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München/Saarbrücken, 04. Koktober 2010, Verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke in Deutschland werden laut Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka nichts an steigenden Strompreisen ändern. Wie der Manager heute, Montag, sagte, sind viele Einzelfaktoren relevant. Den schwarzen Peter lässt sich der Branchenvertreter aber nicht zuschieben. Denn die aktuelle Preissituation könnten die Versorger nur bedingt beeinflussen. "Klimaschutz gibt's nicht zum Nulltarif", meint Hatakka.

Zwingend mehr Wettbewerb

"Wir brauchen zwingend mehr Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt", erläutert Uwe Leprich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gegenüber pressetext. Dem Branchenfachmann zufolge sollte die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die allen Marktteilnehmern faire Chancen bietet. Das beziehe sich neben Versorgern auch auf kleinere Stadtwerke. Auch müssten ausländische Stromanbieter einen Zugang haben.

Hatakka sieht dies naturgemäß anders. Vor allem die staatlichen Förderungen für regenerative Energien seien bedeutsam. "Ich würde mir aber wünschen, dass die Politik nicht verschweigt, dass Klimaschutz seinen Preis hat", lässt sich der Topmanager von der Süddeutschen Zeitung zitieren. Denn die Kosten für die Einspeisung des grünen Stroms sind laut Hatakka gestiegen. Auch seien die Emissionszertifikate sowie Investitionen in intelligentere, grüne Netze teuer.

Einsparpläne werden umgesetzt

Vattenfall selbst befindet sich gegenwärtig in einer Umbauphase. Allein in Deutschland sollen gemäß den Einsparplänen rund 1.500 der insgesamt fast 20.000 Stellen gestrichen werden. Ob es zum weiteren Personalabbau kommt, ist offen. "Wir werden uns international auf unsere drei großen Märkte konzentrieren und in Länder außerhalb von Schweden, Deutschland und Holland Bereiche abstoßen", erläutert Hatakka. Davon Betroffen wird vor allem Polen sein.

Redakteur: Florian Fügemann

Quelle: pressetext

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