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Anlagenbau

Die Schletter Group liefert die Montagesysteme für das größte Solarkraftwerk in Vietnam. Die Anlage in der südvietnamesischen Provinz Ninh Tuan erzeugt über 200 MWp Solarstrom und soll bis 2020 fertiggestellt sein.

„Dieser wichtige Akquise-Erfolg zeigt, dass unser Wachstumskurs in Asien Früchte trägt“, sagte Florian Roos, Leiter der Schletter Group für Asien und die Pazifik-Region (APAC). Erst im Juni hatte die Schletter Group eine eigene Vertriebsgesellschaft in Vietnam gegründet. „Der vietnamesische Solarmarkt bietet langfristig großes Wachstumspotenzial“, ergänzte Roos. „Durch unsere Präsenz vor Ort und die Nähe zu unserem Fertigungsstandort in Shanghai sind wir in einer guten Position, dieses Potenzial zu heben.“ Die Schletter Group ist einer der größten ausländischen Anbieter für PV-Montagesysteme in Asien. Das Unternehmen beschäftigt über 450 Mitarbeiter am Produktionsstandort in Shanghai und unterhält eigene Niederlassungen in einer Reihe wichtiger Schlüsselländer in der Region.

Das Solarkraftwerk, das von der VNT Investment Group finanziert wird, soll in der südlichen Provinz Ninh Thua, nordöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt errichtet werden. Es ist das erste Projekt der Schletter Group in Vietnam und zugleich das größte des Landes. Der küstennahe Standort in hügeligem und steilem Gelände stellt an das Montagesystem hohe Anforderungen. Insbesondere muss es flexibel in der Planung und besonders korrosionsfest sein. Aus diesen Gründen kommt das bewährte Zweistützen-System Schletter FS AS Duo zum Einsatz. Es verfügt über massive Rammfundamente aus feuerverzinktem Stahl. Für einen zusätzlichen Korrosionsschutz sorgt eine Beschichtung mit einer neu entwickelten Aluminium-Magnesium-Zink-Legierung (SMAC-Beschichtung). Dies gewährleistet eine hohe Standsicherheit und Langlebigkeit der Unterkonstruktion. Ein hoher Grad an Vorfertigung garantiert zudem eine einfache sowie schnelle Montage und dadurch eine hohe Wirtschaftlichkeit der Anlage. Der Baubeginn ist für Ende 2018 geplant.

Der vietnamesische Solarmarkt ist noch in der Aufbauphase und bietet deswegen sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten: Einspeisevergütungen und Laufzeiten von bis zu 20 Jahren machen diesen Markt besonders für Investoren interessant. Für die Schletter Group ist der Solarpark nicht nur ein erfolgreicher Eintritt in den neuen Markt, sondern das Großprojekt macht das Unternehmen auch zum Marktführer in Vietnam.

Quelle:  Schletter Group

Die IBC SOLAR AG hat für den Projektentwickler WVE GmbH Kaiserslautern in nur vier Wochen Bauzeit den Solarpark Hölzengraben um eine 750-kW-Anlage erweitert. Das Erfolgsmodell City-Solarpark Kaiserslautern, 2014 mit dem Intersolar Award prämiert, wird damit erfolgreich fortgeschrieben. Insgesamt stehen nun 2,3 MWp Leistung für den Eigenenergiebedarf eines weltweit führenden Wiege- und Positionierungstechnik-Unternehmens zur Verfügung. Ein bereits bestehender Anlagenteil mit 4,9 MWp speist ins Netz ein.

Bereits 2013 installierte die WVE GmbH den City-Solarpark Kaiserslautern auf einer ehemaligen, innerstädtisch gelegenen Deponie. Das Angebot, mittels Anlagensplitting eine Eigenversorgung für Gewerbekunden aufzubauen, nutzte bereits damals ein Industrieunternehmen als Anrainer des Solarparks. Durch eine Standorterweiterung am Stammhaus und der damit verbundenen Erhöhung des Energiebedarfs fiel Ende 2017 die Entscheidung, den Solarpark zu vergrößern. Mit Gestehungskosten von unter 10 Cent pro Kilowattstunde ist die Nutzung von Solarenergie für das abnehmende Unternehmen finanziell deutlich attraktiver als der Bezug von Netzstrom. Es nutzt die Sonnenenergie für die Versorgung des Firmensitzes, der Produktion und für E-Mobilitätstankstellen. Verantwortlich für die Erweiterung des Solarparks ist die WVE GmbH, eine Tochter der SWK (Stadtwerke), die als Projektentwickler und Flächeneigner erneut IBC SOLAR als EPC-Dienstleister beauftragte.

Die neue 750 kWp-Anlage wurde optisch an die Bestandsanlage angepasst. Dazu musste das Areal bis zu sechs Meter mit vorhandenem Bauaushub aufgeschüttet werden. Durch die Montage der Module in Ost-West-Ausrichtung wurde ein einheitliches Gesamtbild beibehalten. Der neue Anlagenteil produziert rund 712.500 kWh pro Jahr und spart 500 Tonnen CO2 ein.

