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Wien, 10. Juni 2010 - Der Klima- und Energiefonds  startet auch 2010 wieder eine Förderaktion für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen von höchstens fünf Kilowatt-Peak in Privathaushalten. Die Förderung ist auf maximal 30 Prozent der Investitionskosten beschränkt. Insgesamt stehen für 35 Mio. Euro zur Verfügung. Erste Kritik ist gleich vom Start weg zu vernehmen. "Das Fördermodell ist ein harter Knochen mit wenig Fleisch," meint Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA)  im pressetext- Interview.

Hier fördere nicht der Staat die zukunftsträchtige Sonnenstromproduktion sondern beherzte private Sonnenstromproduzenten den Staat, so Kronberger. Mit der 30-Prozent-Begrenzung des Förderanteils verbleiben 70 Prozent der Anlagekosten beim Errichter. "Bedenkt man den Zusatznutzen wie etwa den verringerten Devisenabfluss zum Energiezukauf - Österreich gibt pro Jahr elf Mrd. Euro dafür aus - und die Wertschöpfung für die heimische Wirtschaft - inklusive der daraus entstehenden Green Jobs - so ist der Finanzminister der größte Profiteur dieses Systems."

Daher wäre der Finanzminister gut beraten bei Bedarf die Beschränkung von Euro 35 Mio. Euro sofort nach oben zu öffnen. "Sinnvoller wäre es, wenn sich der Umweltminister im vorhinein mit den Photovoltaik-Verbänden Kontakt aufnimmt", so Kronberger. Diesen Weg gehe der Wirtschaftsminister bereits.

Föderung soll Österreich energieautark machen

Umweltminister Niki Berlakovich unterstreicht bei der Präsentation des Fördermodells die Bestrebungen eines energieautarken Österreich. "Die Förderaktion leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unseres Zieles von 34 Prozent Anteil erneuerbarer Energie", so der Umweltminister. Mit den 35 Mio. Euro können dreimal so viele Anlagen wie 2009 gefördert werden.

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer Klima- und Energiefonds rechnet vor, dass mit dem Betrag rund 5.500 Photovoltaikanlagen, mit 25,8 MW Gesamtleistung, errichtet werden können. Die Förderaktion 2010 schließe direkt an die Förderung des Vorjahres an. Damals konnten mit 20 Mio. Euro mehr als 1.800 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8.400 kW errichtet werden. 2009 war die Gesamtförderung auf maximal 60 Prozent der Investitionskosten beschränkt.

Jobmotor Erneuerbare Energien

Sowohl Minister Berlakovich als auch Höbarth betonten bei der Präsentation des Fördermodells die Bedeutung der erneuerbaren Energien für den Wirtschaftsstandort Österreich. "Die Photovoltaik ist mit 3.000 Green Jobs ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Land", so der Minister. Bis 2020 rechnet Höbarth damit, dass dieser Wirtschaftszweig rund 15.000 Arbeitsplätze schaffen wird. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Wertschöpfung im eigenen Land bleibe.

"In diesem Jahr werden gebäudeintegrierte Anlagen mit einem höheren Betrag gefördert", so Höbarth. "Diese innovativen Anlagen übernehmen zusätzlich eine direkte Gebäudefunktion etwa als Fassade, Sonnenschutz oder Balkonverkleidung." Mit der Förderung unterstütze man auch die Spezialisierung heimischer Unternehmen in diesem Sektor, betont der Experte. Dieses Segment gelte als Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt.

Die Antragstellung für die Photovoltaikförderung ist ausschließlich online unter http://www.photovoltaik2010.at möglich.

Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Quelle: pressetext.austria

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