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Erlangen/Düsseldorf, 01. Dezember 2010, Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, ist aus Sicht der Stromversorgung problemlos möglich. Mit dem zukünftigen Ausbau der Netze zum Smart Grid ergeben sich neue Perspektiven wie der Einsatz der Fahrzeuge zum Lastausgleich und die bessere Integration grünen Stroms. Mit Hilfe von intelligenten Stromzählern könnten die Batterien der Elektroautos gezielt geladen werden, wenn mehr Strom aus Erneuerbaren Energien zur Verfügung steht als in dem Moment benötigt wird, beispielsweise in windreichen Nächten.

Die Versorgung der Fahrzeuge mit grünem Strom ist durch den geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien gedeckt. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse im Zwischenbericht der Arbeitsgruppe Ladeinfrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität, die zum 30. November 2010 der Bundesregierung übergeben wurden. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von Klaus-Dieter Maubach, Mitglied des Vorstands der E.ON AG, und Wolfgang Dehen, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erwarten einen raschen technischen Fortschritt bei der Ladeinfrastruktur. Fahrzeuge können künftig schneller und komfortabler geladen werden. Bis 2020 könnten sowohl kabelloses induktives Laden als auch das Aufladen mit Gleichstrom bei höherer Spannung und Stromstärke den Ladekomfort erhöhen und die Ladedauer reduzieren. Die Akzeptanz der Elektromobilität und ihre Nutzungsmöglichkeiten werden damit zunehmen.

„Die Anforderungen an die Ladestellen dürfen nicht zu hoch angesetzt werden“, sagte Klaus-Dieter Maubach. „Wir brauchen heute vor allem pragmatische und kostengünstige Lösungen, um Elektromobilität schnell in den Markt zu bringen.“ Der Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Netz kann sich schrittweise weiterentwickeln. Eine intelligente Ladeinfrastruktur wird erst benötigt, wenn der Fahrzeugbestand eine gewisse Größe erreicht hat und ist daher ein mittelfristiges Entwicklungsziel. Die nun installierte Ladeinfrastruktur sollte mit intelligenter Steuerung nachrüstbar sein, so dass ihre Einbindung in ein intelligentes Netz möglich ist.

Bis 2020 wird die Integration von bis zu einer Million Elektroautos für die Netze in der Breite keine Probleme verursachen. Lediglich bei hoher Durchdringung in einzelnen Regionen könnte es lokal zu Netzüberlastungen kommen, womit dort Verstärkungen nötig sein könnten. Allerdings führen neue elektrische Verbraucher wie Elektrofahrzeuge und insbesondere der Ausbau schwankender Erzeugung aus erneuerbaren Quellen zu einem grundlegenden Wandel im Energiesystem. Die derzeitige Infrastruktur ist diesem Wandel nur bedingt gewachsen. „Der Aufbau einer durchgängig intelligenten Netzsteuerung ist notwendig – auch um das Laden der Fahrzeuge mit grünem Strom sicherzustellen. Die Technologie für das Smart Grid ist bereits heute vorhanden“, sagte Wolfgang Dehen. „Die Weichen für den Aufbau eines intelligenten Systems müssen zügig gestellt werden.“ Die notwendigen Investitionen sollten in der Anreizregulierung entsprechend berücksichtigt werden.

Die Versorgung der Autos mit Strom aus Erneuerbaren Energien ist gesichert: Einem maximalen jährlichen Energiebedarf von 2 Milliarden Kilowattstunden steht eine Erzeugung aus dem prognostizierten Zubau Erneuerbarer Energien von deutlich über 100 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2020 gegenüber. Damit könnten theoretisch 50 Millionen Elektrofahrzeuge versorgt werden.

Der Bericht der Arbeitsgruppe Ladeinfrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität kann auf den Internetseiten der Bundesregierung heruntergeladen werden und ist auf Nachfrage bei Siemens und E.ON erhältlich.

Quelle: E.ON AG / Siemens AG

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