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Bonn, 25. März 2011, Der Bonner Solarriese SolarWorld http://www.solarworld.de/ will das 2010 erwirtschaftete Umsatzniveau von 1,3 Mrd. Euro im laufenden Geschäftsjahr übertrumpfen. Beim Wachstum setzt Unternehmenschef Frank H. Asbeck verstärkt auf den US-Markt. In Zahlen gefasst, will das Management bis Jahresende die Absatzmenge in Megawatt um 30 Prozent steigern. Auch für das kommende Jahr wird mit Umsatzsteigerungen und Ergebnisverbesserungen gerechnet.

Umdenken in den USA

"In Europa gibt es derzeit den Trend zu Förderkürzungen und Deckelungen. Insofern ist hier nicht mehr allzu viel zu erwarten. Das dürfte auch SolarWorld so sehen und sich zunehmend auf die USA konzentrieren", erklärt ein Branchenkenner im Gespräch mit pressetext. "Auch die atomare Katastrophe in Japan hat dazu beigetragen, dass es in den Vereinigten Staaten zu einem Umdenken kommt und regenerative Energien ernsthaft in Betracht gezogen werden."

Auch wenn Asbeck seine Ziele unter den Vorbehalt des Preisdrucks am Markt stellt, reagiert die Börse verhalten. Laut dem Management ist außerdem von entscheidender Bedeutung, inwiefern sich der Preisdruck auf der Kostenseite etwa durch Effizienzsteigerungen, Größeneffekte und die Auslastung der Produktion kompensieren lässt.

Kapazitätsausbau statt Zukäufe

Bis 2013 will der Konzern seinen Auslandsanteil am Absatz auf bis zu 75 Prozent hochfahren, bisher sind es knapp 60 Prozent - am Umsatz hat das Ausland derzeit einen Anteil von fast 47 Prozent. "Wachstumspotenzial in den USA ist in jedem Fall gegeben. Die Amerikaner haben Angst, dass auch ihnen Ähnliches wie in Japan bevorstehen könnte", erläutert der Insider gegenüber pressetext. Die Frage sei jedoch, ob man sich für Wind oder Solar entscheidet.

In den USA besitzt SolarWorld aktuell zwei Produktionsstandorte. Schon ab diesem Jahr soll der Absatz in dem Markt verdoppelt werden. Gemessen am Umsatz macht das US-Geschäft aktuell zwölf Prozent der gesamten abgesetzten Menge an Wafern und Modulen aus. Auf dem deutschen Markt strebt die Firma trotz eines weiteren Rückgangs der Förderung im Sommer um bis zu 15 Prozent an, ihren Marktanteil im laufenden Geschäftsjahr zu steigern.

Trotz der Querelen um gekürzte Förderungen soll der Absatz im restlichen Europa um mehr als 30 Prozent gesteigert werden. Dabei setzt SolarWorld vor allem auf Italien und Frankreich - und das, obwohl auch auf diesen Märkten Förderkürzungen anstehen. Statt Zukäufen setzt CEO Asbeck auf den Kapazitätsausbau. Die Modulproduktion soll am Standort in Freiberg bis Sommer von 170 auf 600 Megawatt erhöht werden. Dazu ist ein neues Werk im Bau.

Redakteur: Florian Fügemann

Quelle: pressetext

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