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Bozen, 12. Februar 2010 - Südtirol deckt als einzige Region Italiens über 50 Prozent seines Eigenbedarfs an Energie mit erneuerbaren Energieträgern. Bis zum Jahr 2013 sollen es 75 Prozent sein und innerhalb 2020 sollen laut Plänen der Südtiroler Landesregierung 100 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden. Einen Beitrag dazu leistet die 2008 aus der Taufe gehobene Fachmesse für erneuerbare Energien zur gewerblichen und öffentlichen Nutzung "Klimaenergy" in Bozen/Südtirol/Italien, im Programm vom 23. bis 25. September 2010.

Die Provinz Bozen beschäftigt sich schon seit Jahren mit energetischer Nachhaltigkeit. Im Jahre 2002 entstand "KlimaHaus", ein Konzept zur energetischen Gebäudezertifizierung; laut Gesetz müssen alle in Südtirol neu errichteten Gebäude mindestens KlimaHaus C Standard entsprechen. Das bedeutet, dass der effektive Heizenergieverbrauch unter 70kWh/ m²a liegen muss, was weniger als der Hälfte eines herkömmlichen Hauses entspricht; ab Juni 2010 soll sogar das KlimaHaus B (Heizenergiebedarf unter 50 kWh/m²a) Standard werden, womit der Energieverbrauch im Gebäudebereich in Südtirol um weitere 30 Prozent sinken wird.

Südtirol erstreckt sich über eine Fläche von 7.400 Quadratkilometern und hat rund 500.000 Einwohner 42 Prozent der Fläche Südtirols sind mit Wald bedeckt, und im Bereich der erneuerbaren Energieträger verfügt das Land mit Stand vom Dezember 2009 über folgende Anlagen: 930 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 760 MW; mit 63 Biomasse- bzw. Fernheizwerken verfügt etwa die Hälfte der Südtiroler Gemeinden über eine solche Anlage; weiters gibt es 30 Biogasanlagen und über 7000 kleinere Biomasse-Anlagen (Hackschnitzel und Pellets); pro Kopf gibt es in Südtirol 0,31 Quadratmeter an solarthermischen Kollektoren. Dieser Wert ist 15 Mal höher als im nationalen Durchschnitt; ebenfalls pro Kopf gibt es 52 Watt an installierter Photovoltaikleistung, wobei der nationale Durchschnitt bei 7,5 Watt pro Kopf liegt; außerdem gibt es in Südtirol 291 oberflächennahe Geothermieanlagen - sieben Tiefengeothermieanlagen bis 5.000 Meter sind in Planung - und 11 Windkraftanlagen.

Die Fachmesse für erneuerbare Energien zur gewerblichen und öffentlichen Nutzung "Klimaenergy" in Bozen, der nördlichsten Provinz Italiens, ist die ideale Plattform für einen Einstieg in den italienischen Markt. Mit einem Besucherplus von 45 Prozent gegenüber der ersten Auflage hat sie im Vorjahr eine hervorragende zweite Auflage hingelegt, und geht vom 23. bis 25. September 2010 in die dritte Runde. Was diese Messe auszeichnet, ist ihre eindeutige Ausrichtung; "Klimaenergy" richtet sich ausschließlich an Fachbesucher wie Entscheidungsträger in öffentlichen Ämtern und Institutionen sowie Unternehmer aus energieintensiven Wirtschaftszweigen wie Industrie, Handwerk und Gastgewerbe. Fast 60 Prozent der 248 in einer Umfrage stichprobenartig befragten Besucher kamen von außerhalb Südtirols, überwiegend aus Norditalien (49,6%), aber auch aus Mittel- (2,8%) und Süditalien (1,6%); 2,8% der Befragten kamen aus Österreich und 0,8% aus anderen Ländern.

Die Ausstellungsbereiche der Fachmesse sind in folgende Produktkategorien unterteilt: Solarenergie (Solarthermie, Photovoltaik, solares Kühlen und Beleuchtung), Biomasse, Biogas und Biokraftstoffe, Wasserkraft, Geothermie, Kraft-Wärme-Koppelung, Wasserstoff, Brennstoffzelle, Wärmerückgewinnung und Windkraft, ebenfalls auf der Messe vertreten sind die Bereiche Finanzierung, Forschung sowie Fachpresse und Verbände.

2009 zog "Klimaenergy 7.250 Besucher an. 87,8 Prozent davon waren Fachbesucher aus den Bereichen Energieversorgung, Öffentliche Verwaltung, Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros, Forst- und Landwirtschaft, Gastgewerbe, Industrie, Handwerk und Bauinstallation; mit 67,7 Prozent hatten die Entscheidungsträger wie z. B. Unternehmer (43,5%) einen hohen Anteil unter den Besuchern. Dies sorgte für einen sehr hohen Zufriedenheitsgrad bei den Ausstellern, die größtenteils ihre Teilnahme an der dritten Auflage im Herbst 2010 bestätigt haben. So z.B. Mauro Bonera der AB Energy AG aus Italien, der 2009 gegenüber der ersten Auflage einen guten Besucherzuwachs bemerkte.

"Die Kontakte sind sehr interessant gewesen und wir werden auch auf der Klimaenergy 2010 ausstellen, da Südtirol gerade im Bereich der Biomasse eine interessante Zone ist. Diese Messe ist ein wahrer Branchentreffpunkt und wir hatten in Bozen Gelegenheit, auch mit Herstellern und Installateuren zu sprechen", sagte Mauro Bonera gegenüber Messe Bozen.

Von guten Kontakten und einem großen Interesse im Bereich der Energieberatung in Italien sprachen auch die Verantwortlichen der Firma MPW Legal & Tax aus Deutschland: "Es gibt viele Unternehmen, die im Energieberatungsbereich tätig werden wollen und man merkt, dass der Markt der erneuerbaren Energien in Italien boomt. Wir wollen unser in zwanzig Jahren gereiftes Know-how im Energiebereich nach Italien exportieren und auf der Klimaenergy auszustellen ist ein Schritt in diese Richtung. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir bemerkt, dass sich vor allem der Solarbereich sehr stark entwickelt hat. Sowohl was die Anzahl der ausstellenden Firmen anbelangt, als auch das Interesse der Besucher", betonten die beiden Aussteller Karsten Ahrens und Michael Körber.

Quelle: FIERA BOLZANO SPA - MESSE BOZEN AG

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