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Anlagenbau

Die COLEXON Energy AG, eine der führenden Projektierungsgesellschaften leistungsstarker Solarkraftwerke, hat mit Herrn de Maille de la Tour Landry einen Vertrag über die Nutzung umfangreicher Flächen und die Übertragung sämtlicher Projektrechte für den Bau von Solaranlagen in einer Größenordnung von mindestens 25 MW abgeschlossen. Damit würde COLEXON nach der Übernahme der Renewagy die größte Solaranlage der Unternehmensgeschichte errichten. Das Projektvolumen liegt bei über 80 Millionen Euro.

Auf dem Gelände mit einer Größe von knapp 650.000 Quadratmetern sollen bis Ende 2010 insgesamt rund 345.000 First Solar Dünnschicht- sowie kristalline Module installiert werden. Damit könnten ca. 5.300 französische Haushalte mit Solarstrom versorgt werden und jährlich etwa 13.500 Tonnen an schädlichen CO2-Emissionen eingespart werden. Bei der in Frankreich staatlich garantierten Einspeisevergütung von 0,33 Cent pro Kilowattstunde und den hohen Einstrahlungswerten der Region würde das Projekt mit starken Cashflows die Stabilität des Unternehmens weiter stärken.

Die Fläche mit einer Größe von ca. 90 Fußballfeldern liegt in dem renommierten Weinanbaugebiet Sainte-Foy-Bordeaux. Das Solarprojekt ermöglicht dem alteingesessenen Weinbetrieb in der Region Bordeaux die Umsatzrückgänge in der französischen Weinbranche zu kompensieren. Nach einer voraussichtlichen Nutzungsdauer der Anlage von 20 bis 30 Jahren kann die Fläche wieder zum Weinanbau genutzt werden.

Thorsten Preugschas, CEO der COLEXON, sagte hierzu: „Der französische Markt ist einer der Schlüsselmärkte für unsere internationale Expansion. Wir haben uns mit diesem Projekt eine gute Ausgangsposition verschaffen können und gehen davon aus, dass dieses Projekt als Referenzmodell für weitere Vertragsabschlüsse dienen wird.“

Der französische Solarverband ENERPLAN geht davon aus, dass sich das Marktvolumen für 2009 auf voraussichtlich über 300 MWp verdoppeln wird. Damit würde das Projekt in Bordeaux fast 10 % des französischen Gesamtmarktes ausmachen. Weitere Projekte in Frankreich sind bereits in der Umsetzung bzw. in einer sehr konkreten Planungsphase. COLEXON hatte aufgrund der günstigen Perspektiven des französischen Solarmarktes im Dezember 2008 die Tochtergesellschaft COLEXON France SASU gegründet.

Quelle: COLEXON Energy AG

Am 21. Juni 2009 kam es in Bürstadt zu einem Brand eines Teilbereichs der mit 5 MWp weltweit größten Aufdach-Photovoltaik-Anlage. Bei dem Brand wurden circa 80 m² Modulfläche vernichtet. In Abstimmung mit dem Gebäudeeigentümer veranlassten die Betreiber, Unternehmen der Tauber-Solar Gruppe, als sicherheitsbedingte Sofortmaßnahme eine Außerbetriebsetzung der gesamten Anlage. Zur weiteren Vermeidung von Sicherheitsrisiken werden seither auch Brandwachen eingesetzt. Mehrere Sachverständige haben in der Zwischenzeit die Ursachen des Brandes untersucht.

Drei unabhängig voneinander beauftragte, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sind dabei zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass mangelhafte Solar-Laminate von BP Solar ursächlich für den Brand waren. Fehlerhafte elektrische Verbindungen innerhalb der BP Solar-Laminate hätten sogenannte „Hot Spots“ hervorgerufen und zu dem Brand geführt.

