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Solarmarkt

Konzernumsatz bei 119,4 Mio. Euro - Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -52,6 Mio. Euro gesunken - Bereinigtes Konzernergebnis auf -45,2 Mio. Euro verringert (ohne Einmaleffekte aus der Abschreibung von Beteiligungen) - Deutlicher operativer Cashflow im zweiten Quartal (29,3 Mio €)

Die Berliner SOLON SE veröffentlichte heute ihren Zwischenbericht zum 30. Juni 2009. Die ersten sechs Monate des Jahres waren durch eine im Jahresvergleich deutlich geringere Nachfrage nach Solartechnik geprägt sowie durch einen starken Rückgang der Verkaufspreise. Während die Nachfrage nach Solarmodulen im zweiten Quartal spürbar anzog, leidet der Markt für solare Kraftwerkstechnik in Folge der Finanzkrise weiter unter der stark eingeschränkten Verfügbarkeit von Projektfinanzierungen für größere Projekte.

Die nach wie vor angespannte Marktsituation spiegelt sich in den vorgelegten Unternehmenszahlen der SOLON SE wider: So lag der Konzernumsatz mit 119,4 Mio. Euro um 71 % unter dem Vorjahr (Vorjahreszeitraum: 410,6 Mio. Euro). Die Gesamtleistung ging in den ersten sechs Monaten des Jahres um 69 % auf 136,6 Mio. Euro zurück (Vorjahreszeitraum: 446,9 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2009 wurden insgesamt 39 Megawatt produziert, davon 21 Megawatt im zweiten Quartal. Der Anteil der im Berichtszeitraum im Segment Komponenten erwirtschafteten Konzernerlöse stieg auf 67 %, während der Anteil des Segments Systemtechnik am Konzernumsatz auf 33 % zurückging. Der Anteil der im Ausland erzielten Konzernumsätze lag bei 48 %.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf -42,7 Mio. Euro zurück (Vorjahreszeitraum: 37,0 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf -52,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 31,5 Mio. Euro). In den Ergebnissen sind jeweils Sondereffekte in einem Umfang von -30,3 Mio. Euro aufgrund des starken Rückgangs der Verkaufspreise im ersten Halbjahr enthalten. Diese resultieren aus der Abwertung von Vorräten sowie aus dem Abverkauf von Lageraltbeständen unter Herstellungskosten.

Das Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum -74,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -4,3 Mio. Euro). Hierin enthalten sind Einmalbelastungen aus der Abwertung von Beteiligungen in Höhe von -64,9 Mio. Euro. Diese betreffen zum einen Belastungen aus der Insolvenz der Silicium de Provence S.A.S. Zum anderen führte die Neubewertung der indirekt gehaltenen Beteiligung an der österreichischen Blue Chip Energy GmbH zu einer Wertberichtigung in Höhe von rund 12 Mio Euro. 

Das Konzernergebnis nach Minderheiten betrug -110,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 17,9 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte aus der Abwertung von Beteiligungen ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Minderheiten in Höhe von -45,2 Mio. Euro  Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei -3,61 Euro (Vorjahreszeitraum: 1,43 Euro).

Der weitere Abbau von Forderungen aus dem Spanien- und Italiengeschäft sowie der Rückgang des Vorratsbestandes führten zu einer Verringerung des Working Capitals gegenüber dem ersten Quartal 2009 sowie zu einer deutlichen Verbesserung des operativen Cashflows. Dieser verbesserte sich zum 30. Juni 2009 auf -10,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -27,4 Mio. Euro). Im zweiten Quartal konnte ein positiver operativer Cashflow in Höhe von 29,3 Mio. Euro erwirtschaftet werden (Vorjahreszeitraum: 18,0 Mio. Euro).

Die Nettoverschuldung wurde trotz gegenläufiger Effekte aus Investitionstätigkeit in Höhe von rund 11 Mio. Euro im zweiten Quartal leicht zurückgeführt. Mit den Kredit gebenden Banken wurde eine Vereinbarung über die  gegenwärtige Finanzierung getroffen. Parallel werden derzeit Gespräche mit dem Ziel geführt, die Konzernfinanzierung auf mittelfristige Sicht zu sichern. Diese soll dem Konzern die Optimierung und Weiterentwicklung seiner Geschäftstätigkeit in einem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ermöglichen.

Als Antwort auf die schwache Unternehmensentwicklung seit Jahresbeginn hat SOLON im zweiten Quartal mit Unterstützung externer Berater ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Dieses umfasst sowohl verschiedene strategische Maßnahmen als auch Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur des Unternehmens, darunter die Fokussierung der Produktions- und Vertriebsaktivitäten auf die Kernmärkte Deutschland, Italien und USA, verschiedene Personalmaßnahmen (Abbau von Leih- und Zeitarbeitskräften, Einführung von Kurzarbeit an mehreren Konzernstandorten, Verzicht auf variable Gehaltsbestandteile durch das Management und große Teile der Belegschaft) sowie die Prüfung einer möglichen Ausgliederung der österreichischen Produktionsgesellschaft SOLON Hilber Technologie GmbH. Ziel der genannten Maßnahmen ist es, Kosteneinsparungen in Höhe von rund 15 Mio. € zu erzielen, die erstmalig im Jahr 2010 wirksam werden, und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld zu stärken. So konnten im ersten Halbjahr 2009 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (ohne Währungsaufwendungen und Restrukturierungsaufwendungen) um rund 22% gesenkt werden.

Das Unternehmen rechnet mit einer weiteren Belebung des Geschäfts im Jahresverlauf. Das Komponentengeschäft von SOLON profitiert von der spürbaren Nachfragebelebung nach Solarmodulen für private und größere gewerbliche Aufdachanlagen, insbesondere in Deutschland, wo das Segment im zweiten Quartal 2009 den Umsatz im Jahresvergleich deutlich steigern konnte. Das Geschäft mit Kraftwerkstechnik hingegen leidet weiter unter der eingeschränkten Verfügbarkeit von Krediten zur Finanzierung großer Solarprojekte. Jedoch zeichnet sich auch hier ein allmähliches Anziehen der Nachfrage ab. So konnte SOLON kürzlich mehrere größere Aufträge mit neuen Kunden vermelden. Durch den Abschluss von Verträgen mit dem kalifornischen Energieversorger PG&E und dem norwegischen Unternehmen Statkraft ist es SOLON zudem gelungen, Zugang zu einem neuen Kundensegment zu finden, das international zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aufgrund der üblichen Vorlaufzeiten für Großprojekte werden sich die neuen Aufträge allerdings überwiegend erst ab dem Jahr 2010 umsatzseitig auswirken.      

Angesichts des weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes hält es der Vorstand für angemessen, weiter auf eine aktuelle Prognose zu den Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr 2009 zu verzichten.

Download Zwischenbericht

Quelle: SOLON SE

Den Stellenwert der Photovoltaikindustrie für den Standort Deutschland betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei seinem heutigen Besuch der Wacker Schott Solar GmbH in Jena. "Erneuerbare Energien sind die Energien der Zukunft, hier wird es zu weiterem Wachstum kommen und viele Arbeitsplätze werden entstehen", sagte Gabriel. Das Unternehmen stellt Siliziumwafer für die Photovoltaikindustrie her. Bis Ende 2009 will es seine Produktion auf 275 MW steigern. Bis 2012 soll die Fertigungskapazität auf rund 1 Gigawatt jährlich erweitert werden. Damit können 700 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Gabriel bekräftigte, dass es zum Ausbau der erneuerbaren Energien langfristig keine Alternative gebe. Gabriel: "Sie tragen zum Klimaschutz bei, verringern unsere Abhängigkeit von Energieimporten und machen uns langfristig unabhängig von Preisschwankungen fossiler Energien. Investitionen in Erneuerbare Energien, Energie- und Ressourceneffizienz werden branchenübergreifend zu Vorteilen für die deutsche Wirtschaft führen. Alle Unternehmen sind letztlich auf eine sichere und preisstabile Energieversorgung angewiesen".

Deutschland gilt weltweit als führender Solarstandort, da hier ein gutes Forschungsnetzwerk und Zuliefererumfeld existiert. Rund 75 Unternehmen produzieren in Deutschland, darunter auch zunehmend internationale Firmen. Investitionen in den neuen Bundesländern sind attraktiv und können sich gegenüber anderen europäischen Ländern behaupten. 2005 bis 2008 wurden von deutschen Photovoltaikunternehmen rund 5,3 Mrd. Euro in neue Produktionsstandorte oder Produktionserweiterungen überwiegend in Deutschland investiert.

Gabriel: "Mit einer Strategie eines nachhaltigen Investitionsschubs können wir in Deutschland die Trendwende in der Wirtschaftskrise schaffen und für Beschäftigung sorgen. Die erneuerbaren Energien sind ein zentraler Pfeiler dieser Strategie." In diesem Zusammenhang lobte Gabriel auch das Engagement von Wacker Schott Solar bei der Ausbildung als vorbildlich. Derzeit werden fast 100 Jugendliche am Standort Jena zu Mechatronikern, Mikrotechnologen, Industrie- und Verfahrensmechanikern oder Physiklaboranten ausgebildet.

Die Branche der erneuerbaren Energien eilt allen Zielsetzungen und Prognosen voraus: Der Inlandsumsatz der erneuerbaren Energien hat sich im Jahr 2008 auf rund 29 Mrd. Euro gesteigert. Im Jahr 2008 haben sie bereits zu etwa 15 Prozent zum Stromverbrauch beigetragen. Insgesamt wurden 2008 rund 112 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Ohne die Nutzung erneuerbarer Energien wären die gesamten energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland um 15 Prozent höher. Gegenüber 2004 sind 120.000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Insgesamt sind mittlerweile etwa 280.000 Menschen im Bereich erneuerbarer Energien beschäftigt.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Mehrheitsbeteiligung an der Solar Trust of America LLC, einem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit MAN Ferrostaal Inc. - Komplettanbieter für solarthermische Kraftwerke durch Bündelung aller Aktivitäten - Gut gefüllte Projekt-Pipeline im Südwesten der USA

Durch  Initiative des Internetportals Photovoltaikumfrage.de läuft seit geraumer Zeit eine Umfrage mit dem Thema "Bekanntheitsgrad verschiedener Solarmodulhersteller".

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