich 2011 mehr Differenzierung bei der Größe der beiden Modulserien gewünscht hatten. Sovello hatte daraufhin als Nachfolger der erfolgreichen X-Serie die L-Modulserie mit mehr Zellreihen am Markt eingeführt. „Anlagenbetreiber sparen damit erheblich an Installationskosten, an der Unterkonstruktion, an der Verkabelung und beim Faktor Arbeit: Vor allem in größeren Anlagen, etwa auf Gewerbedächern und Freiflächen, brauchen Projektentwickler und Installateure deutlich weniger Solarmodule in die Hand nehmen“, so Ehrler.

Vertrauensbildende Maßnahme

Auch der vorläufige Sachwalter der Sovello GmbH, Bernd Depping, nutzte die Klausurtagung zum Dialog mit den Kunden: „Sovello ist derzeit willens und in der Lage, die vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen mit Ihnen fortzuführen. Ich habe den sicheren Eindruck gewonnen, dass Sie auch in Zukunft nicht auf das Know-how und die Fertigkeiten der Sovello-Belegschaft, auf die Qualität der Produkte und Dienstleistungen verzichten wollen“, so Depping. „Insofern werte ich die Klausurtagung als vertrauensbildende Maßnahme“. „Über unsere Produkte hinaus ist Sovello eine renommierte Marke“, ergänzte Ehrler. „Unsere Kunden vertrauen der Marke Sovello wie unseren Solar-Modulen. Private Endkonsumenten und Installateure bescheinigen unserer Marke Bestnoten“.

Quelle: Sovello GmbH

 

 

Berlin, 23. Mai 2012, Vergangene Woche musste der Dünnschicht-Solarmodulhersteller Inventux Technologies AG Insolvenz anmelden (Wir berichteten: Solarmodulhersteller Inventux Technologies AG meldet Insolvenz an). Das Unternehmen wurde erst im Jahr 2007 von vier erfahrenen Solarmanagern gegründet.

Inventux

Nachdem der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Rolf Rattunde die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen des Unternehmens geführt hat wurde der Entschluss gefasst, das Unternehmen mit den 200 Beschäftigten fortzuführen. Zudem werden nun Investoren für das hochmoderne Unternehmen und seine zukunftsfähige mikromorphe Solartechnologie. Die Inventux Technologies AG ist technologisch führend bei der Herstellung schadstofffreier und besonders effizienter Dünnschichtmodule.

Der dramatische Preisverfall am Solarmarkt trifft selbst Technologieführer wie Inventux. Auch siliziumbasierte Dünnschichtsolarmodule mit höchstem Wirkungsgrad lassen sich gegenwärtig in Deutschland nicht mehr kostendeckend herstellen, da asiatische Wettbewerber massiv subventioniert werden.

Insolvenzverwalter Prof. Rolf Rattunde von der Berliner Kanzlei Leonhardt: "Bei Inventux geht es auch um die Frage, ob wir in Deutschland eine zukunftsweisende Technologie wie die Herstellung von siliziumbasierten Dünnschichtmodulen halten können oder ob es asiatischen Herstellern mit Dumpingpreisen unter Herstellkosten gelingt, einen weltweit führenden Hersteller vom Markt zu verdrängen. Die Preise im Solarmarkt sind zurzeit so niedrig, dass eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Preisgestaltung nicht mehr gegeben ist und es eigentlich nur besser werden kann. Auch scheint die Politik den Ernst der Lage zu erkennen. Für langfristig denkende Investoren bietet Inventux deshalb gute Chancen. Inventux ist als Systemanbieter mit hoher Vermarktungskompetenz gut aufgestellt und bietet nachhaltige und innovative Produkte mit ausgezeichnetem Design. Auch sind die optisch anspruchsvollen Inventux-Produkte leicht und zeitsparend auf Gebäuden zu installieren. In den nächsten Tagen werden wir deshalb Investoren ansprechen. Gegenwärtig organisieren wir die Fortführung des Unternehmens. Aufträge werden in gewohnter Qualität bearbeitet."

Im Jahr 2008 nahm das Unternehmen die erste Serienproduktion mikromorpher Dünnschichtsolarmodule in Europa auf und konnte den Wirkungsgrad der Photovoltaik-Module auf 10 Prozent steigern. Mikromorphe Dünnschichtmodule basieren auf gasförmigem Silizium (Silan), das umweltfreundlich gewonnen und unaufwändig bearbeitet werden kann. Im Vergleich zu kristallinen Solarmodulen wird weniger als die Hälfte an Primärenergie benötigt. Und mikromorphe Dünnschichtmodule sind zu 100 Prozent schadstofffrei.

Neben der Produktion und Vermarktung von Solarmodulen bietet Inventux auch aufeinander abgestimmte Produkte und Dienstleistungen rund um Photovoltaikanlagen wie Unterkonstruktionen und Montagesysteme für Schräg- und Flachdächer sowie elektrisches Zubehör an. Darüber hinaus bietet das Unternehmen schlüsselfertige Photovoltaikanlagen für Investoren an. Inventux wurde für den „Entrepreneur des Jahres“ und den „Deutschen Gründerpreis“ nominiert. Für sein Produktdesign gewann das Unternehmen unter anderem den „red dot design award" sowie den „iF product design award“.

Quelle: Kanzlei Leonhardt

 

Frankfurt (Oder), 25. Mai 2012, Das insolvente Solarunternehmen Odersun AG muss allen 260 Mitarbeitern bis zum 01. Juni kündigen, da die Suche nach einem Investor gescheitert ist. Der Entwickler und Hersteller von Dünnschichtsolarzellen und -modulen meldete am 28.03.2012 Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg an. Das Unternehmen wollte zum damaligen Zeitpunkt eine Sanierung in Eigenregie durchführen, die abermals mangels Investoreninteresse gescheitert ist. Die Gehälter der über 260 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld nur noch bis Ende Mai abgesichert.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg teilte nun mit, dass die vom Vorstand angestrebte Lösung, das Unternehmen an einen russischen Investor zu veräußern, ohne Erfolg gekrönt war. Dennoch versucht Wienberg weitere Investoren zu suchen.

Quelle: Odersun AG

 

Berlin, 22. Mai 2012, Der Dünnschicht-Solarmodulhersteller Inventux Technologies AG aus Berlin meldete am 18. Mai 2012 beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Rolf Rattunde bestellt. Die Inventux Technologies AG war seit Beginn des Unternehmensstarts sehr erfolgreich und konnte auch im Dünnschichtbereich Wirkungsgradrekorde vorweisen. Das Photovoltaik-Unternehmen bot u.a. Dünnschicht-Solarmodule mit integriertem Montagesystem an.

Inventux

Die Inventux Technologies AG wird nicht das letzte Unternehmen sein, dass auf Grund der verfehlten Umweltpolitik Insolvenz anmelden muss.

Quelle: Inventux Technologies AG