Der Sachverständige Wiesenhütter äußerte sich wie folgt: „[…] wurden eine Vielzahl Module aufgefunden, welche insbesondere im Bereich der sog. „bus-bar" nachfolgend erläuterte hot-spots aufweisen. […] Ursache derartiger hot-spots sind in der Regel fehlerhafte elektrische Verbindungen innerhalb des Moduls, welche sich unter den Bedingungen der normalen Nutzung (also hoher Stromfluss durch den String) überdurchschnittlich erwärmen und letztendlich zu einer chemischen Zersetzung der Kunststoffmaterialien der rückseitigen Isolierfolie führen. Im Extremfall können derartige fehlerhafte Verbindungen eine Überhitzung des Moduls mit der Entstehung einer entsprechenden Brandgefahr bewirken. Dem Unterzeichner sind entsprechende Schadenfälle aus der Schadenspraxis bekannt.“

In Anbetracht der eindeutigen Aussagen der Sachverständigen ist es nicht nachvollziehbar, wie BP Solar in ihren öffentlichen Aussagen weiterhin vertreten kann, „Hot Spots“ könnten keine Brandursache gesetzt haben. Die Sachverständigen warnen davor, dass fehlerhafte Lötstellen in den noch auf dem Dach befindlichen BP Solar-Laminaten neben der aus ihnen resultierenden Brandgefahr auch zu der Übertragung elektrischer Energie in das Modulrahmensystem führen und so eine unmittelbare Personengefährdung hervorrufen können.

Aufgrund der in Bürstadt durchgeführten Untersuchungen ist zu befürchten, dass die auf dem Dach verbauten Laminate der 7er-Serie von BP Solar nicht nur fehlerhafte Lötstellen und elektrische Verbindungen aufweisen. Es zeichnen sich, wie schon bei den von einem Produktrückruf von BP Solar im Jahr 2006/2007 betroffenen und ursprünglich ebenfalls in Bürstadt verwendeten Laminaten der 5er-Serie, weitere Probleme in Hinblick auf Isolationsfestigkeit und Delamination ab.

Trotz mehrfacher Nachfragen von Tauber-Solar hat BP Solar die Unbedenklichkeit der in Bürstadt verbauten BP Solar-Laminate bislang nicht belegt. Öffentlich vertritt BP Solar die Auffassung, der Brand sei unter anderem auf mangelhafte Montage und Installation zurückzuführen. Dies steht im offensichtlichen Widerspruch zu den übereinstimmenden Aussagen der Sachverständigen. Die Sachverständigen haben ausdrücklich bestätigt, dass keinerlei Montage- oder Installationsfehler ursächlich zu dem Brand beigetragen haben können.

„Hot Spots“ sind auch bei weiteren mit BP Solar-Laminaten ausgestatteten Photovoltaikanlagen mit anderen Träger- und Installationssystemen aufgetreten. Dies belegt zusätzlich, dass Installationsfehler nicht brandursächlich gewesen sein können.

BP Solar hat an Konzeption und Planung der Anlage in Bürstadt maßgeblich mitgewirkt und war während der Installationsphase durchgängig überwachend vor Ort. Seit der Inbetriebnahme der Anlage in Bürstadt verfügt BP Solar über einen eigenen Zugang zum überwachenden Datensystem, so dass BP Solar jederzeit die Auswertung und Überwachung der Anlage möglich ist.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist nicht auszuschließen, dass BP Solar die Probleme der in Bürstadt verwendeten Laminate im Zusammenhang mit „Hot Spot“-Effekten, Isolationsfehlern und Delamination seit Jahren bekannt ist. Aussagen von Personen, die über unmittelbar eigene Einblicke und Kenntnisse verfügen, legen diesen Schluss sogar nahe. Möglicherweise hat BP Solar die aus der Mangelhaftigkeit der Laminate folgende Brand- und Personengefährdung nicht erkannt, sie fahrlässigerweise außer Acht gelassen oder sie sogar ignoriert.

Tauber-Solar wird sich einer interessen- und verursachungsgerechten Einigung mit allen Beteiligten nicht verschließen. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig, weil BP Solar, wie die veröffentlichten Pressemitteilungen zeigen, die eindeutigen Aussagen der Sachverständigen zur Brandursache nicht annimmt. Vorrangiges Ziel von Tauber-Solar bleibt es weiterhin, eine sichere, rasche und interessengerechte Lösung zu finden.

Quelle: Tauber Solar

Der Solarpark Lieberose, den der Projektentwickler juwi und der Modulhersteller First Solar derzeit in Brandenburg realisieren, ist seit heute das größte Sonnenkraftwerk in Deutschland. Mit der gemeinsamen Montage des 560.000 Solarmoduls haben Bundesminister Wolfgang Tiefensee, zuständig für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck die Anlage zum bundesweit größten Photovoltaik-Park gemacht.

