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Insolvenzen

 

Frankfurt/Oder, 30 März 2012, Die Odersun AG, Entwickler und Hersteller von Dünnschichtsolarzellen und -modulen, meldete am 28.03.2012 Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg an. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg zum vorläufigen Sachverwalter, der auch schon die SOLON SE während der Insolvenz als Insolvenzverwalter betreute.

Vor etwa zwei Monaten hat die Landesregierung Brandenburg dem Unternehmen mit Bürgschaften und Krediten in Millionenhöhe unter die Arme gegriffen, als sich eine Pleite abzeichnete. Gemäß dem neuen Insolvenzrecht, versucht die Odersun AG nun mit eigenen Kräften in Eigenregie eine Sanierung des Unternehmens.

Die Sanierung des Unternehmens kann nur gelingen, sofern sich Investoren finden. Mit möglichen Investoren ist die Odersun AG schon seit mehreren Monaten im Gespräch, leider erfolglos. Ursache für die Insolvenz sollen geringe Erlöse sein. Die Liquiditätsreserven des Unternehmens sind gering.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

 

Erlangen, 26. März 2012, Der Insolvenzverwalter der Solar Millennium AG leitet bei der Solar Trust of America LLC einen Führungswechsel ein. Uwe Schmidt, bislang u.a. CEO bei dem US-Unternehmen, wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern enthoben. Laut dem Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun, wird in Kürze wird bei der Solar Trust of America LLC sowie bei der Solar Millennium Inc. eine neue Führung eingesetzt.

„Wir treiben nun die Verwertung der US-Beteiligungen unter neuer Führung voran“, so Insolvenzverwalter Böhm. „Hauptziel ist ein bestmögliches Ergebnis im Interesse der Gläubiger. Hierfür ziehen wir alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in Betracht.“
 
In der Solar Millennium Inc. bündelt die Solar Millennium AG ihre US-amerikanischen Beteiligungen, insbesondere den 70-prozentigen Anteil an der Solar Trust of America LLC und das „Blythe Solar Power Project“.

Böhm hatte Anfang Februar 2012 das US-Geschäft der Solar Millennium AG an die Solarhybrid AG verkauft. Dadurch konnte die Insolvenz der amerikanischen Beteiligungen kurzfristig abgewendet werden. Der schnelle Verkauf war möglich, weil die Verhandlungen mit Solarhybrid schon einige Monate vor Insolvenzanmeldung der Solar Millennium AG begonnen hatten. Allerdings musste Solarhybrid vor einigen Tagen selbst Insolvenz anmelden, ohne dass die noch offenen aufschiebenden vertraglichen Bedingungen erfüllt worden waren. Böhm hat deshalb nun neue Maßnahmen zur Verwertung der US-Beteiligungen ergriffen. Bereits im Februar hatte er vorsorglich Gespräche mit anderen potenziellen Investoren aufgenommen, die er nun fortsetzt.

Quelle: Schultze & Braun

 

Erlangen, 21. März 2012, Für den Insolvenzverwalter der Solar Millennium AG, Volker Böhm, stand bereits während des Vertragsabschlusses mit der solarhybrid AG bezüglich der Übernahme der US-Pipeline fest, dass die Übernahme auf wackligen Füßen steht. Die Übernahme scheiterte nun, denn die solarhybrid AG musste selbst Insolvenz anmelden (Wir berichteten: Photovoltaik - solarhybrid AG stellt Insolvenzantrag). Für diesen Fall hatte Böhm parallel die Gespräche mit weiteren Interessenten gesucht, um den Verkauf an einen anderen Investor zu ermöglichen.

Auch nach der Insolvenzanmeldung der solarhybrid AG besteht nun weiter die Chance auf Übernahme des US-Geschäfts der Solar Millennium AG durch einen Investor. Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun hat in den letzten Wochen die Investorengespräche fortgesetzt.

Die solarhybrid AG hatte Anfang Februar einen Kaufvertrag für die US-Beteiligungen von Solar Millennium AG unterschrieben. Der Kaufvertrag stand allerdings unter der aufschiebenden Bedingung, dass die solarhybrid AG bis zum 31. März 2012 Bürgschaften der Solar Millennium AG ablöst, die diese im Zusammenhang mit den US-Projekten gestellt hat. Zusätzlich hatte sich Solarhybrid vertraglich verpflichtet, die Finanzierung des amerikanischen Geschäfts sicherzustellen.

