Bonn, 05. Dezember 2011, Illegale Subventionen schaden der amerikanischen Solarindustrie und verursachen eine Wettbewerbsverzerrung, so die Feststellung der US-Handelskommission am vergangenen Freitag in Washington D.C. Dabei geht es in erster Linie um chinesische Importe von Solarmodulen und Solarzellen. Das in dieser Angelegenheit federführende Unternehmen SolarWorld AG, zeigte sich über die einstimmige Entscheidung des sechsköpfigen Gremiums sehr erfreut. Diese Entscheidung soll nun den Weg für weitere Untersuchungen der Antidumpingklage gegen chinesische Solarhersteller freimachen.

SolarWorld AG

Diese war am 19. Oktober von SolarWorld Industries America Inc. mit Unterstützung von sechs US-amerikanischen Solarherstellern eingereicht worden, die sich zur Coalition for American Solar Manufacturing (CASM) zusammengeschlossen hatten. Über 150 weitere Solarunternehmen mit insgesamt mehr als 11 000 Beschäftigten sind dieser inzwischen beigetreten.

„Mit dieser Entscheidung macht die US-Handelskommission den Weg frei für eine detaillierte Offenlegung der chinesischen Handelspraktiken, die unserer Ansicht nach illegal sind und allein zur strategischen Sicherung von Marktanteilen im Westen dienen“, sagte Dr. Ing E.h. Frank Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Damit sei die Einführung von Strafzöllen und Ausgleichszahlungen auf chinesische Solarmodule und -zellen in den Vereinigten Staaten wahrscheinlicher geworden. Diese seien zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs im Sinne der Industrie und der Kunden notwendig. Die SolarWorld AG prüfe vor diesem Hintergrund auch eine Klage auf EU-Ebene, sagte Asbeck weiter.

In ihrer Petition hat CASM nicht nur die Subvention und massive finanzielle Unterstützung chinesischer Solarhersteller öffentlich gemacht, die nach den Richtlinien der Welthandelsorganisation nicht zulässig sind, sondern klagt damit auch gegen die Verletzung von Sozial- und Umweltstandards in der Produktion von Solarmodulen und -zellen in China. Nur so seien die Chinesen in der Lage, Ware langfristig zu Dumpingpreisen anzubieten. Die Kosten der Produktion konnten Hersteller in den USA seit vielen Jahren kontinuierlich senken, sehen sich aber nun durch Dumping aus China zum Teil in ihrer Existenz bedroht. SolarWorld-Chef Frank Asbeck hatte in diesem Zusammenhang von einem „Handelskrieg“ gesprochen.

Weitere Details zur Klage finden Sie unter: www.americansolarmanufacturing.org

Quelle: SolarWorld AG

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