Das Solarkraftwerk, das die Wörrstädter juwi-Gruppe und First Solar nördlich von Cottbus, in der Gemeinde Turnow-Preilack errichten, gilt in vielerlei Hinsicht als ein Leuchtturmprojekt der Solarbranche. So haben die beiden Unternehmen trotz Finanz- und Wirtschaftskrise ein Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als 160 Millionen Euro auf den Weg gebracht, das mit einer Leistung von rund 53 Megawatt und einer Fläche von mehr als 210 Fußballfeldern die zweitgrößte Photovoltaik-Anlage der Welt ist.

„Der technologische Vorsprung ist ein Pfund, mit dem die ostdeutsche Solarbranche wuchern kann. Denn bei den neuen Energien ist der Kuchen noch nicht verteilt. Hier entwickelt sich Ostdeutschland zum Vorreiter. Wir wissen, es macht keinen Sinn mit China um die günstigste Fertigung zu konkurrieren. Vielmehr muss sich die ostdeutsche Solarindustrie auf ihre Stärken konzentrieren. Das sind auch das Wissen und Können, das in Unternehmen, Netzwerken, Forschungseinrichtungen und Universitäten gebündelt wird. Erst dieser Verbund, der sich nicht ins Ausland verlagern lässt, sichert auch künftig die Wettbewerbsfähigkeit. Der Solarpark in Lieberose zeigt, was deutsche Solarunternehmen erreichen, wenn sie zusammenarbeiten“, sagte Tiefensee heute bei der feierlichen Einweihung des Solarparks vor mehr als 300 Gästen.

Quelle: juwi

Der Solarpark Lieberose, den der Projektentwickler juwi und der Modulhersteller First Solar derzeit in Brandenburg realisieren, ist seit heute das größte Sonnenkraftwerk in Deutschland. Mit der gemeinsamen Montage des 560.000 Solarmoduls haben Bundesminister Wolfgang Tiefensee, Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder, und der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck die Anlage zum bundesweit größten Photovoltaik-Park gemacht.

Das Solarkraftwerk, das die Wörrstädter juwi-Gruppe und First Solar nördlich von Cottbus in der Gemeinde Turnow-Preilack errichten, gilt in vielerlei Hinsicht als ein Leuchtturmprojekt der Solarbranche. So haben die beiden Unternehmen trotz Finanz- und Wirtschaftskrise ein Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als 160 Millionen Euro auf den Weg gebracht, das mit einer Leistung von rund 53 Megawatt und einer Fläche von mehr als 210 Fußballfeldern die zweitgrößte Photovoltaik-Anlage der Welt ist.

„Der technologische Vorsprung ist ein Pfund, mit dem die ostdeutsche Solarbranche wuchern kann. Denn bei den neuen Energien ist der Kuchen noch nicht verteilt. Hier entwickelt sich Ostdeutschland zum Vorreiter. Wir wissen, es macht keinen Sinn mit China um die günstigste Fertigung zu konkurrieren. Vielmehr muss sich die ostdeutsche Solarindustrie auf ihre Stärken konzentrieren. Das sind auch das Wissen und Können, das in Unternehmen, Netzwerken, Forschungseinrichtungen und Universitäten gebündelt wird. Erst dieser Verbund, der sich nicht ins Ausland verlagern lässt, sichert auch künftig die Wettbewerbsfähigkeit. Der Solarpark in Lieberose zeigt, was deutsche Solarunternehmen erreichen, wenn sie zusammenarbeiten“, sagte Tiefensee heute bei der feierlichen Einweihung des Solarparks vor mehr als 300 Gästen.

Lieberose ist aber nicht nur in Leistung und Finanzierung beispielhaft, sondern auch ein Modellprojekt der Renaturierung militärischer Liegenschaften oder sonstiger Brachflächen. “Der Solarpark ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die Solarenergie in Brandenburg zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor auszubauen. Ich schreibe dem Solarpark Lieberose zudem eine Vorbildfunktion in punkto Konversion zu. Halbe Ewigkeiten genutzte und hoch belastete Militärflächen sind von Kampfstoffen und Munitionsresten entsorgt worden, ohne dass dabei die öffentliche Hand, die Eigentümerin des Areals ist, finanziell in Anspruch genommen wurde. Auch für einen Ausgleich der wirtschaftlichen und umweltpolitischen Interessen ist langfristig gesorgt: Nach der Nutzung als Solarpark wird die Fläche der Natur zurückgegeben“, betonte der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck.

Das Projekt entsteht auf dem ehemals größten Truppenübungsplatz der Sowjetarmee. Die geringen Investitions- und Betriebskosten ermöglichen es, dem Land Brandenburg eine attraktive Pacht für das landeseigene Gelände zu zahlen. Mit dem Pachtzins wird die Sanierung des ehemaligen Truppenübungsplatzes finanziert: Das Gelände musste von Altlasten befreit werden, insbesondere der von Munitionsresten verunreinigte Boden. Nach Ablauf des Pachtvertrages kann die PV-Anlage wieder abgebaut werden. Es steht dann eine Heidefläche zur Verfügung, die - frei von Altlasten - für die Naturschutz-Ziele des Gebietes genutzt werden kann.

“Wir setzen uns dafür ein, weltweit die Stromversorgung mit sauberer und kostengünstiger Solarenergie zu ermöglichen. Alleine das aktuelle Projekt wird helfen, etwa 35.000 t CO2 pro Jahr einzusparen”, sagten First Solar GmbH Geschäftsführer Stephan Hansen und juwi-Vorstand Matthias Willenbacher. “Wir sind zudem besonders stolz auf dieses Projekt, weil es auch in anderer Hinsicht ‚sauber’ ist. Es wird nicht nur saubere Energie produzieren, sondern auch dafür sorgen, dass gefährliche Munition von dem Gelände entfernt wird.”

Die juwi-Tochter juwi Solar GmbH übernimmt als Generalunternehmer Planung, Logistik, Bauleitung sowie die schlüsselfertige Errichtung der Anlage, die nach der Fertigstellung an einen Investor verkauft wird. “Solarparks wie Lieberose sind für die Zukunft der gesamten erneuerbaren Energien von enormer Bedeutung. Durch ihre schiere Größe und die Massenproduktion effizienter Solarmodule wirken sie wie Preisbrecher und tragen entscheidend dazu bei, dass Strom aus Solaranlagen schnell konkurrenzfähig wird. Das erhöht die Akzeptanz der Solarenergie deutlich”, ergänzten Willenbacher und Hansen.

Bis Ende dieses Jahres soll Lieberose komplett ans Netz gebracht werden. Im voll ausgebauten Zustand werden dann rund 700.000 Dünnschicht-Module, die First Solar größtenteils im Werk Frankfurt/Oder hergestellt hat, allein mit der Kraft der Sonne pro Jahr genug klimafreundlichen Strom erzeugen, um den Bedarf von rund 15.000 Haushalten zu decken. First Solar hat nicht nur die Solarmodule für den PV-Park hergestellt, sondern sich auch an der Finanzierung des Projekts beteiligt.

Quelle: First Solar

Stellungnahme von BP Solar belastet alle Beteiligten des Solarprojektes schwer. Nach einem Brand auf der größten Dach-Solaranlage der Welt, auf dem Dach der Spedition Fiege in Bürstadt, streiten sich nun alle Beteiligten wegen der Brandursache. Laut BP Solar soll die Brandursache in einen fehlerhaftem Anlagendesign sowie mangelhafter Installation und Wartung liegen.

BP Solar sieht Brandursache in fehlerhaftem Anlagendesign sowie mangelhafter Installation und Wartung und nicht in den gelieferten Produkten.  Der Geschäftsführer von BP Solar Deutschland, Matthijs Bruijnse: „Wir stehen zur Qualität unserer Solarprodukte, sind jedoch auch besorgt über die Konsequenzen für den Fortbestand dieses einzigartigen Solar-Projektes und für die beteiligten Investoren. Daher bleiben wir weiterhin gesprächsbereit.“

„Nach gründlicher Untersuchung des Brandvorfalls am 21. Juni 2009 an der „Sonnenfleck” Solardachanlage in Bürstadt, bei dem 0,2 Prozent der Solarmodule beschädigt wurden, veröffentlichen wir nun unsere ersten technischen Erkenntnisse zur Brandursache.“, sagt Matthijs Bruijnse, Geschäftsführer von BP Solar Deutschland. „Aufgrund von Brandzehrung, Löscharbeiten und anschließenden Aufräumarbeiten gestaltete sich die Ermittlung der Brandursache in den letzten Wochen außerordentlich schwierig. Dennoch haben wir auf dem Dach deutliche Hinweise gefunden, dass nicht die von BP Solar gelieferten Produkte den Brand verursachten, sondern die Brandursache wahrscheinlich auf Planungs-, Anlagendesign-, Projektierungs- und Installationsfehler zurückzuführen ist“, so Bruijnse.

„Im Laufe der Untersuchungen kam es am 30. Juni 2009 im Beisein von Technikern zu zwei weiteren kleinen Bränden, die allerdings von selbst wieder verlöschten. Ähnlich dem ursprünglichen Brandvorfall, ereigneten sich diese Brände in einem bestimmten Installationsbereich. Eindeutige Ursache hierfür waren hervorstehende Metallbügel einer Blitzschutzinstallation, die Teil des ursprünglichen Daches ist und unter den Solarmodulen im Firstbereich verläuft. Dies verstößt gegen unsere Installationsanweisungen und auch gegen anerkannte Branchenpraktiken, da diese Metallbügel gegen die freizuhaltende Rückseitenfolie drückten. Durch Beschädigung der Rückseitenfolie kam es zweimal zu einem Kurzschluss mit anschließendem Schmorbrand.“

Laut Begutachtung durch das von BP Solar beauftragte Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, befanden sich viele dieser Bügel zu dicht an den stromführenden Zellen oder hatten bereits deren rückseitige Isolation beschädigt. Der Experte kommt in seinem Gutachten auch mit Blick auf das Brandspurenbild zu folgendem Schluss: „Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der ursprüngliche Brand durch die Beschädigung eines Moduls durch einen Bügel (…) entstanden ist.“

Darüber hinaus hat BP Solar bei der Inspektion weitere gefährliche Installationsmängel vorgefunden. Was Bruijnse jedoch besonders nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass Tauber-Solar Management trotz mehrfacher Aufforderung keine Betriebsüberwachungsdaten der Anlage für Analysen seitens BP Solar zur Verfügung gestellt hat. Anhand dieser aufgezeichneten Daten der Wechselrichter, die automatisch auf einem lokalen PC gespeichert werden, können Fehler der Anlage rechtzeitig identifiziert werden, so dass eine gezielte Wartung umgehend erfolgen kann. „Es liegt der Verdacht nahe, dass die Wartung nicht angemessen durchgeführt wurde.“, meinte Bruijnse und fügte hinzu: „Wären die Informationen für uns verfügbar gewesen, hätte dies den Untersuchungsprozess zur Brandursache enorm erleichtert.“

Tauber-Solar Management sieht dagegen die Ursache des Brandes in sogenannten „hot spots“ (fehlerhafte elektrische Lötverbindungen). Bruijnse erklärt: „Es ist zwar richtig, dass fehlerhafte elektrische Lötverbindungen zu lokalen Hitzeentwicklungen führen können. Diese fehlerhaften Lötverbindungen können jedoch weder einen Brand am Modul noch an der Unterkonstruktion auslösen. Die 35-jährige Erfahrung von BP Solar hat gezeigt, das es keine Hinweise dafür gibt, dass „hot-spots“ in Laminaten ein Feuer entwickeln könnten.“ Darüber hinaus hat BP Solar das Phänomen der so genannten „hot spots“ zum wiederholten Male nachvollzogen und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Bei der Entstehung von „hot spots“ werden kurzzeitig auf kleiner Fläche Temperaturen von 150° bis 200° C erreicht, ohne dass sich eine Flamme daraus entzünden könnte. Die Intensität und Dauer der Erwärmung ist daher nicht geeignet, das Modul oder die Dachhaut zu entzünden.

Bruijnse unterstreicht: „Unabhängig von der Brandursache haben wir mit Tauber-Solar Management in den letzten Wochen eng zusammen gearbeitet um einen gemeinsamen Kompromiss für den Wiederaufbau und die Wiederinbetriebnahme der Solaranlage zu finden. BP Solars einziges Interesse dabei ist, einen Beitrag zur Sanierung dieses einzigartigen Solardach-Projektes zu leisten – auch im Interesse der vielen Investoren. Wir halten unsere Hand in Richtung Tauber ausgestreckt und sind für Gespräche weiterhin offen.“

Quelle: BP Solar