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Madrid, 20. Oktober 2011, Der spanische Solarmarkt bleibt interessant – das war das Ergebnis der Konferenz „Conferencia de la Industria Solar - España 2011“, die am Freitag, den 14. Oktober 2011 in Madrid zu Ende ging. Rund 190 Experten aus der Erneuerbaren-Energien-Branche hatten sich bei der 2-tägigen Veranstaltung über die Situation des spanischen Solarmarktes ausgetauscht. Auf der Konferenz wurden u. a. die Themen Grid Parity im Photovoltaikbereich, Eigenverbrauch, dezentralisierte Elektrizitätserzeugung, Anreize für Wärme aus erneuerbaren Energien sowie die Analyse neuer internationaler Märkte für Solarunternehmen teilweise kontrovers diskutiert.

In der Diskussionsrunde “Die Rolle der Photovoltaik in der aktuellen politischen Debatte?” waren sich die Vertreter der politischen Parteien einig, dass die Schaffung eines stabilen Rechtsrahmens für den Photovoltaik-Sektor notwendig ist, um Unternehmen und Investoren die nötige Planungssicherheit zu bieten. Wichtig sei es außerdem, die Anschlüsse und das Leitungssystem innerhalb Europas zu verbessern, um den Energietransport zwischen den einzelnen europäischen Ländern voranzutreiben.

Javier Anta von der Asociación de la Industria Fotovoltaica (ASIF) unterstrich, dass sich der Photovoltaiksektor trotz schwieriger äußerer Bedingungen durch den unsicheren Rechtsrahmen und die Wirtschaftskrise, behauptet und als „sehr belastbar“ erwiesen hätte. Carlos Montoya vom Institut für Energie-Diversifikation und -Einsparung (IDAE) prognostizierte in seiner Präsentation zu Spaniens´ neuem nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien PER (2011 – 2020), dass in Spanien im Jahr 2020 rund 300.000 Personen im Erneuerbare-Energien-Sektor arbeiten könnten. Die gute Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Photovoltaik-Hersteller hob Antonio Navarro als Vertreter der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) hervor. Neue Zielmärkte für spanische Hersteller seien u. a. die USA, Indien, Australien, Lateinamerika und Marokko. Der Generalsekretär des spanischen Solarthermie-Verbands Protermosolar und Präsident der European Solar Thermal Electricity Association (ESTELA) Luis Crespo betonte, dass die Solarthermie in Zukunft eine bedeutende Rolle im europäischen Energiemix spielen wird. Spanien sei weltweit führend bei Innovationen im Bereich Solarthermie, könne hier aber in Zukunft von den USA abgelöst werden.

Eine der grundlegenden Aussagen der Veranstaltung: Da die Grid Parity in Spanien bereits erreicht ist, liegt die Zukunft des spanischen Marktes in der dezentralisierten Elektrizitätserzeugung und dem Eigenverbrauch. Darauf wies auch der Redner David Pérez von Eclareon hin. Wie dies in der praktischen Umsetzung aussehen wird, wird auf der Folgekonferenz im nächsten Jahr näher beleuchtet. 

Die Konferenz „Conferencia de la Industria Solar – España“ fand bereits zum fünften Mal in Spanien statt. Unterstützt wurde die von der Solarpraxis AG organisierte Veranstaltung von den europäischen Verbänden ESTELA, ESTIF (European Solar Thermal Industry Federation) und EPIA sowie den spanischen Organisationen AEF (Asociación Empresarial Fotovoltaica), ASIF, ASIT (Asociación Solar Industria Térmica), APPA (Asociación de Productores de Energías Renovables) sowie PROTERMOSOLAR.

Quelle: Solarpraxis AG

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