Münster, 02. August 2012, Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien mitteilt, sollen die Strompreise für Verbraucher weiter steigen. Die anhaltend sinkenden Strompreise treiben die EEG-Umlage für Verbraucher in die Höhe.

Talfahrt der Strompreise an der Leipziger Börse hält an

Im Juli 2012 sind die Preise für Grundlaststrom zur kurzfristigen Lieferung gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent auf 4,1 Cent je Kilowattstunde (kWh) gefallen. Im Vorjahr betrug der Preis für Grundlaststrom 4,6 Cent. Ebenfalls deutlich gefallen ist im Juli der Preis für Spitzenlaststrom. Zu laststarken Zeiten mussten nur noch 5,1 Cent pro kWh bezahlt werden. Das sind 10 Prozent weniger als noch im Vorjahr (5,67 Cent).

IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch: "Das steigende Stromangebot aus erneuerbaren Energien lässt die Einkaufspreise für die Stromversorger trotz des Ausstiegs aus der Kernenergie weiter kräftig purzeln."

Die anhaltend sinkenden Börsen-Strompreise führen laut dem IWR gleichzeitig dazu, dass die Umlage aus dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) für die Stromhaushalte im nächsten Jahr vermutlich deutlich steigen wird.

"Der Rückgang der Strompreise im Jahresverlauf 2012 im Zeitraum Januar bis Juli um bisher fast 1 Cent gegenüber dem Vorjahr hört sich vergleichsweise wenig an. Bei 100 Milliarden Kilowattstunden EEG-Strom, die 2012 vermarktet werden, führt ein anhaltender Preis-Senkungseffekt auf diesem Niveau aber zu etwa 1 Mrd. Euro weniger Einnahmen auf dem EEG-Umlagekonto als geplant. Dieser Fehlbetrag wird über eine höhere EEG-Umlage von den Stromverbrauchern ausgeglichen werden müssen", so Allnoch abschließend.

Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

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