Auch bei der Auswahl der Module wurde darauf geachtet, die vergleichsweise teure, da innerstädtisch gelegene Fläche bestmöglich auszunutzen. Die Wahl für den Erweiterungsteil fiel auf das Modul IBC MonoSol VL5 mit 315 Watt Leistung. Das in Deutschland entwickelte Modul eignet sich ideal dafür, eine kleine Fläche mit größtmöglicher Leistung zu belegen.

Für den Investor WVE GmbH ist die Erweiterung des Solarparks ein weiterer Baustein im Geschäftsfeld „Solare Eigenbedarfslösungen“. Dank der guten Erfahrungen aus dem Projekt Hölzengraben hat die WVE gemeinsam mit der Stadt Kaiserslautern systematisch in Eigenverbrauchsanlagen investiert. So wurden bereits PV-Systeme für stromintensive Pumpwerke im eigenen Wasser-/Abwassernetz umgesetzt sowie ein Pachtmodell für kommunale Partner entwickelt. Weiterhin wurden auch Schulen und Kindergärten mit Photovoltaik für den Eigenbedarf ausgestattet.

Quelle: IBC SOLAR AG

 

Die IBC SOLAR AG hat zusammen mit seinen Partnern Krisch Energietechnik GmbH und DHYBRID eine 95-kWp-PV-Anlage auf einer Produktionshalle des Druckzentrums Regler in Altenstadt an der Waldnaab (Oberpfalz) installiert. Der Wunsch nach maximaler Unabhängigkeit vom Stromversorger und die damit verbundene Senkung der hohen Energiekosten waren für die Druckerei die ausschlaggebenden Punkte für die Solaranlage.
 
Das Druckzentrum Regler ist eine der technisch führenden Spezialdruckereien Deutschlands und bedruckt nahezu alles, außer Papier. Neben dem konventionellen Sieb- und Textildruck setzt das Unternehmen vor allem auf hochwertigen Großformat-Digitaldruck beispielsweise für Werbeschilder, Fahnen und Messesysteme. Bislang deckte während der Produktionszeiten ein Dieselgenerator den sehr hohen Strombedarf von etwa 350.000 kWh pro Jahr. So war die Druckerei unabhängig vom örtlichen Energieversorger und konnte zudem die Abwärme des Generators für die Erwärmung der Produktionshallen und die Erzeugung von Prozesswärme nutzen. Im Sommer 2017 wurde der Produktionsprozess weiter modernisiert und für die Zukunft gerüstet. Im Zuge der Modernisierung hat der IBC SOLAR Fachpartner Krisch Energietechnik GmbH im August auf einer der Hallen eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 95,4 kWp installiert. Die Anlage entlastet fortan die Stromproduktion des Dieselgenerators.
 
Dabei reduziert die PV-Anlage nicht nur erheblich den Treibstoffbedarf, sondern vermeidet auch Überlastungen des Dieselaggregates durch Lastspitzen. Zur Anbindung der Solaranlage an das Aggregat kommt ein Hybrid-Controller der Firma DHYBRID zum Einsatz. Der Controller versorgt den Generator zu jedem Zeitpunkt mit der optimalen Photovoltaik-Leistung und stellt sicher, dass dieser störungsfrei in Kombination mit der Solaranlage läuft.
 
DHYBRID ist seit 2016 Partner von IBC SOLAR. Die beiden Unternehmen haben schon viele gemeinsame Projekte, vor allen in Ländern Afrikas, Asiens und der Karibik durchgeführt. Tobias Reiner von DHYBRID: „Wir haben unsere Lösungen schon weltweit installiert, aber dies ist das erste Mal, dass wir hier in Europa eine kommerziell genutzte Dieselgenerator-Anwendung optimieren. Wir merken immer öfter, dass solche Anwendungen auch hierzulande aufgrund der hohen Stromkosten gefragt sind.“
 
Für das kommende Jahr ist bereits in Ergänzung zu einer erweiterten PV-Anlage ein Lithium-Ionen-Speicher im Gespräch. Die Kapazität des vorhandenen Dieselaggregates wird bald erreicht sein. Zudem kommt es produktionsbedingt mehrmals täglich zu Lastspitzen. Diese könnten mit dem Strom, der durch die PV-Anlage erzeugt und im Speicher gespeichert werden kann, ausgeglichen werden. In Perioden geringerer Last könnte der Speicher wieder von der PV-Anlage oder vom Aggregat aufgeladen werden. Das würde die Anschaffung eines zweiten Dieselgenerators vermeiden.
 
Erich Regler, Geschäftsführer des Druckzentrums, freut sich: „Bereits seit 1984 versuchen wir, uns unabhängig von Anschluss- und Bezugskosten der Stromversorger zu machen. Damals haben wir mit einer Lösung zur Kraft-Wärme-Kopplung erfolgreich den ersten Schritt gemacht. Mit der Installation der Solaranlage haben wir wieder eine sehr gute Lösung gefunden. Damit sind wir im Druckereibereich einmal mehr technologischer Vorreiter in Deutschland und engagieren uns dabei auch noch für die Umwelt“.
 