Durch diese Finanzierungsverpflichtung konnte Anfang Februar die Insolvenz der amerikanischen Beteiligungen abgewendet werden. Da aber offen war, ob solarhybrid in der Lage sein würde, sämtlichen Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag nachzukommen, hatte Böhm parallel die Gespräche mit weiteren Interessenten gesucht, um für den Fall, dass der Kaufvertrag mit solarhybrid scheitert, den Verkauf an einen anderen Investor zu ermöglichen.

Die Investoren-Gespräche dauern an. Böhm hat mit den Interessenten Vertraulichkeit vereinbart und kann deshalb zu deren Namen und zum Stand der Gespräche keine Auskünfte erteilen.

Quelle: Schultze & Braun

Essen/Gelsenkirchen, 22. März 2012, Nachdem Ende Februar der Solarmodulhersteller Scheuten Solar Insolvenz anmelden musste, gibt der Insolvenzverwalter des Unternehmens aktuell bekannt, dass die Produktion wieder angelaufen sei (Wir berichteten: Photovoltaik - Scheuten Solar meldet Insolvenz an).

Scheuten Solar

Bislang sei der Vertrieb, der Einkauf sowie weitere wesentliche Funktionen für einen laufenden Geschäftsbetrieb von den Niederlanden (Venlo) aus gesteuert worden. Jedoch hat die niederländische Muttergesellschaft selbst Insolvenzantrag gestellt und so musste die vorläufige Insolvenzverwaltung und die Belegschaft in den vergangenen Wochen in engagierten Gesprächen mit Kunden und Lieferanten, erst die Voraussetzungen für die weitere Produktion in Gelsenkirchen schaffen.

 

„Wir haben seit meiner Bestellung zum vorläufigen Insolvenzverwalter im Stile eines Start-Up Unternehmens Aufträge und Material akquiriert und nunmehr ein wirtschaftlich profitables Auftragsvolumen erreicht. Die Produktion der Photovoltaikmodule haben wir zunächst für eine Woche wieder aufgenommen“, erklärte Steffen Reusch, den das Amtsgericht Essen am 29. Februar 2012 zum vorläufigen Insolvenzverwalter der deutsche Scheuten Solar Gesellschaften bestellt hatte. „Mit dem Anfahren der Produktion wollen wir die Basis  für weitere Sanierungsschritte legen“, so Reusch. „Wir müssen den Markt nun kurzfristig davon überzeugen, dass Scheuten Solar in der gewohnten Qualität und Termintreue liefert. Dann können wir den Geschäftsbetrieb mittelfristig aufrecht erhalten und weiteres Investoreninteresse wecken.“
 
Quelle: dnp DEPPING GmbH & Co. KG

 

Brilon, 21. März 2012, Erst kürzlich setzte die Creditreform das Rating  der solarhybrid AG aus nachdem das Unternehmen bekannt gab, welche Auswirkungen die Solarkürzung auf das Unternehmen und auf Solarprojekte habe (Wir berichteten: Creditreform setzt Rating der solarhybrid AG aus / solarhybrid AG äußert sich konkret zu den Auswirkungen auf Solarprojeke durch Solarkürzung).

solarhybrid

Noch Anfang Februar hat die solarhybrid AG die US-Projektpipeline mit einem Potential von 2,25 GW von der insolventen Solar Millennium AG erworben (Wir berichteten: Solar Millennium AG: solarhybrid AG erwirbt US-Projektgeschäft mit 2,25 GW Potenzial). Der Kaufvertrag zwischen der solarhybrid AG und der Solar Millennium AG steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass die solarhybrid AG bis zum 31. März 2012 Bürgschaften der Solar Millennium AG ablöst, die diese im Zusammenhang mit den US-Projekten gestellt hat.

Zum Kauf wird es wahrscheinlich nicht kommen, da das Unternehmen solarhybrid AG am Dienstag (20.03.2012) bekannt gegeben hat, dass beim Amtsgericht Arnsberg wegen Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt wurde. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde vom Gericht noch nicht bestellt.

Das Unternehmen leidet nach eigenen Angaben, wie viele andere Solarunternehmen auch, unter der drastisch sinkenden Solarförderung. Für das Jahr 2012 sah sich das Unternehmen gut gerüstet. Neben Rechten an der Projektpipeline der Solar Millennium AG wurden Anfang des Jahres weitere Rechte und Projektgesellschaften gesichert. So auch für ein 201 MW Solarprojekt in Israel. Erst Ende des Jahres 2011 konnte das Unternehmen pünktlich zum Jahresende die beiden Projekte FinowTower II (84,7 MW) und Allstedt I (18,5 MW) vertragskonform fertigstellen.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler