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München, 11. Juni 2012 – Der Qualitätsverband Solar- und Dachtechnik e.V. (QVSD) konnte bei seiner Mitgliederversammlung am 22. Mai 2012 positive Bilanz des ersten Aufbaujahres mit beachtenswerten Arbeitsergebnissen ziehen. Die Mitgliederversammlung fand in den Räumlichkeiten des Verbandsmitglieds SCHOTT Solar AG in Mainz statt. Gegründet wurde der QVSD Ende 2010 mit der Hauptzielsetzung, die Qualität bei Planung und Ausführung der Installation von Solaranlagen auf Dächern sicherzustellen.

Qualitätsverband QVSD

Seit Mitte des letzten Jahres wurde daher von kompetenten Mitgliedern aus allen Bereichen der Solar- und Dachtechnik in themenbezogenen QVSD-Arbeitskreisen entsprechende Basisarbeit geleistet. Im Fokus stand dabei insbesondere, diejenigen Qualitätsmerkmale zu definieren, auf die es zur langfristigen Erfüllung aller Anforderungen und Funktionen sowohl bei der Solar- als auch bei der Dachtechnik ankommt. Erste Ergebnisse dieser Arbeitskreisarbeit sind vier Qualitätsmerkblätter, von denen zwei bereits in den jeweiligen Arbeitskreisen verabschiedet wurden.

QVSD-Qualitätsmerkblätter schaffen Sicherheit für Bauherren, Planer und Verarbeiter

Die QVSD-Qualitätsmerkblätter sind als Basis-Bausteine umfassender Richtlinien konzipiert und geben die wichtigsten Hinweise zur Planung und Ausführung, deren Beachtung wesentliche Voraussetzung zur Realisierung langfristig fünktionierender Bauwerke und zur Vermeidung von Mängeln und Schäden sind. Ab sofort werden sukzessive die ersten Merkblätter veröffentlicht und können beim QVSD bezogen werden.

Die Qualitätsmerkblätter im Einzelnen:

  • Planung und Ausführung von Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden. Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Pflichten. Hinweise zur Abstimmung der am Bau Beteiligten.
  • Solartechnik im Metallleichtbau. Erarbeitet in einem gemeinsamen Arbeitskreis mit dem IFBS, Industrieverband für Bausysteme im Metallleichtbau.
  • Solaranlagen auf Dächern mit Dachdeckungen aus Dachziegeln und Dachsteinen.
  • Solaranlagen auf Dächern mit Dachabdichtungen.

Die QVSD-Arbeitskreisarbeit wird vertiefend fortgesetzt mit dem Ziel entsprechender Ergebnisse zu allen Bereichen der Solar- und Dachtechnik.

Sachverständigen-Vorträge unterstreichen die Notwendigkeit der Verbandsarbeit

Ein weiterer zentraler Bestandteil der QVSD-Mitgliederversammlung waren die Vorträge zweier Sachverständiger, zunächst von Dachdeckermeister Frank Feist mit Schwerpunkt Dachtechnik und anschließend von Dipl.-Ing. (FH) Rudi Haas mit Schwerpunkt Solartechnik. Dabei war die für Fachleute kritische Schnittstelle „Solar-Dach“ ein wesentlicher Betrachtungsbereich beider Referenten. Die aufgezeigten Problembereiche und Mängel bei der Montage von Solaranlagen auf Dächern, aber auch die Fehleranalyse aus der technischen Überprüfung und Begutachtung der Photovoltaik-Anlagen insgesamt ergeben oft fehlendes Fachwissen und Know-how bei Planern und ausführendem Handwerk, sowohl hinsichtlich grundsätzlicher Planungsleistungen als auch zur Lösung von Ausführungsdetails. Darüber hinaus ist eine gewerkeübergreifende Zusammenarbeit zu wenig vorhanden. Aber auch die oftmals unterlassene Beachtung der Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Effizienz zeigt den Handlungsbedarf für entsprechende Aufklärung aller Projektbeteiligten. Dies wurde anschaulich durch Projektbeispiele gezeigt, bei denen Solaranlagen auf Dächern installiert wurden, die eigentlich zunächst dringend eine Sanierung nötig gehabt hätten.

QVSD - Mitgliederversammlung

Bild: Dipl.-Ing. (FH) Rudi Haas, Geschäftsführer und Leiter Engineering der Solarschmiede GmbH in München, berichtet aus seiner Sachverständigenarbeit.

Zusammenfassend wurde in den Vorträgen der Sachverständigen sehr deutlich, wie notwendig und überaus sinnvoll die Ziele und die Verbandsarbeit des QVSD für eine positive Entwicklung des wichtigen Marktes „Solardächer“ sind.

Schulungs- und Weiterbildungskonzepte des QVSD

QVSD-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Wolfgang Tebart stellte im Anschluss die Konzepte für die weitere Verbandsarbeit und den damit verbundenen Nutzen für die Mitglieder vor. Ein Schwerpunkt werden Vortragsveranstaltungen und Fachseminare zur Weiterbildung von Planern und ausführenden Handwerkern aller Handwerksbereiche sein.

Damit wird der QVSD die satzungsgemäße Aufgabe erfüllen, Know-how an die unterschiedlichen Marktbeteiligten zu vermitteln, sich für Zusammenarbeit aller Fachleute zu engagieren und möglichste hohe Qualitätsstandards im Markt zu etablieren. Die Mitglieder begrüßten übereinstimmend die geplanten Maßnahmen und Konzepte, um sie gemeinsam aktiv anzugehen, und entsprechende Synergie-Effekte der branchen- und gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit erfolgreich zu nutzen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Vorträge der QVSD-Mitglieder Markus Schwarz und Dipl.-Ing. (FH) Marco Peter für die SCHOTT Solar AG und Rechtsanwalt Andreas Kleefisch für die Kanzlei Baumeister Rechtsanwälte. Markus Schwarz, Direktor PV Building Integrated Applications Europe, präsentierte das breite Spektrum der Produkte des Technologiekonzerns SCHOTT AG, Produktmanager Marco Peter referierte zu „Entwicklungen und Trends bei Produkten und Systemen für Photovoltaik“ und RA Kleefisch zum brisanten Thema „Totaler Verbraucherschutz beim Kauf einer PV-Anlage?“

Fazit

Inhalte und Ablauf der QVSD-Mitgliederversammlung spiegelten wider, welchen Nutzen die Mitglieder des QVSD aus Ihrer Verbandsmitgliedschaft ziehen können: Know-how- und Informationsaustausch und -gewinn, Erarbeitung von Argumentationen und Konzepten und Umsetzung in gezielter Marktarbeit pro Qualität mit gleich orientierten Beteiligten übergreifend für Solar- und Dachtechnik.

Das gemeinsame Engagement für Qualität, Sicherheit, Energieeffizient und Nachhaltigkeit wird erfolgreich sein, da diese Kriterien zunehmend an Bedeutung gewinnen werden; denn zukünftig werden weniger die kurzfristigen und überwiegend monetären Aspekte, sondern die Realisierung langfristig effizienter und wirtschaftlicher Gesamtlösungen zählen.

Qualitätsverband Solar- und Dachtechnik e. V. (QVSD)

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