Quelle: IBC Solar AG

Die IBC SOLAR AG hat in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Bau des Solarparks Marnitz begonnen. Die Freiflächenanlage hat eine Nennleistung von 5,35 Megawattpeak (MWp) und besteht aus insgesamt vier Teil-PV-Anlagen. Eine 750-Kilowattpeak-Anlage wird die Gemeinde Marnitz als Kommunal-Solarpark betreiben. Für den regionalen Energieversorger WEMAG ist der Solarpark ein Pilotprojekt, um erstmals einen Längsspannungsregler im Stromnetz zu integrieren. Damit soll ein aufwendiger Netzausbau vermieden werden.
 
Der Solarpark Marnitz wird pro Jahr über fünf Millionen Kilowattstunden Strom produzieren und kann damit rechnerisch über 1.300 Haushalte versorgen. Das Projekt wird im Rahmen eines bundesweiten Ausschreibungsverfahrens für Solarparks auf einem 110 Meter breiten Randstreifen entlang der Autobahn A24  errichtet. Ein Teil des Solarparks wird als gemeindeeigener Kommunal-Solarpark betrieben. Die Erlöse aus dem Verkauf des Stroms gehen in den Haushalt der 770 Einwohner umfassenden Kommune ein. Hans-Jürgen Buchholz, Bürgermeister der Gemeinde Marnitz: „Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Solarpark in unserer kleinen Gemeinde verwirklichen konnten. Zum einen tragen wir damit einen wichtigen Teil zur Energiewende bei und zum anderen können wir mit den Einkünften aus dem Projekt unseren kommunalen Finanzverpflichtungen nachkommen.“
 
Die volatile Einspeisung von Solarstrom in das Stromnetz kann Auswirkungen auf dessen Stabilität haben. Um die Spannungshöhe im Verteilnetz stabil zu halten und Spannungsspitzen im Tagesverlauf zu vermeiden, setzt der Energieversorger WEMAG einen Längsspannungsregler ein. Dazu Holger Geetz, Leiter Netztechnik WEMAG Netz GmbH: „In Marnitz implementieren wir erstmals einen Längsspannungsregler im Mittelspannungsnetz. Er übernimmt automatisch den Ausgleich der Spannungsabweichungen und ist hier eine kostengünstigere Alternative zum klassischen Netzausbau.“
 
„Der Solarpark Marnitz zeigt, dass große dezentrale PV-Anlagen wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer hundertprozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien sind“, sagt Oliver Partheymüller, Leiter der Projektentwicklung Deutschland bei IBC SOLAR. „An dieser Stelle herzlichen Dank an die WEMAG, die einen lokalen Netzverknüpfungspunkt für den Solarpark geschaffen und so eine direkte Einspeisung in ihr Verteilnetz ermöglicht hat. Gleichfalls ein großer Dank an die Gemeinde Marnitz, welche das Projekt mit voller Unterstützung begleitet und unser Konzept zum Kommunal-Solarpark angenommen hat.“
 
Neben Projektentwicklung und -umsetzung wird IBC SOLAR auch die technische Betriebsführung (O&M) der PV-Anlage für die kommenden 20 Jahre übernehmen. Tägliches Monitoring, reguläre Wartungsarbeiten und zeitnahes Störungsmanagement bilden hierbei die Grundbausteine für den Erhalt der Leistungsfähigkeit und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Ertragssicherung bei.

Quelle: IBC SOLAR A

SolarWorld Industries GmbH liefert 16.500 Qualitäts-Module für den Aufbau eines Solarparks auf einem ehemaligen Militärgelände bei Fürstenwalde. Die installierte Gesamtleistung liegt bei 7,5 MWp und wurde von der Sunovis GmbH aus Singen geplant und umgesetzt. Das Gelände östlich von Berlin wurde seit einhundert Jahren militärisch genutzt. Zuletzt lagerte die Rote Armee auf dem Areal Militärmaterial. Zukünftig wird hier stattdessen sauberer Strom aus Sonnenenergie produziert.

„Die militärische Vornutzung des Geländes und die Bereinigung der Flächen für die zivile Nutzung waren eine besondere Herausforderung.“ meint Projektentwicklerin Martina Schlott von der Sunovis GmbH. Der Kampfmittelbeseitungsdienst untersuchte zunächst die Konversionsfläche und entfernte Kampfmittel, darunter vergrabene Handfeuerwaffen. Seit April 2017 wurde das Gelände vorbereitet, in den vergangenen neun Wochen, der Park errichtet. Der komplette Solarpark geht Anfang November ans Netz, Teile der Anlage sind bereits errichtet und in Betrieb genommen.

„Die beste, denkbare Konversion“ nennt Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, Geschäftsführer von SolarWorld Industries das Projekt. „Die Sonne ist per se die friedlichste aller Energiequellen. Dass wir hier auch direkt zur Umwandlung von militärischem Gelände in saubere Energieerzeugung beitragen können, freut uns besonders.“

Quelle: SolarWorld Industries GmbH