Berlin, 17. Dezember 2010, Zu den heutigen Äußerungen von Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, im Wirtschaftsausschuss, erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Die steigende EEG-Umlage ist kein ausreichender Grund für die gegenwärtigen Strompreiserhöhungen. Die Erneuerbaren werden als Sündenbock genutzt, um überhöhte Gewinne mancher Energieversorger zu kaschieren.

Auch der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth findet es unfair, dass die Stromversorger die Erhöhung der EEG-Umlage ausnutzen, um die Strompreise über Gebühr zu verteuern. Im Wirtschaftsausschuss machte er deutlich, dass die Stromversorger an mehreren Punkten sogar deutliche Preissenkungspotentiale haben. So ist der Einkaufspreis für Strom seit 2008 stark gefallen, ebenso die Netznutzungsentgelte. Gleichzeitig haben die Versorger die Kosten, die sie für ihren Vertrieb ansetzen, in den vergangenen vier Jahren verzehnfacht.

Diese hohen Strompreise können sich die Versorger nur erlauben, weil 45 Prozent der Kunden immer noch bei ihrem Grundversorgungstarif geblieben sind. Durch einen Anbieterwechsel können die Verbraucherinnen und Verbraucher oft mehr Geld sparen, als sie insgesamt für die EEG-Umlage zahlen müssen.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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