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Berlin, 8. März 2010 - Der Erfolg der SMEThermal, erste internationale Konferenz speziell für die Solarthermie-Industrie, die sich am Donnerstag den 4. März explizit mit den Themen Automatisierung der Komponentenproduzenten und Qualitätssicherung der Zulieferindustrie befasste, übertraf bei weitem die Erwartungen der Veranstalter. Zu der eintägigen Tagung in der Landesvertretung NRW in Berlin kamen 150 Spezialisten aus  20 verschiedenen Ländern. Veranstalter war die Berliner Solarpraxis, ein auf regenerative Energien spezialisierter Wissensdienstleister.

 „SMEThermal schließt eine Lücke in der Konferenzlandschaft der Solartechnik in Europa“, erklärt Bärbel Epp, Geschäftsführerin der Bielefelder Agentur solrico – solar market research & international communication, die in Kooperation mit Raffaele Piria vom Berliner Beratungsbüro eclareon für das Programm der Tagung verantwortlich war. Bisher gab es noch kein Forum für den Austausch zwischen Herstellern solarthermischer Speicher und Kollektoren auf der einen sowie den Maschinen- und Materiallieferanten der Branche auf der anderen Seite. 

Das Konzept ging auf. Vertreter namhafter Konzerne der Heizungs- und Baustoffindustrie wie Viessmann, Bosch, Baxi, Vaillant, Roth, Schüco und Kingspan nutzten dieses Angebot genauso wie Entscheider der Solarthermie-Industrie aus Spanien, Türkei und Griechenland.  Die Sponsoren waren mit der Qualität der Kontakte sehr zufrieden. „Wir haben sehr gute neue Firmenkontakte geknüpft und kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder“, freut sich Dr. Rolf John, Leiter der Solarabteilung von Fix Maschinenbau, einem Tochterunternehmen der mittelständischen Maschinenbaugruppe UTZ. 

Die Solarthermie-Industrie steht an einem Wendepunkt. Sie hat nach Jahrzehnte langer manueller Fertigung eine Größe erreicht, die Automatisierung möglich und nötig macht. Die positiven Erfahrungen der ersten semi-automatisierten Fertigungslinien wurden auf der Tagung vorgestellt und diskutiert. „Wir können heute kostengünstiger größere Mengen von Kollektoren produzieren“, berichtet Manfred Kiefer, Technischer Direktor des österreichischen Kollektorherstellers Sun Master, über die Vorteile der Investition in den Maschinenpark.

Taktzeiten von 1 bis 2 Minuten und optimierte Fertigungslinien, die von nur 2 bis 3 Werkern betreut werden, läuten eine neue Ära in der industriellen Solarthermie-Fertigung ein. Die Hersteller sind selbstbewusst: „Die Material- und Fertigungsengpässe bei Glas und Speichern der vergangenen Boomjahre 2006 und 2008 sind überwunden“, betont Marc Vigneron, Geschäftsführer von Viessmann Faulquemont. Die europäische Solarthermie-Industrie ist sehr gut aufgestellt für die kommenden Jahre des starken Wachstums.

Auch Qualitätsfragen spielten eine große Rolle auf der Tagung. Mit gut ausgelegtem Kathodenschutz und Qualitätsstandards bei der Emaillierung können Speicher 15 bis 20 Jahre halten. Dies war die eindrückliche Message von Christoph Klein-Schmeink, Vertriebs- und Marketingleiter von Magontec, dem größten Anbieter von Kathodenschutzsystemen für Speicher weltweit.

„Die Vorträge in dem für uns sehr wichtigen Bereich der Speicherfertigung waren gut und detailreich. Wir haben inhaltlich sehr von der Konferenz profitiert“, zeigt sich Hakan Alas, stellvertretender Geschäftsführer des größten türkischen Solar-Herstellers Ezinc, zufrieden.

Die große Resonanz bei der Tagung zeigt sehr deutlich, wie hoch der Bedarf an Austausch innerhalb der Branche ist. SMEThermal wird also auch im Frühjahr 2011 das exklusive Forum für die internationale Solarthermie-Industrie sein – organisiert von Solarpraxis in Kooperation mit solrico und eclareon sowie den renommierten Zeitschriften Sonne Wind & Wärme und  Sun & Wind Energy.

Quelle: Solarpraxis AG

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