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Bündnis 90/Die Grünen

Berlin, 22. Juni 2011, Zur Ankündigung von Wirtschaftsstaatssekretär Homann, die Bundesregierung werde ein Förderprogramm für fossile Kraftwerke auflegen, erklärt Oliver Krischer, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz:

Mit der Auflage eines Förderprogramms für fossile Kraftwerke begeht die Bundesregierung nach dem Irrtum Atomkraft nun den Irrtum Kohlekraft. Neue Kohlekraftwerke konterkarieren nicht nur die Ziele des Klimaschutzes, sie passen auch wegen ihrer mangelnden Flexibilität nicht zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Um deren Schwankungen ausgleichen zu können, brauchen wir flexible Gaskraftwerke und den massiven Ausbau dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

In ihrem Energiepaket verpasst die Bundesregierung die Chance, hierfür die notwendigen Anreize zu schaffen. Stattdessen Kohlekraftwerke mit Haushaltsmitteln oder Einnahmen aus dem Emissionshandel zu bauen, ist der Versuch, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Neue Kohlekraftwerke sind die Altlasten von morgen - ganz zu schweigen von den ungelösten technischen Schwierigkeiten, die bei der Inbetriebnahme aktueller Kohlekraftwerksneubauten in Walsum, Hamm und anderswo auftreten.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen