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Pfungstadt, 17. Oktopber 2011, Zum Anwesen des Landwirts Jürgen Ruppenthal inmitten des  Ortskerns von Pfungstadt-Hahn gehört auch eine ältere Scheune mit einem Dachstuhl, der deutliche Unebenheiten aufweist. Auf diesem in der Nachkriegszeit errichteten Dach wurde vor wenigen Wochen eine Solaranlage mit einer Leistung von 11,9 kWp in Betrieb genommen.

Planung, Lieferung, Installation und Überwachung hat die Firma ESD-Energiesysteme Deutschland GmbH übernommen, ebenfalls aus Pfungstadt. Verwendet wurden 70 monokristalline Module des deutschen Hersteller Solarworld sowie die notwendigen Wechselrichter der Firma SMA aus Niestetal bei Kassel. 

Das Scheunendach ist nach Süden ausgerichtet und unverschattet, trotzdem waren besondere Anstrengungen nötig, um es für die Installation von Modulen und damit die Gewinnung von Solarenergie überhaupt nutzbar zu machen, so Martin Flossmann von ESD. Mehrere angefragte Unternehmen hätten wegen der großen Unebenheiten des Dachs den Auftrag für eine Modulunterkonstruktion abgelehnt. Erst die saarländische Firma POC Consulting GmbH habe eine im wahrsten Sinne tragfähige Lösung angeboten:

Die POC-Unterkonstruktion mit Ausgleichsgewindestäben und speziellen Winkeln ist besonders für die Befestigung von Solarmodulen in Aufdachmontage für mit Pfannen, Schiefer oder Schindeln gedeckten Schrägdächer geeignet, deren Unebenheiten durch normale Unterkonstruktionen nicht ausgeglichen werden können.

Peter Ott von POC erläutert die Besonderheiten: Sein Unternehmen habe sich gezielt „auf Problemgeschichten konzentriert“, ab ca. 15 kW würden mit Einzelplanungen für Dächer produktunabhängige Lösungen angeboten. Auf Ruppenthals Scheunendach habe man es mit Senken von z. T. über 67 cm zu tun gehabt, die ausgeglichen werden mussten. Zunächst wurden die Dachhaken auf die Pfette montiert, parallel wurde die Konstruktion aufgebaut, wobei das Basisprofil auf der höchsten Stelle auf „0“ gesetzt wurde.

Senken wurden mit einem 60 x 40 Profil adaptiert. Weitere Anpassungen konnten durch Winkel an den Dachhaken erfolgen. Das Raster wurde mit vorgegebenen Haltepunkten einnivelliert, „ungefähr so wie der Zimmermann zunächst seinen Dachstuhl berechnet und aufschlägt. So bekamen die mit dem Aufbau betrauten Solarteure genau die Punkte vorgegeben, über die dann die Basis gelegt wurde“, so Ott.

Investor und Dacheigentümer Jürgen Ruppenthal ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Es ist  zügig und solide gearbeitet worden“, die Modulfläche liege plan auf dem Dach und könne einwandfrei Strom produzieren.

„Was wir selbst am besten können, ist die Anlage auf 25 Jahre Laufzeit auszulegen“, ergänzt Martin Flossmann. Zur Philosophie von ESD-Energieysteme Deutschland gehöre es jedoch, den Kunden dann mit den passenden  Partnern zusammen zu bringen, wenn herkömmliche Lösungen nicht tragfähig sind. Im gegebenen Fall der Familie Ruppenthal einen Spezialisten aufzeigen zu können, war nur durch das gewährte Vertrauen von Jürgen Ruppenthal möglich.

Quelle: ESD – Energiesysteme Deutschland GmbH

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