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Berlin, 09. März 2010 - Zum Gespräch von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle mit Vertretern der Desertec-Initiative erklären Kerstin Andreae, Sprecherin für Wirtschaftspolitik, und Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Wir begrüßen, dass Bundeswirtschaftminister Rainer Brüderle das Desertec-Projekt etwa durch Exportbürgschaften unterstützen will. Allerdings darf die Regierung die Desertec-Initiative nicht missbrauchen, um ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien über das Ausland zu erreichen. Strom aus der Wüste bietet große Chancen, die Nutzung erneuerbarer Energien weltweit voranzubringen. Der drastische Anstieg des Energiebedarfs und der Klimawandel zwingen zu gigantischen Investitionen vor allem in den Ausbau der Stromnetze und sind eine enorme technische und wirtschaftliche Herausforderung. Es ist deshalb wichtig, dass die großen Energiekonzerne endlich selbst stärker auf den Ausbau der erneuerbaren Energien setzen, denn sie haben das nötige Know-how und die Finanzkraft.

Das Projekt eröffnet auch Zukunftsmärkte für die Wirtschaft, denn deutsche Unternehmen sind sowohl bei kompletten Kraftwerken wie bei hochtechnologischen Komponenten führend. Der Zugang zu innovativen Technologien und Strom in bisher wenig entwickelten Ländern muss das Hauptziel einer Förderung des Desertec-Projektes durch das Bundeswirtschaftsministerium sein. Darüber hinaus kann Wüstenstrom den Ausbau der dezentralen Energieversorgung durch erneuerbare Energien in Deutschland zwar sinnvoll ergänzen, aber keinesfalls ersetzen.

Wir fordern von der Bundesregierung als Ausgleich für die Staatshilfe bei Desertec, die konservative Energiepolitik für Kohle und Atom zugunsten der großen Energiekonzerne endlich zu beenden.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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